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Filmtipp Kino im Sprengel Hannover
Annyong - Sayonara und 63 years on - unfinished war 25. und 26.6. mit Gästen
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Kino im Sprengel Hannover #1
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Betreff: Filmtipp Kino im Sprengel Hannover
Liebe hoffentlich Interessierte,

Entschuldigung, dass wir dieses Thema für eine Filmankündigung nutzen, aber es war so schön regional und vll ist es ja auch ein netter erster Termin zum sich nach einem Film in der Kneipe kennenlernen...

Das Kino im Sprengel ist ein kleines nicht-komemrzielles Kino in der hannoverschen Nordstadt (KLaus-Müller-Kilian-Weg 1 bzw Schaufelder Str, Sprengelgelände). Wir wurden angeregt, eine Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag des Abwurfes der Atombombe(n) zu machen und sind dem nachgekommen. Wir möchten aber Japan nicht nur als Betroffene zeigen und die Atombombenabwürfe ahistorisieren. Darum zeigen wir im Rahmen der Reihe "Japan im Krieg" am

Fr. 26.5. 20.30 "63 years on - unfinished war" und am

Sa. 27.5. 20.30 "Annyong - Sayonara".

Die Filme beschäftigen sich mit den Themenfeldern Zwangsprostitution, Sexismus, Militarismus, Rassismus und Kolonialismus. Wir hoffen, dass Euch und Sie die Filme interessieren können und würden uns über einen Besuch und eine rege Diskussionsteilnahme freuen.

Unsere Gäste:

Zu Gast sind an beiden Abenden Nataly Jung-Hwa Han und Tsukasa Yajima.
Die Wissenschaftlerin und Menschenrechtlerin Nataly Jung-Hwa Han ist Vorstandsvorsitzende des Koreaverband e.V. (Berlin) und hat in der Vergangenheit u.a. Vortragsreisen mit überlebenden Frauen durch Deutschland organsiert und ihre politischen Forderungen unterstützt.
Tsukasa Yajima (Berlin) ist japanischer Fotograf und Regisseur. Als er in Südkorea in einem Haus gemeinsam mit überlebenden Frauen wohnte und von ihren Lebensgeschichten erfuhr, schloss er sich ihren politischen Forderungen an und erstellte unter anderem eine Portraitserie, die auch in einer kleinen begleitenden Ausstellung im Kino zu sehen sein wird.

Die Filme:

63 years on - unfinished war:

Bis zu 200.000 Frauen wurden waehrend des 2. Weltkrieges mit Wissen der japanischen Regierung verschleppt und in Zwangsprostitutionslager der japanischen Armee gezwungen. Viele der meist sehr jungen so genannten "Trostfrauen" kamen aus kolonisierten/ eroberten Gebieten, viele aus Suedkorea. Auch nach dem Krieg blieb ihre Geschichte in den meisten Herkunftsländern tabuisiert. Die Ueberlebende Kim Hak-Soon brach 1991 als erste südkoreanische Überlebende öffentlich ihr Schweigen. Eine Selbstorganisierung, die u.a. Anerkennung und Entschuldigung von Japan forderte, begann... Der Film zeigt das Leben von fünf Frauen, die in unterschiedlichen Ländern und Situation in die Zwangsprostitution entführt wurden und die auch über ihr Leben nach dem Ende des 2. Weltkrieges berichten.

Annyong - Sayonara

Im japanischen Yazukuni-Schrein werden die Namen aller fuer die japanische Armee Gefallener eingraviert, um ihre wuetenden Seelen dort zu beruhigen und "einzuschreinen". Auch der Vater von Lee Hee Ja wurde eingeschreint - ohne Wissen oder Zustimmung der Familie. Der Suedkoreaner wurde zwangsrekrutiert. Lee Hee Ja kaempft fuer die Loeschung seines Namens. Die Dokumentation zeigt die Kontroversen um den Yazukuni-Schrein, der in den Augen vieler fuer ein kriegsglorifizierendes und militaristisches Japan steht. Nataly Jung Hwa-Han und Tsukasa Yajima erlaeutern in einem Hintergrundgespraech auch die Rolle des ehemaligen Kriegspartners Deutschland, das im Schrein eine deutsche Eiche pflanzen liess, während ein Gingko des Schreins am Marine-Denkmal Laboe steht.

Mit besten Grüßen

Das Team des Kino im Sprengel
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