Forum: Overview Arbeit/Studium in Deu. & Korea - 독일과 한국에서의 일과 공부 RSS
Abi fertig - wie komme ich bestmöglich in den nächsten Monaten nach Korea?
Page:  previous  1  2  3  4  5  next  
This ad is presented to unregistered guests only.
JayD #46
Member since Dec 2011 · 729 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post ID 57451
Quote by Kuggi:
Das Problem ist eher, dass er Geld leiht.. Das spielt keine Rolle, ob er das Geld von Banken hat oder von Verwandten.. Natürlich ist das Geld von seinen Verwandten angenehmer, aber Fakt ist: Er ist und bleibt SCHULDNER, bis er alles abbezahlt!
...Richtig, da stimme ich zu! In jungen Jahren Geld leihen ist immer so ne Sache....

Quote by Kuggi:
Die Tatsache, dass er nicht versucht, auf eigenen Beinen zu stehen, verdeutlicht, dass er vllt. noch mal überlegen sollte, ob er jetzt oder bald ohne Plan B nach Korea gehen soll.

Ich denke, wie oben schon geschrieben, dass man von einer Reise kein Studium abhängig machen sollte, sondern eher von persönlichen Interessen oder vll aus späteren finanziellen:-D


Quote by Kuggi:
Studiere so schnell wie möglich (Bachelor), bevor es zu spät wird (In Deutschland findet langsam ein gewaltiger und chaotischer Umbruch im Bildungssystem statt, was für die meisten Studierenden nicht positiv sein wird).
???....Hab ich was nicht mitbekommen? Welche großen Umbrüche kommen denn da auf? Kommt das Diplom zurück?:-D.........Bzw. der chaotische Zustand im Bildungssystem ist ein DAUERZUSTAND! Ich komme aus der Generation, wo zunächst von 13 auf 12 Jahre Schule umgestellt wurde, jetzt wird es wieder zurückumgestellt. Ich war einer der ersten mit Bachelorstudium.....das war chaotisch, da wurde noch jedes Jahr die Studienordnung geändert:-D Aber dramatisch würde ich das nicht sehen.
Problematisch wird es eigentlich immer nur wenn es besonders Geburtenstarke Jahrgänge gibt bzw. die Jahrgänge kommen wo quasi zwei Jahrgänge Abitur gemacht haben. Wenn die fertig werden ist es immer schwierig auf dem Jobmarkt, frag mal die Babyboomer (Jahrgang 1960-65):-D

Quote by Kuggi:
Aber das solltest Du wissen: Ausländische Fachkräfte haben´s sehr schwer, einen anständigen Job zu finden. Da musst Du schon als Ausländer viel viel mehr bieten können als koreanische Wettbewerberinnen und Wettbewerber.

Das ist wahr! Man muss irgendetwas mitbringen, wo der Koreaner einen Benefit für sich sieht und ihn von den koreanischen Arbeitskräften unterscheidet!
Da ich ab Winter ersteinmal dauerhafter in Korea arbeiten werde (Cheabol im Materialwissenschaftlichen- bzw.Technologiebereich) bin ich mal gespannt, was mein "Benefit" sein soll;-) Ich vermute nicht, dass ich allein wegen meiner fachlichen Gesichtspunkte angeheuert wurde:-D...Da kann man auch nen Koreaner nehmen, der vermutlich billiger wäre^^
This post was edited on 2014-08-12, 15:07 by JayD.
Avatar
InZain #47
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
Member since Sep 2012 · 529 posts · Location: 서울, 중랑구, 상봉동
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Was soll an der koreanischen Kultur schwer zu verstehen sein, dass man 2 Jahre dafür braucht?  :O
Kuggi #48
User title: Currywurst
Member since Mar 2012 · 141 posts · Location: Düsseldorf
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post #46
Quote by JayD:
???....Hab ich was nicht mitbekommen? Welche großen Umbrüche kommen denn da auf? Kommt das Diplom zurück?:-D.........Bzw. der chaotische Zustand im Bildungssystem ist ein DAUERZUSTAND! Ich komme aus der Generation, wo zunächst von 13 auf 12 Jahre Schule umgestellt wurde, jetzt wird es wieder zurückumgestellt. Ich war einer der ersten mit Bachelorstudium.....das war chaotisch, da wurde noch jedes Jahr die Studienordnung geändert:-D Aber dramatisch würde ich das nicht sehen.
Problematisch wird es eigentlich immer nur wenn es besonders Geburtenstarke Jahrgänge gibt bzw. die Jahrgänge kommen wo quasi zwei Jahrgänge Abitur gemacht haben. Wenn die fertig werden ist es immer schwierig auf dem Jobmarkt, frag mal die Babyboomer (Jahrgang 1960-65):-D

