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Abi fertig - wie komme ich bestmöglich in den nächsten Monaten nach Korea?
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Christian1989 (Former member) #31
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Quote by itzi:
Weihnachten und Neujahr in Korea ist doch schön, bevor Du Dich dann in Dein Studium stürzen kannst.

Warum denn das? Was könnte langweiliger sein als diese zwei Feste in Korea zu verbringen? Neujahr kann man immerhin gut feiern. Der Tag ist zwar nix besonderes in Korea und ohne Feuerwerk oder sonstiger Neujahrsstimmung, aber in Hongdae sind schon noch mehr Leute als sonst. Aber Weihnachten wäre eigentlich allein schon ein Grund nach Deutschland zurückzufliegen...
JayD #32
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Da geht echt nichts:-D....und es ist arschkalt und keiner streut^^....alle fahren wegen seollal zu ihren Familien. Mhh mit 5000 euro kann man auch 3 Monate ohne arbeiten da verbringen! Aber denke nicht das die Lebenshaltungskosten wie in Südostasien sind, dann wirst du dich umgucken....eher wie in D manches billiger manches teurer ...alles in allem vergleichbar
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InZain #33
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Nur mal eine Frage...ich hoffe ich trete niemanden zu nah^^

Warum ist es denn jetzt aufeinmal so wichrig "abzuhauen" um endlich nach Korea zu gehen^^

Also ich meine du hast gesagt, dass du realisiert hast was deine Prioritäten sind. Aber was sind diese.. ? Nur für mich zur Info... dann verstehe ich vielleicht das ganze wirre durcheinander vielleicht haha :D
Soja #34
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In reply to post ID 57420
Quote by o1534081:
Ja, da habe ich etwas durcheinander gebracht. Visa werden bevorzugt für Lehrer vergeben.

Huhu!

Geh doch wirklich mal auf die Seite der koreanischen Botschaft, da gibt es eine Übersicht über die verschiedenen Visa.
Ich weiß nicht, wo du das mit dem Visum für Lehrer her hast, sowas gibt es für Deutsche nicht, höchstens natürlich ein normales Arbeitsvisum, das in manchen Fällen vielleicht auch mal ein Lehrer bekommen kann.
Wenn du 5000 Euro zur Verfügung hast, kannst du ganz bequem ein Working - Holiday Visum beantragen, mit dem kannst du ein Jahr hierbleiben, jobben, Sprachkurse machen, reisen, was du willst. Ich versteh nicht ganz, was dagegen spricht, optimaler geht's doch nicht...
o1534081 #35
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Quote by Soja:
Quote by o1534081:
Ja, da habe ich etwas durcheinander gebracht. Visa werden bevorzugt für Lehrer vergeben.

Huhu!

Geh doch wirklich mal auf die Seite der koreanischen Botschaft, da gibt es eine Übersicht über die verschiedenen Visa.
Ich weiß nicht, wo du das mit dem Visum für Lehrer her hast, sowas gibt es für Deutsche nicht, höchstens natürlich ein normales Arbeitsvisum, das in manchen Fällen vielleicht auch mal ein Lehrer bekommen kann.
Wenn du 5000 Euro zur Verfügung hast, kannst du ganz bequem ein Working - Holiday Visum beantragen, mit dem kannst du ein Jahr hierbleiben, jobben, Sprachkurse machen, reisen, was du willst. Ich versteh nicht ganz, was dagegen spricht, optimaler geht's doch nicht...

Ja, das liegt meinen Google Einstellungen zuschulde. Ich benutze Google mit englischen Ergebnissen anstatt mit deutschen. Wenn du "Work and Travel" eingibst, kommt auch der Krams mit dem Lehrervisum als erstes Ergebnis. Muss dann meine Einstellungen ändern damit ich was vernünftiges bekomme. Bist du bereits schon in Korea? Du sprichst von "hierbleiben". :-)

