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Deutsch-Koreanische Beziehung
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Daniel (Ehemaliges Mitglied) #1
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Betreff: Deutsch-Koreanische Beziehung
Hi,
ich bin seit ca. 2 1/2 Monaten nun als FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) in Indonesien. Dort habe ich in den ersten zwei Monaten eine Koreanerin kennengelernt. Nun ist sie seit fast zwei Wochen wieder zurück in Korea. Ich würde sie nächstes Jahr gerne besuchen können. Und naja, ehrlichgesagt mögen wir uns sehr.

Nun das Problem:
Ihre Eltern sind extrem konservativ. D.h. einen Freund zu haben, der Ausländer ist: Da würden sie in Ohnmacht fallen. Außerdem kommt noch ungünstigerweise hinzu, dass ich drei Jahre jünger bin. (Bin 20, sie ist 23) Das würde ihre Eltern nochmals schocken. Sie hat schon fertig studiert und studiert nun aber nochmal, ich hingegen hab grad mein Abi gemacht und will nach dem FSJ studieren.

Ihr seht also: Nicht so einfach. Aber: Ist es denn überhaupt möglich? Was denkt ihr? Oder sehr ihr es  als möglich an?

Hier sind ja sicher einige, die gerade mit beiden Kulturen (gemeinsam/gemixt) mehr Erfahrung haben und mir vielleicht helfen können bzw. wertvolle Tipps geben können.

Z.B. habe ich von Young-A gelesen, der Deutsch-Koreanerin, was mir zeigte, dass es zumindest schon mal ein Deutsch-Koreanisches Ehepaar geben muss... aber wahrscheinlich nicht unter so krassen Umständen, wie ich sie oben gerade geschildert habe.. :(

Liebe Grüße,
Daniel (다니엘)
jeongeun #2
Mitglied seit 10/2006 · 13 Beiträge
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moin,daniel.
hier ist jeongeun.
ich hab auch einen deutschen freund,der 4 jahre junger als ich. ;-)

meine eltern sind auch..konservativ.hmm...moment..konservativ..vielleicht suche ich anderes wort.
sie möchten nur einen koreaner.da hat ganz einfach grund.
-mit ihm und mit seinen eltern (eltern des schwagers)können sie gut kommunizieren,
umgekehrt..wenn deine freundin nur koreanisch sprechen könnte,wie deine eltern darüber reagiert..

kannst du gut koreanisch? oder können die eltern der freundin gut deutsch,englisch sprechen?
wie sie sich mit dir unterhaten?
ist das konservativ zu tun?

meine cousine heirtete einen deutsche.  ihr mann konnte (kann) nicht koreanisch sprechen,deswegen immer mit ihr..und..nur..lächelt.
naja...(bestimmt war er immer langweilig in korea gewesen..hihi)  :-D
alle wollte mit ihm sprechen aber ......  :-/

also..alle(du,deine seite,sie ihre seite) brauchen bisschen zeit dazu akzeptieren.

und keine sorge..du hast ja große liiiiiiiiiiiiebe.oder.


lg..jeongeun
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iGEL (Administrator) #3
Benutzertitel: 이글
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Moin Daniel, willkommen an Board! ^_^

Ich denke, Jeongeun zeigt einen interessanten Punkt. Du solltest versuchen zu verstehen, warum die Eltern Ausländer ablehnen. Dann kannst du versuchen, Gegenstrategien zu entwickeln. Ich vermute mal, dass sie vor allem Angst haben, dass es dir nicht wirklich ernst ist und du sie später vielleicht einfach sitzen lässt. Außerdem kennen sie sich halt mit unseren Traditionen und Werten nicht aus und betrachten einen ausländischen Freund als Unsicherheitsfaktor. Oder sie fürchten, dass die Kulturunterschiede zu Streit und Missverständnissen führen. Versuche doch mal bei deiner Freundin zu erfahren, was sie für große Hindernisse hält.