Ein Bachelor ist ein "Gundstudium" und eine bloße Berufsqualifikation.

In ein paar Jahren wird er die duale Ausbildung ersetzt haben und das ist auch so gewollt (siehe US-System).

Die Unternehmen und Kammern werden in den nächsten Jahren darauf reagieren und "Schnell-Lehren" anbieten. Die dauern dann so 1 - 2 Jahre und werden als "Trainee-Programm" verkauft. Erst mal. Ca. 2017 wird eingegliedert. Geld wird es auf Lehre-Niveau geben, aber das wird im Moment noch im Hintergrund verhandelt.

Ziel ist, die Ausbildung ein Stück zu privatisieren (studiert wird ja auf eigene Kosten bzw. die der Allgemeinheit) und die Quote für "Studierte" zu erhöhen. Dadurch sollen die Betrieb wettbewerbsfähiger werden und eine EU-Norm auf niedrigem Niveau geschaffen werden, die einen noch intensiveren Austausch von Arbeitskräften zulässt.

Diejenigen, die noch in dieser Übergangsphase suchen und wirklich glauben, sie würden einmal gut verdienen oder einen tollen Job bekommen, tun mir leid, sind aber Kollateralschäden eines neuen Systems. Pech gehabt.

Sich darüber aufzuregen bringt nichts, denn es ist bereits auf dem Weg und lässt sich bereits in diversen EU-Papieren finden. Allerdings vermeidet man es, damit zu sehr öffentlich aufzutreten, da gerade die Deutschen sich ungern von funktionierenden Systemen trennen und zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.

Die Zukunft gehört aber nicht Deutschland, sondern EU.


Ja, Du hast es richtig erkannt, dass die Geburtenrate sinkt und sinken wird. Deshalb kommen Immigranten nach Deutschland, um zu arbeiten. Das ist auch von der Politik gewollt.
Aufgrund der sinkenden Geburtenrate sollen Immigranten in Deutschland arbeiten und Steuer zahlen, damit Rentner was bekommen können. Aber in der Zukunft werden Rentner bzw. die jetzige Generation später sowieso weniger Rente bzw. keine Rente bekommen, da man in Deutschland sowieso für niedrigere Löhne arbeiten wird, damit der Markt wettbewerbsfähiger wird.

jetzt siehst Du, dass der Fachkräftemangel ein totaler Schwachsinn ist.
Die meisten Deutschen wären gerne bereit, in Deutschland zu arbeiten, aber Unternehmen haben die Verhandlungsmacht und bieten den Deutschen leider niedrigere Löhne, für die Deutsche sehr ungern arbeiten bzw. Immigranten sofort arbeiten würden.
Deshalb müssen Deutsche mit Immigranten hier konkurrieren. Lehnen Deutsche solche Angebote ab und bewerben sich mit Hoffnung, dass sie bessere Angebote bekommen -> Dauerhaft arbeitslos.

Sobald die deutsche Bevölkerung dies spürt, bin ich mal gespannt, wie die deutsche Gesellschaft darauf reagieren wird.

Das gemeinsame EU-Projekt ist schön und gut, aber wenn es ums Fressen geht, ist Schluß mit lustig..

