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Frage zu Korea
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LeaSehun #1
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Subject: Frage zu Korea
Hallo! Ich bin neu hier und kenne mich deshalb gar nicht aus :)
Ich habe schon öfter in Korea Leute gesehen die Mundschutzmasken aufhatten. Z.B. wie diese:
http://www.ebay.com/itm/Health-Cycling-Motor-Anti-Dust-Cot… ( oder mit Motiven drauf, ziemlich cool!!! )
Ziehen die sowas nur am Flughafen an ( Wegen Krankheiten ) Oder weil sie selber Krank sind und andere nicht anstecken wollen? Oder einen anderen Grund?
Falls der Grund ' Weil sie selber Krank sind ' auch zutrifft wäre meine Frage dazu: Wie findet ihr es wenn Leute in Deutschland etc sowas anziehen würden? Oder was würdet ihr denken wenn ihr Deutsche so sehen würdet?
LG LeaSehun :)
Christian1989 (Former member) #2
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Du hättest die Leute doch fragen können.

Hätte ich aber auch tun können, mich hat es aber nicht so interessiert. Warum denn am Flughafen? Die werden doch überall getragen. Größtenteils vermutlich weil sie selber krank sind und nicht alles noch schlimmer machen wollen durch die Luftverschmutzung. Mitmenschen zu schützen spielt da wohl weniger eine Rolle.

In Deutschland ist sowas überflüssig. Wenn jemand ein wirklich schlechtes und in einer Großstadt lebt, kann die Person ja auch so eine Maske tragen. Aber normalerweise braucht man das nicht. Deutschland hat ja außer Rhein-Main und Ruhrpott keinen richtigen Ballungsraum. Ein Großteil der deutsch Städte liegt zwar überhalb des Feinstaubgrenzwerts der WHO, aber das steckt man normal problemlos weg. Aber Wolfsburg ist sehr sauber und auf dem Lande ist die Luft auch weit unter dem Grenzwert.

In Seoul ist jedenfalls die Feinstaubbelastung etwa dreimal so hoch wie in den meisten deutschen Städten: http://aqicn.org/map/
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Nomou #3
User title: Koi
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Habe gerade mal kurz gegoogelt, weil ich das selber auch interessant finde, und bin auf diesen (koreanischen) Blog gestoßen: http://sayaka.tistory.com/489
Ich weiß jetzt nicht, ob du Koreanisch kannst?

Kurz zusammengefasst beschwert er oder sie sich, dass Koreaner so selten eine Maske tragen, wenn sie erkältet sind, und stattdessen ihren Rotz feucht-fröhlich in der gesamten Umgebung verteilen, während es in Japan selbstverständlich sei, mit einer Maske rauszugehen, wenn man erkältet ist. Das kann ich übrigens bestätigen, vor allem die mittelalterlichen Männer (=ajuhssis) niesen wirklich in alle Himmelsrichtungen - nicht sehr angenehm. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass in der U-Bahn Kampagnen laufen, wie man richtig niest: In die Armbeuge, was meines Wissens auch in Deutschland empfohlen wird. Dass solche Kampagnen laufen, ist meines Erachtens ein Indikator, dass das ein größeres hygienisches Problem ist. Naja zurück zu den Masken..

Ich habe auch mal Koreaner dazu gefragt und normal war die Antwort, dass die Masken getragen werden, wenn man selbst krank ist und andere nicht anstecken will. Oft sieht man aber auch z.B. Motorroller-Lieferanten Masken tragen, bei denen vermutlich der eigene Schutz vor Abgasen etc. im Vordergrund steht.
itzi #4
User title: veni, vidi, itzi, witzig
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Die Feinstaubbelastung auf dem Lande ist oft auch sehr hoch. Diese ganzen kleinen Kamine, die sich die Leute nun wieder standardmäßig in die deutschen Eigentums-Doppelhaushälften bauen, blasen richtig ordentlich. Da kommt schon in 'nem Hunderteinwohnerkaff was zusammen und wieder ein Tag mehr an dem die Feinstaubbelastung zu hoch war...


Manche sind auch allergisch. Jedenfalls die, Asiatinnen, die ich kenne geben dies vor aus diesem Grunde mit einem solchen Ding in doch recht beschaulichen Städtchen rumzulaufen - bei Regenwetter  ;-)  

Manche haben auch irgendwelche Komplexe mit unreiner Haut, der Nase oder fühlen sich einfach mal 'nen Tag hässlich. Wurde mir jedenfalls so erzählt.