Spricht ja auch nichts dagegen, ich werde mir dann wohl etwas Geld leihen müssen. Letzendlich wollte ich nur noch mal alle Möglichkeiten abchecken und einen realistischen Preisrahmen wissen. Kann man denn seine monatlichen Kosten für ein Work- and Travel Programm abdecken? Wäre halt perfekt, wenn ich bei Seoul arbeiten könnte (oder zumindest einer anderen Großstadt) und eigene Wohnung hätte (wenn auch klein). Die teure Kaution macht mir etwas Angst. Schau ich jetzt mal rein bezüglich der Botschaft, danke für den Tipp!
o1534081 #36
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In reply to post #33
Quote by InZain:
Nur mal eine Frage...ich hoffe ich trete niemanden zu nah^^

Warum ist es denn jetzt aufeinmal so wichrig "abzuhauen" um endlich nach Korea zu gehen^^

Also ich meine du hast gesagt, dass du realisiert hast was deine Prioritäten sind. Aber was sind diese.. ? Nur für mich zur Info... dann verstehe ich vielleicht das ganze wirre durcheinander vielleicht haha :D

Ja klar kannst du Fragen :-)

Ich möchte in Korea in einer Großstadt sein und das Leben dort kennen lernen. Das ist die Basis, warum ich überhaupt dort hin reisen möchte. Seit circa 5 Jahren ist das mein Wunsch dort hin zu fliegen, ich finde die Sprache sehr schön (schöner als alle anderen asiatischen Sprachen), die Verzahnung von tradtioneller Kultur und Moderne finde ich hochinteressant. Daneben gefällt es mir einfach ein Ausländer zu sein, alle Dinge für sich zu erkunden und zu entdecken, neue Leute mit neuen Perspektiven kennen zu lernen und auf sich alleine gestellt zu sein.

Seit dem Ende meines Abiturs habe ich mich zwar sehr zufrieden gefühlt, aber auch eine innere Unruhe. Ich wollte in eine größere Stadt ziehen (was schon länger mein Wunsch war), aber ich wusste nicht welcher Aspekt der Grund dafür war. Vielleicht weil ich mich austoben will oder weil ich das Großstadtleben an sich schätze. Auf Anraten meiner Familie habe ich erst einmal ein Studium begonnen, diese gewisse Unruhe mehr machen zu können blieb aber.
Da ich das Studium jetzt nicht mehr weiter verfolge, eröffnet sich jetzt die Möglichkeit auf eine "Kostprobe" mit einer Reise nach Korea.

Der nächste Punkt ist was ich studieren möchte. Ich möchte mich weiter ins Kulturelle vertiefen. Da ist die Frage ob mich Korea im Alltag fesselt oder nicht, wo sich auch die nächste Frage stellt ob ich Koreanistik als Nebenfach studieren möchte, was einige Studienplätze weiter einschränkt. Wenn sich Korea immer noch als faszinierend herausstellt wenn ich dann da bin, habe ich die Wirklichkeitserfahrung (und Motivation!) die sehr hilfreich für mein Studium wäre.
Dann der Punkt, ob alleine im Ausland leben wirklich so toll ist wie es mir vorstelle. Ob ich vielleicht in Zukunft statt in Deutschland im Ausland studiere oder nicht.
Ich habe auch eine gewisse Unruhe endlich mal "hinter die Kulissen" zu blicken anstatt mir immer nur vorzustellen wie es ist dort zu sein.
Bevor ich wieder in eine deutsche Stadt ziehe, ein neues Studium vor mich hinstudiere und mein Leben wie jetzt weiterlebe, möchte ich meinen Horizont erweitern, wirklich meine mittelfristigen Wünsche und Ziele auf die Probe stellen, sodass ich mir ganz sicher bin was ich dann mache. Ich möchte einfach zuversichtlich in dem sein, was ich tue. Nicht nur irrgeleitet von irgendwelchen Hoffnungen oder Plänen die sich dann als ganz anders herausstellen.
o1534081 #37
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In reply to post #32
Quote by JayD:
Da geht echt nichts:-D....und es ist arschkalt und keiner streut^^....alle fahren wegen seollal zu ihren Familien. Mhh mit 5000 euro kann man auch 3 Monate ohne arbeiten da verbringen! Aber denke nicht das die Lebenshaltungskosten wie in Südostasien sind, dann wirst du dich umgucken....eher wie in D manches billiger manches teurer ...alles in allem vergleichbar

