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Arbeiten als Ingenieur In Korea
Verfahrenstechnik
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t.schluepmann #1
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Subject: Arbeiten als Ingenieur In Korea
Hallo,

da ich bei meinem letzten Anliegen hier sehr große Hilfe bekommen habe, möchte ich es nochmal auf diesem Weg versuchen:
Ich stehe kurz vor meinem Abschluss an der Uni (Diplom) und habe nun ein paar Möglichkeiten zu Auswahl für meinen weiteren Werdegang. Allerdings ist mein übergeordnetes Ziel für ein paar Jahre als Ingenieur in Korea zu arbeiten. Da ich wohl aber als Absolvent keine große Chancen habe bei einem deutschen, amerikanischen oder sonst nicht-koreanischen Unternehmen in Korea eingestellt zu werden, ist meine Frage jetzt, was der beste Plan ist um das Ziel zu realisieren: Derzeit schreibe ich meine Diplomarbeit bei einem Start-Up und kann da auch in weiteren drei Jahre einen Doktor machen. Oder aber ich arbeite für das Unternehmen als normaler Angestellter in der Technik. Oder ich suche mir einen Job bei einem anderen, größeren und internationaleren Unternehmen.

Kurze Info: Ein koreanisches Unternehmen in Korea kommt nicht in Frage, da mir schon zu viel schlechtes über Arbeitsbedingungen und Bezahlung näher gelegt wurde. Auch kenne ich Korea aus eigener Erfahrung, so dass ich einen grundlegenden Eindruck des Landes habe und kein verträumter K-Pop-Fan bin... Es geht einfach darum, dass meine koreanische Freundin gerade für zwei Jahre in Deutschland studiert und ich es an sich unangebracht finde, mich im Gegenzug mit dem Thema Arbeiten in Korea nicht auseinanderzusetzen.

Hat jemand mit dem Thema schon Erfahrung gemacht und könnte mir einen Tipp, welche der oben genannten Möglichkeiten die sinnvollste wäre?
Danke!
mal #2
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ingenieurjobs in korea gibt es sicher einige aber meist sid das senior positions da die firmen sich so know-how einkaufen. Anfänger hat korea selbst genug denke ich und die können all fließend koreanisch ;)

Wahrscheinlih besser erst mal 3-5 jahre in D zu arbeiten und dann zu schauen wie es in Korea aussieht.


PS: 3 Jahre für nen Dr.Ing. ist schon sehr sportlich aber nicht unmöglich...ich weiß worüber ich spreche...denn macht man übrigens nicht in einer Firma sondern an einer Uni
                                                                       
t.schluepmann #3
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Erstmal danke für die Antwort.

Natürlich schreibt man die Diss. an der Uni. Wenn man seinen Prof. an der Uni allerdings nur einmal im Jahr sieht und den Rest der Zeit im Unternehmen verbringt, würde ich allerdings trotzdem behaupten, dass ich die Diss. in der Firma schreibe. Zusätzlich hat man keinen Lehrauftrag etc, so dass für meinen Chef, Kollegen und mir 3 Jahre als realistisch erscheinen. Die Frage die sich stellt ist aber, ob das für das Ziel in Korea zu arbeiten überhaupt sinnvoll ist? Ich meine: erhöht ein Dr.Ing. Titel direkt nach Abgabe der Diss  (denn länger will ich nicht warten) die Chancen auf eine Einstellung? Oder sind die Chancen einen Job zu finden höher, wenn man 2 bis 3 Jahre normale Berufserfahrung in einem bestimmten Feld aufweist?

Ich würde gerne die nächsten Jahre effizient dafür nutzen, mich für einen Auslandsaufenthalt zu qualifizieren.

