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Auswandern nach Korea als Kyopo
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Georgetown #1
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Subject: Auswandern nach Korea als Kyopo
Hallo liebe Community,


Über dieses Thema wurde vielleicht schon gepostet, leider konnte ich nichts paasendes finden.

ich bin Kyopo und verheiratet mit einer Koreanerin.
Meine Frau möchte in Korea leben.

Waren einige von euch schon in der selben Lage, und ihr habt die Entscheidung getroffen, nach Korea zu ziehen?

Wie waren / sind eure Erfahrungen mit der koreanischen Arbeitswelt, Gesellschaft sowie Umgebung, etc...

Was könntet ihr mir an Tips geben, Vor- bzw. Nachteile.

Steht man in Korea mehr unter Druck als in Deutschland, ist es wirklich so, dass man mehr beschäftigt ist.
Man hört immer, in Korea zu leben wäre immer busy.

Über euer Feedback und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.

LG
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Quote by Georgetown on 2021-04-09, 22:36:
Waren einige von euch schon in der selben Lage, und ihr habt die Entscheidung getroffen, nach Korea zu ziehen?

Wie waren / sind eure Erfahrungen mit der koreanischen Arbeitswelt, Gesellschaft sowie Umgebung, etc...

Was könntet ihr mir an Tips geben, Vor- bzw. Nachteile.

Steht man in Korea mehr unter Druck als in Deutschland, ist es wirklich so, dass man mehr beschäftigt ist.
Man hört immer, in Korea zu leben wäre immer busy.

Ich bin ethnisch überhaupt nicht mit Korea irgendwie verwandt oder verschwägert, habe dort aber einige Jahre gelebt.


Ein paar Punkte, die es zu bedenken gibt:
1. Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Präsenzzeit am Arbeitsplatz und Arbeitszeit in K (und J und CN ebenfalls). D.h. man ist sehr viel länger im Büro bzw. auf div. sozialen Veranstaltungen (Abendessen mit Kollegen). Koreaner sind Meister darin Zeit mit beschäftigt sein zu verschwenden.
2. in Korea wird SEHR viel getrunken, d.h. achte auf die Leber
3. Die kor. Gesellschaft ist sehr hierarchisch organisiert, d.h. wenn Du unterhalb der Managerebene einsteigst, wirst Du herumkommandiert. Chefs geben öfters Anweisungen, die klar den Regeln widersprechen und die Untergebenen folgen denen dann häufig auch.
4. die kor. Schulen sind deshalb sehr stressig, weil frau den Nachwuchs in div. Hagwons schickt, was auch ziemlich teuer ist.
5. Es ist üblich, daß die Eltern mit einziehen und die Erziehung der Kinder übernehmen will. Wenn Du nicht willst, daß Deine Schwiegereltern einziehen, solltest Du nicht nach KR umziehen. Ich vermute mal, daß Deine Eltern nicht zurück wollen.
6. Planungen finden idR nur sehr knapp im Vorraus statt und dann wird es meistens ziemlich hektisch. Teilweise wird auch dann mal eine Nacht durchgearbeitet.
7. Die größeren Firmen verlangen manchmal einen Hanja-Test als Einstellungskriterium, was für einen nicht in KR Sozialisierten schwierig sein könnte.
8. Korea ist im Allgemeinen eine extrem leistungs- und wettbewerbsorientierte Gesellschaft. Wenn man nicht sich an dem Wettbewerb beteiligt, ist man schnell weg vom Fenster.
9. Die Lebensqualität in KR ist ziemlich hoch, wenn man die Kultur und das Essen zu schätzen gelernt hat und es ist sehr sicher. In Seoul, finde ich, ist sie wesentlich niedriger, weil die Luftverschmutzung und das Gedränge nicht besonders angenehm sind.
10. Bequemlichkeit wird hoch angesetzt. D.h. selbst Dinge zu machen ist eher wenig verbreitet sondern man greift auf Tausende von Möglichkeiten von Services zurück.
11. Koreaner sind verrückt nach Kindern - in etwa so wie die Italiener. Unsere ältere Tochter hat sich öfters mit 1J. selbstständig gemacht und Ajummas und junge Damen um den Finger gewickelt

Speziell für Kyopos:
1. Man sieht Dir die Sozialisation in D äußerlich vermutlich nicht an und deshalb wird vermutlich auch weniger Rücksicht genommen werden, daß Du nicht wie ein Koreaner tickst. Bei mir war das etwas anders. Ich konnte mir ein paar kleine Freiheiten erlauben, habe aber vermutlich zu 95-99% nichts gemacht, was den Koreanerdasein widerspricht.
2. Die Diskrimierung wird vermutlich aufhören, außer es geht um Dinge, bei denen Du Dich als Nichtkoreaner outen mußt.
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