Ja, so habe ich es preislich auch eingeschätzt. Ich möchte aber lieber auch etwas arbeiten wenn ich dort bin, deshalb auch Work- and Travel oder zumindest eine Sprachschule.
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InZain #38
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Okay... ^^ Danke für die Antwort ;) Na dann viel Erfolg und guck mal nicht zu genau hinter die Kulissen :D

Aber zum reisen ein sehr schönes Land... das aufjedenfall :)

Viel Glück^^ ich friere mir im Dezember und Januar dann auch mal den Popo ab :D
Uhu #39
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Also nen Oneroomtel, Livingtel etc bekommst du zwischen 400,000 und 600,000 Won / Monat (280-400 EUR) in Seoul; sogar mit eigenem Bad...  Ist zwar net sonderlich luxuriös und mini klein, aber sofern du keine großen Ansprüche hast. Meist auch ohne Kaution und wenn dann maximal eine Monatsmiete. Ist ja nicht allzu teuer. Reis + Kimchi all you can eat gibts da (zumindest in denen die ich mir angeschaut hatte) auch. Hatte mir mal eines in der Ecke Eungam Station Linie 6 angesehen, also nicht sonderlich weit weg vom Weggehviertel Hongdae (~15 Min mit der Bahn), net allzuweit von Itaewon (~30 min mit der Bahn) und du hast den schönen Bukhansan einigermaßen in der Nähe... wenn du willst, kann ich mein Mädel nochmal fragen, wie das hieß. Wenn mich net alles täuscht 550k + 1 Monatsmiete als Kaution, aber sehr gepflegt und neuwertig und es gab nen Golfsimulator im Keller, wo man Abschlag üben konnte :D Die Gegend fand ich ganz gut. Sehr koreanisch, und wenig Ausländer.
Wenn du 40 Stunden die Woche für 5.500 Won arbeitest, kannst du dir das + Lebensunterhalt ja wohl leisten. Kannst dann eben keine großen Sprünge machen.

Oder schau dir das mal an... http://blog.naver.com/ll9sung9/220004314227

Was vielleicht ganz gut für dich wäre, wäre so ne Wohnung wo du mit ner Ajumma und anderen Koreanern zusammenwohnst, fällt grad der Name nicht ein wie man das nennt. Kostet glaube so um die 400-600k und du hast noch was zu beißen mit dabei, da die Ajummma, glaube Frühstück und Abendessen kocht... mit der kannst dann auch noch schnacken. Zum Koreanisch lernen und koreanische Kultur 'erleben' sicher von Vorteil.

Anderes Thema vielleicht noch, bei nem Hotel anfragen ob die Praktika oder Aushilfsjobs anbieten, ggf. kannst da dann auch für Lau nen Zimmer bekommen und n Gehalt mit dem du über die Runden kommst.
This post was edited on 2014-08-09, 19:13 by Uhu.
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Nomou #40
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Quote by Uhu:
[...] so ne Wohnung wo du mit ner Ajumma und anderen Koreanern zusammenwohnst [...]

하숙집 hasukjib :)
itzi #41
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Quote by Nomou on 2014-08-09, 01:29:
Dein Plan klingt für mich wie eine vernünftige Mischung aus Vorbereitung und Abenteuer.

Nein, so ein Selbstfindungstripp, wenn man halt leider nicht so viel Geld hat für solche Späße, ist nicht vernünftig.

Ob man Koreanistik studieren möchte, kann man auch in Deutschland umsonst rausfinden.

Sprache lernen:
Um Koreanisch zu lernen, muss man die eigenen vier Wände nicht verlassen, jedenfalls die ersten paar hundert Stunden nicht.
Ich verlinke und beschreibe mal, wie ich das gerade mache.

1) Hangeul lernen
 Jennys Videos
https://www.youtube.com/watch?v=0ZhOeA0RD9o
Teil 1 und Teil 2 anschauen
danach ihre Videos, wie man liest (die langen und nicht die kurzen, weil die sind besser)
https://www.youtube.com/watch?v=_A--tSRtvc4
How to read Teil 1 - 6 anschauen

Diese Videos runterladen in hoher Auflösung und sicherlich jeweils so 5x anschauen.
Ab und an pausieren und in ein Heftchen schreiben, was sie erzählt bzw. das Tafelbild übernehmen. Ihre Schreibweise für die Phonologie ist auch super, aber das sollte man sich eh so schnell wie möglich abgewöhnen ständig Hangeul ins Römische Alphabet bzw. phonetische Zeichen 'umzudenken'.

