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Thema: Fernbeziehung
Erfahrungen, Berichte und Leute mit dem selben "Schicksal"
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orosee #16
User title: Ernst ist anders.
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In reply to post ID 58175
Quote by InZain:
Eine Sache die mich interessiert... Warum ist er eigentlich nicht gleich nach Deutschland gekommen und hat eine Sprachschule gemacht und dann studiert? Oder warum ist er nach Australien und nicht nach D?
Und ihr habt euch 2 Jahre lang nicht gesehen... da hätte er doch den Wehrdienst hinter soch bringen können^^ oder etwa nicht? ^^

Sicherlich war der Vorteil, auf Englisch studieren zu koennen, entscheidend. Monash Uni ist in Asien sehr beliebt, da man dort unabhaengig von der Leistung seinen Abschluss bei der Anmeldung praktisch schon in der Tasche hat, selbst wenn man noch nicht einmal die Sprache versteht.

Wehrdienst in Korea ist deshalb gefaehrlich, weil es extremes Mobbing gibt und auch Todesfaelle. Wer da Pech hat, macht zwei sehr harte Jahre durch. Es gibt aber auch Alternativen zum Wehrdienst, etwa bei der Polizei oder Feuerwehr. Wie auch immer (war in D ja auch mal so), 2 Jahre sind weg.
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orosee #17
User title: Ernst ist anders.
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In reply to post ID 58174
Quote by Flo-ohne-h:
Quote by Laurakim:
Noch eine Frage an Flo-ohne-h: Ist es nicht so dass wenn wir heiraten er erst nach 5 Jahren eine Staatsbürgerschaft annehmen kann? Ich habe versucht mich online zu informieren aber finde mich mit den vielen Namen, Wörtern und Fremdbegriffen nicht sehr zurecht.

so weit ich weiß nach 3 oder 5 Jahren aber mit festem Wohnsitz in einem EU-Land. Aber eine Aufenthaltsgenehmigung würde er fast sofort bekommen. Der Militärdienst wäre natürlich noch ein Problem.  Da kenne ich mich aber nicht so gut aus.

Wegen der Kinderplanung wollte seine Mutter auch definitiv eine Rolle in der Erziehung spielen aber ich bin mir dem nicht sicher ob ich wegen einer Geburt den Weg nach Korea antreten sollte..... Dass scheint relativ unplausibel für mich.

Meine Tochter wurde in Korea geboren und es war eine sehr nervige Erfahrung:
1. Krankenschwestern sind in K nicht für normale Pflegedinge da. Z.b. müssen die Patientinnen sich das Essen selbst holen oder in die Cafeteria gehen und selbst die Bettwäsche wechseln. Das heißt, der Ehemann/die Mutter wird Vollzeit in die Pflege eingespannt und schläft häufig auf dem Boden es Zimmers vor dem Bett der Ehegattin.
2. Zumindest bei uns war es so, daß ich als Vater aus hygienischen Gründen meine Tochter nur nach Desinfektion in Chirurgenkleidung sehen durfte und auch nur das 10 min pro Tag. Ich bin dagegen gewaltig auf die Barrikaden gegangen und habe mich mit der gesamten Klinikleitung angelegt und gewonnen.

Ich würde versuchen die Geburt in Korea zu vermeiden.

Details zu dem Thema kann ich PM schildern.

Ha, das war bei mir ziemlich genauso! Ich dachte aber, dass es daran lag, dass wir ein kostenloses katholisches K-Haus gewaehlt haben. Im Prinzip lief es ganz gut, bis auf einmal wo ich die Bettpfanne ausleeren musste. Irgendwie habe ich den richtigen Platz nicht gefunden und habe das DIng (wie ich spaeter sehen musste) wohl in der Kueche ausgewaschen, brrr....