Morgens haben viele Asiatinnen 'nen recht aufgequollenes Gesicht und Augen, denen man den Schlaf noch ansieht. Die ziehen dann so'n Ding auf, bis sie sich wieder "schön" fühlen bzw. bis zur Schule, Uni, Arbeit o.ä., wo man so'n Ding abzunehmen hat. Wurde mir auch so erzählt. 

Manche tragen so ein Ding auch, um noch besser in den ganzen Menschenmassen einer asiatischen Metropole untertauchen zu können bzw. weniger aufzufallen oder um eben aufzufallen.

Diese Masken gibt's ja nicht nur im Chirurgenlook oder Old-China-Style mit weißem Stofftuch, sondern auch mit irgendwelchen Motiven.

Manche Teenager finden das ganz toll mit so 'nem Ding rumzulaufen und sich dahinter zu "verstecken".

Generell scheint's aber schon so zu sein, dass man in asiatischen Großstädten viel größere Angst vor Krankheiten hat, als dies in den europäischen Metropolen wie Moskau, Istanbul, London, St. Petersburg und Berlin der Fall ist.
Das ist eine mehr oder weniger berechtigte Angst, die man nur schwer mit weit verbreiteten Ängsten in Europa vergleichen kann.
Nicht nur bezogen auf die Luftverschmutzung und Gefahren in diesem Zusammenhang. Auch in Rom kann man sich ja gut einen abhusten und die Stadt ist so groß wie ein Fingerhut Seouls.

Die "German Angst" ist was anderes, die große Angst vor Inflation in Deutschland, die Angst vor dem Wasser im Hamburger Raum oder in den Niederlanden, die regelrechte Empörung vieler über Google Street View oder Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche [kann mich noch dran erinnern, wie ich als Kind mal im Auto saß und wir gerade aus den NL zurück nach D fuhren und durch so Chemie fahren mussten und mich der Zöllner gefragt hat, ob wir ein Schaf im Kofferraum haben - das war kein guter Kinderhumor, mein kleiner Bruder hat da gerade mit 'nem Schaf neben mir gekuschelt^^], BSE [jedes Rinderhirn wird getestet bis heute, das kostet Millionen und es wird praktisch nie mal ein Rind positiv getestet] und Vogelgrippe...
This post was edited on 2014-09-27, 00:05 by itzi.
phalanx #5
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Der Hauptgrund ist wohl bei eigener Krankheit andere nicht anzustecken.
Timomo #6
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Irgendwo war es auch mal Kult, mit Plfastern im Gesicht rumzulaufen, oder mit Mullbinden um den Hals oder mit Augenklappen (also heutzutage) und und und... Sowas setzt sich eben durch, wenn es mal dringlich war und ohne "Zweck" wird es halt ein Modeartikel, der die Zusammengehörigkeit aus der "Gefahrenzeit" symbolisiert... Hab das in Korea auch mal mit so Fingerkuppen gesehen, weiß aber nicht mehr, was dem vorausging, wunder mich aber über nix mehr :)
fromGtoK #7
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Ich weiche mal etwas von den Masken ab :
Wo ich hier den Begriff "Feinstaubbelastung" lese : Wie ist es eigentlich in Korea , speziell Ballungs-Zentrum Seoul , mit diesem Problem ? Sind bei dieser Menge an PKW Themen wie Katalysator oder Umweltschutz eigentlich ein Thema oder ist das Interesse eher gering ?
Präsidentin Bag GeunHye hat ja letztens bei einer Klima-Konferenz viele rührende Worte über die Wichtigkeit unseres einzigartigen Planeten gefunden aber ist Umweltschutz wirklich ein Thema in Korea wo doch andererseits ein Förderprogramm existieren soll das besagt das bis zum Jahre 2020 der Verkauf Koreanischer AKW ins Ausland  vervielfacht werden soll !?
Zusätzlich will Korea 2014 auch mehrere neue AKW im eigenen Land bauen.