Wenn es dir wirklich ernst ist, könntest du zum Beispiel beginnen, Koreanisch zu lernen. Versuche, dich mit der koreanischen Kultur und seinen Umgangsformen auseinanderzusetzen. Vielleicht kannst du ja auch einen Teil deines Studiums in Korea machen. Wenn du dich ernsthaft bemühst, wirst du sicher viele der Ängste der Eltern abbauen, bzw. ihren Ohnmachtsanfall verkürzen können. Nebenbei wird sich sicher auch deine Freundin darüber freuen, wenn du dich verstärkt mit der koreanischen Kultur auseinandersetzt. Ich finde darüber hinaus, dass Korea wirklich interessant ist. :)

Ansonsten wünsche ich euch einfach viel Glück und Durchhaltewillen. Es gibt hier an Board mehrere deutsch-koreanische Paare und mussten sich der Prüfung der nicht immer wohlwollenden Eltern unterziehen. Möglich ist es sicher!

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Dieser Beitrag wurde am 23.11.2006, 16:37 von iGEL verändert.
Daniel (Ehemaliges Mitglied) #4
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Hey, danke ihr beiden!!! Habt mir echt Mut gemacht. Wir sind halt nicht zusammen... aber ich wusste auch nicht, was ich denken soll.

Naja, was man vielleicht noch erwähnen sollte, ist, dass ihre Eltern, sie und auch ich überzeugte Christen sind und da sicher nochmal weitere Aspekte hinzukommen, die bisher nicht genannt/berücksichtigt wurden.

Was mich interessieren würde, was sehr hilfreich wäre:

Wie habt ihr es denn euren koreanischen Eltern gesagt, was hattet ihr befürchtet und wie haben sie dann am Ende drauf reagiert und wie lange haben sie gebraucht um sich abzureagieren, falls sie nicht sehr erfreut waren? Und sind sie traurig und verbittert drüber oder können sie sich mitfreuen? Wie ist die Beziehung zu den Eltern. Und wie ihr Verhalten gegenüber dem Deutschen Ehemann?

Und wie sieht diese Prüfung aus, die man sich als Deutscher den Koreanischen Eltern unterziehen muss? Ich mein gibt es da irgendwas wie Ersteindruck wichtigster Eindruck? Z.B. was kann man ihnen als Willkommensgeschenk aus Deutschland mitbringen? Alles Fragen, die mich interessieren.

Und ja, ich interessiere mich sehr für Korea und deren Kultur, hab mir ausm Inet schon ca. 150 Seiten Sprache lernen (vor allem Alphabet erst mal) und insbesondere Kultur darunter gezogen. Hab in Indonesien selbst schon etliches gelernt und war aufm Thanksgivingday, hab massig Koreanisches Essen gegessen. Ich mag sogar ALLES Koreanische, bis auf eines: Kimchi/Gimchi. (Arg schlimm[in den Augen der koreanischen Eltern], wenn ich das in Korea nicht essen würde?)

So, ich werde wohl erst in ein paar Tagen das nächste mal wieder in Indonesien online sein können, von daher habt ihr genügend Zeit, alle meine Fragen zu beantworten und mir so sehr, sehr viel zu helfen!!!

Ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben, vielen Dank für die herzliche Begrüßung, Admin!!! Und danke für eure langen, hilfreichen und ausführlichen Anworten, ihr wart mir wirklich eine riesen Ermutigung! Danke!!!
bobo #5
Mitglied seit 07/2006 · 21 Beiträge
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hallo.aaaaaaaaaaalso ich bin ja mit einer koreanerin verheiratet und soooo schwer ist alles garnicht.brauchst keine angst haben!das allerwichtigste das du dir immer merken musst ist:RESPEKT!!!!!!!!!!!!!!und zwar vor ihr und ihrer familie-besonders eltern und anderen älteren generationen in der familie.wenn die familie merkt das du es ernst meinst und ihr lange genug zusammen bleibt dann klappt das schon.meistens sind es die koreanischen väter die einfach angst haben das irgendein ausländer ihre tochter benutzt und irgendwann einfach fallen lässt.bleib einfach am ball und behandel dein mädel gut;-)ach ja meine frau ist auch älter-aber nur ein jahr.meine schwiegereltern verhalten sich sehr gut zu mir-nur das sie mich wie ihren eigenen sohn versuchen zu bevormunden.es kann schon vorkommen das meine schwiegermutter mir sagt das ich genug alkohol getrunken habe-obwohl ich erst 3bier hatte:-(aber sie hat auch gelernt das ich deutscher bin-und bevormunden lassen ist nicht so mein ding.

