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한글의 로마자 표기법
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minnie (Gast) #1
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SO....
http://news.msn.co.kr/article/read.…?cate_code=6100&…

Der Titel lautet, 국민 74% "한글 로마자 표기 잘못돼"
  74% des koreanischen Volkes denken, dass das lateinische Alphabet die koreanische Aussprache phonetisch
nicht vollständig wiedergeben kann.
Verschiedene Sprachen verwenden das lateinische Alphabet. Selbstverständlich werden die Buchstaben je nachdem anders ausgesprochen.

Das Problem der Transkription liegt daran, zu welcher Sprache sie sich orientiert. Die Transkription aus dem  Koreanischen orientiert sich üblicherweise an der englischen Aussprache. Eine solche Transkription wird dann z.B. für den gebruacht im Deutschen nicht mehr verändert. Damit ergeben sich zusätzliche Verstimmlung in der Aussprache.

Grüße Minnie
Kimchi (Gast) #2
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Mag ja alles sein, aber es geht nun mal nicht anders.

Irgendwas muss man machen.

Und da is die Revised Romanization doch ganz in Ordnung.

Das Problem ist immer, dass man sich ein wenig damit beschäftigen muss.


Jemand, der in Dänemark Urlaub macht, weiß auch nicht automatisch wie die Stadt Brönderslev ausgesprochen wird und muss sich mit ein paar grundsätzlichen Regeln vertraut machen.

Genauso ist es im koreanischen...

"eo" offenes o etc. Sooo schwer ist das nicht und wer sich nicht damit beschäftigt ist selbst Schuld :D
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dergio (Moderator) #3
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Interessante Umfrage ^^

Andersherum waere es bestimmt auch interessant gewesen. ALso, ob das koreanische Alphabet gut andere Sprachen wiedergeben kann und ich denke, das ist noch viel schwieriger.

Zum Beispiel bei den Namen. Da konnte man bei der WM lustige Sachen finden. Bei den Deutschen 슈바인슈타이거, 뇌빌 oder bei den Franzosen den Superstar 앙리.

Ich finde, deutsche oder englische Woerter kann man mit den koreanischen Zeichen noch relativ gut wiedergeben. Abgesehen von den F's und w's. Aber bei Franzoesisch kann man kaum etwas wiedererkennen, so verunstaltet sind die Woerter.
Sani #4
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Ich hab's so verstanden, dass hier bei der Umfrage um das jetzige Transkriptionsystem bzw. -regel in römische Schrift geht, und nicht um das Alphabet selbst. Eine Diskussion über das Letztere wäre ja auch wenig ergiebig.
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iGEL (Administrator) #5
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Moin!

Ich denke auch, dass man mit der Revidierten Romanisierung der Sache schon recht nahe kommen kann, wenn sich der Sprecher damit beschäftigt hat. Und genau das ist das Problem, z. B. hat die Stewadess auf meinem Flug von KLM auch In-che-on gesagt. Um wirklich das Optimum aus der Revidierten Romanisierung herauszuholen, muss man eigentlich schon wissen, welche koreanischen Buchstaben sich dahinter verbergen und sollte die Aussprach derselben beherrschen. Und dann gibt es ja eigentlich keinen Grund mehr, die Umschrift zu verwenden, im Gegenteil: Dadurch, dass ich als Deutscher mit arabischen Buchstaben deutsche Laute assoziiere, bin ich mit Hangeul wahrscheinlich genauer.

Aber ich denke, daran krankt grundsätzlich jede Umschrift und Aussprache in einer anderen Sprache. Man höre sich nur einmal an, wie Engländer oder Franzosen deutsche Städte aussprechen. Umgekehrt dürften sich den Franzosen die Ohren kräuseln, wenn wir Paris schön deutsch mit fettem S am Ende aussprechen.

