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Ich würde gerne nach Korea auswandern.
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Kuggi #31
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In reply to post ID 48661
Wenn ich reich bzw. hyperreich wäre, dann würde ich sofort auswandern (New York, Paris, Seoul, Tokyo, also Weltstädte).

Als Ottonormalverbraucher ist Deutschland besser (Ganz allgemein ausgedrückt, aber ich hoffe, jeder versteht es).
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InZain #32
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Das würdest glaube ich nicht nur du so machen ^^
Kuggi #33
User title: Currywurst
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Was ich damit sagen will, ist, dass es sich nicht lohnt auszuwandern, wenn man auf dem Konto keinen Überschuss hat.
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InZain #34
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Meine Meinung ^^ wüsstest du aber auch wenn du den ganzen threAd gelesen hättest ^^
Kuggi #35
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Ich bin viel zu faul dafür, dass ich alles lesen muss ^^ .Ich lese nur das anfängliche Problem des Threadherstellers.
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InZain #36
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Nenene die Faulheit ^^ also auswandern ist immer nen cooler spannender Gedanke besonders in andere kulturerdteile :) wer denkt da schon nicht mal dran ^^

Ist aber meistens ziemlich schwer zu realisieren und alleine meist noch härter ...
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orosee #37
User title: Ernst ist anders.
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Wer nicht wagt, gewinnt nichts. Aber: Mit 20 20,000 Euro haben, und mit 22 ist das alles weg? Das ist ein ziemliches Risiko, dem meiner Meinung nach kein entsprechend verlockender Gewinn gegenuebersteht.

Ohne hoehere Ausbildung konkurriert man nur noch mit den kambodschanischen Studentinnen, die illegal im 7-11 arbeiten muessen um sich das knappe Stipendium aufzubessern. Selbst Englischlehrer werden nur mit Bachelor genommen. Das ein koreanischer Studienabschluss nur einem deutschen Realschulabschluss gleichkommt (okay, das war vor Bolognazeiten) spielt keine Rolle; es zaehlt erstmal das papier, nicht der Mensch. Und zur Zeit suchen sehr viele sehr gut ausgebildete Deutsche nach einem neuen job in Korea, darunter viele, die seit jahren hier leben und 10-20 Jahre Berufserfahrung mit sich bringen. Es sind also keine rosigen Zeiten.

Vom Geld her wuerde ich nicht mehr als 1-2 Millionen Won erwarten, nach der Miete bleibt davon nur sehr sehr wenig uebrig. Ob der Arbeitgeber dann ueberhaupt Abgaben abfuehrt, ist fraglich - hier wird so oft betrogen, dass man sich als Deutscher nur an den Kopf fassen kann. Und wer dann einmal krank wird und keine Versicherung hat, merkt, wie teuer das Gesundheitssystem in Korea wirklich ist. Bei preiswerten Wohnungen kann man ja mit Bronchitis, Tuberkulose oder Lungenentzuendung rechnen, oder man wird mal eben umgefahren oder faellt im Suff die Treppe runter.

Thema Suff: Die Gefahr, in Korea aus Frust oder Langeweile zum Alkoholiker zu werden, ist sehr realistisch. Hier ist wirklich nicht viel anderes zu machen oder zu sehen, und vor allem der fuenfmonatige farblose Winter kann einen schon in die Depression treiben, wenn es da nicht das Glueck aus der Flasche gaebe.

Ich kenne zwei Deutsche, die sich ihre eigene Stelle in Seoul geschaffen haben, davon ist einer noch erfolgreich und der andere vor zwei Jahren gescheitert (und immer noch hier; er lebt bei seiner Freundin und versucht mit wechselndem Erfolg, nicht schon vor 15 Uhr im Saufkoma zu liegen). Seine eigene Stelle schafft man sich, indem man eine deutsche Firma ueberzeugt, in Korea ein Verkaufsbuero aufzumachen. Den Job behaelt man, indem man vorher gut recherchiert, was in Korea erfolgreich sein kann.

