Forum: Übersicht Allgemeines Forum -  자유게시판 RSS
Deutsch-Koreanische Beziehung
Seite:  vorherige  1  2  3  4  5  nächste  
Dieser Werbeblock wird nur bei nicht angemeldeten Gästen gezeigt.
Avatar
iGEL (Administrator) #46
Benutzertitel: 이글
Mitglied seit 01/2005 · 3493 Beiträge · Wohnort: Berlin
Gruppenmitgliedschaften: Administratoren, Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Antwort auf Beitrag ID 12176
Moin!

Gib die Hoffnung nicht auf! Wenn er dich wirklich liebt, wird er zu dir halten. Hat er keine Ideen, wie ihr seine Eltern vielleicht überzeugen könnt? Ich denke, du hast grundsätzlich nichts falsch gemacht (und das mit dem Verbeugen ist bestimmt okay gewesen). Kennen sie dich erst seit 2 Monaten? Wie lange wissen sie von dir? Gib ihnen mehr Zeit, sich mit dir auseinander zu setzen und dich besser kennenzulernen. Sie wollen sicher auch prüfen, wie ernst du und dein Freund es wirklich meinen. Auch zwischen Koreanern ist es nicht ungewöhnlich, dass die Eltern eine Hochzeit zunächst ablehnen und die meisten Deutsch-Koreanischen Paare sind wohl zunächst auf Ablehnung gestossen. Insbesondere, wenn die Kinder noch nicht unbedingt verheiratet sein sollten, lassen sich die Eltern mehr Zeit. In Korea nimmt der Druck ab ca. 30 deutlich zu, zu heiraten. Ab 40 ist es dann meist gar kein Problem mehr, die Eltern zu überzeugen.  :-D

In jedem Fall solltest du mit deinem Freund überlegen, wie ihr weiter vorgeht. Er kennt die Situation wesentlich besser als wir und kennt vor allem auch die Eltern gut. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass für die Schweiz typische Geschenke gut ankommen könnten. Ansonsten würde ich halt wie gesagt versuchen, Koreanisch zu lernen. Du meintest ja sowieso, dass du eventuell nach Korea ziehen würdest, und auch innerhalb einer Beziehung hilft es, wenn man die Sprache des anderen spricht. Ich lerne z. B. auch Koreanisch, obwohl wir erstmal nur in Deutschland wohnen werden und meine Frau sehr gut Deutsch spricht. Aber es macht mir Spaß und ich möchte mich auch gut mit dem koreanischen Teil meiner Familie unterhalten können (die nur zum kleinen Teil Englisch sprechen).

Also: Interesse an Korea, den Eltern und natürlich dem Zukünftigen zeigen und durchhalten! Dann klappt das schon! :)

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
gianola82 #47
Mitglied seit 06/2005 · 105 Beiträge · Wohnort: Zürich
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Hi.

Das Ganze braucht Zeit, viel, viel Zeit. Aber wie ja einige Beispiele hier im Forum zeigen, ist es moeglich, die Hindernisse zu ueberwinden.

Was du beschrieben hast, ist eigentlich ein Paradebeispiel fuer die Haltung Koreanischer Familien ggue. auslaendischen Ehefrauen-/maennern in Spee. Hinzu kommt noch, dass er der Aelteste ist und somit als zukuenftiges Familienoberhaupt eine grosse Verantwortung tragen wird. Trotz allem darfst du die Hoffnung nicht verlieren und musst mit kleinen Schritten die scheinbar grosse Distanz zwischen Dir und Familie zu ueberwinden versuchen. Wie schon gesagt wurde, ist die Sprache ein wichtiger Punkt. Nur schon wenn du dich auf Koreanisch anderen Familienmitgliedern vorstellen kannst oder mitteilen kannst, dass du das Essen vorzueglich findest...Komplimente machst. Damit zeigsts du, dass  du A Interesse an der Kultur hast und B dich nicht so einfach unterkriegen laesst.