Wahrscheinlich ist die McCune-Reischauer-Romanisierung genauer. Allerdings ist sie auch komplizierter zu bilden und enthält Zeichen, die auf einer normalen Tastatur nicht zu finden sind. Allerdings muss sie, genau wie die Revidierte Romanisierung, gelernt werden, um es halbwegs richtig auszusprechen. Und hier zeigt sich der Nachteil: Der "Profi" braucht sie im Grunde nicht, weil er auch Hangeul anwenden könnte, dem Laien hilft sie auch nicht viel mehr als die Revidierte, und im Alltag ist sie zu schwierig anzuwenden und zu bilden. Deswegen werden die Sonderzeichen und Apostrophe oft weggelassen, womit sie definitiv ungenauer als die Revidierte Romanisierung ist. Eine Umschrift ist grundsätzlich eine Krücke, die vor allem auf Laien ziehlt. Daher sollte sie einfach anzuwenden sein.

부천 -> Bucheon (RR), Puch'ŏn (MR)
시흥 -> Siheung (RR), Sihŭng (MR)
평창 -> Pyeongchang (RR), P'yŏngch'ang (MR)

Allerdings wird meines Erachtens vor allem Chaos dadurch gestiftet, dass die offiziellen Regeln praktisch nur von offiziellen Stellen verwendet werden. Gäbe es nur ein einziges verbreitetes System, welches dafür auch alle beherrschen, (was afaik in Japan der Fall ist), wäre vieles einfacher. Wird die Revidierte Romanisierung eigentlich in der Schule gelehrt?

Gruß, Johannes
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Moskito (Ehemaliges Mitglied) #6
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Ich habe jedenfalls auch die Erfahrung gemacht, dass man eigentlich Hangul können muss, um koreanische Worte vernünftig aussprechen zu können.
Vor allem geht es mir bei langen und komplzierten Ortsnamen so.
Z.B. Dieser renaturrierte Fluss in Seoul. Da steht in meinm Best of Seoul Buch: Cheonggyechon (Stream).

Ein solches Wort kann ich definitiv in Hangul leichter lesen, als in Umschrift...aber ohne die Umschrift geht´s halt auch nicht...
Nachdem ich mit McCuneR angefangen hatte und dann die offizielle Romanisierung kennengelernt habe stimme ich zu - man muss die Umschrift halt lernen. Anders geht´s nicht.

Als meine Schwester mich neulich hier besucht hat, hat sie mich sogar gefragt, ob Seoul nicht eigentlich korrekt Se-ul gesprochen werden müsste...die Stewardess bei KLM hatte das so gesagt...

Da müssen die Damen bei KLM wohl nochmal einen kleinen Kurs belegen...:-)
Moskito
Kimchi (Gast) #7
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Meines Wissens wird das Koreanern gar nicht beigebracht, wie es richtig ist. Sieht man ja an den Visitenkarten und Firmennamen. Wildes Durcheinander....Herr Rhee, Herr Lee, Herr Li, Herr Yi, Herr I, Herr Ih....alles schon gesehen

Das einzig sinnvolle ist wirklich für den wissenschaftlichen Diskurs in geschriebenen Texten diese Angaben auch einer breiteren Leserschaft vorzustellen.

Aber grundsätzlich gebe ich wirklich 100% Recht....Es ist unnütz, wenn man die Regeln kann, weil man dann eh Hangul schon kann...Oder eben Hangeul...oder eben 한글 ... nicht zu vergessen, dass man bei beiden Umschriften auch noch Apostrophe setzen kann, wo die Silbentrennung sonst missverstaendlich sein koennte...also Han'gul, Han'geul ^^;; Schon 4 verschiedene Schriftweisen allein fürs koreanische Alphabet....:D


Habe heute übrigens von einem Freund erfahren, dass in der Regierung schon wieder beraten wird die Umschrift zu ändern...Aber das is echt sinnlos m.E.  Es gibt einfach nun mal diese Regeln jetzt. Basta. Da wurden Millionen verpulvert für neue Schilder, Briefbögen etc. und jetzt soll wieder alles umgemodelt werden?
Man wird nie eine Umschrift finden, die das Koreanische wiedergibt und leicht zu lernen ist ohne Kenntnis der koreanischen Laute.