Bei uns war noch nicht mal der Arzt da ,aber die K-Schwestern hatten das wohl schon gut geuebt.
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Christian1989 (Former member) #18
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In reply to post ID 58173
@Orosee: Eigentlich war ich bis gerade eben sogar der Auffassung, dass es viel einfacher sein müsste und das es normal gar kein Problem sein sollte, denn Militärdienst aus dem Weg zu gehen. Genaueres über Annahmen und Beispielen will ich jetzt aber nicht mehr erläutern, da ich auf der Seite der Military Manpower Administration diese Datei gefunden habe: http://www.mma.go.kr/eng/s_notice/notice/__icsFiles/afield… voller mir zuvor unbekannter Regeln und damit alle Annahmen von mir sogleich hinfällig geworden sind. Naja... vllt. bekommt er ja die australische Staatsbürgerschaft...
JayD #19
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Ja man bezeichnet die ausgemusterten in Korea nicht umsonst als "Son of God":-D...Militärdienst in Korea ist schon ein großer Krampf, kenne das noch von meinem Schwager den ich damals in seinem Militärcamp sogar besuchen durfte (mit Ausnahmegenehmigung) bevor meine Frau und ich geheiratet haben. Man hat sehr wenig Ausgang lebt in irgendeinem Camp abseits von allem und kommt praktisch nie nach Hause in den zwei Jahren. Meistens muss man sein Studium dafür unterbrechen und wie orosee schon geschrieben hat, häufen sich die Fälle von Mbbing und resultierenden Selbstmorden. Alle paar Monate kommen neue Skandale als Licht. Deswegen ist z.B. das Abschneiden für Profisportler bei Olympia oder Weltermeisterschaften so wichtig, da sie bei gutem Abschneiden (Platz 1-3) vom Militärdienst befreit werden. Son Heung-min müsste z.B. nach derzeitigem Stand noch zum Wehrdienst hehe...2 Jahre raus, dann kannste auch fast deine Karriere an den Nagel hängen^^. Was auch Bescheiden ist, sind die 7 Jahre Afterservice, wo man 1 mal im Jahr oder so nochmal irgendwelche Übungen machen muss (Das war ein Schock als mein Prof. damals aufeinmal seine Uniform angezogen hat und ich keine Ahnung hatte was los ist^^). Alles in allem kein Zuckerschlecken, aber man kommt nur schwer drum herum. Ein Bekannter von mir musste es irgendwie nicht machen, weil er bei Samsung als Ingenieur gearbeitet hatte.....da scheint es irgendwelche Ausnahmen oder Ersatzleistungen zu geben je nach Qualifikation etc.

Unabhängig davon ist es schwer dem zu entgehen.
Laurakim #20
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In reply to post ID 58175
Quote by InZain:
Eine Sache die mich interessiert... Warum ist er eigentlich nicht gleich nach Deutschland gekommen und hat eine Sprachschule gemacht und dann studiert? Oder warum ist er nach Australien und nicht nach D?
Und ihr habt euch 2 Jahre lang nicht gesehen... da hätte er doch den Wehrdienst hinter soch bringen können^^ oder etwa nicht? ^^

Dass ist eine eher schlechte Geschichte unserer Beziehung. Wir hatten mehrere Konflikte gehabt und es war für ca. ein halbes Jahr eine schlechte Beziehung weil ich nicht so lange auf ihn warten wollte bis wir uns wieder sehen konnten. Mehrere Details wären glaube ich unwichtig, aber er hat sich dann für Australien entschieden und erst nach diesem halben Jahr Pause haben wir beide gemerkt dass es ohne einander nicht geht, egal wie groß die Distanz ist. Ich und er waren wie gesagt noch relativ jung und sprunghaft. Da kommt es zu Fehlern.´

Zumal ein weiterer Punkt auch war dass die Monarsch Universität  seinen Wünschen entsprochen hat und ihn sofort aufgenommen hat.
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dergio #21
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Quote by Laurakim:
Ich und er waren wie gesagt noch relativ jung und sprunghaft. Da kommt es zu Fehlern.´


Jetzt seid ihr 17 und 20. Das ist relativ alt. ;)

Aber ein gut gemeinter Rat:
Lass ihn die zwei Jahre Militär machen. Das ist hart, aber da müssen eben (fast) alle mal durch.
In Korea sind Militärdienstverweigerer gesellschaftlich nicht akzeptiert. Ich würde es ihm und seiner Familie nicht antun. Und wie Orosee schon gesagt hat, am Ende bist Du die Böse.
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InZain #22
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Aber das wären dann noch 2 Jahre die euch komplett verloren gehen ... hmm...
Ich würde es auch machen, zumal es mir nicht so vor kommt, dass die Familie die ganze sache im allgemeinen gut findet^^

Und er ist schließlich auf die Familie angewiesen, schon alleine auf das Geld.