Die Frage, ob koreanische Sprachkompetenzen nötig sind, stellt sich mir gar nicht, da ich weiß, dass man ohne Koreanisch im Zuge eines längeren Aufenthalts aufgeschmissen ist. Vor allem wenn man davon ausgehen muss, dass eine Einstellung in der Verfahrenstechnik sehr wahrscheinlich bedeutet, dass man nicht in Seoul-City arbeitet :)

Grüße
mal #4
Member since Mar 2009 · 296 posts · Location: Bochum
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die Stellen die ich bisher gesehen habe waren alle für Leute mit Erfahrung (3+ eher 5+Jahre). Denke mal Berufserfahrung ist wichtiger als der Dr. zumindest in der Industrie.
Nach dem Studium war ich auch in einer ähnlichen Situation wie du und habe nix für ausländische Absolventen in Korea gefunden. Soll nicht heißen das es für dich nicht klappt, aber besser mehrgleisig fahren und dann sehen welche möglichkeiten sich bieten.
Es gibt ja auch die möglichkeit in korea zu promovieren (z.B. NRF-Stipendium mit einjähriger Sprachausbildung)...nur ist es sicher schlechter bezahlt als in D. (zumindest für Ing. gibt es ja in der Regel ganze Stellen als Doktorand)
                                                                       
JayD #5
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Es gibt auch Möglichkeiten direkt als Absolvent zu arbeiten, aber das ist wie die Nadel im Heuhaufen finden!

Hier ist eine Nadel:
http://www.stepstone.de/stellenangebote--Versuch…?cid=ms…

Es ist schwer zu sagen, in der Regel ist es einfacher für dich bei einer deutschen Firma in Korea anzufangen mit Berufserfahrung, besonders auf dem Gebiet welches in Korea dann gesucht wird. Ich bin selbst bei einer der größten Firmen in Deutschland und mache derzeit meine Promotion (Chemie/Physik) und selbst da gilt das Anfänger (auch die Leute die gerade ihren Phd gemacht haben) nur selten sofort ins Ausland kommen. Es ist eher so, dass man das oft selbst anschieben muss am besten wenn man 1-2 Jahre nach der Promotion im Betrieb gearbeitet hat.

Dein Glück ist, dass Korea/China oftmal nicht soo beliebt sind wie z.B USA/Kanada sprich manchmal finden die Unternehmen einfach kaum einen der hingehen will und genau in diesen Momenten ergibt sich dann auch als Absolvent die Möglichkeit.


Aber prinzipiell würde ich mir erstmal die Firmenliste bei der Deutschen Industrie und Handelskammer in Korea schicken lassen per Mail und dann die Liste durchgehen und mir anschauen welche Unternehmen hätten vll Verwendung für mich und dann einfach anschreiben (Initativbewerbungen vorbereiten etc.)


Das dich da wirklich einer bracht und will das du kommst direkt nach einem Abschluss kann man nicht erwarten,dass gilt vll für Leute die 10-20 Jahre arbeiten und dann schon Manager aufgaben (Projektleitung) übernehmen sollen.

Ich bin gespannt und halt mich auf dem laufenden, ob du was kriegst:-)....In 1 Jahr nach meiner Promotion werd ich es vll auch mal antesten, ob was möglich ist:D
Flo-ohne-h (Moderator) #6
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In reply to post #1
Quote by t.schluepmann:
Hat jemand mit dem Thema schon Erfahrung gemacht und könnte mir einen Tipp, welche der oben genannten Möglichkeiten die sinnvollste wäre?

Hallo Torben,

meine Erfahrung mit koreanischen Firmen ist, daß der Doktor die Eintrittskarte ins obere Management ist zumindest für Koreaner. Meine Kooperationspartner sind alle promoviert und haben fast nur unpromovierte unter sich.

Bei Ausländern glaube ich nicht, daß es da so sehr darauf ankommt. Man ist eher an Wissenseinkauf interessiert. Da man sich aber unter Kollegen mit Titel anreded (김박사 o.ä.) ist klar, daß ein akademischer Titel nicht gerade karriereschädlich ist.

Doktorarbeit in 3 Jahren ist in D sehr schwierig. Ich war in meinem Institut mit 3 J. 9 Monaten der schnellste.