P.S.: Das ist nur meine subjektive Einschätzung, die ich teilweise sehr negativ und übertrieben dargestellt haben mag, aber ich bin der Überzeugung, dass sich das ganze EU-Projekt für die deutsche Bevölkerung negativ entwickeln wird, während andere EU-Länder eher davon profitieren werden.

@InZain

Man glaub nicht, aber ich bin seit 12 Jahren in Deutschland. Vor 4 Jahren meinte ich, alles von Deutschland (kennen)gelernt zu haben. Aber es kommen immer wieder Ereignisse, die ich bis jetzt nie wusste (Z.B. Studentenverbindung..)
Avatar
Nomou #49
User title: Koi
Member since Nov 2007 · 396 posts · Location: Zuhause
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Quote by Kuggi:
Man glaub nicht, aber ich bin seit 12 Jahren in Deutschland. Vor 4 Jahren meinte ich, alles von Deutschland (kennen)gelernt zu haben. Aber es kommen immer wieder Ereignisse, die ich bis jetzt nie wusste (Z.B. Studentenverbindung..)

Das ist natürlich richtig, aber dann müsstest du als logische Folge fordern, dass man 8 Jahre oder 12 Jahre in einer anderen Kultur sein muss, um sie zu "verstehen". Ich denke nicht, dass es irgendjemanden gibt, der alles über seine eigene Kultur weiß - das ist sicherlich unmöglich, da Kultur ein sich stetig wandelndes, abstraktes und höchst heterogenes Konzept ist. Studentenverbindungen dürften auch den meisten Deutschen kein Begriff sein.

Eine fremde Kultur zu verstehen, heißt nicht dass man alles über die Kultur wissen muss, sondern dass man versteht, wie die Menschen aus dem entsprechenden Kulturkreis ticken und das akzeptiert. Dass man sich nicht darüber mockiert, wenn koreanischen Geschäftspartnern drei Wochen Lieferzeit zu lange sind - in Korea läuft vieles nunmal schneller. Dass man es nicht als "verkehrt" wahrnimmt, wenn bei Koreanern eine Rolle Klopapier auf dem Esstisch steht, die dort einfach ein Allzwecktuch ist und nicht auf die Benutzung im stillen Örtchen begrenzt ist.
 
Und wohlgemerkt, es geht hier um das, was im Kopf des "Fremden" abgeht, und nicht um das bloße Verhalten. Das angemessene Verhalten ist eine logische Folge, wenn man die Kultur verstanden hat. Dann verhält man sich nicht richtig, weil man es so gelernt hat ("ich muss beim reingehen die Schuhe ausziehen - Lehrbuch Kapitel 3, Dialog 1"), sondern weil man die koreanische Auffassung von Sauberkeit verstanden und verinnerlicht hat ("Die Schuhe sind schmutzig und gehören nicht in die Wohnung").

Das alles geht nicht ohne eine Reflexion über die eigene Kultur. Man muss verstehen, dass die eigenen Ansichten nicht die "richtigen" sind, sondern von der eigenen Kultur vorgegeben. Und wenn man das wirklich realisiert, ist man auf dem richtigen Weg zur "interkulturellen Kompetenz".

Allerdings glaube ich auch, dass es in einem halben Jahr schwierig wird, eine andere Kultur wirklich zu verstehen. Aber wer weiß, das hängt ja von so vielen Faktoren ab.. Wenn man sich im Heimatland schon intensiv mit der Zielkultur auseinandergesetzt hat, könnte das schon klappen.
JayD #50
Member since Dec 2011 · 729 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Das wird so nicht passieren, das Ausbildungssystem ist auch das was die D Wirtschaft stärt und den Mittelstand so erfolgreich macht. Der Fachkäftemangel in D lässt das nicht zu. Länder wie die Usa und Korea haben Konsortien um das System bei sich einzuführen. Ich kann mir das beim besten willen nicht vorstellen, zumal die Anzahl der Studenten in den letzten Jahren immer weiter gestiegen ist! Aber vll hast du ja recht...naja ein 3 Jähriger Bachelor ist halt  schwer zu verkaufen am Arbeitsmarkt....
Kuggi #51
User title: Currywurst
Member since Mar 2012 · 141 posts · Location: Düsseldorf
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Quote by JayD:
Das wird so nicht passieren, das Ausbildungssystem ist auch das was die D Wirtschaft stärt und den Mittelstand so erfolgreich macht. Der Fachkäftemangel in D lässt das nicht zu. Länder wie die Usa und Korea haben Konsortien um das System bei sich einzuführen. Ich kann mir das beim besten willen nicht vorstellen, zumal die Anzahl der Studenten in den letzten Jahren immer weiter gestiegen ist! Aber vll hast du ja recht...naja ein 3 Jähriger Bachelor ist halt  schwer zu verkaufen am Arbeitsmarkt....