an geschenken kommt ganz gut:für den vater schnaps-und für die mutter eventuell ginsengpralinen.also so hab ich es gemacht.

falls du irgendetwas wissen möchtest-frag.wir helfen gerne-dergio ist auch mit einer koreanerin verheiratet,er lebt glaube ich sogar in korea bei der familie.also du siehst unmöglich ist nix!
Dieser Beitrag wurde am 23.11.2006, 16:27 von bobo verändert.
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iGEL (Administrator) #6
Benutzertitel: 이글
Mitglied seit 01/2005 · 3493 Beiträge · Wohnort: Berlin
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Antwort auf Beitrag #4
Moin!

Was das Gimchi betrifft: Nein, das ist wahrscheinlich nicht tragisch. Außerdem ist es wie mit Sushi oder Zigaretten. Beim ersten mal mag das niemand, aber später kommt man nicht mehr davon los. ;) Darüber hinaus gibt es ja auch viele verschiedene Arten von Gimchi. Es kommt auch nie allein auf den Tisch, sondern als Beilage in einem extra Schälchen, aus dem sich alle bedienen. Daher fällt es vielleicht gar nicht auf, wenn du nur wenig davon isst.

So, genug des Nebenschauplatz, jetzt überlasse ich den Betroffenen das Feld, die können zum eigentlichen Thema sicher viel mehr erzählen. ^_^

Gruß, Johannes
PS: Schön, dass man von euch mal wieder was hört, Bobo & Jeongeun. :)

Edit: Die Antwort von bobo habe ich mal in ein eigenes Thema ausgelagert: http://forum.meet-korea.de/thread/756-PONS-lernen-ueben-Ko…
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Dieser Beitrag wurde am 23.11.2006, 20:06 von iGEL verändert.
FBseoul #7
Mitglied seit 10/2006 · 44 Beiträge
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Der Altersunterschied von 3 Jahren ist heutzutage kein Problem.
Es gab ein Fernsehdrama im 1994, das Name "Ein Haus mit vier Töchtern" (딸부잣집) war. Vom Anfang waren die erste und zweite Töchter bereits verheiratet, und der Mann der zweite Tochter war ein Deutscher. Er konnte Koreanisch gut sprechen und hatte kein Problem, mit seinen Schwiegereltern zu kommunizieren. Am Ende des Dramas die uebrigen 2 Töchter verheirateten sich nach ihrer Liebe mit ihren Freunden. Es war damals ein populäres Fernsehdrama, und der Deutsche wurde berühmt und seitdem hat er ziemlich viel Geld durch Fernsehwerbungen und einige mehre Fernsehdramen verdient.
Ich wünsche dir alles gute und gute Beziehung mit ihren Eltern.
Aber eure Alter(20 und 23) sind noch jung. Ihr habt viele Zeit übrig, um zu denken.
Flo (Gast) #8
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Aus eigener Erfahrung, und da bin ich wohl nicht der Einzige:

Ich habe das Gefuehl, dass viele (vor allem junge) Koreaner nach dem Motto "Aus dem Auge, aus dem Sinn" leben. Selbst zu meinen besten kor. Freunden hier hatte ich kaum Kontakt, als ich in Deutschland war, und wenn, dann meistens von mir ausgehend. Also aufpassen und den Kontakt nicht abbrechen lassen. Wenn sie sich nicht mehr regelmaessig meldet, waere das schon ein sehr schlechtes Zeichen. Und niemand kann mir erzaehlen, dass keine Zeit fuer eine kurze Email oder ein Telefonat ist. Ausserdem ist es hier  scheinbar nicht ueblich, mal Klartext zu reden.Koreaner nennen sowas "die Beziehung natuerlich beenden", also nix sagen, einfach schleifen lassen und sich irgendwann nicht mehr melden...  (Allerdings gilt natuerlich auch hier: Ausnahmen bestaetigen die Regel...) Bei dem ganzen "Networking" hier in Korea ist es sicherlich auch nicht verwunderlich, wenn Einzelne, ausser Reichweite geratene Personen, mal schnell in Vergessenheit geraten. Sollte man im Hinterkopf behalten.

Und noch etwas... Ihr koennt mich gerne korrigieren, aber ich glaube, wenn man in Deutschland (ab einen gewissen Alter) eine feste Beziehung eingeht, ist das Ende recht offen - man spricht zwar nicht unbedingt sofort drueber, aber irgendwie ist ja meist doch die Option/der Gedanke da, dann vielleicht mal eines Tages zu heiraten. Zumindest, dass man auf lange Sicht zusammen bleiben moechte. In Korea wird dagegen oft zwischen Dating und potentiellen Ehepartner unterschieden. Alle Welt (Koreaner) reden ueber heiraten, aber ebenso leicht werden "Dating"-Partner fallengelassen.

Naja, hoffe ich habe dich nicht entmutigt.

Und mit den Eltern... ist glaube ich sehr unterschiedlich. Wenn man es wirklich ernst meint, dann wird schon alles gut gehen. Die Mutter meiner Exfreundin mochte mich sehr gerne, auch wenn sie mir natuerlich anfangs Vortraege ueber ihre Prinzipien (Sex vor der Ehe) gehalten hat... Im Zweifelsfall frag einfach Deine Freundin, wie Du Dich Ihren Eltern gegenueber verhalten solltest, und was Du mitbringen koenntest. (Ich selbst wusste z.B. dass beide Eltern gerne auch mal Alkohol trinken, eine Flasche Deutscher Wein und gute Schokolade kamen daher ganz gut an)

Gruss

Flo
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dergio (Moderator) #9
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Mitglied seit 01/2006 · 1247 Beiträge · Wohnort: Düsseldorf
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Zitat von Flo:
Und noch etwas... Ihr koennt mich gerne korrigieren, aber ich glaube, wenn man in Deutschland (ab einen gewissen Alter) eine feste Beziehung eingeht, ist das Ende recht offen - man spricht zwar nicht unbedingt sofort drueber, aber irgendwie ist ja meist doch die Option/der Gedanke da, dann vielleicht mal eines Tages zu heiraten. Zumindest, dass man auf lange Sicht zusammen bleiben moechte. In Korea wird dagegen oft zwischen Dating und potentiellen Ehepartner unterschieden. Alle Welt (Koreaner) reden ueber heiraten, aber ebenso leicht werden "Dating"-Partner fallengelassen.

Hm,
Deine Sichtweise ueberrascht mich.
Meine Erfahrung ist da etwas anders. Z.B. wenn man in Korea einen Partner den Eltern vorstellt, heisst das schon soviel wie "wir wollen heiraten". Das ist in Deutschland etwas unverbindlicher.

Unverheiratet zusammenzuleben wird allgemein als unmoralisch betrachtet. So wie in Deutschland vor etwa 30 Jahren. Damals nannte man das ja auch "Wilde Ehe".
In Deutschland heiratet laengst nicht mehr jeder. Viele leben einfach so zusammen. Diese Vorstellung loest in Korea grosses Unverstaendnis aus.
Und wie du ja auch schon geschrieben hast: Sex vor der Ehe ist Tabu. Auch fuer einen Grossteil der jungen Menschen.

