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Beginn eines Krieges?
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kor Büs-Ra #1
Mitglied seit 06/2014 · 34 Beiträge
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Betreff: Beginn eines Krieges?
Hallo alle zusammen!

Gerade habe ich gelesen, dass Nord-Korea dem südlichen Staat wohl ein Ultimatum gestell hätte.
An der Grenze sind wohl Aufstände los, woraufhin die nordkoreanische Regierung mit einem
48 Stunden Ultimatum gedroht hat. Entweder solle man dafür sorgen, dass die Aufstände aufhören, oder Nord-Korea würde diese niederreißen.

Was glaubt ihr, was passieren wird? Ich hoffe, es wird zu keinem weiteren Korea-Krieg kommen..
JayD #2
Mitglied seit 12/2011 · 721 Beiträge
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Provokationen geschehen hier immer in Zyklen. Alle paar Jahre wird mal ein bisschen geschossen, mal auf Lautsprecher mal auf ein Boot. Man stumpft ab und ehrlich gesagt, soviele interessiert das hier nicht. Ich denke zu 99.9% wird wohl nichts passieren, dass lehren die letzten 60 Jahre. Wenn Nordkorea angreift, ist das sein Untergang, das wissen sie auch.
Als ich 2010 hier war da wurde erstmal ein Schiff mit einem Torpedo versent und 46 Leute getötet und dann noch später eine Insel beschossen worauf auch mehrere Menschsn starben. Übrigens die Südkoreaner haben damals zurück geschossen und mehrere Nordkoreaner getötet. Damals war es wesentlich heisser als heute und trotzdem ist nichts weiter passiert.
Dieser Beitrag wurde am 22.08.2015, 00:45 von JayD verändert.
Gummibein #3
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Schau einfach auf den Kapitalmarkt. Dürfte nach Geheimdienstbriefing beim Präsidenten noch der zuverlässigste Indikator für eventuelle Spannungen sein.
Nickles #4
Mitglied seit 02/2014 · 28 Beiträge
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Alles ich hab schon die Koffer gepackt und es vergeht keine Minute ohne die Nachrichten nach Kriegsausbruch zu durchforsten...
;P
Christian1989 (Ehemaliges Mitglied) #5
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Antwort auf Beitrag #3
Zitat von Gummibein:
Schau einfach auf den Kapitalmarkt. Dürfte nach Geheimdienstbriefing beim Präsidenten noch der zuverlässigste Indikator für eventuelle Spannungen sein.

Aber die Aktienkurse gehen bei sowas immer runter und letztenendes passiert nix. Ich finde nicht, dass Aktienkurse ein guter Indikator sind. Dann eher, ob noch Touren in die DMZ an möglich sind oder nicht.

Den Kapitalmärkten geht es wg. Chinas schwächelnder Wirtschaft sowieso nicht gut... und dann noch der Flüchtlingsstrom nach Europa...

Alles chilli milli wie sonst auch...
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Soju #6
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
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Antwort auf Beitrag #1
Zitat von kor Büs-Ra am 21.08.2015, 22:05:
Hallo alle zusammen!
Gerade habe ich gelesen, dass Nord-Korea dem südlichen Staat wohl ein Ultimatum gestell hätte.
An der Grenze sind wohl Aufstände los, woraufhin die nordkoreanische Regierung mit einem
48 Stunden Ultimatum gedroht hat. Entweder solle man dafür sorgen, dass die Aufstände aufhören, oder Nord-Korea würde diese niederreißen.
Was glaubt ihr, was passieren wird? Ich hoffe, es wird zu keinem weiteren Korea-Krieg kommen..

Es gibt keine Aufstände, Nordkorea ist genervt von der Propagandabeschallung aus dem Süden:
http://www.thurgauerzeitung.ch/aktuell/international/inter…
Kindergarten von beiden Seiten!!
Wenn mein Nachbar mich 24 Stunden Beschallen würde, würde ich Ihm auch die Lautsprecher rasieren...

