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Schattenseite Korea/Seoul?
was gibt es an korea zu kritisieren (sozial/politisch/generell)
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skat #1
Member since Oct 2010 · 21 posts · Location: Arnsberg
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Subject: Schattenseite Korea/Seoul?
Hallo,
ich bin jetzt sei Mitte Dezember in Seoul.
Ich habe viel "gelernt"
ich liebe das Koreanische Essen. Der immer höflich Umgang der Menschen miteinander.
Das U-Bahn System alles ist sauber ,keine Schmierereien in den Bahnen oder an den Wänden, Kein Geruch von Urin mit D kein stück zu vergleichen. Alles wirkt irgendwie geregelter.

Jetzt zu meiner Frage hat jemand schlechte Erfahrungen gemacht? Gibt es was an Korea zu kritisieren?
Ich habe diese Frage einigen Koreanern gestellt. Die Antwort war einmal das Bildungssystem, dass es in Seoul zu voll ist und das die Politiker nur reden ( was aber überall der fall ist ).



MFG
Fabian
Silberdrache #2
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Quote by skat:
Gibt es was an Korea zu kritisieren?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten und wenn, dann auch nur subjektiv. Es hängt ja immer vom eigenen Blickwinkel ab, was einen stört oder was man gut findet. Empfehlenswert wäre vielleicht das Buch "Schlaflos in Seoul" von Vera Hohleiter für Dich, da es in meinen Augen eine ganze Ansammlung von Kritiken enthält. Aber, wie gesagt, was der eine für negativ hält, muss der andere noch lange nicht so empfinden.
KoreaEnte #3
Member since Jan 2007 · 642 posts · Location: Seoul/Düsseldorf
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Seit Mitte Dezember ist auch noch keine so lange Zeit, wie lange bleibst du denn noch? Falls du den Sommer in Korea noch erlebst, der ist sehr nervig. Es gibt zwar überall Klimaanlagen und die Temperaturen sind nur etwas höher als in Deutschland, aber die Luftfeuchtigkeit ist einfach brutal hoch. 10 Minuten normales Gehen bis zur U-Bahn und man möchte am liebsten schon wieder duschen. Dazu kommt noch der viele Regen im Sommer, der nervt und leider keine Abkühlung bringt. Das ganze dauert so 2-2,5 Monate, macht nicht wirklich Spaß und ist für mich der größte Kritikpunkt an Korea.

Insgesamt gefällt mir Korea auch sehr und ich habe mich immer sehr wohl gefühlt, es gibt aber natürlich viele Kleinigkeiten die auch in Deutschland besser sind. Einfach mal ein wahlloses Beispiel: Als Fußgänger ist es in Seoul wesentlich gefährlicher, da wird selbst an Zebrastreifen mit Ampeln nicht unbedingt gehalten. Die Busfahrer fahren auch wie die letzten Henker, so dass ich mich immer frage, wie sich die alten Leute da richtig festhalten können.
skat #4
Member since Oct 2010 · 21 posts · Location: Arnsberg
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ok silberdrachen :)

was findet ihr persönlich gibt es an korea zu kritisieren :)

und eigentlich ist ja alles irgendwie subjektiv
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iGEL (Administrator) #5
User title: 이글
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Moin!

Mich haben die alten Leute etwas genervt, die sofort in die U-Bahn drängeln, ohne die anderen aussteigen zu lassen. Auch die neue Definition von "In der Bahn ist noch Platz", die man während des Berufsverkehrs in Seoul erlebt, kann auf Dauer stressen. ;) Und außerdem fand ich störend, dass es kaum (keine?) Fußgängerzonen gibt. Auch wenn die Straßen, wie etwa Myeongdong, fast ausschließlich von Fußgängern benutzt wird, drängelt sich da irgendwie immer noch ein Auto durch...

Gibt natürlich noch mehr, was mir an Korea nicht so gut gefällt, aber eben auch vieles, was mir eben auch sehr gut gefällt. Würde schon gern bald wieder hin, aber vor nächstem Jahr wird das wohl nix...

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
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goom #6
Member since Mar 2010 · 352 posts
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Ein Punkt der mir zeigte das generell irgendwas nicht stimmt war:

Ein Mann wird vom Auto mit schätzungsweise mit 60-70 km/h in der Stadt erfasst und bleibt regungslos und Blutüberströmt liegen. Viele Menschen gucken sich an wie das Blut aus seinem zertrümerten Schädel läuft und laufen dann einfach weiter...

