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Fertig Koreanistik studiert, und jetzt?
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Tiramisa #1
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Subject: Fertig Koreanistik studiert, und jetzt?
Hallo erstmal an alle,

ich habe vor Koreanistik zu studieren und anschließend mit meinem Verlobten nach Korea zu ziehen (am liebsten nach Seoul).

Doch weiß ich leider noch nicht genau, was ich beruflich machen möchte. Ein paar Ideen habe ich.
-Deutsch/Englischlehrerin
-Dolmetscherin (wobei ich keine guten Aussichten ahne)
-Webdesignerin
-Arbeit bei einer Zeitung/Zeitschrieft ect.
-etwas am Computer, aber nichts wie "Sekretärin" sondern eher in Richtung "Spieleentwicklung"
interessieren würde mich auch Buch-, Film-, oder Spieleübersetzterin. Wo ich aber gelesen habe, das man nicht viel verdient.

Natürlich bin ich auch für weitere Berufe/Jobs offen, doch abwechslungsreich muss es sein^^

Was mich auch betrückt ist, was wenn ich mich endschieden habe? Wie komme ich an den Beruf ran, bevor ich in Korea bin? Es wäre mir nämlich wichtig, die Stelle schon vor dem auswandern sicher zu haben. Oder zumindest sowas wie eine Probezeit zu haben, nach der man übernommen wird wenn alles zu dessen Zufriedenheit war.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Danke im Vorraus
mal #2
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vielleicht erst überlegen was man machen will und dann ein studium suchen was passt :) ist nur so ne überlegung da du ja dir ja "alles" vorstellen kannst
die sache mit (englisch-)lehrer werden ist ja hier schon dieverse male durchgekaut ..."ich kann doch so gut englisch gibt es da nicht ne möglichkeit lehrer in korea zu werden obwohl die einwanderungsgesetze eine entsprechende staatsangehörigkeit verlangen"...
an ner deutschen schule in seoul geht es sicher nur mit lehramtsstudium...die suchen eher richtige lehrer ;)
zu den anderen berufen kann ich nicht viel sagen
aber lass dich nicht entmutigen...viele wege führen ans ziel
                                                                       
KoreaEnte #3
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Warst du überhaupt schonmal in Korea? Weißt du wie da die Arbeitsbedingungen im Vergleich zu Deutschland sind, zum Beispiel die Urlaubstage und wann man die nehmen darf (um nur mal einen Punkt zu nennen)?

Ich würde an deiner Stelle nicht Koreanistik studieren, sondern ein anderes Fach, in dem Bereich, in dem du später auch arbeiten möchtest. Innerhalb des Studiums machst du dann zwei Auslandssemester in Korea und lernst dort unter anderem die Sprache, die du mit Sprachkursen dann in Deutschland oder auch nochmal Korea ausbauen kannst.

Bei deinen aufgezählten Berufen dürfte man in der Regel übrigens überall nicht unbedingt viel verdienen, wobei viel auch relativ ist. Du musst dir auch die Frage stellen, wieso ein koreanisches Unternehmen dich als Webdesigner einstellen sollte, wenn es genau so gut einen Koreaner nehmen könnte?
Uhu #4
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Gebe der Ente voll und ganz recht. Studier was dir gefällt~ Selbst würde ich jedoch als studierter Sinologe und Koreanistik wohl eher vom Studium abraten, oder bzw. vielleicht Koreanistik maximal als Nebenfach studieren und ein brauchbares Hauptfach zu haben ~~ Mit den Arbeitsbedingungen geb ich ihr ebenfalls recht :)
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dergio #5
User title: Rückkehrer
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In reply to post #1
Quote by Tiramisa on 2013-01-18, 17:59:
Doch weiß ich leider noch nicht genau, was ich beruflich machen möchte. Ein paar Ideen habe ich.
-Deutsch/Englischlehrerin
-Dolmetscherin (wobei ich keine guten Aussichten ahne)
-Webdesignerin
-Arbeit bei einer Zeitung/Zeitschrieft ect.
-etwas am Computer, aber nichts wie "Sekretärin" sondern eher in Richtung "Spieleentwicklung"
interessieren würde mich auch Buch-, Film-, oder Spieleübersetzterin. Wo ich aber gelesen habe, das man nicht viel verdient.


