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Hochzeit-Umzug-Arbeit
Auf nach Deutschland (buerokratische Huerden, Tipps & Tricks, etc.)
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Vita500 #1
Mitglied seit 03/2007 · 249 Beiträge · Wohnort: Stuttgart
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Betreff: Hochzeit-Umzug-Arbeit
Hallo zusammen,

ich bin hier ein ganz neuer und muss zu meiner Schande eingestehen, dass ich schon seit ueber vier Jahren (Zeit vergeht!) in Korea lebe, aber heute erst auf diese grandiose Seite aufmerksam geworden bin. Aber ok, besser spaet als nie...

Die Staerke dieses Forums liegt ja im Erfahrungsaustausch von Gleichgesinnten, was einen grossen Vorteil zu anderen "multi-kulti"-Foren mit sich bringt und ich will folglich auch gleich auf diese Schiene aufspringen und einen Erfahrungsaustausch anstreben:

Ich bin seit knapp vier Jahren mit meiner koreanischen Freundin zusammen und wir planen dieses Jahr zu heiraten. Wie bereits in vorherigen threads angesprochen, stellte sich uns die Frage, wie man eine multi-nationale Beziehung zu organisieren hat. Ueber das grosse Fragezeichen hinsichtlich Staatsbuergerschaft, Aufenthaltsgenehmigung, etc. wurde ich dank der vorherigen Beitraege bereits gut informiert.

Mich interessieren jetzt vielmehr etwaige Erfahrungen im Anschluss an eine deutsch-koreanische Hochzeit.
Wir wollen naemlich im kommenden Jahr gemeinsam nach Deutschland und da stellt sich natuerlich so manche Frage. Klar ist bereits, dass ich im ersten Jahr wohl alleine fuer unseren Unterhalt aufkommen muss, da sie zu aller erst viel Zeit in die Erlernung der deutschen Sprache investieren muss/will. Doch was kommt dann? Wie schwer ist es als Koreanerin (MA, perfektes Englisch) eine Arbeit zu finden? Koreanische Unternehmen liegen auf der Hand, aber hat Jemand weitere Erfahrungen gemacht, Tipps gesammelt, Huerden erklommen?!?
Gibt es Moeglichkeiten auch waehrend ihres Deutschkurses zu arbeiten, z.B. als Uebersetzer (Koreanisch-Englisch), Teilzeitkraft (vorerst ohne grosse Deutschkenntnisse)...???

Was muss eventuell sonst noch beachtet werden? Die deutsche Buerokratie ist ja leider weltweit bekannt und macht meiner Freundin jetzt schon Angst, wobei sie sich prinzipiell riesig auf Deutschland freut...  :scared:

Hat irgendjemand Erfahrungen gesammelt, die sie/er weitergeben moechte?
Waere echt dankbar!

Thanks a lot!
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
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dergio #2
Benutzertitel: Rückkehrer
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Hallo Vita!

Ich schaetze mal, dass es nicht einfach wird, Arbeit zu finden wenn man keine Deutschkenntnisse hat. Selbst bei koreanischen Firmen in Deutschland arbeiten ja immer auch Deutsche und bei Bewerbungen wird natuerlich bevorzugt, wer deutsch kann.
Auch Uebersetzungen scheinen nicht so erfolversprechend. Erstens wird es in Deutschland kaum Bedarf fuer Ko-Eng Yebersetzungen geben und wenn, dann ist die Kokurrenz bei diesen beiden Sprachen so riesig gross, dass man da kaum Chancen hat, etwas zu bekommen.
Bei Freelancer Uebersetzungen lauft aber sowieso das meiste ueber E-Mail. Also ware es vielleicht ratsam, sich jetzt schon in so eine Datenbank einzutragen in der Hoffnung, dass man auch mal drankommt.
Uebersetzungen werden dann immer sofort gebraucht.
Ich kenne jemanden, der mal gefragt wurde ein 60 Seiten Buch innerhalb einer Woche von deutsch auf koreanisch zu uebersetzen. Wenn man sagt, dass man 2 Wochen dazu braucht, suchen se halt einen anderen.

Das einzige was meiner Meinung nach als Moeglichkeit in Betracht kommt, sind arbeiten die aussschliesslich per Internet gemacht werden. Es gibt Werbefirmen, die Expats damit beauftragen, Marktanalysen durchzufuehren. Man schreibt dann Berichte, die dann entlohnt werden.

Ueber die Buerokratie wuerde ich mir keine Sorgen machen. Bei uns hat alles ohne Probleme funktioniert mit Visum, Arbeitserlaubnis und so.