Ich zwar auch, aber erst nachdem der Krankenwagen eintraff ! (auch wenn es zu spät war)
Oddo #7
Member since Oct 2010 · 10 posts
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Dieses ewige rumgerotze auf den Boden bei jeder Gelegenheit.
Pfui.....
Marty Feldmann (Guest) #8
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Subject: distra (polietis
Mich stört manchmal diese unglaubliche Lärmkulisse in manchen Restaurants, einmal war ich einem Restaurant in Busan, und man hätte fast Ohropax gebraucht. Auch die Beschallung von manchen Geschäften mit klebrigem K-POP in Disco-Lautstärke nervt manchmal schon. Koreaner sind meiner Meinung nach "gefühlsbetonter" und lauter als z.B. Japaner, was sich in solchen Situationen dann eben zeigt.
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3do #9
Member since Apr 2007 · 126 posts
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Wenn man aus Deutschland kommt fällt vielleicht noch störend auf:

Papierkörbe oder Mülleimer für die Öffentlichkeit sucht man vergeblich
In Vierteln mit kleineren Häusern liegen oftmals (halboffene) Müllsäcke oder Kartons vor den Haustüren herum
Rad- und Fußwege (sofern vorhanden) werden von schnellfahrenden Moped-Lieferanten genutzt
Autofahrer nehmen weniger Rücksicht auf Fußgänger die die Straße überqueren
oberirdisches Kabelwirrwar
:

Positiv fällt auf:
U-Bahn in Seoul sehr sauber, dort auch Toiletten durchweg benutzbar, Leute wirken insgesamt gepflegt
:
Gummibein #10
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Solche Kleinigkeiten sind wahrscheinlich nicht gemeint aber...

Die ewigen Ampelphasen. Hier wäre ich bei Rot einfach rübergelaufen aber ich wollte nicht gleich am ersten Tag mit einem "Verkehrsvergehen" auffallen.

Die mit Zäunen ruinierten Küsten gegen angebliche oder reale Bedrohung aus dem Norden. Auch die Panzersperren sind kein schöner Anblick.

Der fiese Wind an der Küste wobei das eher eine Hassliebe ist. :)
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딸기 티안 #11
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In reply to post #7
Quote by Oddo on 2011-02-05, 01:11:
Dieses ewige rumgerotze auf den Boden bei jeder Gelegenheit.
Pfui.....

sowas kannte ich ja schon aus Deutschland ... nichts neues also.
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orosee #12
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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Quote by 딸기 티안:
Quote by Oddo on 2011-02-05, 01:11:
Dieses ewige rumgerotze auf den Boden bei jeder Gelegenheit.
Pfui.....

sowas kannte ich ja schon aus Deutschland ... nichts neues also.

 8-(

Du meinst, "Ich kannte schon in Deutschland Koreaner"?

Ausser China kenne ich kein Land, in dem so oft, so laut und so hemmunglos gespuckt wird, wie Korea.

Wenn ein Land ein "Nationales Geraeusch" haben koennte, waere es fuer Korea "chhhhrgshgshpffflppp... pfuttt". "Land der Morgenspucke" waere ein schoener Untertitel  :rolleyes:

Manchmal muss ich glauben, dass einige Koreaner sich extra Spucke vorhalten fuer den Fall, dass sie an einem Auslaender vorbei gehen. In Suedeuropa darf man fuer sowas ja Leute totschlagen...  <_<

Der Unterschied ist ja, dass in den meisten Laendern nur Asis spucken. Dann gibt es Laender, in denen Betel gekaut wird (vor allem Taiwan und Vietnam), das sind aber oft nur noch aeltere Leute. Und dann gibt es eben Laender, in denen alle spucken, die noch einen Puls haben.

3 Jahre reichen da noch lange nicht, um sich daran zu gewoehnen. Offizielle Antwort dazu in Korea ist witzigerweise: "Es ist genauso ekelhaft, wenn sich westliche Leute beim Essen die Nase putzen".  :rolleyes: Hochschniefen ist aber in Ordnung (habe nicht nachgefragt).

Aber ausser der Spuckerei faellt mir nichts ein, was stoert (meine erste Luege im neuen Jahr!).
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딸기 티안 #13
Member since Jan 2010 · 1175 posts · Location: Seoul - Jungrang-gu
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Nein so meinte ich das nicht.

Ich finde es natuerlich wiederlich, zum teil finden das auch Koreaner. Aber die deutsche Jugend also das was ich damals mitbekommen habe ist nicht besser. Zwar geht das ganze ohne *snurfchhrrrrraapfuuu* aber riesen Eumel an Bushaltestellen oder neben Parkbaenken je nach dem wo sie so lungern sind vorhanden. *wuerg*


---------------------Trennung--------------------------

Was mich richtig an Korea stoert.
Alte Menschen die juengeren Menschen und juengeren Familienangehoerigen nicht glauben trozdem jedesmal Fragen und immer das letzte Wort haben muessen bis man Ihnen recht gibt auch wenn es zu 200% falsch ist.