Ok, Dating heisst noch nichts besonderes. Aber wenn man den Eltern von dem Freund erzaehlt und spaetestens wenn man ihn mit nach Hause bringt ist das schon etwas ziemlich ernstes.
Flo (Gast) #10
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Zitat von dergio:
Hm,
Deine Sichtweise ueberrascht mich.
Meine Erfahrung ist da etwas anders. Z.B. wenn man in Korea einen Partner den Eltern vorstellt, heisst das schon soviel wie "wir wollen heiraten". Das ist in Deutschland etwas unverbindlicher.



In vielen Faellen trifft das sicher zu, aber ich denke auch in Korea haengt es sehr stark von der jeweiligen Familie ab. Ich wurde zunaechst als "Deutscher Brieffreund" vorgestellt,  und habe dann auch spaeter 2 Wochen in der Familie gewohnt... wobei dann auch klar war, dass da mehr als nur Brieffreundschaft ist. Eventuell hat man als Auslaender in dieser Hinsicht auch einen Sonderstatus. So weit ich weiss, hat meine Ex sowie ihr Bruder nie andere (koreaische) Partner nach Hause gebracht. Natuerlich soll es auch Familien geben, bei denen Auslaender unerwuenscht sind, aber die gibt es in Deutschland auch...

Gruss

Hinweis vom Admin: Die Diskussion über Sex vor der Ehe vs. Lovemotels habe ich in dieses Thema ausgegliedert.
Dieser Beitrag wurde am 28.11.2006, 19:38 von iGEL verändert.
der bär (Gast) #11
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Antwort auf Beitrag #9
Hey Flo,
die gleiche erfahrung habe ich auch gemacht-meine koreanische freundin habe ich meinen eltern vorgestellt u ab dem augenblick hat sie nur noch von heirat gesprochen-beängistegend-ich habe dann schluss gemacht weil mir der druck zu stark wurde,aber sie war super
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Lan-Anh #12
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Betreff: Deutsch-Koreanische Beziehung
Annyeong Daniel,

hmmm. Eines kann ich Dir gewiss sagen. Es wird sicherlich nicht einfach. Aber wenn Du dich ins Zeug legst, kann es klappen. Du solltest auf jeden Fall Interesse für die koreanische Kultur und vor allem für die Sprache mitbringen. Das ist sehr wichtig.

Ich sehe da zwei Hürden:

a) Alter
b) Herkunft

Wenn Du Euch keinen unnötigen Stress aussetzen möchtest, dann würde ich empfehlen, dass Ihr die Beziehung vorerst nicht offiziell bekannt gebt (damit meine ich innerhalb Ihrer Familie). Da Sie ihr Studium bereits beendet hat, ist der nächste Schritt die Heirat und die Gründung einer Familie, auch wenn sie noch so jung ist. Das solltet Ihr auf jeden Fall bedenken, vor allem wenn sie nach Korea zurück geht.

Die Koreanische Kultur baut einen enormen Druck auf. Während hier in Europa jeder individuell sein möchte, will dort jeder dem anderen gleichen. Wenn all Ihre Freundinnen heiraten, wird es für sie schwer, die Position als Einzige die noch nicht verheiratet ist weiterhin zu vertreten.

Eine Möglichkeit sich dem Druck zu entziehen wäre natürlich, dass sie unter einem Vorwand nach Deutschland kommt. Aufbaustudium, etc?

Das Du Christ bist, ist ein sehr großer Pluspunkt. Ich bin auch Christin, geh aber eigentlich nicht in die Kirche. Wenn Du mit Ihr gemeinsam in die Kirche gehst, hast Du die halbe Miete schon in der Tasche. Glaube mir!

Die Herkunft ist da eher das kleinere Übel. Du solltest bestimmte Dinge lernen und dich unbedingt der Koreanischen Sprache ermächtigen.
Denk dran: Verbeuge Dich bei der Begrüßung, reiche Dinge wie Becher etc. immer mit zwei Händen. Zeige immer Respekt! Ausserdem solltet Ihr immer in getrennten Zimmern übernachten wenn Ihr irgendwo offiziell zu Besuch seit.

Falls Du studieren möchtest, dann zieh das Studium schnell durch. Das geht. Ich habe damals auch den 'privaten' Ansporn gehabt und habe das Studium unter der Regelstudienzeit beendet.