Ich selber habe in Korea fuer mehrere Jahre von 3, 6 und 12 Millionen Won im Monat gelebt (nicht in dieser Reihenfolge). 12 sind besser! 2 bis 3 Millionen gibt man (ohne Miete) in Seoul recht flott aus, Miete ist flexibel aber ich habe unter 1 Million noch nichts anstaendiges gefunden (haengt sicher vom Alter ab). Nebenkosten sind im Winter nicht zu verachten: Die gasrechnung von 7,000 Won im Sommer schnellt da ploetzlich auf 200 oder 250 Tausen Won hoch, fuer 4-5 Monate. Fuer 2 Monate im Sommer braucht man eigentlich schon eine Klimaanlage, aber ein Ventilator tuts im Notfall auch. Diskussionen ueber preiswertes Wohnen gibt es hier zu Genuege; ich lebe halt nicht gerne in trockengelegten Kloschuesseln und dafuer zahle ich halt. Die 3-5 Millionen fuer eine anstaendige 120qm Wohnung kann ich mir aber auch nicht leisten, hier sind es dann meist die Firmen, die das zahlen.

Dann ist da der garantierte Kulturschock. Dazu will ich nicht mehr sagen als dass ich nach 13 Jahren in Asien nach Korea gekommen bin, und nach 4 Wochen bereit war, den Stecker zu ziehen. Und ich habe dabei nicht einmal schlechte Erfahrungen gemacht! Inzwischen gehts (Freunde helfen!), aber ich mache auch immer noch das "Koreagesicht" (das ist der dumme Ausdruck, wenn man gefragt wird, wie es einem in Korea denn gefaellt - Rekord liegt bei 45 Sekunden!).

Hat man Freunde - auch und vor allem Koreaner - dann geht es! Etwas. Besser.

Ich schreib das leider alles etwas durcheinander, und meine Batterie ist gleich auch leer (bin dummerweise nach Hong Kong geflogen ohne den Adapterstecker einzupacken). Wie immer wenn ich im Ausland war, bin ich etwas frustriert ueber Korea, das legt sich nach dem 5. Bier in Itaewon wieder, aber heute bleibe ich im Hotel und so empfehle ich immer wieder das gleiche fuer unsere Auswanderungswilligen, und all die, die einen Migrationshintergrund auf ihrem Lebenslauf brauchen:

- erst in Deutschland etwas handfestes lernen, dann entweder ueber einen deutschen Arbeitgeber nach Korea, oder in Kore einen deutschen AG finden. Ich habe auch schon fuer eine koreanische Firma gearbeitet, aber das ging nur ueber Beziehungen und es war keine ausgeschriebene Stelle (allerdings eine tolle Erfahrung, aus der ich noch einigen gute Freunde mitnehmen durfte).

- Geld. Man kann etwas zum Spass machen, und man kann das eine Weile lang machen, aber geld ist gut und mehr Geld ist besser. Mit einer gut bezahlten Stelle in einer internationalen Firma kann man vor allem das eine machen, das viele hier am Leben haelt: Mal raus aus Korea!

- Mal raus aus Korea! Korea ist in Asien vielleicht das langweiligste, unattraktivste Land. Klar, wenn man sein Leben lang nur in Oberdueppel an der Oder gelebt hat, ist der Uebergang von 5,012 Einwohner zu 10 Millionen aufregend, das Essen exotisch, die Leute faszinierend. Nur, dass es in Asien noch viel aufregendere Orte gibt, besseres Essen, faszinierendere (und mit besseren Manieren versehene) Menschen, angenehmeres Klima und vor allem ein entspannteres Leben - ohne Alkohol! Wenn am Ende kein Geld da ist um raus aus Korea zu kommen, und sei es nur fuer ein paar Tage... autsch.