Wie man die Buchstaben bzw. Blöcke schreibt, erfährt man ebenfalls auf Youtube sehr anschaulich.

Plane mal wirklich einige Stunden dafür ein, auf ein so hohes Level zu kommen, dass Du Hangeul so mühelos und schnell lesen kannst wie römische Buchstaben. Man sagt zwar, dass schlaue Leute Hangeul an einem Vormittag lernen können und dumme in einer Woche, aber das stimmt so nicht.

Vielleicht bin ich echt unbegabt, aber ich komme heute noch nicht mit in manchen Musikvideos, wobei das auch immer auf die Schriftart ankommt.

Es gibt Millionen von teilweise extremst blöden Musikfilmchen mit Untertiteln. Was da für ein mentaler Schrott produziert wird teilweise, ist echt unglaublich...
Mal ein Beispiel für eine, wie ich finde, schwierig zu lesende Schriftart und ein Lied, das mich echt nachdenklich macht und 'nen Kulturschock verursacht hat bei mir:
https://www.youtube.com/watch?v=p0VcVzkrN1o

2) So, Hangeul klappt irgendwann, dann wird's Zeit für Grammatik und Wortschatz

Basic Korean - A Grammar and Workbook
und Intermediate Korean - A Grammar und Workbook von Andrew Sangpil Byon sind da meine Begleiter.

Gibt's zum Runterladen als PDF und man kann natürlich auch dafür bezahlen! hust

Den Teil zum Hangeul kann man mal durchlesen, aber Jenny erklärt das viel, viel besser. Ohne Vorkenntnisse hat der Teil bei mir nur Fragen aufgeworfen.

Sind insgesamt 49 Lerneinheiten und ich versuche so ungefähr eine halbe am Tag zu machen und wiederhole die konsequent immer schön, spreche mit mir selber, wenn ich spazieren gehe oder beim Zähneputzen...
Ich bin gerade noch dabei meinen kompletten Bachelor of Laws auf niederländisch in 17 Monaten - muss ich mir einfach beweisen, dass das auch doppelt so schnell geht wie in Regelstudienzeit - über die Bühne zu bringen im Fernstudium, so dass es durchaus mal vorkommt, dass ich nach einem Lerntag keine Kapazitäten oder keinen Nerv mehr auf Koreanisch habe.
Den ganzen Tag Niederländisch schreiben und lernen, zum Teil auch mal Urteile bzw. Rechtsfragen und Schlussfolgerungen und so auswendig lernen und dann noch wann genau welcher Partikel vor Konsonant oder Vokal und und und ist einfach bisschen viel.

Aber auf jeden Fall lerne ich so 10-20 neue Vokabeln am Tag. Je nachdem. Schreibe die mir morgens raus aus dem Arbeitsbuch und zusätzlich noch so um die 10 aus der tollen Liste, die ich mir runtergeladen habe: 6000 Most common Korean words von topikguide. Dafür ist die Seite gut, aber sonst eher nicht, finde ich. Überprüfe auch immer jede Vokabel auf mehreren Wörterbuchseiten im Internet, um sicherzugehen.
Lege ich dann neben mich auf den Schreibtisch und schaue da tagsüber zwischendurch beim Lernen immer mal wieder drauf. Sitze ja jeden Tag so 6 - 12 Stunden am Schreibtisch und lerne vor mich hin.

Kannst ja mal schauen, ob Dich diese ganzen "Guide to Topik" und so auf Youtube was bringen. 

Plan bei mir ist TOPIK I im nächsten Sommer, sprich Ende Juli, abzulegen in Korea mit 'ner ordentlichen Punktzahl oder mich sogar schon an TOPIK II zu wagen, wobei eher nicht. Wäre zu riskant.

Im Mai, Juni und Juli werde ich mein Koreanischpensum dafür deutlich erhöhen und das in Korea als Belohnung quasi in einer Sprachschule. Werde dann nämlich meinen Bachelor in der Tasche haben bis auf 12 Creditpoints, die ich im August, Anfang Herbst noch kurz einsammeln kann, während ich an meinem Master sitze.