Ganz heißes Pflaster!

Zum Glück sind meine Freundin und ich schon "Steinalt", nach eurer definition :P
Timomo #23
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Militärdienst stinkt, aber eine härtere Prüfung gibt es nicht, ich habe auch eine Fernbeziehungszeit hinter mir und die hat uns sehr gestärkt, auch wenn die Umstände andere waren, aber die Entfernung bleibt das größte Problem...
Laurakim #24
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In reply to post #21
Hahah :-D
Aber was ich mit Jung ansprechen wollte ist dass ich noch keine richtigen Zukunftpläne hatte (Job etc.) und er auch nicht wirklich und jetzt mit dem "Alter" man herausfindet dass das Leben kein Wunschkonzert ist und es überall auf der Welt Ausbildungsplätze gibt (Vor allem nicht in Australien wo man viel Geld vorlegen muss).
Laurakim #25
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In reply to post #23
Quote by Timomo:
Militärdienst stinkt, aber eine härtere Prüfung gibt es nicht, ich habe auch eine Fernbeziehungszeit hinter mir und die hat uns sehr gestärkt, auch wenn die Umstände andere waren, aber die Entfernung bleibt das größte Problem...

Wie lange wart ihr voneinander getrennt und wie sieht es denn jetzt aus?
JayD #26
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Ich hatte zwei Fernbeziehungen.Erste in Deutschland als ich um die 20 war und angefsngen habe zu studieren...war 5 Jahre zusammen davon 2 ,5 als Fernbeziehung....hat dann nicht mehr funktioniert. Wenn man studiert und jung ist und soviel unternimmt ist es schwer eine solche Beziehung aufrechtzuerhalten, da beide Partner sich noch entwickeln meinerwachsenwerden Prozess war da noch im vollen Gange ( ist er vll sogar heute noch)...:-D...Nunja dann hatte ich mit meiner koreanischen Frau mehr als 1 Jahr eine interkontinentale Fernbeziehung...ging erstaunlich gut, da wir uns einig waren, dass wir zusammen ziehen wenn ich meine Studium fertig habe ( damals noch 1 Jahr Restzeit). Mittlerweile leben wir seit einigen Jahren in Deutschland und haben einen Sohn, aber nächsten Monat geht es für unbestimmte Zeit mal nach Korea. Man sollte wie immer eine Balance finden aus gewissem Egoismus und auf den anderen zugehen, wenn das passt hat es auch eine Zukunft so ist meine Erfahrung. Nursing macht er gerade? Dann muss er also noch ein weiteres komplettes Studium absolvieren um Arzt zu werden oder? Tja ich wünsch euch alles Gute würde aber den Militärdienst an seiner Stelle auch rasch hinter mich bringen
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Chung-Chi #27
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In reply to post ID 58174
Quote by Flo-ohne-h:
2. Zumindest bei uns war es so, daß ich als Vater aus hygienischen Gründen meine Tochter nur nach Desinfektion in Chirurgenkleidung sehen durfte und auch nur das 10 min pro Tag. Ich bin dagegen gewaltig auf die Barrikaden gegangen und habe mich mit der gesamten Klinikleitung angelegt und gewonnen.