Oder wenn sie um Rat bei modernen E-Artikeln Fragen und dann auf all diese Ratschlaege verzichten und sich vom Verkaeufer ueber den Tisch ziehen lassen weil er ja viel mehr Ahnung hat.
Francois #14
Member since Jan 2007 · 45 posts · Location: Daegu
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Korea Schattenseite ?

Falls Du zufaellig franzoesich kannst, wuerde ich Dir dieses mini-Dokumentar Film empfehlen :
- http://vimeo.com/1939684
- http://vimeo.com/1998216
es geht um Korea und Auslaender. Besonders Interessant finde ich den Erfahrungsbericht der franzoesichen Studentin mit koreanischen Freund : die war zuerst vom Korea begeistert, liebte die Sprache usw. Die Familie des Freundes ist aber nicht so begeistert von Ihr. eine "Tante" soll dem Freund ueber "das Ende des reinen koreanischen Blutes" in der Familie sowie ueber moegliche missgebildete Kinder gewarnt haben, falls er doch eine "Weisse" heiratet.

Na Ja. Technologie von Morgen und Vorurteile von Vorgestern bilden einen interessanten Gegensatz im Lande des ruhigen Morgen. Alle Koreaner denken nicht so (zum Glueck). Korea aendert sich und oeffnet sich (zum Glueck). Aber es ist viel wahrscheinlicher in Korea mit einer gegen Auslaender gerichtete "Blut-Reinheit" Rede konfrontiert zu werden, als in Europa/Amerika oder in anderen vergleichbar entwickelten Laender.

Mich stoert auch persoenlich die aelteren Ajummas/Ajoshis, die anscheinend zum Altersheim sollten, und weiterhin gebastelten Karren voller Cartons und Papier auf kalten Strassen vor sich schieben. Soziale Absicherung in Korea ist ziemlich mangelhaft. Sozialen Gegensaetze sind stark. Wer keine Familie und keine Rente hat soll papier und Karton sammeln. Auch mit 80 Jahren.

Mich stoert dass Koreaner uber-emotional und unsachlich reagieren, wenn eine gerechte Kritik von einem Auslaender kommt. Nach deutsche Standards handeln die Koreaner grob fahrlaessig was Kinder-Anschnallen in Autos angeht. Ich habe mal erlebt wie ein Amerikaner, die diese reale Tatsache als Kritik an Korea hevorhebte, von Koreanern unsachlich und sehr persoenlich als "bloede wayguk", der "nach Hause schnell zurueckkehren solle, falls er es hier Ihm nich gefalle" zurueck angegriffen wurde.. Wer hier in Frieden leben moechte sollte eine gewisse selbstzensur ueben koennen, und seine "verbesserungsvorschlaege" an die Koreanische Gesellschaft in sehr indirekter Form ausprechen muessen.

Ansonsten mag ich doch Korea sehr. Aber das Thema hier sind die Schattenseiten...
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orosee #15
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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@Francois: Einfach "Vera Hohleiter" googlen und sich die Links ansehen, in denen ihr Buch "Schlaflos in Seoul" verrissen wird - oder besser gesagt, ihre Person. Das meiste ist auf Englisch, aber man kriegt ganz gut mit, wo der Hase langlaeuft. Wer koreanisch kann, wird die meiste Freude an den Kommentaren haben. Mein Lieblingskommentar ging etwa so: "Vera (als Deutsche) sollte bitte das Maul haben, schliesslich haben die Deutschen mal tausende (!!!!) Juden umgebracht und damit das Recht verwirkt, Korea zu kritisieren."

Abgesehen von der Logik fasziniert mich auch die Geschichtskenntnis hier (ich gehe aber nicht davon aus, dass der Schreiber repraesentativ ist).  :-D

PS: Meiner Meinung nach fasst SLIS nahezu alles zusammen, was einen in Seoul in den ersten Monaten vor den Kopf stossen kann. Viel mehr muss nicht gesagt werden.


PS: Aufpassen, dass das Thema nicht zu sehr abgleitet; eine reine Negativauflistung kann schnell schlechte Stimmung machen. Man muss ja auch sehen, dass die, die schon ewig hier sind oder ewig bleiben werden, dafuer ihre Gruende haben (auch wenn der Hauptgrund wohl doch meistens weiblich ist). Niemand ist gezwungen worden, in Korea zu bleiben (selbst ich nicht!).
(\_ _/)
(='.'=)
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