Gezielt etwas in K zu finden, ist wie bereits gesagt schwer, da die meisten Firmen lieber auf heimische Führungskräfte setzen und als Laborant willst Du nicht arbeiten. Sprachlich wirst Du ohne Koreanisch nur schwer auskommen. Man kann in etwa sagen, daß selbst internationalen Firmen (Jointventures zwischen K und int. Firmen) nur wenige Nichtpromovierte (PR-Leute ausgenommen) Englisch sprechen. Da man in K sehr viel informell regelt, wird das meiste an Dir vorbeilaufen, wenn Du nicht halbwegs den Flurfunk mithören kannst.

Bei internationalen Firmen mag es etwas besser sein; Du mußt aber trotzdem davon ausgehen, daß außer der Chefebene 95% Koreaner sind. Zumindest war es bei den dt. Firmen, die ich in China im Lauf der Jahre besichtigt habe immer so (Chef deutsch; rechte Hand vom Chef Chinese, der perfekt Deutsch spricht; Rest kann Englisch und Deutsch nur sehr bedingt).

Generell würde ich mir folgendes überlegen: Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Doppelkarrieren (d.h. daß Deine Freundin und Du am gleichen Ort eine gute Arbeit finden) schwierig sind, wenn man nicht mehrere Jahre eine interkontinentale Fernbeziehung führen will. In einem Land die Zelte abzubrechen und in einem anderen Land sie wieder aufzustellen kostet eine Riesenmenge Energie, bis das Leben in halbwegs geordneten Bahnen verläuft. Der Umzug nach Korea hat mich ca. 6 Monate an Energie gekostet, bis alles im Lot war.

Man muß ja neben einer ziemlichen Menge an Behördenkram (von der Steuer über Sozialversicherung zum Einwohnermeldeamt) auch noch sein Zeug per Container verschicken bzw. einlagern oder verkaufen. Ich würde mir an Eurer Stelle ernsthaft überlegen, was ihr in 10 Jahren machen wollt und dann max. einen Landeswechsel einplanen. Wichtig ist außerdem, daß Kinder nicht einfach aus einem Schulsystem herausgerissen werden. Als Erwachsene können wir uns anpassen, für Kinder kann ein Umzug der Eltern ein Trauma bedeuten, selbst wenn es nur kurze Distanzen sind. Eine Umstellung, bei denen sich auch noch die meisten sozialen Regeln ändern, ist noch schwieriger.
t.schluepmann #7
Member since Sep 2011 · 29 posts
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Hey,

danke für die schnellen Antworten.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Bei meinem Anliegen geht es nicht um einen dauerhaften Wohnsitzwechsel, sondern mehr um eine befristete Zeit im Ausland um ein wenig Erfahrungen zu sammeln. Bevor ich eine Familie etc gründe bin ich einfach daran interessiert meine Flexibilität zu nutzen. Allerdings will meine Freundin nicht mehr in Korea leben. Da ich nun aber zwei Jahre in Deutschland bleiben "muss", was nie mein Plan war nach meinem Abschluss, wird sie wohl in den sauren Apfel beißen müssen ... mir hat es dort als Ausländer einfach sehr gut gefallen.
Eine deutsche Firma die mich für vielleicht 2 Jahre nach Korea schickt wäre also optimal. An einem Doktortitel bin ich nicht interessiert, solange daraus nicht greifbare Vorteile für dieses Vorhaben entstehen. Wie mir schon öfters nahegelegt wurde, bin ich nicht der Typ für eine akademische Karriere :D

Eine Frage: Rückt die Handelskammer diese Liste der Firmen einfach so raus oder muss man da nachbohren?
korex (Moderator) #8
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Die Mitgliederliste kannst du auch online einsehen.

http://korea.ahk.de/members-korea/members-directory/
tobicitas #9
Member since Aug 2011 · 68 posts
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Vielleicht ist das hier interessant für dich ;)
http://www.heinz-nixdorf-stiftung.de/index.php?id=104

Ich hatte ein Praktikum bei einer deutschen Firma in Korea gemacht und alle deutschen Ingenieure dort hatten zuvor in Deutschland gearbeitet und Erfahrung gesammelt. Wenn dieser Weg auch für dich in Frage kommt solltest du dich bei großen deutschen Unternehmen bewerben welche auch einige Standorte in Korea haben.

Viel Erfolg!
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