Hauptsache ich komme da nicht in den Anfängerkurs und kriege das hin 15min halbwegs ein 'Gespräch' zu führen ohne Englisch. Möchte natürlich ;) auch Frauen kennenlernen und das kommt schon immer gut an, ein paar Minuten auf Chinesisch durchzuhalten. 

Sprechen übe ich viel mit mir selbst. Über das Internet habe ich keine Lust mir wen zu suchen und leider sind alle Asiaten, die ich anspreche, keine Koreaner, sondern Chinesen. Chinesinnen insbesondere lerne ich leicht welche kennen und auch recht viele, aber Koreaner laufen mir irgendwie nie über den Weg. Naja, Chinesisch habe ich vorher gelernt und das bringt mich auch gut durcheinander beim Koreanisch lernen. Teilweise sehe ich vor meinem inneren Auge Schriftzeichen und Pinyin anstatt Hangeul. Chinesisch ist echt einfacher und es reicht ja auch die Zeichen wiedererkennen zu können... Die Zeichen ohne Hilfe schreiben zu können, ist der einzige Knackpunkt bei der Chinesischlernerei.
Habe nun auch mal angefangen koreanische Restaurants o.ä. anzurufen. Ich mache mir dann vorher Notitzen und erkundige mich, wie denn das Wetter gerade ist oder sowas. Das sind immer lustige und tolle Gespräche. Ältere Koreanerinnen sind meist sehr gesprächig und labern mir teilweise das Ohr ab, sprechen aufgeregt ganz schnell, dass ich die ständig bremsen muss und nichts, aber auch gar nichts verstehe, aber die freuen sich trotzdem, wenn ich wieder anrufe. Männer sind meist recht wortkarg und verstehen nicht so ganz denn Sinn meines Anrufs.

Naja, aber Du wirst schon selbst irgendwann blicken, wie Du das am besten lernst.

Sei Dir aber gewiss, dass Koreanisch echt kein Klacks ist. Das packen einfach nicht viele Leute.

Du willst da seit 5 Jahren hin und Deine Koreanischkenntnisse beschränken sich auf annyeong haseo?

Ich weiß nicht, ob Korea dann wirklich was für Dich ist. Um einigermaßen 'ne Verständigung hinzubekommen ist man ja schon mindestens 500 Stunden beschäftigt und ein unterhaltsames Gespräch braucht Jahre.

Lerne dann lieber Niederländisch, Spanisch oder perfektioniere Dein Englisch. Letzteres ist sowieso immer 'ne gute Idee.

Studium
Du ziehst in Erwägung Koreanisch (als Nebenfach) zu studieren?

Nee, studiere lieber was anderes und wenn, dann sieh zu, dass Du in drei, vier Jahren zwei eigenständige Bachelors in der Tasche hast und nicht nur 65 CP in Koreanistik und 65 CP in einem anderen Fach gesammelt hast, plus zwei mündliche Prüfungen in beiden Fächern à 6 CP und eine BA-Arbeit mit 8 CP. 
Wer sich ein wenig auskennt im "universitären Leben", der wird das nicht sonderlich ernst nehmen... Was sind schon 65 Credits... Nix. Da lernt man nicht so unglaublich viel.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du jetzt nicht der Kandidat bist, der sich mit Mittelkoreanisch und Hanja (chinesische Schriftzeichen im Koreanischen) ernsthaft beschäftigen möchte. Sind immerhin 20 CP und bedeutet viel Fleißarbeit, die Durch die CP nicht wirklich wiedergespiegelt werden.

Ist ja alles gut und schön, aber bitte nur machen, wenn man da voll drauf abfährt. Tuste offenbar nicht.

Wenn man sich für Koreanistik entscheidet, sollte man schon eher so vom Typ „ppalli ppalli“ 빨리 빨리 sein und kann auch noch einen kompletten Bachelor VWL oder was anderes studieren und passabel Koreanisch nebenher lernen, dort studieren, ein bezahltes (!) Praktikum machen, als Werkstudent tätig sein...

Brilliere in einem einfachen Bachelor, lerne nebenher noch Koreanisch und damit öffnen sich Dir dann schon viele Türen.

So investierst Du Fleiß und Mühe besser, jedenfalls angesichts des Arbeitsmarktes...