-Deutsch/Englischlehrerin
Deutsch und Englisch auf Lehramt studieren

-Dolmetscherin (wobei ich keine guten Aussichten ahne)
Germanistik und die Zielsprache studieren, spezielle Dolmetscherkurse machen

-Webdesignerin
Kommunikationsdesign, Informatik o.ä. studieren

-Arbeit bei einer Zeitung/Zeitschrieft ect.
Germanistik, Journalismus o.ä. studieren
p.s.: Zeitungen und Zeitschriften sind eine sterbende Branche



-etwas am Computer, aber nichts wie "Sekretärin" sondern eher in Richtung "Spieleentwicklung"
interessieren würde mich auch Buch-, Film-, oder Spieleübersetzterin. Wo ich aber gelesen habe, das man nicht viel verdient.
Mir fällt gerade kein Beruf ein, bei dem man nicht "etwas am Computer" macht.
Für Übersetzerin gibt es Fachübersetzen Studiengänge in verschiedenen Richtungen

Wie sinnvoll ein Koreanistikstudium ist, kann ich nicht sagen, aber es ist ja in mehreren Threads schon ausführlich dikutiert worden.
mal #6
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Quote by Tiramisa on 2013-01-18, 17:59:
...
-etwas am Computer, aber nichts wie "Sekretärin" sondern eher in Richtung "Spieleentwicklung"
interessieren würde mich auch Buch-, Film-, oder Spieleübersetzterin. Wo ich aber gelesen habe, das man nicht viel verdient.
Mir fällt gerade kein Beruf ein, bei dem man nicht "etwas am Computer" macht.
Für Übersetzerin gibt es Fachübersetzen Studiengänge in verschiedenen Richtungen

Wie sinnvoll ein Koreanistikstudium ist, kann ich nicht sagen, aber es ist ja in mehreren Threads schon ausführlich dikutiert worden.


Müllmann, Strassenfeger, Taxifahrer (sehr gut mit Koreanistikabschluss ;) ), etc...
                                                                       
tobicitas #7
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Auf Koreanistik promovieren und anschließend Professor werden :-p
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Nomou #8
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Quote by tobicitas on 2013-02-14, 09:48:
Auf Koreanistik promovieren und anschließend Professor werden :-p

Gute Idee. Damit stehen einem natürlich ALLE Türen offen.

[/ironie]
Kigyo #9
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Quote by Nomou:
Quote by tobicitas on 2013-02-14, 09:48:
Auf Koreanistik promovieren und anschließend Professor werden :-p

Gute Idee. Damit stehen einem natürlich ALLE Türen offen.

[/ironie]

Wieso, die Idee ist doch gar nicht so schlecht? :) Damit sitzt man jedenfalls fester im Sattel als nur mit nem Koreanistik Hauptfach-Bachelor...

Ich denke, dass die Zahl der Koreanistikstudenten zunehmen wird, jedenfalls etwas. Viele werdens wohl nie sein, aber doch einige. Zumindest wird die Zahl der Neuanfänger wohl zunächst nicht zurückgehen.

Sind doch gute Zukunftsperspektiven. Wer bitteschön strebt schon ne Karriere an der Uni an? Wer bringt überhaupt die nötigen Voraussetzungen dafür mit? Nur die allerwenigsten, denke ich. Wer sich dafür begeistern kann, was spricht dagegen? Denke schon, dass man gute Aussichten hat, an einer Uni Anstellung zu finden.

Die allermeisten der Koreanistikstudenten sind doch eher überhaupt nicht dafür geeignet. Ich denke, dass man ohne Praktikum oder vielsagende Nebentätigkeit mit Koreanistik schon recht alt aussehen kann. Vor allem, wenn die Noten vllt. nicht so stimmen oder wenn man selber nicht genau weiß, wo die Reise hingehen soll.
Aber ich denke nicht, dass das an Koreanistik per se liegt.

Viele Grüße
This post was edited 2 times, last on 2013-02-20, 20:22 by Kigyo.
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Nomou #10
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@ Kigyo:

Tut mir Leid, aber ich verstehe die Zusammenhänge in Deinem Beitrag nicht so ganz. So wie ich es lese, meinst Du, dass die meisten Koreanisten nicht das Zeug und/oder die Motivation für eine akademische Laufbahn haben, und man es bei Interesse ja mal versuchen kann, da es folglich wenig Konkurrenz gibt?
Flo-ohne-h (Moderator) #11
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Quote by Nomou:
So wie ich es lese, meinst Du, dass die meisten Koreanisten nicht das Zeug und/oder die Motivation für eine akademische Laufbahn haben, und man es bei Interesse ja mal versuchen kann, da es folglich wenig Konkurrenz gibt?

Aus meiner Erfahrung gilt für alle Fächer, daß nur ein Bruchteil das Zeug für die akademische Laufbahn hat. Bei philologischen Fächern gibt es aber einfach nachher viel zu wenige nicht fachfremde Arbeitsstellen, so daß es zu viele Leute gibt, die versuchen eine akademische Laufbahn zu machen, was dann letztendlich dazu führt, daß es in Unistädten nicht wenige habilitierte Taxifahrer gibt.
Kigyo #12
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In reply to post #10
Quote by Nomou:
@ Kigyo:

Tut mir Leid, aber ich verstehe die Zusammenhänge in Deinem Beitrag nicht so ganz. So wie ich es lese, meinst Du, dass die meisten Koreanisten nicht das Zeug und/oder die Motivation für eine akademische Laufbahn haben, und man es bei Interesse ja mal versuchen kann, da es folglich wenig Konkurrenz gibt?