Das hat mit einem 3 jährigen Bachelorabschluß letztendlich nichts zu tun. Es kommt halt drauf an, was man studiert und wo man arbeiten will.

Aber sieh es mal so: Es gibt immer mehr deutsche Mittelständler, die in ihren Unternehmen eigene Studiengänge anbieten (Machinenbau, Elektrotechnik etc.). Sobald man dort den Abschluß macht, hat man B.Sc. in der Tasche.
Warum sollten Unternehmen also nicht in der Lage sein, eigene Lehre anzubieten?
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Unternehmen solche Lehre anbieten, damit Leute schneller fertig werden und schneller arbeiten sollen, denn die Kasse muss so schnell wie möglich gefüllt werden.

Die Anzahl der Studenten ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Eine anständige Statistik vom statistischen Bundesamt kannst Du bei Google innerhalb von 1 Min. finden.

Vllt. hast Du recht. Bachelor ist nicht gut zu verkaufen, DESHALB ist Deutschland orientierungslos durch ein falsches Kalkül. Die Politik hat damit gerechnet, dass Leute, die in die Wirtschaft gehen wollen, mit Bachelor problemlos einsteigen können, aber die Wirtschaft macht nicht mit. Die Politik hätte sich gewünscht, dass Leute viel früher arbeiten gehen können (Deshalb der Abschied von Diplom.. Ansonsten macht die Einfürhung von Bachelor und Master neben der Wettwerbsfähigkeit keinen Sinn. Zumindest kann ich mir einen anderen Grund nicht vorstellen).

Auch mit Master ist man fast perspektivlos. Das ist sicherlich auch von der schlechten Wirtschaftsentwicklung abhängig.

Naja..Ich bin mal gespannt, wie es in der Zukunft aussieht..

Lass uns lieber aufs Couch hinsetzen und Tüten Chip holen.. Das wird ein Drama..
Avatar
InZain #52
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
Member since Sep 2012 · 529 posts · Location: 서울, 중랑구, 상봉동
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Ich dachte es geht darum wie der TE nach Korea kommt? ;) Sehr interessant^^ Wir sollten einen Thread endlich aufmachen mit dem Namen "dünnes Zeug" sooo zurück Back to Topic.
JayD #53
Member since Dec 2011 · 729 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
@InZain: Mit dem Flugzeug oder mit dem Schiff, anders wird es schwierig;-)
Avatar
InZain #54
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
Member since Sep 2012 · 529 posts · Location: 서울, 중랑구, 상봉동
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Ok dann wäre dieser Thread geklärt^^
o1534081 #55
Member since Oct 2012 · 36 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post ID 57432
Quote by Uhu on 2014-08-09, 19:06:
snip

Das ist etwa die gleiche Summe, die ich an Miete jetzt auch zahlen muss. Ja klar, frag mal.

Quote by itzi on 2014-08-11, 22:33:
snip
Mehr oder weniger die meiste ein Kindstraum gewesen, jetzt nehme ich es ernster.
Dankeschön Itzi für die Tipps bezüglich des koreanischlernens. Du scheinst dir echt Mühe gemacht zu haben alles aufzuschreiben! :-)

Ob ich dann eine Sprachreise oder Work- and Travel/Working Holidays mache, hängt dann davon ab wieviel ich in der Zeit bis Weihnachten erwirtschaftet habe.
Naja, ich habe in den letzten Monaten immer ein bisschen gelernt, aber das nie richtig durchgezogen.Wollte auch ursprünglich dann doch nicht verreisen, weil ich dachte es sei sowieso ein Hirngespinst, naja. Lerne ja zurzeit.