Keine Angst, wird schon keinen Krieg geben ;-)
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Soju #7
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Guter Bericht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedkorea-fordert-en…
Flo-ohne-h (Moderator) #8
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Antwort auf Beitrag #1
Zitat von kor Büs-Ra am 21.08.2015, 22:05:
Was glaubt ihr, was passieren wird? Ich hoffe, es wird zu keinem weiteren Korea-Krieg kommen..

Viel Lärm um nichts! (um es mit Shakespeare zu sagen)

Ernsthaft, NK wird demnächst einen größeren Scheck aus SK fordern, und solche Drohungen sind das einzige Mittel, mit dem sie überhaupt noch gehört werden.
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Soju #9
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
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Aus die Maus :-)

http://www.sueddeutsche.de/news/politik/konflikte-suedkore…
Gummibein #10
Mitglied seit 02/2008 · 881 Beiträge
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Es geht ja gerade die Meldung rum SK Hynix würde quasi an der Grenze eine 28 Mrd. USD Anlage planen.

Angst vor einem Krieg sieht anders aus.
koreanmovielover #11
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Das ist nur Gelaber, es wird kein Krieg geben.
Wegen kleinem Geplänkel wird kein Krieg ausbrechen.
Schade um die 2 Soldaten, die ihre Beine verloren haben, aber so ist es nun mal.
Deshalb wollen wehrpflichtige Soldaten natürlich nicht an die Grenze verlegt werden, ist ja klar, warum.
fromGtoK #12
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Ich bin ja weiß-Gott kein Experte aber mein Standpunkt ist der das, was einen Krieg in dieser Region betrifft, letztendlich China und die USA entscheiden werden. Sollte Nord-Korea es wagen (ernsthaft) einen Krieg zu beginnen und dadurch wohlmöglich die Süd-Korea(USA)-Grenze (hier nur als die theoretischen Kriegsgewinner) direkt an die von China zu verlegen würden die Chinesen ausrasten vor Wut. Deswegen : Nord-Korea wird auch weiterhin nur ein kläffender Köter am Grenzzaum bleiben. Dumm-gehaltenene Nord-Koreaner fordern keine Aufklärung und wagen keine Kritik und all das ist im Sinne von China. Für die USA ist Nord-Korea nur eine Art Kuba ; nicht wirklich wichtig, aber nützlich im Polit-Poker und da spielen die USA lediglich auf Zeit. Sprich : Irgendwann wird auch in Nord-Korea ein Mac Donalds und I-Phone-Shop stehen.
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orosee #13
Benutzertitel: Ernst ist anders.
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Die Chinese haben ein ganz anderes Problem. Beijing ist etwa 800 km von NK entfernt, Tianjin auch, Shanghai 950 km.

Da es in SK und Japan keine Atomwaffen gibt, kann niemand die grossen Staedte Chinas so schnell mit landbasierten Atomwaffen angreifen wie NK (USA und Russland haben sicher U-Boote in der Naehe, sind aber berechenbare und vernuenftige Nationen).

Was wird sein, wenn eines Tages NK ueber einige Dutzend Mittelstreckenraketen verfuegt? NK ist kein Freund Chinas - NK ist niemandes Freund - will sich China wirklich der Gefahr aussetzen, seine wichtigsten Staedte binnen 15 Minuten einem Atomschlag ausgeliefert zu haben? China wuerde - neben SK - kurzfristig wohl am meisten von einem rationalen Regime in NK profitieren. Die USA dagegen haetten einen Grund verloren, Bodentruppen in unmittelbarer Naehe Chinas stationieren zu koennen. Allerdings wuerde ein wiedervereintes Korea womoeglich einen Krieg mit Japan anfangen und eventuell auch territoriale Ansprueche an China und Russland stellen, was deutlich gegen eine Wiedervereinigung spricht. Und mit Blick auf die Ergebnisse von 25 Jahren Wiedervereinigung in Deutschland wird wohl auch in SK nicht ernsthaft ein ein vereintes Korea gedacht werden.

Die aktuelle Lage, so prekaer sie auch sein mag, ist anscheinend weltpolitisch akzeptiert und koennte auch gut noch ein paar Generationen von Kims weiterlaufen.
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Flo-ohne-h (Moderator) #14
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Antwort auf Beitrag #12
Zitat von fromGtoK:
Für die USA ist Nord-Korea nur eine Art Kuba ; nicht wirklich wichtig, aber nützlich im Polit-Poker und da spielen die USA lediglich auf Zeit.