Entschuldigung, habe nach dem Erstellen noch viel in meinem Beitrag rumgepfuscht ;) Klingt jetzt tatsächlich etwas komisch.

Ja, aber so in etwa meine ich es. Aber nicht speziell auf Koreanisten gemünzt, sondern insgesamt auf den Durchschnitts-Studenten ^^ Nicht viele Leute haben das Zeug, sich auf wissenschaftlicher Basis jahrelang für etwas zu motivieren und darüber zu forschen. Und manch einer, der vielleicht das Nötige mitbringt, hat keine Lust.

Gleichwohl hat Flo-ohne-h bestimmt Recht.
Da man in den Geisteswissenschaften ja keinen speziellen Beruf "lernt" und der Quereinstieg recht schwer fallen kann, gehen in den GeiWi überdurchschnittlich viele Studierende den akademischen Weg und versuchen, an der Uni z.B. im Lehrbetrieb sesshaft zu werden. Oft endet das in den berüchtigten prekären Arbeitsverhältnissen und unterbezahlten Mini-Lehraufträgen etc. ^^ Nichtsdestotrotz denke ich, dass man bei Koreanistik dennoch gute Chancen hat. Der Markt wächst sicherlich (im Vergleich zu früher), der wissenschaftliche Nachwuchs nimmt aber nicht so stark zu.

Das ist aber nur meine Meinung, belegen kann ich das nicht! ^^

Aber Koreanistik-Hauptfachstudenten kann man in Deutschland ja bald an 2 Händen abzählen. Wenn jetzt nur noch eine Uni eine Korea-Studien-Abteilung eröffnete, wäre das schon ne große Steigerung ;) Und die jetzigen Dozenten und Professoren werden ja auch älter und scheiden irgendwann aus.

Habilitierte Taxifahrer gibts bestimmt, dennoch gilt ja aber eigentlich, dass ein akademisches Studium vor Arbeitslosigkeit schützt und das Gehalt durchschnittlich höher als das eines Nichtstudierten ist. Schätze aber, dass man mit 3,0 in Germanistik, Philosophie etc., 16 Semestern aufm Buckel und ohne Praktika/Berufserfahrung wirklich keine guten Karten mehr hat... Da ist Koreanistik dann keine Ausnahme :)
JayD #13
Member since Dec 2011 · 728 posts
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Das höhere Gehaltsgefüge wird aber  natürlich auch durch viele Ingineure, Chemiker, Banker, Juristen nach oben gezogen und nicht so sehr durch Geisteswissenschaftler bestimmt!

Ich würde die Chancen nicht so gut einschätzen vll in einer Kombi mit Wirtschaftsingineurwesen oder internationeles Recht/Wirtschaft, aber nur Koreanistik ohne vielversprechendes Hauptfach keine Ahnung zu was mich das in der Wirtschaft qualifiziert?
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Nomou #14
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In reply to post #12
@ Kigyo

Aha, ok, jetzt hab ich verstanden, was du meinst.


Quote by Kigyo:
Aber Koreanistik-Hauptfachstudenten kann man in Deutschland ja bald an 2 Händen abzählen. Wenn jetzt nur noch eine Uni eine Korea-Studien-Abteilung eröffnete, wäre das schon ne große Steigerung ;) Und die jetzigen Dozenten und Professoren werden ja auch älter und scheiden irgendwann aus.

Das ist genau das Problem, das ich dabei sehe und es mir deswegen sehr genau überlegen würde, diesen Weg einzuschlagen. Da Koreanistik nun gerade kein Fachbereich ist, der finanziell besonders gefördert wird, ist es meiner Meinung nach recht unwahrscheinlich, dass so eine Forschungsabteilung zustande kommen wird. Auch wenn die jetzigen Lehrenden irgendwann aussterben in Rente gehen, wird dann vielleicht mal eine Stelle in 2 Jahren frei. Und dann ist eine Handvoll Bewerber schon zu viel..^^ was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte, wäre die Arbeit in Korea, denn da gibt es ja auch noch unabhängige Institute usw. Aber in dem Fall muss man auch irgendwie besonders sein, sonst würden die doch viel eher einen koreanischen Bewerber annehmen. Naja aber das ist wohl allgemein ein Problem der Geisteswissenschaften; ich glaube nicht, dass man mit Geschichte oder so bessere Aussichten hat. Ich plane übrigens eine akademische Laufbahn einzuschlagen, aber nicht in Koreanistik, sondern Linguistik (s. mein anderer Thread). Da sieht es mit der Förderung schon etwas besser aus, und man hat Möglichkeiten, sich in Richtung IT oder Psycholinguistik zu spezialisieren und so ggf. auch außerhalb der Uni einen Job zu bekommen. Aber seien wir ehrlich, ohne überdurchschnittliche Leistungen, Vitamin B und etwas Glück wird das auch nichts.
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