Bin auch sehr faul, muss ich zugeben. Kam aber damit (leider) immer gut zurecht. Mir ist es auch nicht wichtig, viel zu bringen. Geht jetzt ein bisschen vom Thema ab, aber da habe ich vielleicht viel weniger Ansprüche als du. Hatte auch gezielt Koreaner damals angesprochen, gab aber hier nie viele und die sind jetzt auch wieder weg. Wenigstens kann ich die jetzt optisch gut unterscheiden von anderen Asiaten ;-) und verstehe deren Art ungefähr.
Englisch kann ich sehr gut. In Korea durchzustudieren hatte ich auch nicht vor.
Warum ich es abgebrochen habe, dazu habe ich auch etwas schon geschrieben. Hab gedacht ich führe mein Studium fort, aber hab das noch mal mit meinen Verwandten durchgesprochen. Hab mich ursprünglich auch nur beworben um wenigstens irgendetwas zu machen und wollte eigentlich etwas anderes wo anders studieren. War von vornherein suboptimal, habe halt ~1 Jahr mehr oder weniger verplempert.
Ich sehe das auch von der nüchternen Seite, hatte ja auch genug Zeit darüber nachzudenken. Ich gehe erst mal da hin und schau mir das genau an. Arbeiten/lernen tue ich ja auch da, also allzu rosig kann es gar nicht werden. Dachte eigentlich, dass ich da realistisch rangehe kommt rüber. Eventuell finde ich es dort ja dann auch scheiße und will nix mehr damit zu tun haben, das erweitert ja dann meine Studienmöglichkeiten. Genieße aber jetzt schon :D. Ja das stimmt. Ja habe ich. Ob ich es mir leisten kann, hängt dann davon ab ob ich bei meiner Bewerbung zum Vollzeitjob angenommen werde. Ansonsten verdiene ich monatlich etwas weniger.

Quote by Kuggi on 2014-08-12, 14:26:
snip
Naja, da hast du nicht ganz gelesen, oder ich habe mich undeutlich ausgedrückt ;-)
Klar, aber die werde ich in 15 Jahren immer noch nicht gelernt haben. Ist ja eher eine philosophische Frage. Aber danke für den Tipp.
Jameslee96 #56
Member since Nov 2015 · 4 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post ID 57384
Subject: Aufenthalt in Korea
Wo sollte man sich denn am besten erkundigen, wenn man ein solches Vorhaben in die Tat umsetzen möchte?
Was du hier beschreibst klingt ziemlich optimal für mich.
mit freundlichen Grüßen james
Avatar
KimcheeKorea #57
Member since Nov 2015 · 16 posts · Location: Seoul
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Hallo!
Ich hoffe du interessierst dich noch immer fuer dieses Thema. Ich selbst bin gerade in Korea fuer einen Working Holiday Aufenthalt. Auch ich habe nicht besonders viel Geld dabei und sehe mir alle Sehenwuerdigkeiten etc Step by Step an. Immerhin habe ich ein Jahr Zeit.
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert ein kleinwenig Koreanisch zu sprechen. So schwer ist es eigentlich auch nicht sobald man die Schriftzeichen einigermassen gelernt hat. Aber wenn du arbeiten willst, dann solltest du zumindest die Basics draufhaben. Ich spreche es leider nicht und durfte mir schon oft anhoeren, dass ich mich gerne melden kann, sobald ich eine Bestellung auf Koreanisch annehmen kann.
Aber irgendwie hat man immer Glueck. Ich Beispielsweise arbeite derzeit fuer dieses Guesthouse und kriege dafuer ein Bett in ihrem Hostel. Sowas bieten hier viele an. Und wenn du gut Englisch sprechen kannst, kannst du dir auch etwas Taschengeld dazu verdienen. Aber erwarte nicht Hoechstverdienste hier, wenn du weder einen Uni-Abschluss hast oder koreanisch sprechen kannst.
Aber immerhin musst du fuer einbisschen Zimmer putzen schon mal keine Miete zahlen. Selbst wenn du auf sowas keine Lust haben solltest, diese Hostels haben auch gute Preise.
 Es lohnt sich sogar mehr als eine Wohnung, da du fuer eine Wohnung unnormal hohe Kautionskosten aufbringen musst.
Also ich bin hier bis naechsten Sommer. Ich weiss nicht was auf mich noch zukommt, aber ich bin schon sehr gespannt.

