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Akzeptables Koreanisch in einem Jahr?
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Nephilim #1
Member since May 2011 · 30 posts · Location: Schweiz
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Subject: Akzeptables Koreanisch in einem Jahr?
Momentan lerne ich noch per Internet auf Englisch. Dieses Kürschen dauert etwa 1-2 Monate also nicht sehr lange. Meine Frage ist es, ob man es schafft in einem jahr ein akzeptables einigermassen fliessendes Koreanisch zu beherrschen.

Da ich ja noch in die Schule gehe (8. Klasse Sekundarschule Schweiz) habe ich nach den Hausaufgaben und freiwillige Arbeiten noch viel Zeit. Diese Zeit verbringe ich intensiv mit Sprachen lernen. In dieser Zeit möchte ich mich auf Koreanisch konzentrieren.

Mein Lehrplan (wenn man das so nennen darf^^) lautet:

Täglich: 10-20 Vokabeln lernen
            Sich mit 2 Grammatikthemen auseinandersetzten
            Vokabeln mit Grammatik benutzen.
           

Wöchentlich:Rückblick auf die Woche

Monatlich: Verbesserungsmöglichkeiten ansehen
               Rückblick über den Monat


Später wäre auch noch das Ziel kleine simple Sätzte auf Lang-8 zu schreiben und so ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln.

Mit über 3000 Vokabeln soll es ja möglich sein 75% ( oder mehr?) eines mittelschweren Textes zu lesen.
Wenn ich Täglich mindestens 10 Vokabeln lernen macht das im Jahr immerhin 3560. Natürlich kann ich nicht jeden Tag lernen es gibt immer Zwischenfälle aber als Motivation ideal.

Nach dem Onlinekürschen möchte ich mir am liesten Elementary Korean (ich glaube jedenfalls das dass so heisst^^) kaufen. Meine Englischkentnisse sollten glaube ich für das genügen.

Nun ist es so möglich in einem Jahr so Koreanisch einigermassen zu sprechen?

Dazu noch ein paar kleine Fragen:

1) wie wird nun ㅃㄲㅆㅉㄸ ausgesprochen? Kann man mir ein Aussprachebeispiel auf Deutsch geben?
2. 오 und 어 werden ja sehr ähnlich ausgesprochen . Ist eo kürzer und o länger?

Wäre auf jede Antwort froh.
MikeNess #2
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10-20 Vokabeln pro Tag? Klingt nicht viel, halte es aber für sehr optimistisch gedacht! Im ersten Monat müsstest du dir praktisch ca. 450 Wörter(gemittelt) merken und beherrschen, was ich für sehr unrealistisch halte. Vokabeln zu lernen ist die eine Sache, sie sinnvoll benutzen zu können, das ist ein ganz andere Geschichte. Tendenziell vergisst man Wörter auch mal wieder sofern man sie nicht benutzt. Und was ist mit Sprechen? Oder gehts nur dir nur ums Lesen und Schreiben?

Will dir nicht den Mut nehmen, aber ich halte dein Ziel für unrealistisch. Fang doch mal klein an und schau wie es läuft.  ;-)
Nephilim #3
Member since May 2011 · 30 posts · Location: Schweiz
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20 Sind vielleicht übertrieben, 10 sollten es aber schon sein. Und ich sezte dann die Vokabeln auch Täglich ein. Zum Beispiel sage ich dann ein Mensch halt 사람.  Um 10 Vokabeln mal auswendig zu lernen brauche ich 5 Minuten und behalten werde ich sie vielleicht für eine Stunde wenn ich sie nicht mehr wiederhole. Also 10 sollten gut möglich sein.

