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Heirat zwischen Koreaner und Deutscher
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Evelyn #1
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Subject: Heirat zwischen Koreaner und Deutscher
Hallo!

Kennt sich jemand vielleicht damit aus, was man nach einer Heirat in Deutschland machen muß.
Wohin man sich nach einer Heirat wenden muß. ( Arbeitsamt, Rentenkasse, Krankenkasse, Ausländerbehörde, Deutsch Kurs...)
Was man dann alles zu tun hat. Damit er auch wirklich in Deutschland bleiben kann und vielleicht sogar
später in Deutschland studieren kann und arbeiten.
Welsche Rechte und Pflichten ein Koreaner nach einer Heirat mit einer deutschen Frau hat.
Und ob auch seine Familie später das Recht hat nach Deutschland zu kommen.

Und hat er Chance auch ohne Deutschkenntinsse einen Job oder einen Nebenjob zu bekommen?

Über Antworten und Erfahrungen wäre ich wirklich sehr dankbar.
SKH #2
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Es gibt sicherlich sehr viele Anlaufstellen die Dir da weiterhelfen können. Zuerst würde ich mich erst einmal an das Auswärtige Amt wenden um den Papierkram in Ordnung zu bringen. Die koreanische Botschaft kann da bestimmt auch weiterhelfen (je nachdem wo Du wohnst).

Immigrationsbüro und dann noch andere deutsch-koreanische Organisationen die es in D gibt (die Du Dir vom koreanischen Konsulat geben kannst), können Dir da mit Sicherheit mit all dem aushelfen was sich über die Zeit ergeben wird.

Auch was die Arbeitssuche angeht, kann Dir das koreanische Konsulat mit Sicherheit da ein paar Tips geben und die deutsch-koreanischen Organistionen können da bestimmt auch weiterhelfen.

Viel Glück!
This post was edited on 2012-06-04, 13:02 by SKH.
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dergio #3
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In reply to post #1
Quote by Evelyn:
Hallo!

Kennt sich jemand vielleicht damit aus, was man nach einer Heirat in Deutschland machen muß.
Wohin man sich nach einer Heirat wenden muß. ( Arbeitsamt, Rentenkasse, Krankenkasse, Ausländerbehörde, Deutsch Kurs...)

Ist es denn schon soweit? Sorry für die direkte Frage, aber so ich ich das in Erinnerung habe, war 90% des ganzen Behördenkrams notwendig um überhapt heiraten zu können.
Die Heirat wäre dann sozusagen der letzte Schritt.

Arbeitserlaubnis bekommt man als Ehepartner eines/einer Deutschen automatisch. Rentenkasse ist ja erst ein Thema wenn er steuerpflichtig arbeitet. Zum Thema Familienzusammenführung hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Da bin ich nicht auf dem neuesten Stand. Aber Integrationskurs inkl. Deutschkenntnisse und finanzielle Absicherung sind da natürlich wichtige Themen.
JayD #4
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Also ich habe die ganzen Sachen letztes Jahr durchgemacht. Also es war wiefolgt, zunächst musste meine Frau 2011 noch nachweisen, dass sie Deutsch auf Niveau A1 spricht, das wird mittels des Goethe Tests ermittelt. Das ist war wichtig um überhaupt heiraten zu können. Das hat sich meines Wissens aber glaub ich 2012 geändert und Koreaner müssen Deutsch A1 nicht mehr nachweisen:D :-/ Weiterhin mussten die drei Urkunden meiner Frau, Geburtsurkunde, Familienurkunde etc. ins Deutsche übersetzt werden und zwar von einem in Deutschland zertifierten Übersetzer ( hatten die zuvor in Korea übersetzen lassen ins Deutsche, was nicht akzeptiert wurde von der Standesbeamtin, hängt aber von der Jeweiligen ab^^). Ja das war alles zur Heirat....achso wenn er kein Deutsch kann ist es möglich, dass eine Übersetzung während der Trauung gemacht werden muss in eine Sprache die er auch versteht, bei uns Englisch von meinem Schwager :D....
(Wie Dergio bereits geschrieben hat, der eigentliche Aufwand ist vor der Hochzeit, danach ist es eigentlich kaum so wild)

So nach der Heirat, könnt ihr zum Ausländeramt gehen und ihr könnt seinen Aufenthaltstitel und ID beantragen, hierzu biometrisches Foto, Heiratzurkunde, Meldebescheinigung und bei uns noch Sprachnachweis mitbringen, Meldebescheinigung konnten wir in einem Abwasch erledigen dh. war im gleichen Büro, kurz ausgefüllt und dann den Antrag zum Aufenthalt ausgefüllt. Dein Freund muss auch nicht mehr ausreisen, sondern kann seine Karte nach ca. 3 Wochen abholen, gleichzeitig bekommt er nach ca. 3 Wochen seine Steueridentifikationsnummer zugeschickt an die Meldeadresse, dann steht dem Arbeiten nichts mehr im Wege...also rechtlich. Naja Krankenversicherung: Da hab ich angerufen und meine Frau bei mir mit verischert also familienversichert, dazu musste ich meines Wissens Meldebescheinigung und Eheurkunde hinschicken das wars.
Meine Frau musste nicht nachweisen, ob sie über finanzielle Mittel verfügt und du musst es auch nicht, denn das Gesetz zur Schutz der Ehe für Deutsche erlaubt es euch auch wenn keiner einen Job hat hier zusammen zuleben, so hat mir das die Standesbeamtin damals verklickert weil ich da noch Student war.