Ich mein', ich bin ja selbst ein ziemlicher Schluffi. Bin nach dem Abi in die Niederlande, habe mich eingeschrieben für Theologie, Philosophie und andere Fächer, habe gerade einmal 5 Klausuren geschrieben in 3 Jahren, aber viele Vorlesungen besucht jeden Tag. (Kunst-)Geschichte, Kulturwissenschaften, Bio, BWL, VWL... Gibt kein Studienfach, wo ich nicht mindestens einmal in einer Vorlesung saß. Nebenher habe ich bisschen gearbeitet, mit meinem ersten Monatslohn von so 'nem Nebenjob im Callcenter gleich mal die Jahresmiete für die ersten zwei Jahre gewonnen im Roulette bei meinem zweiten und letzten Casinobesuch im Leben und ganz, ganz, ganz viel geschrieben. Deutsch, Niederländisch und bisschen Chinesisch, das ich mir selbst angeeignet habe. Niederländisch habe ich in der Schule gelernt, aber damit kam ich auch nicht weit. Distinguiert ist was anderes...  Also monatelang jeden Tag mehrere Stunden Zeitung gelesen, unbekannte Wörter, nützliche Phrasen etc. rausgeschrieben und gepaukt.  Ich wollte Schriftsteller werden. Nach drei Jahren hatte ich dann sogar endlich mal was an der Angel, also man wollte mir einen Vertrag anbieten, aber das war mir zu wenig und ich habe kalte Füße bekommen. Gefiel mir nicht. Geht offenbar vielen so, dass eine Veröffentlichung irgendwie was auslöst und man es dann doch nicht möchte.
Naja, später werde ich meinen Gedichtband sicherlich noch veröffentlichen und was ich sonst noch in der Schublade habe nochmal woanders vorlegen. Mittlerweile habe ich auch einen Haufen chinesischer Gedichte hier rumfliegen. Mal gucken.

Jo, nun muss ich jeden Tag viele Stunden geregelt am Schreibtisch sitzen und brüte an meinem Bachelor in Topzeit und freue mich nächstes Jahr auf Korea.

Ich musste das erst einmal lernen zu lernen und fleißig zu studieren. Das Abi gibt es ja geschenkt. Selbst für die Abiklausuren habe ich nur am Abend zuvor mal 2 Stunden kurz noch einmal den Stoff angeschaut, Facharbeit gar nicht erst geschrieben. Clevererweise habe ich die in Mathe geschrieben und die 6 für die Facharbeit hat an meiner sicheren 5 in Mathe jedes (Halb-)Jahr nicht gerüttelt...
Naja, schon blöde, dass mein Abi nicht so gut ausgefallen ist, ich damit in Deutschland selbst nach 7 Wartesemestern noch immer nur mit Glück Medizin studieren könnte, wobei andererseits vom Ergebnis für den Aufwand schon top und ich hatte auch paar gute bis sehr gute Noten und ein sehr entspanntes Leben.

Können sich so manche Koreaner und Chinesen alles gar nicht vorstellen, wie locker das hier zugehen kann. Wirklich nicht im Traum.

Du hast nach zwei Semestern Dein Studium abgebrochen? Warum?

Analysiere für Dich, warum Du das abgebrochen hast.

Ich kann mir nur in den Arsch beißen, dass ich heute keinen Theologie Bachelor in der Tasche habe, sondern es vorgezogen habe, ein studentisches Lotterleben zu führen, das natürlich auch irgendwo Geld und Zeit meines Lebens gekostet hat. Beides hätte ich schöner verjubeln können.

In den letzten Jahren habe ich viel mit Leuten unterhalten, die es zu was gebracht haben in Amsterdam oder anderen größeren Städten. Bei einigen kann ich mich auch melden, wenn ich meinen Bachelor bzw. Master in der Tasche habe wegen Arbeit. Anderen hat's einfach nur gefallen mich zuzulabern mit ihrer großkotzigen Scheiße und wie toll sie doch sind. Jedenfalls habe ich mit 'ner Menge Leuten gesprochen, vor denen ich wirklich mal sowas wie Respekt empfinden konnte. Respekt und Ehre sind Begriffe, von denen Versager viel schwadronieren, aber jedenfalls habe ich festgestellt, dass ich das Zeug habe, um ein guter Anwalt zu werden. Darum geht's glaube ich.
Und es ist Jura, wo ich mich durchbeißen möchte.