Mich interessiert mal wie diese Themen in den Medien oder unter Jugendlichen diskutiert werden  :nuts:
Christian1989 (Former member) #8
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Quote by fromGtoK:
Präsidentin Bag GeunHye hat ja letztens bei einer Klima-Konferenz viele rührende Worte über die Wichtigkeit unseres einzigartigen Planeten gefunden aber ist Umweltschutz wirklich ein Thema in Korea wo doch andererseits ein Förderprogramm existieren soll das besagt das bis zum Jahre 2020 der Verkauf Koreanischer AKW ins Ausland  vervielfacht werden soll !?
Zusätzlich will Korea 2014 auch mehrere neue AKW im eigenen Land bauen.

Atomkraftwerke sind ja auch gut für das Klima im Gegensatz zu Kohlekraftwerken etc. und zudem sehr effizient. Deutschland war ja sehr lange der größte "Exporteur" von AKWs in der Welt. Aber dann kamen auf einmal diese Ökos und haben eine ganze Industrie zersteurt in der Deutschland führend war. Jetzt haben die Koreaner und Franzosen diese lukrative Branche übernommen... :/ Lieber beiß ich mal in den Atompilz als das mich der teure Strom noch ärmer macht als ich jetzt schon bin...

Und ja, auch in Korea gibt es Atomkraftgegner. Gleichzeitig ist Korea aber auch noch technikbegeistert wie es Deutschland auch mal war. Da hat man nicht so viel Angst. Das Atomkraft natürlich nicht die Zukunft ist, ist auch klar. Korea engagiert sich ja auch in dem Kooperationsprojekt der Nuklearfusion zusammen mit der EU, Indien, Japan, China, Russland, und den USA. Wenn alles gut geht, können wir ab 2030 beginnen, Fusionsreaktoren zu bauen und dann brechen paradiesische Zeiten an. :)
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Chung-Chi #9
Member since Jul 2005 · 658 posts · Location: 서울
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In reply to post #7
Quote by fromGtoK:
Ich weiche mal etwas von den Masken ab :
Wo ich hier den Begriff "Feinstaubbelastung" lese : Wie ist es eigentlich in Korea , speziell Ballungs-Zentrum Seoul , mit diesem Problem ? Sind bei dieser Menge an PKW Themen wie Katalysator oder Umweltschutz eigentlich ein Thema oder ist das Interesse eher gering ?

Es gibt einen SMS-Service fuer Seoul der einem bei erhoehten Ozonwerten, hoher Feinstaubbelastung oder wenn der gelbe Sand aus China kommt eine Warnung sowie dann spaeter eine Entwarnung schickt. Kommt eine Feinstaubwarnung, traegt so gut wie niemand auf der Strasse eine Maske. Bei dem gelben Sand aus China sieht das schon etwas anders aus, da tragen sehr viele Leute eine Maske. Aber der ist ja auch wirklich unangenehm; vom Feinstaub merkt man so direkt eher nichts.

Natuerlich gibt es Umweltschutzgruppen in Korea und sogar eine gruene Partei. Aber es hat sicherlich (noch) lange nicht den Stellenwert wie in Deutschland.

Es gibt sicherlich vorallem verschiedene Anstrengungen, etwas weniger Energie zu verschwenden. z.B. gibt es "Energiespar-Appartments" die die Bewohner speziell dazu auffordern, Energie zu sparen und wo alle Steckdosen mit An- und Ausschaltern versehen sind. Oder es gibt Regelungen fuer oeffentliche Gebaeude, wie stark die Klimaanlage benutzt werden darf etc.
Muelltrennung gibt es auch. Und wenn man in den grossen Supermaerkten (Emart, homeplus etc.) eine Plastiktuete will, verkaufen die einem einen Muellsack von dem Bezirk, indem der Supermarkt sich befindet. Muellsaecke sind auch relativ teuer in Korea, da sind die Gebuehren fuer die Muellentsorgung schon mit drauf. In kleineren Geschaeften sind die Verkaeufer in der Regel aber eher erstaunt, wenn man keine Plastiktuete haben will.
JayD #10
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Ich denke 2030 ist sehr optimistisch bzgl. Fusionsreaktoren. Man sollte erstmal in einem der derzeit laufenden Großprojekte die kontrollierte Fusion darstellen und die hierzu verwendeten Methoden sind ja auch noch relativ weit weg um überhaupt an eine kommerzielle Nutzung zu denken z.B. ultrapräzise Lserstrahlfokussierung und Einbringen in nahezu perfekt abgestimmte magnetische Felder.
Flo-ohne-h (Moderator) #11
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In reply to post #9
Quote by Chung-Chi on 2014-10-01, 05:28:
Oder es gibt Regelungen fuer oeffentliche Gebaeude, wie stark die Klimaanlage benutzt werden darf etc.

ja, diese Regelungen sind ganz toll!

