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Arbeit in Korea
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Ano (Gast) #1
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Betreff: Arbeit in Korea
Ich würde mich mal dafür interessieren was es im allgemeinen braucht um eine
Arbeitserlaubnis in Korea zu bekommen. Auf der Seite von der Koreanischen Botschaft
bzw Deutschen Botschaft in Korea habe ich leider keine Informationen dazu gefunden.
Auch Informationen zur Koreanischen Staatsbürgerschaft sind erwünscht.

Dabei handelt es sich allerdings auch nicht um eine Sache die ich frühestens in 4-5
Jahren in die Tat umsetzen will. Generell interessiert mich da auch inwieweit man schon
sprachlich Fit sein sollte um in Korea über die Runden zu kommen.

Auch interessiert mich wie Koreanische Firmen/Internationale (in Korea) im allgemeinen
zum 2. Bildungsweg stehen (das ist ja anscheinend doch ziemlich Deutschlandspezisch).
Am besten bezogen auf den Bereich Informatik.
Wie stehen die Leute da zu einem gut ausgebildeten Autodidakten mit Berufs/Projekterfahrung
wenn ers erstmal mal für ein Jahr in Korea ausprobieren will.

Danke schonmal ich freu mich über jeden Link muss ja nicht alles abgetippt werden...
(Momentan bin ich eben noch nicht besonders lange an dem Thema drann)
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dergio #2
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Hallo Ano,

Ich weiss nicht genau, was du mit 2. Bildungsweg meinst, aber wenn du in Korea im Informatikbereich arbeiten moechtest, brauchst du mindestens einen Bachelor. Und da ich die Konkurrenz recht gross einschaetze wuerde ich wohl eher einen Master empfehlen.
Ohne Studienabschluss ist es unmoeglich einen Job in Korea zu bekommen.

Ein Arbeitsvisum bekommst du, soweit ich weiss, wenn du eine Firma findest, die dich einstellt.

Um "ueber die Runden zu kommen" solltest du auf jeden Fall schon vorher Lesen lernen. Und ein paar einfache Sachen wie Begruessungen waeren nicht schlecht.
Wenn du bei einer koreanischen Firma fest eingestellt werden moechtest, solltst du schon eher fliessend koreanisch sprechen.
Daher wuerde ich eher deutsche/amerikanische Firmen anivisieren.

Eingebuergert werden koennen Frauen, wenn die mindestens 10 Jahre mit einem Koreaner verheiratet sind und in Korea leben.
Bei Maennern ist das nicht moeglich. Hab ich mal irgendwo so gelesen.
Es sei denn, du wirst ein zweiter Guus Hiddink der Korea zu Weltruhm verschafft.
Dann kann es sein, dass man dir die koreanische Staatsbuergerschaft anbietet.  ;-)

Aber generell wuerde ich sagen, wenn man nicht hier geboren ist und auch sonst keine koreanischen Vorfahren hat, kann man nicht eingebuergert werden.
Ano (Gast) #3
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Das höhrt sich ja nicht gerade nach idealen Bedingungen für so ein Vorhaben an ;(

Aber das man für Arbeit im Informatikbereich ein Studium brauch ist ein Ammenmärchen,
haben die in Korea wirklich so ein Fachkräfte Überschuss? Mir ist zwar klar das man da
vieleicht als durchnittlicher Fachinformatiker das gar nicht erst probieren brauch aber es
gibt ja auch Leute die lieber Arbeiten als Studieren und keine Lust auf dieses staatliche Qualifizierungsprogramm haben.

Danke aber für die Auskunft. Weiterführende Links zu den Themen würden mich immernoch
interessieren.
LoveKorea #4
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Hallo Ano,

was meinst du mit 2. Bildungsweg? Hast du einen (Fach-)Ausbildungsabschluss oder "nur" einen Schulabschluss? Also du solltest mal überlegen, warum eine koreanische Firma dich einstellen sollte, wenn du keine Koreanischkenntnisse hast und keinen Ausbildungs- oder Studienabschluss. Ich nehme mal an, im Bereich Informatik können die Koreaner auf ihre eigenen Fachkräfte zurückgreifen, soviel ich weiß, gibt's da keinen Mangel. Also ich glaube, es wäre schwierig, eine Arbeit in einer koreanischen Firma zu finden.
Ich denke, anders sieht es bei deutschen/ausländischen Firmen aus, die jemanden benötigen, der deutsch/englisch sprechen kann. Du kannst bei der Deutsch-Koreanischen Industrie- und Handelskammer eine Liste mit deutschen Firmen anfordern und dich bei diesen Firmen erkundigen.

Zur Einbürgerung fragst du am besten die Koreanische Botschaft in Berlin. Ich würde eher einen Brief hinschicken, da bekommst du eine Antwort schwarz auf weiß, als dort telefonisch nachzufragen. Wenn Männer wirklich nicht eingebürgert werden können, wäre das ja reine Diskriminierung. Vielleicht haben sie ja diese Regelung wieder abgeschafft. Also ohne Heirat glaube ich nicht, dass du dich einbürgern kannst.
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dergio #5
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Hab gerade nochmal gesucht und das hier gefunden:

Foreign nationals married to Korean nationals are eligible to apply for Korean citizenship if they have lived in Korea for two years after marriage or have been married for longer than three years and lived in Korea for at least one year.The foreign national may be required to take a citizenship exam, although in some cases, he/she may be exempted.

Wow! In zwei Monaten kann ich den Test machen...
Werde es aber wohl nicht in Anspruch nehmen.   :-p
Gianola82 - (Gast) #6
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Die meisten Waigooks, die in Korea arbeiten sind nun mal Fremdsprachenlehrer,
Army Leute und Diplomaten. Daneben noch ein paar hundert Executives von
westlichen Unternehmen. Die grösste Chance um nach Korea zu kommen hast du
wohl, wenn du von einem deutschen/europäischen Unternehmen nach Korea
"abgefördert" wirst.