Falls noch fragen sind versuche ich zu helfen bzw. ich poste nochmal was wenn mir nochwas einfällt.

Zum Thema Job: Studieren ist ja kein Problem, das geht. Arbeit finden haben wir noch keine Erfahrung, da wir ja erst vor kurzem unseren Nachwuchs bekommen haben und sie daher jetzt eh erstmal zu Hause bleibt.

Integrationskurs muss man nicht machen und man hat aber 2 jahre Zeit um dies ANZUTRETEN.

Erstmal viel Erfolg und alles Gute,

Janis
This post was edited on 2012-06-04, 19:05 by JayD.
JayD #5
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Arbeitsamt waren wir nicht, Rentenversicherung---> siehe Dergio. Detschkurs, ist im Integrationskurs enthalten aufjedenfall Niveau A1 und A2 der Kurs geht mindestens 6 Monate und umfasst mein ich 4h jeden Tag. Oder 1 Jahr mit dann 2 Terminen die Woche.
Familiennachzug seiner Familie weiss ich nicht genau, glaube aber das dies nur für seine Kinder bzw. Frau (bist ja du, also vergessen:D) gilt und nicht für Schwester, Eltern etc. also Tendenz eher Nein.
Rechten und Pflichte: Naja, ob er zum Beispiel dem Deutschen Scheidungsrecht unterliegt weiss ich nicht, da muss man mal im Netz recherchieren (z.B. Nach Scheidung unterhalten zahlen muss wie in Deutschland üblich....keine Ahnung). Aber davon gehen wir ja mal nicht aus:-)
Sonsten sind seine Rechten und Pflichten: Dich zu lieben und zu Ehren, bis das der Tod euch scheidet :D

LG
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dergio #6
User title: Rückkehrer
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In reply to post #1
Quote by Evelyn:
... und vielleicht sogar später in Deutschland studieren kann


Natürlich muss er einen Schulabschluss nachweisen der äquivalent zum Abitur ist.
Und den DSH-Test (Deutscher Sprachtest für den Hochschulzugang) muss er bestehen.
Wenn man diesen Test bestanden hat, gilt das auch als Sprachnachweis für das Ausländeramt und man muss nicht noch zusätzlich einen Kurs belegen.
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Yung Ho #7
Member since Nov 2008 · 45 posts · Location: Heidelberg
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wuerde auf jedenfall raten, bei der zustaendigen auslaenderbehoerde nachzufragen.

z.b. in unserem fall fuer die erteilung des dauerhaften aufenthaltstitels "niederlassungserlaubnis" nach 3 jahren: meine frau arbeitet nicht, daher konnte sie keinen nachweis ueber finanzielle mittel fuehren. ich arbeite und musste ensprechendes dokument bei meinem arbeitgeber quittieren lassen und dann bei auslamt einreichen. natuerlich gibt es dieses gesetz zum schutz der ehe, aber will man einen krieg mit einer deut. behoerde aufgrund eines "belanglosen" dokuments anfagen? eher nicht!

desweiteren gab es tatsaechlich den fall, dass die ehepartnerin nach 3 jahren aus deutschland ausgewiesen wurde, weil keine finanziellen mitteln nachgewiesen wurden und das amt den verdacht einer scheinehe hegte. sie konnte entsprechend immer nur fuer 3 monate einreisen. klagen beim verwaltungsgericht brachten nichts, denn das amt hat ermessensspielraum, der juristisch korrekt eingehalten wurde. hat ueber 3 jahre gedauert bis das auslamt uebrzeugt war und dauerhaften aufenthaltstitel ausgestellt hat. gott sei dank war die liebe zwischen den beiden menschen stark genug, um diese schreckliche zeit zu ueberstehen.
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Evelyn #8
Member since Sep 2011 · 6 posts · Location: Wuppertal
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Subject: ^^
Vielen Dank für die Antworten!
Ich weiß zwar nicht, was die Zukunft bringt, doch ist es immer gut solche Dinge zu wissen...
Und manchmal gibt es ja auch wahre Liebe, die stark genug ist alle Hürden zu überwinden...^^
Auch wenn das nur sehr sehr selten vorkommt...
JayD #9
Member since Dec 2011 · 729 posts
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 Na klar, wenn man es wirklich will, dann geht das auch.....ihr seid nicht die ersten und nicht die letzten, die so einen schritt machen :-)
Schneeule #10
Member since Jun 2012 · 4 posts
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Es gibt einen einfacheren Weg, den wir genommen haben. Man kann in jedem Ort Dänemarks (am besten grenznahe Orte mit "Deutschkenntnissen") heiraten (z.B. in Tondern, Hojer...). Wenn es immer noch so ist, muß man sich eine gewisse Zeit in Dänemark aufhalten (2 Übernachtungen?) und Ledigkeitsbescheinigung + Geburtsurkunde vorlegen. Es ist aber schon einige (glückliche) Jahre her, so daß die aktuellen Bestimmungen sich geändert haben können. Vielleicht einfach in einem Standesamt in Dänemark anfragen. Einige Orte sind schon darauf spezialisiert (mit Hotels etc.). Die Anerkennung der Hochzeit bei einem deutschen Standesamt war dann kein Problem (mit Familienstammbuch) , entsprechend wurden auch seinerzeit Daueraufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis problemlos erteilt. Mit einer evtl. Einbürgerung weiß ich dann nicht mehr bescheid. Meine Frau hat auch auf eigenen Wunsch die koreanische Staatsbürgerschaft behalten. Man weiß ja nie, wohin es einen in der Zukunft verschlägt...
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