Achja, das Visum ist auch recht schnell beantragt. Die koreanische Botschaft hat sogar eine extra Seite fuer Working Holiday interessierte eroeffnet.
10,000won Dormitory CHEAP, FUN, CLEAN and AFFORDABLE Guesthouse
Cozy private Ensuite room guesthouse in Seoul, Korea
Visit our website for details
Website: http://www.kimcheeguesthouse.com/
o1534081 #58
Member since Oct 2012 · 36 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
ich bin zufällig auf meinen Thread hier wieder gestoßen und dachte, ich schreibe mal wie es so war. Ich bin am August 2015 erst losgeflogen, August 2016 kam ich wieder.
Also bevor ich hinging, kurze Biographie meiner Selbst in DE: Hatte kein Plan vom Leben, 2 Jahre ins nix studiert und sonst nur im Bett gehangen und gezockt oder am Wochenende weggegangen. Mir gings aber gut, hatte nur eben diese gewisse Unruhe wie ich es früher erwähnt hatte. Mischung aus Fickrigkeit und dem Gefühl der Zeitverschwendung. Wer nur das Happy End lesen will: Es war besser als ich jemals erwartet hätte. UND: Ich fliege dieses Jahr wieder hin :-)

Ich habe mir letzen Endes doch nichts geliehen, flog mit 1000€ in der Tasche hin und habe dementsprechend recht schnell gearbeitet. Schwarz in irgendwelchen Sprachschulen für viel zu wenig Geld, aber es hat mich über Wasser gehalten. Hatte nie Geld für Alkohol, ein Zimmer größer als 3qm oder um mir mal ein Taxi zu bestellen. War echt hart, wenn ich ich mich recht erinnere waren es vielleicht 500€ im Monat die ich hatte. Jeden Tag musste ich also dreimal überlegen was ich kaufe aber es hat mich nicht gestresst. War bis zum Ende hin zu Faul auch nur ein Wort koreanisch zu lernen.
Die ersten paar Monate waren gefühlsmäßig scheiße, ich kam überhaupt nicht auf das Leben dort klar. Hitze, deren leichte Xenophobie und weil ich mich nicht so gut verständigen konnte. Wollte unbedingt rein ins Leben, hatte aber nicht geklappt. Emotional viel investiert, wollte auch mal ein paar Mädels kennen gelernt, ging alles nichts. Nach 3 Monaten habe ich dann einfach nur noch geheult, das war dann das Tief. Danach ging es dann langsam bergauf, als ich mich so langsam einfinden konnte.
Ende des Jahres habe ich dann auch so langsam heimelig gefühlt. Jede Woche hatte ich ein kleines Ritual, innerhalb der Woche arbeiten, spazieren gehen und mit deutschen Freunden treffen, zum Wochenende in Clubs rein (in die ich durch Kontakte kostenlos reinkam). Zum ersten Mal im Leben fand ich Gefallen am Tanzen, hat mir unheimlich Spaß gemacht, auch komplett nüchtern und manchmal komplett alleine. Totaler Bewusstseinsschub und es war einfach nur eine Erlösung für mich. Zieht sich bis heute übrigens durch.
Dann im Januar wollte ich es frauentechnisch wissen und hab mich reingehangen. Hab super tolle Erfahrungen auf wöchentlicher Basis gemacht, hehe.
Zu Frühlingsanfang hatte ich dann eine tolle Freundin und eine Arbeit in einer Marketingabteilung (was in Deutschland niemals möglich gewesen wäre). Die restliche Zeit entspannt und die Zeit genossen, war wirklich sehr schön und das Wetter wurde auch immer besser. Hatte auch schon eine Wohnung mit eigener Küche und Bad und ich konnte ab und zu mal mir etwas leisten.
Nach der Reise war dann alles für mich klar, genauso wie ich erwartet hatte!