Was ich mir fuer euch beide schwierig vorstelle, ist wieder in eine Krankenversicherung zu kommen. Hab von Leuten gehoert, die da arge Probleme hatten, nachdem sie ein paar Jahre im Ausland waren.

Ich wuensche euch aber alles Gute zur Hochzeit und vor allem zur Zeit danach.
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Vita500 #3
Mitglied seit 03/2007 · 249 Beiträge · Wohnort: Stuttgart
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Hallo Dergio,

danke fuer die ausfuehrliche Antwort!
Ja, das hatte ich mir natuerlich schon gedacht. Deshalb gehe ich schon davon aus, dass ich das erste Jahr fuer uns beide aufkommen muss, waehrend sie erstmal richtig deutsch lernt. Danach wird's vermutlich immer noch nicht leicht werden, aber die Chancen sollten doch wesentlich besser sein.

Das mit der Krankenversicherung ist ein interessanter Aspekt, an den ich bislang gar nicht gedacht habe. Fuer genau solche Informationen bin ich echt dankbar, denn die meisten Probleme stellen sich doch oft erst, wenn man bereits vor Ort ist.

In sofern, falls Du noch weitere Erfahrungen gemacht hast oder von Huerden weisst, die Du hast nehmen muessen... alles ist hilfreich und wird dankend entgegen genommen.  :-)

 Ich entnehme Deiner Mail, dass Du ebenfalls mit einer Koreanerin verheiratet bist?! Aber Du/ihr leb(s)t ja jetzt in Paju? Habt ihr vorher zusammen in Deutschland gewohnt? Nur Interesse halber...

Thanks again und Gruss gen Nord!

PS: Uebrigens faellt mir da noch eine Sache ein: wir wollen in Korea heiraten und soweit ich weiss, wird das auch in Deutschland anerkannt. Allerdings hab ich von vielen Auslaendern gehoert, dass sie meist in beiden Laendern heiraten, bin mir aber nicht sicher, ob das jetzt nur wegen der Familie (Feier fuer alle!) oder offiziell notwendig ist (zwecks Visa & Co)...?!?
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gianola82 #4
Mitglied seit 06/2005 · 105 Beiträge · Wohnort: Zürich
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Betreff: @Vita
Auch nur aus Interesse

was hast du denn 4 Jahre in Korea gearbeitet?

gruss

gianola
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Vita500 #5
Mitglied seit 03/2007 · 249 Beiträge · Wohnort: Stuttgart
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Bin im Grosshandel fuer ein deutsches Unternehmen taetig...

Ich hab jetzt ueber die Tage nochmal ein wenig das Internet durchforstet, aber man findet zwar jede Menge Verallgemeinerungen, aber logischerweise nicht viel spezifisches zu deutsch-koreanischen Hochzeiten und formellen Fragen. Habe neulich auch von einem Bekannten gehoert, die mit einer Japanerin nach Holland zog und dort so viele Huerden zu meistern hatte... vorzeitige Tipps sind also offensichtlich schwer von Noeten! :-/
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incheon (Gast) #6
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Betreff: arbeiten für Koreaner
Hallo Vita

ich kann nur sagen ich arbeite für eine Koreanische Firma in Österreich und´die nehmen lieber eine/n KoreanerIn als einen Österreicher. Komischerweise auch wenn der weniger gut Qualifiziert ist. Am besten ist jemand der Arbeitserlaubnis hat. Wenn das nicht der Fall ist müssen wir umständlich ein Schlüsselkraftverfahren machen lassen und das geht aber nur, wenn die Arbeitskraft genug verdient.

Die Koreaner bekommen teilweise als mehr als wir Europäer bezahlt. Naja auch evrständlich sie schauen auf die eigenen Leute.
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dergio #7
Benutzertitel: Rückkehrer
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Hallo Vita!

Wir haben zuerst in Korea geheiratet und eine Woche spaeter in Deutschland standesamtlich.
Ich schaetze aber, dass du schon von hier aus die Hochzeit in Deutschland anmelden kannst. Am besten mal bei der Botschaft nachfragen.
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iGEL (Administrator) #8
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Moin!

Die Botschaft hat dazu auch eine eigene Seite erstellt. http://www.seoul.diplo.de/Vertretung/seoul/de/04/Familiena…

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
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Vita500 #9
Mitglied seit 03/2007 · 249 Beiträge · Wohnort: Stuttgart
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Schoenen Dank!
Die Seite der Botschaft ist echt gut, auch wenn es mal wieder sehr kompliziert klingt, typisch deutsch eben.  :nuts:

Gruss,
Robert
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