Viel Glück!

LA

PS: Mein Freund ist Koreaner und lebt in Los Angeles. Ich bin vietnamesischer Abstammung und lebe in Deutschland. Er hat mich jetzt im Februar seiner 'traditionellen' Familie in LA vorgestellt. Ich bin erst die zweite Freundin die er zuhause vorgestellt hat, obwohl er schon einige Freundinnen hatte. Nachdem ich seine Familie kennengelernt habe, weiss ich auch warum. Die Erwartungen sind sehr hoch. Scheinbar treff ich mit meinem Charakter die Vorstellungen seiner Eltern mehr, als seine koreanischen Ex-Freundinnen. Unser Altersunterschied ist auch nicht ohne: immerhin 9 Jahre. Ich bin immer noch ein wenig unsicher, aber ich hoffe, das legt sich mit dem nächsten Besuch. Ich fliege bald nach Seoul und werde dort seine ältere Schwester kennenlernen. Freu mich schon drauf. :-)
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 03.03.2007, 23:46 von Lan-Anh.
Daniel (Ehemaliges Mitglied) #13
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Hi Lan-Ahn!
Danke für deine ausfürliche Antwort.
Sehr ermutigend. Mittlerweile sind ja ein paar Monate vergangen... aber wir sind immer noch in nahezu täglichem Emailkontakt. Sie hat zwar fertig studiert, studiert nun aber noch einmal die nächsten 5 Jahre ab diesem Monat. Ich jedoch werde ab Juli 07 zwischen 6 und 8 Jahre studieren. Aber ich will mir da jetzt noch keine Gedanken darüber machen, was ist, wenn sie fertig studiert hat.

Sollte es klappen, kann ich sie dieses Jahr im August vielleicht besuchen und auch ihre Familie kennen lernen. Aber eben nicht als ihr Freund, sondern ein Emailfreund oder ihr Ex-Englischlehrer oder sowas...

Ich war letzte Woche in Singapur und habe mir da ein paar Bücher zum Koreanisch-Lernen gekauft. Allerdings leider keine CD mit Aussprache.. würde dafür aber gerne von Talknow (Eurotalk) das Programm haben, das habe ich auch für Indonesisch, ist zumindest für die Aussprache dort sehr gut geeignet, wie ich finde.

Was ich aber nicht finden konnte, ist ein Guide für koreanische Kultur. Also kein 400Seiten-Buch, sondern einfach ein Handbuch, das die wichtigsten koreanischen Kultureigenschaften beachtet und das Respekt-System z.B. mal mehr erklärt. Könnt ihr mir da was empfehlen? Das Koreanisch-Buch von Pons will ich mir auch im Juli kaufen, wenn ich wieder in Deutschland bin. Aber so lange hab ich meine englischen Bücher, um Koreanisch zu lernen, besser als nichts.

Liebe Grüße,
Daniel
Hangover #14
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Hey Daniel...

Bezüglich der Buchwahl kann ich dir leider nicht helfen. Über Wiki ist aber ein guter Link zum erlernen der koreanischen Sprache aufgeführt, sind auch Hörbeispiele mit dabei und es gibt ein paar basics über Korea.

http://korean.sogang.ac.kr/

Viel Glück  <_<
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Lan-Anh #15
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Betreff: Buch
Als Einsteiger Sprachlehrbuch kann ich das Buch von John H. Koo (Prof. for Linguistics and Korean der University of Alaska) empfehlen. Es heißt: Let's Speak Korean. Introduction to Conversational Korean. Es ist alt (Ende der 80er Jahre entstanden) und hat auch zwei Kassetten. Ich finde es trotzdem gut aufgebaut. Erschienen ist es im Samji Books Verlag. Der Preis beträgt 18,000 Won.

Für den kulturellen Background kann ich leider kein Buch empfehlen. Mein Tipp: Beobachten und sich mit Koreanern intensiv austauschen und auseinandersetzen.

Viel Glück! Lan-Anh
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