All die erfolgreichen und coolen Leute haben nämlich eins gemeinsam: die haben sich hingesetzt und gemacht und gelernt und bestanden, weil sie sich hingesetzt, gemacht und gelernt haben.

Wäre schon gerne in einer Familie aufgewachsen, wo man mich dezent gen Topuni gelotst hätte. Ich glaube, meine Mutter weiß nicht, dass Harvard bei Boston liegt. Und IB, Private Banking und UB und Back- und Front-Office, Sales, Controlling... Keinen Plan haben meinen Eltern von sowas. Meine Mutter unterstellt mir bis heute, dass ich es nicht schaffe mit meinem Studium, weiß auch nichts von meinen schriftstellerischen Aktivitäten...
Schon ein wenig wehmütig habe ich mich intensiv im Internet eingelesen, in gewissen Cafés und Bars Freitag Nachmittag mit  Leuten von der Zuidas in Amsterdam (sowas wie das Frankfurter Westend) rumgehangen, -diskutiert und wüsste, wie man am besten bei Goldman reinkommt oder ins Inhouse Consulting und wo man dann nach paar Jahren hin wechseln könnte... Jedenfalls habe ich irgendwann angefangen mich mit sowas zu beschäftigen und mich an Leuten zu orientieren, die ich nun nicht im direkten Umfeld habe. Bin natürlich schlau genug zu erkennen, dass ein BWL-Held nicht unbedingt das Maß aller Dinge ist, aber auf einem kleinen Gebiet halt top. Und er hat sich durch etwas durchgebissen. Das beeindruckt mich.

Ich habe den starken Eindruck, dass Du so durch Dein Leben rumschleichst. Überhaupt nicht böse gemeint!

Ziehe die für Dich richtigen Konsequenzen, aber bilde Dir bitte nicht ein, dass das Leben nach 'nem Jahr WAT in Korea rosiger ist und das so toll wird da.

Dann kommste zurück und bist noch keinen Schritt wirklich weiter.


Kennst Du Hans-Alexander Kneider?

Der hat's zum ersten ausländischen Bezirksbürgermeister Seouls gebracht.

Ist jetzt nicht unbedingt mein Ziel, aber Dir wird auffallen, dass sein Leben ohne Stipendium anders verlaufen wäre.

Das gefällt mir überhaupt nicht in der Koreanistik, dass man damit einfach nur mit einem gehörigen Maß Eigeninitiative was in der freien Wirtschaft reißen kann und am liebsten so manche Uni den Studiengang aussterben lassen möchte. Und es gibt ja auch viele Koreaner, die sehr, sehr fleißig Deutsch lernen, sich echt den Arsch aufreißen seit Jahren und sich mit einem um die Stellen kloppen.


Hast Du eigentlich mittlerweile rausgefunden, dass es Sprachschulen gibt, die einen für 500€ ungefähr im Monat unterrichten und 'ne Unterkunft stellen?

Oder hier mal aus Felix' Leben
http://english.visitkorea.or.kr/enu/SI/SI_EN_3_6…?cid=26…

Naja, in Asien ein Jahr nach dem Abi, drei Jahre Bachelor Koreanistik und dann TOPIK auf Level 4 in einer Sprachschule durchkauen, ist natürlich suboptimal. Und das mit 26 Jahren. Yonsei Hin oder Her.

An einen Master wagen wäre mal eine Idee.

Aber mal zurück zu Dir:
Den Bachelor in Korea zu machen, wirste Dir wohl nur schwer leisten können.

Aber viele Unis arbeiten ja mit guten Unis in Korea zusammen. Als Ausländer kommt man ja im Verhältnis zu einem Koreaner super, super einfach an eine der SKY-Unis. Muss richtig bitter sein für so manchen Koreaner.

Das könntest Du Dir mal anschauen, aber

GANZ GANZ WICHTIG

mach' mal halblang mit Korea. Die Halbinsel wird's in 10 Jahren auch noch geben und auch in 20 Jahren kannste da noch hin.