Das kommt ganz auf das Krankenhaus an - auch in Korea gibt es Muetterstationen mit "rooming-in" (d.h. die Kinder bleiben die ganze Zeit, auch nachts, mit auf dem Zimmer der Mutter). Solche Krankenhaeuser sind aber sicherlich eher die Ausnahme. In aller Regel ist es so, dass das Kind die meiste Zeit mit den anderen Babies in einem Zimmer ist und man es sich tagsueber dann immer auf das Zimmer hohlen kann (bzw. es wird einem von den Schwestern gebracht, wenn es Hunger hat.) Dadurch hat auch der Vater unbegrenzten Zugang zum Kind.

Und 10 min. ist ja wirklich extrem ... im Severance Krankenhaus in Seoul z.B. darf man sogar auf der Neo-Intensiv 2x am Tag fuer jeweils 20 min. zu seinem Kind.
Flo-ohne-h (Moderator) #28
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Quote by Chung-Chi:
Das kommt ganz auf das Krankenhaus an - auch in Korea gibt es Muetterstationen mit "rooming-in" (d.h. die Kinder bleiben die ganze Zeit, auch nachts, mit auf dem Zimmer der Mutter). Solche Krankenhaeuser sind aber sicherlich eher die Ausnahme. In aller Regel ist es so, dass das Kind die meiste Zeit mit den anderen Babies in einem Zimmer ist und man es sich tagsueber dann immer auf das Zimmer hohlen kann (bzw. es wird einem von den Schwestern gebracht, wenn es Hunger hat.) Dadurch hat auch der Vater unbegrenzten Zugang zum Kind.

Das war bei uns damals gerade nicht der Fall. Die Babys durften das Babyzimmer nicht verlassen, außer zum Stillen und für die 10-min Besuche.

Quote by Chung-Chi:
Und 10 min. ist ja wirklich extrem ... im Severance Krankenhaus in Seoul z.B. darf man sogar auf der Neo-Intensiv 2x am Tag fuer jeweils 20 min. zu seinem Kind.

Genau deshalb habe ich mich auch ganz gewaltig mit der Krankenhausleitung angelegt.
Laurakim #29
Member since Oct 2014 · 10 posts
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In reply to post #26
Quote by JayD:
Ich hatte zwei Fernbeziehungen.Erste in Deutschland als ich um die 20 war und angefsngen habe zu studieren...war 5 Jahre zusammen davon 2 ,5 als Fernbeziehung....hat dann nicht mehr funktioniert. Wenn man studiert und jung ist und soviel unternimmt ist es schwer eine solche Beziehung aufrechtzuerhalten, da beide Partner sich noch entwickeln meinerwachsenwerden Prozess war da noch im vollen Gange ( ist er vll sogar heute noch)...:-D...Nunja dann hatte ich mit meiner koreanischen Frau mehr als 1 Jahr eine interkontinentale Fernbeziehung...ging erstaunlich gut, da wir uns einig waren, dass wir zusammen ziehen wenn ich meine Studium fertig habe ( damals noch 1 Jahr Restzeit). Mittlerweile leben wir seit einigen Jahren in Deutschland und haben einen Sohn, aber nächsten Monat geht es für unbestimmte Zeit mal nach Korea. Man sollte wie immer eine Balance finden aus gewissem Egoismus und auf den anderen zugehen, wenn das passt hat es auch eine Zukunft so ist meine Erfahrung. Nursing macht er gerade? Dann muss er also noch ein weiteres komplettes Studium absolvieren um Arzt zu werden oder? Tja ich wünsch euch alles Gute würde aber den Militärdienst an seiner Stelle auch rasch hinter mich bringen

Dass ist schön dass es bei euch so gut ausgegangen ist :-) hört sich nach einer schönen Beziehung an.
Und ja, zur Zeit nursing und er will Arzt werden. Dass ist sein Traumziel.
Laurakim #30
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Ich wollte nochmal ein kurzes Update bringen. Wir haben uns mittlerweile darauf geeinigt dass ich meine Ausbildung als Krankenschwester fertig mache (leider müssen wir 3 Jahre warten, aber es geht nicht anders), und dann ebenfalls nach Australien auswandere. Er hat mich diesen Winter besucht und wir haben alles abgesprochen :-)
Danke nochmals für alle Antworten und die Hilfe.

Mit lieben Grüßen von Laura
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