Wenn dein Freund Geschwister hat, dann versuch mit Ihnen gut auszukommen, evtl. werden die dann die Eltern bearbeiten (ja das gibts selbst in Koreanischen Familien....). Versuch mal mit der Mutter Roesti zu kochen oder Zueri Gschnetzeltes oder suscht irgendoeppis wo typpisch schwiizerisch isch und guet isch :)

Du darfts dich aber selber nicht zu fest unter Druck setzen. Versuch dich anzupassen, aber behalte auch deine eigene Individualitaet. Toent einfach geb ich zu..weiss aus eigener Erfahrung, dass es so einfach nicht ist. Mein Prozess ist selber noch nicht abgeschlossen, es ist ein Auf und Ab. Aber es geht vorwaerts, wenn ihr wollt und das zeigt.

viel glueck und alles gueti
liaebi gruass
Gianola
www.swisskimchi.blogspot.com
fifi. (Gast) #48
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
hi,
ich weiss, das Durchhalten und die Hoffnung sind das Zentrale. Vor 3 Jahren, als ich das erste Mal in Korea war, stellte mich mein Freund sofort seinen Eltern vor. Damals fasste es sein Vater so auf, dass unsere Beziehung nichts ernstes ist (obwohl es schon ein Jahr so war). Zu jener Zeit gab der Vater aber bereits seine Meinung (Nein!) dazu ab. Mein Freund ging dann nach Amerika und sprach mit seinem Vater nie mehr über die Beziehung, da es immer zu wahnsinnigen Auseinandersetzungen kam, als er davon sprechen wollte. Die Mutter jedoch wusste die ganze Zeit Bescheid. Nun, jetzt, da mein Freund wieder in KOrea ist und ich ihn dort besuchen ging, konfrontierte er seinen Vater plötzlich mit der Tatsache, dass er immer noch mit mir zusammen ist.
Als ich dann dort war, fühlte mich mich sehr unwohl, da ich genau wusste, wie die Eltern denken. Bei einer Familienfeier musste ich sogar auswärts des Hauses übernachten, damit niemand von der Familie davon erfährt. Für meinen Freund war das natürlich sehr schwierig, denn nicht an der Feier teilzunehmen wäre undenkbar gewesen.
Nun, da ich wieder zurück in der Schweiz bin, kann ich betreffend den Eltern keine "Pluspunkte" mehr sammeln. (?) Und wenn ich jetzt so an meine Zeit in KOrea zurück denke, so denke ich oft, hätte ich mir nur mehr Mühe gegeben, um ihnen zu zeigen, wie wichtig mir das Ganze ist.

Und mein Freund und ich sind noch nicht dreissig, also der Druck des Heiratens ist seinerseits noch nicht dermassen stark vorhanden.
Das letzte Mal, als ich in Korea war, bekam ich mit, wie selbstverständlich es sein kann, dass Blinddates von den Eltern organsiert werden, und die Kinder nehmen einfach daran "teil". ich habe auch das Gefühl,dass seine Eltern versuchen, uns auseinanderzubringen,und mir sind die Hände gebunden, da ich soweit weg von ihm bin und nicht mit ihm sprechen kann.
Ich weiss, wie unwohl mein Freund während meines Aufenthaltes in seinem Elternhaus gewesen war und wie enttäuscht er von seinen Eltern über ihre Meinung ist. Es war ihm wahnsinnig unangenehm, mit was ich konfrontiert wurde (die Ablehnung).

Ich weiss, es braucht sehr viel Zeit, man muss dran bleiben,aber manchmal, wenn einer in Korea ist, der andere in der Schweiz, dann braucht es noch doppelt soviel Energie, gemeinsam zu kämpfen.

Hat jemand einen Vorschlag, wie ich aus der Distanz positiven Einfluss auf die Eltern nehmen kann? Und ihnen Respekt zeigen kann?

Für die Eltern ist der Grund der Ablehnung unserer Beziehung ja eindeutig sachlich klar. Sie wollen nicht, dass wir ins Geschwätz der Leute kommen und die Familie soll traditionell weitergeführt werden. Ein Koreaner heiratet keine Ausländerin. Als KOreanerin wäre es anders, denn wenn eine Koreanerin heiratet, gehört sie ja nachher zur familie ihres Mannes. Aber wenn ein Mann eine Ausländerin heiratet, dann hat das eben eine ganz andere Bedeutung. Die Denkweise seiner Eltern ist geprägt, mit was sie aufgewachsen sind. Ich weiss nicht, wie solch eine Meinung umgekrempelt werden kann.

habt ein schönes Wochenende

liebe grüsse, Stef
kueni #49
Mitglied seit 09/2006 · 119 Beiträge · Wohnort: Burgdorf, Schweiz
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
hallo stef!
ich kann mit dir mitfühlen. ich fliege morgen nach korea (bin auch schweizer), und werde einmal den vater meiner freundin fragen, was er tun würde, falls sein sohn eine "ausländerin" als freundin haben würde. ich möchte dir gerne helfen - euer fall ist so, wie ich es zuerst von meinem fall befürchtet habe, aber glücklicherweise nicht so eingetroffen ist.~

euch allen ein schönes wochenende!

kueni
Dieser Beitrag wurde am 30.03.2008, 10:26 von kueni verändert.
fifi. (Gast) #50
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
Hallo Kueni,

ich wünsche dir einen guten Flug und interessanten Aufenthalt in Korea. Ich danke dir für deine Hilfe und bin dann gespannt, was dir ihr Vater anworten wird.