Wenn man im Winter die Heizung pulst, d.h. um 8:00 ist es 15°C, dann kommt der Heizpuls um 9:15 und es wird 32°C im Büro oder Hörsaal, danach geht's wieder bis auf 15°C um 12:00 bis der nächste Heizpuls kommt.

Im Sommer wurde bei mir im Labor die Klimaanlage immer wieder zentral abgeschaltet, weil man Geld sparen will. Das Argument, daß die Luftfeuchtigkeit meine Maschinen zerstören kann (kein Witz!) und der Schaden dann so groß ist, daß man damit den Strom der Klimaanlage für die nächsten 50 Jahre bezahlen könnte, hat keinen geschert.

Wenn man die Gebäude ordentlich bauen würde, d.h. mit Doppelverglasung und ohne Alurahmen und Schiebefenstern, könnte man auch tatsächlich Strom sparen. Daß es auch relativ viel Energieverluste gibt, wenn man die Außentüren offen läßt scheint auch niemandem aufgefallen zu sein.

Nebenbei bemerkt habe ich bisher nicht verstanden
1. warum man gerne mit Strom heizt
2. warum die Temperatur dann im Winter 30°C oder mehr sein muß
3. warum viele Koreaner bei 30°C die Winteranoraks nicht ausziehen.

Gleiches gilt übrigens auch für Japaner.

Und wenn man in den grossen Supermaerkten (Emart, homeplus etc.) eine Plastiktuete will, verkaufen die einem einen Muellsack von dem Bezirk, indem der Supermarkt sich befindet.

In Jeonju wurde es verboten die Mülltüten in großen Supermärkten zu verkaufen, um die kleinen Geschäfte zu schützen. Naja, dann habe ich immer im kleinen Tante Emma Laden nur die Mülltüten gekauft (gleich immer einen Vorrat für 6 Monate) und den Rest im großen Supermarkt (Angebot von ersteren war entweder deutlich teurer oder habe ich einfach nicht gebraucht, letztere hatten zumindes 90% der Dinge, die ich gesucht habe).
Timomo #12
Member since Sep 2014 · 10 posts · Location: Mainz
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In reply to post #8
Atomkraftwerke sind ja auch gut für das Klima im Gegensatz zu Kohlekraftwerken etc. und zudem sehr effizient. Deutschland war ja sehr lange der größte "Exporteur" von AKWs in der Welt. Aber dann kamen auf einmal diese Ökos und haben eine ganze Industrie zersteurt in der Deutschland führend war. Jetzt haben die Koreaner und Franzosen diese lukrative Branche übernommen... :/ Lieber beiß ich mal in den Atompilz als das mich der teure Strom noch ärmer macht als ich jetzt schon bin...

Und ja, auch in Korea gibt es Atomkraftgegner. Gleichzeitig ist Korea aber auch noch technikbegeistert wie es Deutschland auch mal war. Da hat man nicht so viel Angst. Das Atomkraft natürlich nicht die Zukunft ist, ist auch klar. Korea engagiert sich ja auch in dem Kooperationsprojekt der Nuklearfusion zusammen mit der EU, Indien, Japan, China, Russland, und den USA. Wenn alles gut geht, können wir ab 2030 beginnen, Fusionsreaktoren zu bauen und dann brechen paradiesische Zeiten an. :)

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So ein Quark, erzähle das mal den Japanern aus Fukushima. Fakt ist, das du statt Klima "Umwelt" schreiben solltest, denn Co2 ist auch ohne Kraftwerke aller Art in allen Klimabestandteilen drin. Und ohne den Staat hätte es niemals Atomkraftwerke geben können, es ist ein reines Restprodukt der Bomben gewesen. Diese Gefahr ist nicht beherrschbar. Und die Kosten auch nicht. Und die Endlagerung... ohja stimmt die ist voll umweltfreundlich, radioaktive Stoffe sind der Bringer für die Umwelt *Augen Roll.
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