Was mich persönlich interessiert: Kennt ihr Leute, die in Korea einen Master
gemacht haben (Wirtschaft; Int'l. Beziehung oder ähnliches) und nach
Studienabschluss in Korea arbeiten? Diese option verfolge ich zurzeit ziemlich
intensiv, die hohe "Studienabgänger-Arbeitslosigkeit" in Korea schreckt mich
aber ziemlich ab....Einen sehr gut bezahlten Job in der

@Dergio: hast du dich bevor du deinen Job als Kindergarten-Teacher angetreten
hast, um andere Stellen in Korea bemüht? Evtl. in deinem angestammten Beruf
oder in anderen Sektoren der Privatwirtschaft? Wenn Ja, was war das Feedback?

Gruss
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iGEL (Administrator) #7
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Moin!

Ano, in Korea gibt es keine betriebliche Ausbildung, wie wir sie in Deutschland kennen. Von daher muss man das in Korea eben doch studieren, wobei es da eben auch unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Wie die betriebliche Ausbildung dort anerkannt wird, weiß ich nicht, stell dich aber mindestens darauf ein, dass du erklären musst, was das für eine Ausbildung ist.

Wie ich bei meinem Praktikum erst heute wieder festgestellt habe, sind koreanische Sprachkenntnisse wirklich sehr hilfreich. In meiner Firma können zwar viele recht gut englisch, aber sie reden untereinander natürlich nur koreanisch, weshalb ich mich z. B. in der Besprechung heute praktisch nicht geäußert habe und musste hinterher jemanden ausfragen, was da gelaufen ist. In vier bis fünf Jahren solltest du gut Koreanisch lernen können, also falls du das wirklich vor hast, tu dir den Gefallen und lerne die Sprache. Das dürfte auch deine Einstellungschanchen deutlicht verbessern.

Gruß, Johannes
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Ano (Gast) #8
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Antwort auf Beitrag #5
Ist es denn nicht problematisch dauerhaft ein Visum/Arbeitserlaubnis zu verlängern ?

Ich hab natürlich eine Ausbildung sowie Weiterbildung (~Meister). Dadurch das
ich das habe sehe ich es nicht unbedingt Notwendig nocheinmal studieren zu müssen...
es ist ja nicht so das ich hier in Deutschland Hartz-4 hab und nur nach Korea will um
Arbeit zu finden. Nein es ist vielmehr so das ich hier in Deutschland schon in dem Gebiet
arbeite, ich mich aber interesse auchmal neue Erfahrungen in einem anderem Land zu
sammeln und mich dann eventuell dann dort auch niederzulassen.
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iGEL (Administrator) #9
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Moin!

Ich habe gehört (= Halbwissen), dass die Firma, die dich einstellt, zuvor erfolglos versucht haben muss, einen Koreaner für den Job anzuheuern. Ich habe vor einiger Zeit das Blog eines CAD-Zeichners in Korea gelesen, dem wurde dann nach einem Jahr wohl keine neue Arbeitserlaubnis ausgestellt. Aber er hat danach wohl auch nicht darum gekämpft.

Gruß, Johannes
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dergio #10
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@Gianola
Zuerst habe ich versucht, bei deutschen Chemiefirmen unterzukommen und habe alle moeglichen angeschrieben bzw angerufen. Da aber alle in Korea nur vertreiben und nicht entwickeln oder produzieren, brauchen sie auch keine Chemielaboranten so wie ich es einer bin/war.
Nebenbei bemerkt, kriegen mich keine zehn Pferde zurueck in die Chemie. Mein jetziger Job liegt mir echt mehr.


@Ano
Bei auslaendischen Firmen ist es zunaechst mal das Problem, dass sie nicht wissen, was "Ausbildung" ist, da es etwas sehr deutsches ist. Dann hat man das Problem, den jeweilen Abschluss oder die Berufsbezeichnung auf englisch zu uebersetzen.
Wie willst du Worte wie "Ausbildung", "Weiterbildung", "Fachinformatiker" oder "Meister" uebersetzen? Das sind alles Sachen die es nur in Deutschland gibt und mit denen in Korea keiner etwas anzufangen weiss.

Daher bleiben dir nur deutsche Firmen. Aber da du ja erst in 4 bis 5 Jahren nach Korea moechtest, kannst du ja noch einen Informatik Bachelor im Fern- oder Abendstudium aneignen. Wenn das wirklich dein erklaertes Ziel ist, wuerde ich dir das sehr empfehlen. Das wird deine Chancen einen Job zu finden um ein vielfaches erhoehen.
Dieser Beitrag wurde am 16.03.2007, 14:39 von dergio verändert.
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Vita500 #11
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Visa sind prinzipiell eine heikle Angelegenheit.  Ob man eins bekommt liegt teilweise an den entsprechenden Kontakten zum Immigration Department zu Deinem jeweiligen HR, sowie daran, wieviel Du verdienst, was fuer eine Position Du hast und ob es einen guten Grund gibt, warum gerade Du und kein Koreaner den Job macht.

Es scheint aber nicht immer gleich gehandhabt zu werden. Vor zwei Jahren hatte selbst der CFO unseres Unternehmens ein Problem sein Visum zu verlaengern. Total beknackt...  :nuts:

Einen Vertrag mit einem Unternehmen zu haben ist allerdings kein ausreichender Grund auch ein Visum zu bekommen. Das weiss ich aus eigener Erfahrung...!
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
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