Geniesse das koeranische Essen und die Zeit mit deiner Freundin.

Alles Gute,

lg Stef
kueni. (Gast) #51
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
hallo stef!

vielen dank! heute bin endlich auf den genuss von "schab schab" (keine ahnung wie man das richtig schreibt), einer art koreanisches fondue chinoise, gekommen - war wirklich lecker!

zu deiner situation habe ich erstmal meine freundin befragt. ich war von ihrer ansicht erstaunt. ich fragte sie, wie sie (und ihre ganze familie) reagieren wuerde, wenn ihr einziger bruder eine auslaendische freundin haette und diese heiraten moechte. sie sagte, dass sei unmoeglich... unvorstellbar.. ich entgegnete das sie ja selbst einen auslaender habe als freund.. das scheint allerdings nicht vergleichbar.. gerade bei einem einzigen sohn und namenstraeger, sei es "unmoeglich".. ich bin zwar enttauescht von ihrer antwort, aber ist halt ihre einstellung und wahrscheinlich in korea leider noch ziemlich alltaeglich.
ich werde dennoch ihr vater einmal bei gelegenheit auf das thema ansprechen~ haette lieber bessere news geliefert, aber man sollte ja einige familien nicht pauschalisieren und als gesamthaltung zu diesem thema annehmen.

liebe gruesse aus korea
kueni
Avatar
iGEL (Administrator) #52
Benutzertitel: 이글
Mitglied seit 01/2005 · 3493 Beiträge · Wohnort: Berlin
Gruppenmitgliedschaften: Administratoren, Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Moin!

Nur eine kurze Anmerkung: Das essen heißt Schabu-Schabu, schreibt sich glaube ich 샤부샤부.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Avatar
Soju #53
Mitglied seit 01/2007 · 2277 Beiträge · Wohnort: München
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer, Stammtische Süddeutschland
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Noch eine Anmerkung,
shabu shabu ( しゃぶしゃぶ ) ist nicht aus Korea sondern 100% aus Japan!

http://en.wikipedia.org/wiki/Shabu_shabu

@Kueni
Viel Spass in Korea :-)
suez (Gast) #54
Kein Benutzerprofil vorhanden.
Link auf diesen Beitrag
Hi fifi,

als ich die Stelle "ins Gerede kommen" las, fiel mir als Gegenbeweis eine Familie ein, von der ich nur Positives gehoert habe, obwohl(!) ihr einziger "Stammhalter" eine Auslaenderin geheiratet hat. Ob dieser Einzelfall Menschen in aehnlicher Situation ein klein wenig Mut machen koennte, weiss ich nicht, hoffe es doch.
(Mir persoenlich ist nicht so wichtig, was andere Leute denken. Aber ich verstehe gut, dass sehr viele aeltere Koreaner davor grosse Hemmungen haben, negativ aufzufallen. )

Ich erzaehl mal ein bisschen von einer mir bekannten Familie, obwohl es seltsam klingen mag:
Auch diese Eltern waren nicht begeistert, als ihr einziger Sohn eine Amerikanerin heiraten wollte. Aber sie haben ihre Liebe akzeptiert (Details mir leider nicht bekannt) und sind jetzt stolz auf ihren Sohn, der zwar in den USA wohnt, aber seinen Eltern gegenueber grosse Dankbarkeit hegt und zeigt.

Jetzt haben sie mehrere Enkelkinder und machen  jaehrlich gemeinsamen Urlaub mit der rundum gleucklichen Familie des Sohnes in Hawaii oder anderswo.