Erscheint Dir jetzt alles ganz toll, aber bevor Du genießen kannst, musste erst einmal arbeiten und Dich durchbeißen.

Nun Geld sparen und in Korea das Geld verjubeln, nur wenig neues hinzuverdienen, und dann noch immer keinen Abschluss in der Tasche haben, ist kein guter Plan und kann ich Dir wirklich beim besten Willen nicht zu raten.

Reise da mal hin, bleibe einen Monat und komme wieder zurück.

Vielleicht kannste Dir auch zwei, drei Monate in einer Sprachschule leisten. Gibt da ja viele, die nicht wesentlich teurer sind als diese kleinen Hotelchen. Sprich für 500 Euro im Monat nicht nur 5 Tage die Woche 4-5 Stunden Sprachunterricht anbieten, sondern auch noch ein Zimmerchen. Wenn Du Dir eins teilst mit einem Vietnamesen oder so, wird's noch ein wenig billiger.
Mir scheint, als hättest Dich in diese Richtung noch gar nicht schlau gemacht. Relativ guter Deal, wenn der Unterricht was taugt.

Machs's gut!
This post was edited on 2014-08-11, 22:38 by itzi.
JayD #42
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:-D....Ich hab  echt alles durchgelesen....kann es echt nicht fassen:-D

@Itzi: Bei manchem stimme ich dir zu, aber bei manchem finde ich hast du den Faden verloren^^

Egal: 3 Monate Korea werden nicht viel an deinem Lebenslauf ändern ..nrn halbes Jahr mehr oder weniger ist doch in D egal!! Mit 5000 Euro schaffst du es 3 Monate auch ohne Arbeit ( eigene Erfahrung;-))
Aber versuche so viel wie möglich mitzunehmen, sei es kulturell oder sprachlich! Ich weiss nicht ob man die Wahl eines Studiums anhand eines 3 monatigen Aufenthalts entscheiden solle, sondern eher sich seiner eigenen Stärken un Imterssen bewusst werden. Egal alles Gute!
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Nomou #43
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Ich denke mal der Threadersteller wird schon bemerkt haben, dass man itzis Beiträge nicht ganz ernst nehmen kann. :)
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InZain #44
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
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Was für ein Beitrag^^ Also einigen Sachen kann man zustimmen. Aber bevor man das leben anderer Menschen in Frage stellt kann man auch einfach nur auf den Thread antworten^^
Jaa ohne koreanisch nach Korea ist doch kein Problem....jedoch was für einen Aufenthalt man dann wählt ist wiederum was anderes ;)
Kuggi #45
User title: Currywurst
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Das Problem ist eher, dass er Geld leiht.. Das spielt keine Rolle, ob er das Geld von Banken hat oder von Verwandten.. Natürlich ist das Geld von seinen Verwandten angenehmer, aber Fakt ist: Er ist und bleibt SCHULDNER, bis er alles abbezahlt!
Die Tatsache, dass er nicht versucht, auf eigenen Beinen zu stehen, verdeutlicht, dass er vllt. noch mal überlegen sollte, ob er jetzt oder bald ohne Plan B nach Korea gehen soll.

So eine Reise macht nur Sinn, wenn man sich diese selber leisten kann.

Ich empfehle ihm ebenfalls ein Studium. Nach seinem Studienabschluss kann er seinen Master in Korea machen, wenn er es überhaupt will.

Sechst Monate im Ausland sind zwar schön und gut, aber meiner Meinung nach trotzdem viel zu kurz. Da lohnt es sich, über zwei Jahre in einem Ausland zu leben.

Wer meint, sechs Monate oder ein Jahr sei lang genug, um die Kultur kennenzulernen, hat keine Ahnung.

Studiere so schnell wie möglich (Bachelor), bevor es zu spät wird (In Deutschland findet langsam ein gewaltiger und chaotischer Umbruch im Bildungssystem statt, was für die meisten Studierenden nicht positiv sein wird).

Versuche dann, einen Master in Korea zu machen oder einen Job zu finden.

Aber das solltest Du wissen: Ausländische Fachkräfte haben´s sehr schwer, einen anständigen Job zu finden. Da musst Du schon als Ausländer viel viel mehr bieten können als koreanische Wettbewerberinnen und Wettbewerber.
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