Für China ist NK auch sehr nützlich:
1. eine Pufferzone zu US-Truppen - deshalb wird ja auch deren endgülter Abzug immer wieder gefordert.
2. NK ist der kläffende Hund, der nur von China aus zu beruhigen ist. D.h. für China ist NK eine gute Möglichkeit sich positiv in Szene zu setzen.
3. NK ist ein Billiglohnland - und genau das wird für China immer wichtiger
Flo-ohne-h (Moderator) #15
Mitglied seit 07/2009 · 1980 Beiträge · Wohnort: 深圳
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Antwort auf Beitrag #13
Zitat von orosee:
Die Chinese haben ein ganz anderes Problem. Beijing ist etwa 800 km von NK entfernt, Tianjin auch, Shanghai 950 km.

...

Was wird sein, wenn eines Tages NK ueber einige Dutzend Mittelstreckenraketen verfuegt? ....


 Und mit Blick auf die Ergebnisse von 25 Jahren Wiedervereinigung in Deutschland wird wohl auch in SK nicht ernsthaft ein ein vereintes Korea gedacht werden.

Die aktuelle Lage, so prekaer sie auch sein mag, ist anscheinend weltpolitisch akzeptiert und koennte auch gut noch ein paar Generationen von Kims weiterlaufen.

Ich bin mir recht sicher, daß China mit verschiedenen geheimdienstlichen Mitteln dafür sorgt, daß NK dieses Bedrohungspotential nicht bekommt.

Nur zur Erinnerung: Atombomben können auch mit Granaten verschossen werden und NK hat mehr als genug Artillerie auf Seoul gerichtet. Damit fällt Seoul als Argument für NKs Raketenforschung weg.

Meiner Erfahrung nach sind Südkoreaner sehr positiv Deutschland gegenüber gesinnt, auch wegen der Wiedervereinigung. Wenn ich dann ein paar Zahlen auf den Tisch lege (Bevölkerungsverhältnis 3:1 ggü. 2:1, Wirtschaftskraft von BRD ggü. DDR vs. SK ggü NK), ist der Enthusiasmus deutlich gedämpft. Es wird vermutlich kaum einen Südkoreaner geben, der eine Wiedervereinigung sich nicht wünscht, aber die wenigsten sind sich der exorbitanten Kosten bewußt.

Grundsätzlich ist die momentane Situation für das Kräftegleichgewicht in der Region nicht schlecht, so daß keine Partei wirkliches Interesse daran hat, die Karten neu zu mischen. Ich will nicht damit sagen, daß NK ein guter Staat ist - Vergleiche mit KZ und Gulags sind durchaus angebracht. Aber die Machtpolitik ist nunmal nicht auf das Wohl der Leute ausgerichtet sondern auf eigenen Machterhalt.

Was hätten die Führer der einzelnen Staaten zu gewinnen und zu verlieren:
1. NK: Die Führung würde bei einer Wiedervereinigung vermutlich gelyncht/gehängt, Gewinner wäre die einfache Bevölkerung (das zählt aber aus sicht des Kim-Clans nicht)
2. SK: Korea wäre vereint, aber exorbitante Kosten. Die alte NK-Oberschicht wäre arbeitslos und würde sicher einige Probleme bereiten. Wiedervereinigung würde vermutlich 2-3 Generationen in Anspruch nehmen.
3. China/Rußland: Geringfügig geringere Kosten, da NK nicht mehr an deren Tropf hängt. Amerikaner vor der Haustür. Moralische Niederlage.  Einen Absatzmarkt weniger für Billigschrott, ein Niedriglohnland weniger.
4. USA: mangelnde Legitimation für Truppen in SK, Geschäftspartner SK würde wesentlich geschwächt. Potentiell Konflikt mit China
5. Japan: vereinigtes Korea wäre mächtigerer Konkurrent als SK. Verbesserte Sicherheitslage.
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