In meiner Persönlichkeitsentwicklung hatte ich nie zuvor so einen großen Schritt gemacht. Ich hatte wirklich viel von meiner persönlichen Zufriedenheit von Frauen abhängig gemacht, war total unschlüssig was überhaupt von Wichtigkeit ist und wie meine Zukunft aussehen soll. Jetzt habe ich neue tolle Hobbies, mich ausgetobt und mich geerdet.
Nun habe ich wieder zu studieren angefangen, arbeite nebenbei und bin recht zufrieden. Das Fernweh ist aber noch recht groß. Letzten Monat hat es plötzlich *klick* gemacht, ich habe aufgehört Computer zu spielen, habe meine Konsole in den Keller gelegt und meine Freizeit anders ausgelegt. Lerne seit diesem Monat jeden Tag (ununterbrochen, Memrise sei dank) 15 koreanische Wörter, habe seit letzer Woche mein Pensum auf 30 Wörter erhöht. Habe mehrere Tandempartner, begann mit Fitness und nehme Tanzunterricht. Außerdem arbeite ich mich langsam durch die Klassiker durch, Nietzsche, Freud, Dostojewski und Konsorten.
Mein diesjähriges Sommersemester in Seoul, was ich mir durch einen Kredit finanzieren werde, treibt mich an genau das alles zu machen. Ich habe zum ersten mal das Gefühl, wirklich etwas für mich zu tun und wirklich meine Ziele zu erfüllen. Mein Wunsch ist, maximal "optimiert" nach Korea zu kommen, geistig, körperlich und seelisch. Hätte ich das Auslandsjahr nicht gemacht, hätte ich niemals diese Offenbarung erfahren. Klar gibt es noch ups und downs, aber ich kann zum ersten Mal stolz auf mich sein :-). (Wirklich ein Arbeitstier bin ich nie geworden, aber ich habe es geschafft alle Störfaktoren zu beseitigen. Außerdem brauchen viele Dinge keinen besonderen Einsatz, jeden Tag ein bisschen bringt schon monatlich große Erfolge.)
Danke für eure Hilfe übrigens

Wenn jemand bis hierhin gelesen hat, kann er mir vielleicht sagen, welche Schule Unterkunft und Unterricht für 500€ anbietet? Dann werde ich alternativ eine Akademie als eine Uni besuchen. Diese Woche werde ich mich entscheiden müssen :-)
This post was edited on 2017-02-27, 04:53 by o1534081.
Avatar
InZain #59
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
Member since Sep 2012 · 529 posts · Location: 서울, 중랑구, 상봉동
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Klasse endlich mal einer der es durchgezogen hat und ein Feedback bringt^^

Weiterhin viel Erfolg!
orangutan #60
Member since Apr 2016 · 66 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Eine gewisse Unruhe und Fickerigkeit verspürt eigentlich jeder mehr oder minder stark zumindest ab und an. Die Frage ist, wie man damit konstruktiv umgeht.
Manche fangen an zu saufen, kiffen oder fressen wie bekloppt oder gehen pumpen oder laufen jeden Tag 10km... Jeder entwickelt da so seine Strategien, die man jemanden nicht von der Stirn ablesen kann.
Auch super schlaue, schöne und erfolgreiche Menschen plagen solche Gedanken.
Besonders schwer haben es Leute, die wirklich pausenlos im Sinn haben, dass sie am ablosen sind.
Man muss halt akzeptieren können, dass man nicht immer nur Höhepunkte des Glücks verspüren kann, sondern alles mehr so im Fluss bis am dahinsiechen ist. Ich tippe ja hier gerade auch nur rum, was nun wahrlich nicht das Glück auf Erden ist.
Liebesbeziehungen, Kinder, Famile und der Trubel des Lebens lenken davon mal mehr und mal weniger gut ab, dass es einem Ende zuläuft, das man mehr oder weniger emotional aufladen kann. Hormonschübe tun ihr Übriges.
 