Hauptsächlich geht es mir Um's verstehen und lesen. Sprechen möchte ich auch können das übe ich mit einem Tandempartner.
MikeNess #4
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Es gibt auch durchaus viele Vokabeln, die deutlich komplexer sind als 사람 und es existieren auch sehr viele Synonyme. Kennst du denn Koreaner vor Ort mit denen du dich austauschen kannst?
Nephilim #5
Member since May 2011 · 30 posts · Location: Schweiz
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Ich kenne ihn per Internet
Die vielen Synonyme sind ja nicht ein riesen problem. Auf Japanisch gibt es auch viele Synonyme zwar ist es mit den kanji durchaus leichter, aber in der Umgangssprache muss man sich auch auf den Kontext verlassen.
MikeNess #6
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Sie mögen kein großes Problem darstellen, aber können durchaus entscheident sein, ob man einen Satz versteht oder nicht. Falls möglich dann mach ein Sprachtandem und lern mal für 4-6 Monate dann wirst du schon sehen, welches Niveau in einem Jahr machbar ist oder auch nicht.
bnz #7
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Ja, das mit den Vokabeln ist so eine Sache, denn sie müssen auch regelmässig wiederholt werden. Wenn Du das systematisch mit einer Software wie z.B. Anki machst, die sich von den Wiederholungen her grob an der Ebbinghaus-Kurve orientiert, wirst Du sehen, dass selbst bei 10 neuen Vokabeln pro Tag sich schon nach kurzer Zeit ein wirklich irrer Wiederholungsaufwand ergibt, den Du auch leisten musst, wenn Du nicht möchtest, dass Deine vorhergehenden Aufwände umsonst waren - bei nicht gründlicher Wiederholung wirst Du nämlich schlicht die Vokabeln wieder vergessen - insbesondere im Koreanischen wo man nicht immer sofort eine Eselsbrücke parat hat (wie z.B. im Spanischen - da baut man die sich die Erinnerungshilfen teils sogar unbewusst ohne direkt darüber nachdenken zu müssen).

Aber vieles ist möglich, wenn man seine Ziele nur konsequent genug verfolgt und genug Zeit und Motivation aufbringen kann! Ich selbst lerne eher langsam, weil ich es eh nur aus Spass an der Freude mache ohne auf ein konkretes Ziel hinzuarbeiten. Ich achte allerdings andererseits wirklich penibel darauf nichts an Wiederholungen liegen zu lassen. Selbst bei dieser eher "unmotivierten" Einstellung ergibt sich ein täglicher Workload von mindestens 20 Minuten, wenn ich nichts neues lerne (dabei bin ich wirklich noch nicht sonderlich weit). Ich denke wichtig ist, dass das Sprachenlernen zum Alltag dazu gehört, ebenso wie Duschen, Zähneputzen usw., denn große Pausen hinterlassen auch große Lücken.
Kigyo #8
Member since Apr 2011 · 122 posts
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Halte das mit den Vokabel-Lernen auch für etwas unrealistisch.

Ich für meinen Teil konnte mir koreanische Vokabeln am Anfang jedenfalls ums Verrecken nicht merken :D Klar, 사람, 눈, 미국, 커피, 책 und Konsorten merkt man sich schnell. Aber nach einem schnellen Einstieg gehts doch relativ zäh weiter. Wenn du erstmal einen soliden Grundwortschatz hast, wirst du auch Teile von bisher unbekannten Vokabeln wiedererkennen können, was das Lernen dann etwas vereinfacht. Später, wenn du einen Grundstock an Grammatik auf dem Kasten hast, wirst du auch auf grammatische Konstruktionen stoßen, die sich nur schwer voneinander unterscheiden und oft Gesagtes nur auf die ein oder andere Art und Weise nuancieren. Sowas lässt sich alleine aus dem Buch sehr sehr schwer lernen; noch schwerer wirds, wenn man niemanden hat, mit dem man Gelerntes anwenden kann.
Ich finds gut, dass du so ambitioniert bist, aber wenn du dein Ziel nicht erreichst, solltest du nicht enttäuscht sein. Mach doch einfach so viel du schaffst und sieh, wo du in einem Jahr stehst.

Mit guter Motivation, einer gehörigen Portion Fleiß und nem Händchen fürs Sprachenlernen solltest du schon ganz gut weit kommen.

Ich bezweifle aber sehr, dass es fürs fließende Sprechen reicht. Da muss schon ein Intensivkurs oder zumindest ein Sprachpartner her, mit dem man sehr viel reden kann! Umgangssprache und Redewendungen etc. lernt man aus Büchern ja auch eher nicht.