Ist doch in keinem Land der Welt so...Sicher, Japanisch ist relativ einfach, weil die Laute sehr klar sind und den westlichen sehr nah, aber auch da kann man noch laengst nicht alles richtig aussprechen.
Und von Chinesisch wollen wir mal gar nicht sprechen...

Man nenne mir einen Deutschen, der ohne Vorkenntnisse "Xian" oder auch nur "Guangzhou" richtig ausspricht ;)
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iGEL (Administrator) #8
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Moin!

Apostrophe sind imho bei der Revidierten Romanisierung falsch, aber man kann ja wie im diesem Fall, Bindestriche setzen. Um Han-geul von Hang-eul zu unterscheiden. ;)

Gruß, Johannes
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Kimchi (Gast) #9
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Huch...das ist jetzt peinlich...hast Recht...es werden Bindestriche gesetzt ^^;;
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dergio (Moderator) #10
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Ich finde, die Umschrift ist ausschliesslich fuer Lehrbuecher richtig hilfreich. In anderer Literatur, auf Schildern und sonstwo ist es gar nicht moeglich, alles anzugleichen. Es macht sowieso jeder anders. Und ob auf der Nudelpackung Ramyoun, Ramyun, Ramyeon oder Ramen steht, ist eigentlich ziemlich egal. Man sollte nur vorher wissen, wie es richtig ausgesprochen wird.

Kimchi (oder gym-jee?  :-p ) hat ja schon geschrieben, dass es bei Namen schon viele Variationen gibt. Das ist bei Ortsnamen nicht anders. In meinem U-Bahn Plan ist die Haltestelle 대화 in Daehwa umgeschrieben. Auf einigen Strassenschildern aber in Taehwa. Man ist sich also auch in oeffentlichen Kreisen nicht so richtig einig.
Clara #11
Mitglied seit 09/2006 · 12 Beiträge · Wohnort: London, UK
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Betreff: Hummm
Sorry to intrude :)
(I'm afrade I get off the the subject...Anyway)

From this WM, Korean pressmen also changed thier '외국어 표기법' for players name
as Dergio quoted below.
(Sie koennen in http://kr.fifaworldcup.yahoo.com/06/kr/w/team/index.html sehen)

But I think, many people in little confusion yet.
For example, they write 'Ruud van Nistelrooy' in  '뤼트 판 니스텔로이' from '루드 반 니스텔로이'
Or.. 'Jan Vennegoor of hesselink' in '얀 페네호르오프헤셀링크' from '얀 베네고어 오브 헤셀링크'
'Phillip Cocu' in '필립 코퀴' from '필립 코쿠'...etc.

Of course it is very important and good thing to write original prononciation nearly,
but it takes time to get used to it.. :scared:
Dieser Beitrag wurde am 30.09.2006, 07:45 von Clara verändert.
Kimchi (Gast) #12
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Hier noch ein paar Artikel und vor allem Kommentare zur Debatte in Korea, auf Englísch, damit es alle verstehen ^.^

http://www.rjkoehler.com/2006/09/29/more-romanization-deba…

http://times.hankooki.com/lpage/nation/200609/kt2006092617…
Sani #13
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Danke Kimchi für die Links. :-)
Auch ich finde, wie viele von euch hier, das jetzige System besser. Verschiedene Laute sollten als solche kenntlich gemacht werden! (z.B p/b k/g ch/j usw.) Nach dem Hin und Zurück eines Wortes zw. verschiedenen Schreibsysteme sollte das Wort möglichst die ursprüngliche Form behalten können. Ähnlich wie der Sinn des Originals, ein Prüfkriterium bei der Übersetzung. Bei Pusan oder Taegu ist das nicht gegeben.

Die nordkoreanischen Ortnamen kann/sollte man, meiner Meinung nach, auch so lassen. Sie sprechen tatsächlich Richtung Pyöngjang/Pyongyang. Ihr eo ist mehr Richtung o als eo bei Südkoreanern.

Den beiden Kommentarschreibern des unteren Links stimme ich voll zu. (war zu faul, um mich da zu registrieren. Bin aber sehr gegen diesbezügliche Geldverschwendung!)
Dieser Beitrag wurde am 30.09.2006, 20:03 von Sani verändert.
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