Je nachdem, was man so für ein mehr oder weniger bis gar nicht umgänglicher Typ ist und Erwartungen hat in sein Gegenüber, wird es, von uralten Freunden aus Schultzeiten abgesehen, schnell hart.

Keine Ahnung, was Du genau getrieben hast in Korea, aber ich finde, dass man da ältere Männer sehr gut kennenlernen kann. Je nachdem, wo man sich rumtreibt, also mitten in Hongdae Samstag Nachmittag jetzt nicht so, aber in Gangnam z.B. mittags oder am frühen Abend. Männer wissen das durchaus sehr zu schätzen, dass man sich im Gegensatz zum Otto-Michel-Kim-Koreaner als deutscher Kerl durchaus nicht nur über Essen, Frauen, Saufgelage, Stress mit dem Chef, Arbeit und so unterhält, sondern eben auch über sehr emotionale, persönliche, weitreichende, vielleicht mal sehr traurige und und und Themen unterhalten kann. Der durchschnittliche Koreaner meidet es meist tunlichst über sein Innenleben zu quatschen. Naja, wirst schon eine Vorstellung davon haben - so offen, wie du hier tippst! Würde kaum ein Koreaner machen oder höchstens bevor er von einer Brücke hüpft und aufgefischt werden will, also sehr überspitzt formuliert.


In Deutschland hättest auch irgendwo gut 1000 netto in einer Werbeagentur machen können. Müsstest halt nur so wie in Korea proaktiv werden und vorstellig werden. Echt. Da arbeiten nicht nur voll die studierten Superexperten.

Komme mal runter von Deinem Koreadrall. ;)

Gibt genug andere Plätzchen auf Erden, die genauso viel oder viel mehr zu bieten haben.

Kenne z.B. Leute, die erst durch Vietnam und Indonesien gereist, gen Norden nach Korea gedüst sind und dort wirklich nach 5 Tagen depressiv verstimmt waren, weil sie keiner mehr mit dem Arsch angeschaut hat. Keiner wollte sie mehr auf Bier und Huhn einladen einfach so von sich aus.  Die Thai-Elite soll sehr verschlossen sein. In Pattaya laufen vielleicht Frauen rum, aber die hochstudierten aus gutem Hause interessieren sich meist nicht für irgendwelche unbedeutenden Langnasen. Naja, Thema für sich die Schneckencheckerei.

Also so wirklich einen Ausländerbonus haste ja in Korea nicht. Paar mehr, die auf einen aufmerksam werden, aber sonst außer Englisch quatschen oftmals nix gewesen. Aber es muss ja auch nicht unbedingt eine Koreanerin sein, eine Vietnamesim muss es auch nicht  unbedingt sein oder eine Japanerin oder oder oder?!

Schon doof, wenn ewig nicht so wirklch was läuft, aber es kann überall laufen und überall auf Erden in den entlegensten Winkeln lauern sicherlich AUCH Koreanerinnen Dir auf.  ;)

Hat ja nix zu bedeuten, dass Du zufällig 2000 Tage oder so mal keiner begegnest, die nicht auf Dich total abfährt.
Leite daraus nicht jahrzehntelanges Unglück ab.

Zur Not probierst mal Tinder aus, sofern Du paar gute Fotos hast.

Mach et jut!
Close Smaller – Larger + Reply to this post:
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
Special characters:
Page:  previous  1  2  3  4  5  next  
Go to forum
Not logged in.
Lost password · Register
Current time: 2021-07-28, 02:27:17 (UTC +02:00)  ·  Impressum  ·  Datenschutz