Zu deinen Fragen.
1.) Schwer zu beschreiben. Müsste man irgendwie vormachen, finde die auch etwas schwierig-nervig.
2.) 어 wird wie das o in "offen" ausgesprochen. Also mit dem Mund etwas weiter geoeffnet und... etwas ovaler geformt.
오 hingegen ist ein "echtes o", so wie in "Ofen" oder "Oma" (nicht "Omma" :D ). Der Mund ist dabei klein zu einem runden Kreis geformt.
This post was edited on 2011-09-29, 00:08 by Kigyo.
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Chung-Chi #9
Member since Jul 2005 · 658 posts · Location: 서울
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In reply to post #1
Ich hab's ungefaehr so gemacht, wie Du es planst, also jeden Abend 20 Karteikarten mit ins Bett genommen und so lange "durchgenudelt" bis ich mir alle merken konnte. Dann geschlafen. Am naechsten Morgen gecheckt, was ich noch kann. Und danach halt entsprechend in den Karteikasten mit unterschiedlich grossen Faechern eingeraeumt. War ein Fach voll, habe ich wiederholt. Das Wiederholen war mir aber so nervig, dass ich Kasten Nr. 4 eigentlich fast nie ueberprueft habe und Kasten 5 eigentlich immer leer geblieben ist. Aber es hat sich herausgestellt, dass die Vokabeln auf diese Weise sowieso mehr oder weniger drin waren. Ich hatte allerdings noch Sprachunterricht und ein Tandem. Ich konnte nach einem Jahr noch nicht "75% von mittelschweren Texte verstehen", denke ich. Es kann natuerlich sein, dass Du fuer Sprachen eine wesentlich groessere Begabung hast als ich, aber geh lieber von mindestens zwei Jahren aus, bist Du Koreanisch halbwegs kannst, das ist sicherlich realistischer.

Die Doppelkonsonanten spricht man so aus, dass man beim Sprechen die Luft kraeftig aus dem Bauch herauspresst. Aber es ist sicherlich einfacher, wenn Du es Dir von Deinem Tandempartner vormachen laesst.

Die beiden Os werden so ausgesprochen, wie Kigyo schon erklaert hat; mit der Laenge der Aussprache hat das nichts zu tun. Auch ein 어 kann man beliebig lang ziehen.
Gummibein #10
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Ob man es schaffen kann hängt von Deiner Definition von akzeptabel ab. :)

Selbst einigen erwachsene Muttersprachler würde ich nicht immer bescheinigen wollen, dass sie akzeptables Deutsch sprechen. :)

Andere würden eine Bestellung von Schweinshaxen mit einem Maß Bier als Beweis einer akzeptablen Sprachkenntnis durchgehen lassen. :)

Jung genug bist Du ja, so dass es nicht allzu lange her ist wo Deine Sprachgefühlentwickeleinheit abgebaut wurden. Dementsprechend sind gute Voraussetzungen für Fremdsprachen gegeben. Trotzdem, viele sprechen nach einem Jahr Aufenthalt im Ausland mit Fleiss und ein gewisses Maß an Talent die Landessprache sehr akzeptabel.

Ist man aber nicht gezwungen sich 24h am Tag mit einer Sprache auseinander zu setzen ist das Lerntempo sehr langsam. Nach acht Jahren Schulenglisch empfinde ich mein Englisch als gerade noch brauchbar, weit entfernt von akzeptabel. Nach einem Jahr war es aber wahrscheinlich alles andere als Akzeptabel. Selbst wenn Du dreimal begabt und dreimal fleissiger wärst, ob man in einem Jahr ein akzeptables Niveau erreichen kann?
Nephilim #11
Member since May 2011 · 30 posts · Location: Schweiz
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Ein Jahr ist wohl zu wenig, sehr wahrscheinlich müssen es schon 2 Jahre sein da gebe ich euch recht.
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딸기 티안 #12
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ich persoenlich habe nie viel wert auf Vokabel pauken gelegt, sondern auf die Aussprache. Vokabeln kommen von alleine, aber mit der falschen Aussprache versteht dich keiner. :)
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