Dabei ist die Familie des Vaters eine traditionelle alte Familie mit in der Geschichte beruehmten Vorfahren, die wie ueblich Jahrhunderte lang nur innerhalb des elitaeren sogenannten Jangban-Standes heirateten.
Ich denke, es war aber sicherlich von Vorteil, dass der Vater Diplomat war und die Familie alle problemlos in Englisch kommunizieren konnte.
Mir ist aber aufgefallen, dass auch fuer meine stockkonservative Tante, deren Schwager der Schwiegervater der Amerikanerin ist, die filiale Liebe der Kinder viel mehr wiegt als irgendwelche Mischehe.  Eine internationale Ehe hat keineswegs das Ansehen der Familie geschadet. Der Sohn soll gesagt haben: "Ich habe enorm viel von meinen Eltern bekommen. Da ist es selbstverstaendlich, dass ich auch nur ein Teil davon ihnen zurueckgeben moechte". Er soll jeden Monat fuer den Lebensunterhalt der Eltern aufkommen, inklusive Putzfraukosten, obwohl die Eltern das Geld nicht noetig haben. Auch seine Schwester seien gute Toechter und Schwiegertoechter usw. Die Eltern sind in den Augen anderer Leute beneidenswerte gleuckliche alte Leute. Fuer meine Tante z.B. ist es besonders lobenswert, dass die drei Kinder ueberwiegend im Ausland aufgewachsen sind und trotzdem grosse "Hyodo" praktizieren. Eine Tochter (Schwaegerin der Amerikanerin) soll jedes Wochenende ihre Schwiegereltern besuchen und was Leckeres kochen, obwohl sie als internationale Rechtsanwaeltin bei Kim & Chang beruflich viel belastet ist. (Ich bewundere solche Leute, aber ich koennte es einfach nicht!)

Mein Vorschlag waere also:
Wenn euere Liebe immer noch sehr stark ist, koennte es moeglichweseise helfen, erstens, die Kommunikationsmoeglichkeit mit den Eltern zu verbessen, zweitens, sie davon zu ueberzeugen, dass sie durch eure Heirat nicht in Vergessenheit geraten, sondern viel (tatkraeftige) Liebe erfahren werden.

Ach ja, die erste first lady von ROK,  Franzeska, war auch eine Auslaenderin aus Oesterreich.

Ich wuensche euch viel Durchhaltevermoegen und Erfolg in eurer Liebe!
Avatar
dergio (Moderator) #55
Benutzertitel: Rückkehrer
Mitglied seit 01/2006 · 1247 Beiträge · Wohnort: Düsseldorf
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer, Globale Moderatoren
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Ich habe schon oft bei Freunden und Verwandten in Korea mitbekommen, dass die Eltern gegen einen bestimmenten Partner/Partnerin ihres Kindes waren.

Das muss nicht unbedingt sein, weil derjenige ein Ausländer ist. Manchmal ist das Gehalt des Mannes zu niedrig.
oder die Eltern des Mannes haben nicht das Geld, dem Paar ein Haus zu kaufen (was in Korea eigentlich üblich ist)
oder die Frau ist älter als der Mann
oder der Beruf des Mannes passt den zukünftigen Schwiegereltern nicht. Hab ich vor allem bei Pastoren und angehenden Missionaren mitbekommen, obwohl die Eltern treue Kirchgänger waren.

Den Ältesten Sohn einer Familie zu heiraten ist übrigens auch nicht sehr beliebt. Der muss nämlich später als einziger für seine betagten Eltern sorgen. Alle Arztrechnungen bezahlen ggf die Eltern bei sich wohnen lassen usw. Die jüngeren Geschwister sehen das als ganz selbstverständlich an, sich nicht an den Kosten oder Mühen zu beteiligen.

Ich habe in Korea auch noch keinen Fall erlebt, dass ein Paar gegen den Willen der ELtern geheiratet hat. Das waere ein riesiger Skandal und das Paar hätte auch einige Schwierigkeiten. Wenn die Eltern nicht das Geld geben, damit die Kinder sich ein Apartment kaufen koennen, ist es fast unmöglich auszuziehen. Wer unter 30 hat schon 20.000 Euro um die Mietkautionen in Korea zu bezahlen, geschweige denn 200.000 um ein Apartment zu kaufen?

Bei mir waren die Schwiegereltern auch zunächst skeptisch, aber nach dem ersten Kennenlernen sind viele Ängste und Vorurteile abgebaut worden.
Allerdings habe ich auch schon viele Fälle gesehen, wo ein Paar sich wieder getrennt hat, weil die Eltern ein unüberwindbares Hindernis darstellten.
kueni #56
Mitglied seit 09/2006 · 119 Beiträge · Wohnort: Burgdorf, Schweiz
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
die schwester meiner freundin wird in kürze der älteste sohn einer anderen familie heiraten. beide sind unter 30 jahre alt, doch es wurde bereits ein apartment und auto gekauft, und alles drum und dran, was halt so zu einem haushalt gehört... zudem viel schmuck, geschenke für die schwiegereltern etc.. wie dergio gesagt hat, ist damit auch klar, dass dies alles von den eltern bezahlt wird. damit ist auch wieder klar, wer das sagen hat, wie und wo und vor allem mit wem geheiratet wird... :-/
Haplo #57
Mitglied seit 05/2007 · 8 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
So, um mal wieder ein bissl Balance in das Ganze zu bringen hier die Story von einem Koreaner (in Deutschland geboren) der mit einer Schweizerin (Basel) zusammen ist ^^