- Geld: Schon mal gesagt, aber abgesehen von klebrigen Reisrollen ist hier ziemlich alles teurer - schau Dir ein beliebiges koreanisches Produkt in Deutschland an (Fernseher, Telefon, Auto) und schlag 50-100% auf den preis drauf: Das zahlst Du hier in Korea dafuer! "Das System Korea" funktioniert, weil es die gesamten Einwohner des Landes als genommen Konsumgeiseln hat! Die Koreaner sind Konsumzombies, und wer mitmachen will, muss mithalten koennen!

===============

Das gesagt, denke ich immer noch, dass ich in Korea ganz gut leben kann (fast 5 Jahre dort). Aber nicht mehr lange (gute Aussicht auf Shanghai, wurder aber lieber Taipei oder HCMC versuchen).



PS: Nach Diktat nicht mehr gelesen; einige Passagen entsprechen meiner Stimmung und koennen daher heute ein schlechteres Bild zeichnen als am vergangenen oder kommenden Samstag!
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InZain #38
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
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^^
JayD #39
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Orosee hat die Erfahrung, ich würde mir das zu Herzen nehmen. Meine Frau, sagt mir auch immer wieder, wie angenehm das Leben in Deutschland ist...klar vermisst sie das Essen, ihre Freunde, die Sprache etc. aber als sie noch in korea war, wollte sie nichts als raus :D:D...Wie gesagt 1-3 Jahre könnte ich es mir mal wieder vorstellen auf Dauer denk ich würde ich wenn auch eher versuchen in Shanghai, Hongkong, Bangkok etc. unter zukommen ....oder ich bleib einfach in der norddeutschen Tiefebene:D...ach ist aber auch scheiße:D
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InZain #40
User title: Geomdo-Kumdo-Kendo Master
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Den Post von orosee sollte man irgendwie immer sichtbar machen für alle die für immer auswandern wollen ^^

Wertvoller Erfahrungsbericht :)
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orosee #41
User title: Ernst ist anders.
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Danke ^^

Also nicht vergessen, dass es mir schon irgendwie gefaellt, und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass das Erlebnis oft mit dem richtigen Partner erst beginnt.

Nehmt das aber bitte nicht zum Anlass, einen neuen "will wegen meinem boyfriend/girlfriend nach Korea auswandern" Fred zu starten!  :-D

Ich glaube auch, dass im Forum der beste Rat schon oft geschrieben wurde:

Urlaub, dann Praktikum, dann Job sichern, dann Umziehen (wenn man noch will).

Dem OP viel Glueck, aber auch viel Nachdenken! Die Welt ist gross!
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Möllendorff #42
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In reply to post ID 48576
an i11evn:

Nur wenn man jung ist, sollte man so eine Sache durchziehen, nur dann hat man Kraft und die Frustartionstoleranz um Erfolg zu haben. Daher mache es, bereite Dich gut vor und erlebe etwas, was Du in Deiner Heimat nie erfahren würdest. Das würde ich für jedes Auswanderziel empfehlen, egal ob Korea oder Neuseeland.
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InZain #43
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@ möllendorf...  Hmm iwie glaube ich jemanden ohne Qualifikation zu etwas zu ermutigen ist ein klein wenig Fail oder? ^^
micnaumann #44
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@inzain
Möllendorf hat aber auch geschrieben "er solle sich gut vorbereiten".
karingel #45
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hm..wollte ich auch gerade schreiben.
'Jung' dieses in Angriff nehmen heißt ja nicht ohne Vorbereitung.

Es ist auch zu bedenken das man dann (des öfteren..) noch Single und/oder ohne Kinder ist.
Somit ist man nur für sich selbst verantwortlich. Das erleichtert die Sache.
Ja älter man ist, desto mehr Bedenken hat man selber; Lebenserfahrung kann einen vielleicht vor unbedachten Entscheidungen bewahren.. aber:
es macht einen auch zögerlicher.
Ich war selber bei (Berufs- Lebens-) Entscheidungen zögerlich, habe mich eher auf die sichere
Seite geschlagen. Heute würde ich anders entscheiden. Es gibt nur ein Leben.

Versuch macht klug..  ;-)
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