Ich hatte bisher nur Nicht-Koreanerinnen als Freundinnen. Das Problem dabei: Meine Eltern sind/waren extrem konservativ was Beziehungen anging. Als ich meine erste "richtige" Freundin hatte, haben wir es auch fast ein Jahr vor meinen geheim gehalten. Als sie es dann doch erfuhren gab es Riesenärger und stundenlange Diskussionen a la "Koreaner nur mit Koreanern", "kulturelle Erbe erhalten" blablabla. Dem entsprechend kalt wurde meine damalige Freundin auch behandelt und ich glaube als Schluss war (immerhin 5 Jahre), waren meine Eltern ziemlich froh. Ihr Trostspruch war jedenfalls in etwa "Andere koreanische Mütter haben auch schöne Töchter". Viele Bekannten meiner Eltern helfen bei ihren Kindern aktiver nach und schicken die Söhne nach Korea. Das alleinige Ziel: Eine echte Koreanerin als Freundin/Verlobte/Ehefrau zu finden. Erschreckenderweise funktioniert das erstaunlich gut und nur das leckere Essen und viel Soju helfen mir bei jeder Hochzeit über den Schock hinweg.

Aber ich drifte vom Thema ab. Ein paar Jahre (und Freundinnen) später habe ich meine Eltern glaube ich soweit, dass es ihnen egal ist, woher die Freundin kommt. Die Vorstellung, dass ihr ältester Sohn niemals heiraten könnte, scheint schockierender zu sein, als die Vorstellung, dass der Sohn eine Nicht-Koreanerin heiraten könnte (Ich habe einmal vor meinen Eltern erwähnt, dass ich niemals heiraten möchte...genausogut hätte ich sagen können, dass ich schwul bin und mit meinem Freund eine Gogo-Bar auf den Bahamas aufmachen möchte. Es hat mich Wochen gekostet, das Thema aus der Welt zu schaffen...). Eine Koreanische Freundin aus London hat übrigens ähnliche Erfahrungen gemacht.

Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich selbst als "was besseres gibbet halt nicht" verkaufen soll.  :-D  Was ich damit sagen will, ist dass die betroffenen Eltern nun mal Zeit brauchen um die Vorstellung zu verdauen, dass der Partner des Kindes aus einem anderen Land kommen könnte. Vor allem wenn man in einem Land lebt, in dem man immer noch sehr selten mit Westlern in Kontakt gerät und in dessen Bewohner sehr gerne obskure Vorurteile pflegen, deren Ursprünge in dunkler Vorzeit liegen.

Ich kenne keine koreanisch/nicht-koreanische Beziehung, in der es keinen Stress von Seiten der Eltern gegeben hat. Ich kenne aber auch keine solcher Beziehungen, in der die Eltern am Ende nicht eingelenkt hätten - auch wenn es ein paar Jährchen gedauert hat  ;-)
kueni #58
Mitglied seit 09/2006 · 119 Beiträge · Wohnort: Burgdorf, Schweiz
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Zitat von Haplo:
Ich kenne keine koreanisch/nicht-koreanische Beziehung, in der es keinen Stress von Seiten der Eltern gegeben hat. Ich kenne aber auch keine solcher Beziehungen, in der die Eltern am Ende nicht eingelenkt hätten - auch wenn es ein paar Jährchen gedauert hat  ;-)

nun, da scheine ich wirklich glück zu haben... oder beziehst du dieses statement nur auf die "koreanischen söhne" die eine ausländische freundin haben?
Haplo #59
Mitglied seit 05/2007 · 8 Beiträge
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Nein, ich meine beide Versionen, also auch koreanische Töchter plus "ausländischem" Freund.
kueni #60
Mitglied seit 09/2006 · 119 Beiträge · Wohnort: Burgdorf, Schweiz
Gruppenmitgliedschaften: Benutzer
Profil anzeigen · Link auf diesen Beitrag
Zitat von Haplo:
Nein, ich meine beide Versionen, also auch koreanische Töchter plus "ausländischem" Freund.

dann bin ich zur hälfte nicht ganz deiner meinung ;-)
Schließen Kleiner – Größer + Auf diesen Beitrag antworten:
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
Weitere Zeichen:
Seite:  vorherige  1  2  3  4  5  nächste  
Gehe zu Forum
Nicht angemeldet.
Kennwort vergessen · Registrieren
Aktuelle Zeit: 03.12.2016, 10:39:50 (UTC +01:00)  ·  Impressum  ·  Datenschutz