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Asiatische Erziehung contra westlicher Schlendrian
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imnida #1
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Subject: Asiatische Erziehung contra westlicher Schlendrian
Dieser Artikel aus SPON hat mich doch auch stark an koreanische Lern- und Erziehungsmethoden erinnert.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,741314,00.html
Was meint Ihr dazu?
Gummibein #2
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Ehrlich gesagt habe ich es nur sehr, sehr flüchtig überflogen weil mich diese Patentrezepte nerven.

Als Japan einen scheinbar unaufhaltbaren Aufstieg hinlegte extrapolierte man sie würden die ganze Welt abhängen und der einzige Weg halbwegs mitzuhalten wäre sie zu kopieren. In Wirklichkeit haben sie sich von der Immobilienblase nie mehr erholt und stagnieren auf hohem Niveau.

Dasselbe erwarte ich auch von China, Indien und andere aufstrebende Nationen. Auch Korea scheint ein Niveau angenähert zu haben was ihrem Potenzial entspricht.

Auch die ganzen Bildungsexperimente in Deutschland in den 60ern hat die Gesellschaft unbeschadet überstanden.
karingel #3
Member since Feb 2010 · 2048 posts
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"Die Mutter des Erfolgs. Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte". Nagel & Kimche Verlag
Der deutsche Titel sagt doch schon alles :rolleyes:

Die von ihr bemühte betont "chinesische Erziehung" ist meines Erachtens nur ein Deckmäntelchen einer dieser
überehrgeizigen US Mütter deren es nicht wenige gibt; bei den einen ist es die Sportkarriere,
den anderen die Schönheitskönigin oder eben die schulische Superleistung auf die die Kinder gedrillt werden.
Und nun wird eben noch mit einem Buch 'Kohle gemacht'.
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(Interessanter ist mir die Frage warum erscheint solch ein Artikel im Sp/SPON? Er paßt wunderbar in die Linie
'wer es nicht schafft, hat selber schuld, er hat sich nur nicht genug bemüht.' ..die in Deutschland zunehmend Akzeptanz findet oder besser gesagt medial massiv verbreitet wird.)
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Bei Frau Chua sehe ich bezogen auf sie oder die Abrichtung ihrer Kinder aber nur westliche Ich-Bezogenheit,
kein Wir. (Ihr 'wir' bezieht sich auf sie und ihre Kinder)
Sie hat ihren Kindern ja viel verboten, vor allem ja sozialen Kontakt mit Gleichaltrigen. In Korea wäre genau dieser soziale Kontakt aber wichtig.



Asiatische Erziehung contra westlicher Schlendrian
dies klingt schon sehr wertend..
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Chung-Chi #4
Member since Jul 2005 · 658 posts · Location: 서울
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Quote by karingel:
Interessanter ist mir die Frage warum erscheint solch ein Artikel im Sp/SPON?

Ueber das Buch und den Artikel, den Prof. Hua verfasst hat, sowie die heisse Debatte, die dadurch offenbar in den USA ausgeloest wurden hat vor ein paar Tagen auch die SZ online berichtet.

Der Gedanke dahinter ist vielleicht auch ein bisschen "Sollen die Chinesen doch machen, und ihre Kinder erziehen wie sie wollen - was aber, wenn die Leute in den USA anfangen, auch diesem Trend zu folgen - "muessen" wir das dann auch?"
imnida #5
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Eine koreanische Erziehungsmethode gegen bettnaessen (wurde mir von verschiedenen Koreanern bestaetigt):
Das Kind bekommt einen Papierhut aufgesetzt und muss bei den Nachbarn klingeln und um Salz bitten.
mheh #6
Member since Oct 2010 · 93 posts · Location: 파주
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Haha, gute Idee.  :-D  (Nicht unbedingt bei Bettnaessen, aber wenn das Kind was angestellt hat.)
Gummibein #7
Member since Feb 2008 · 881 posts
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Das Buch hat es sogar ins deutsche Fernsehen geschafft.

Was kommt als nächstes? Prügeln zum Erfolg?
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goom #8
Member since Mar 2010 · 352 posts
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Das Thema verschlimmert ausgedrückt: Hohe Selbstmordrate gegen Amokläufe
karingel #9
Member since Feb 2010 · 2048 posts
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Da fällt mir gerade was ein.
Da die Frau ja eigentlich das Ziel "größtmöglicher Erfolg" vor Augen hat..
Es gab Nachforschungen/ eine Studie in den US wer am erfolgreichsten später als Erwachsener wurde,
(auch in US) bezogen auf die früheren schulischen Leistungen.
Dies waren die: Mittelmäßigen! Also Zensurenschnitt 3.
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orosee #10
User title: Ernst ist anders.
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Wenn(!) die Darstellung US-amerikanischer Teens akkurat ist, und
Wenn(!) die Englischlehrer in Korea repraesentativ sind fuer ihr Heimatland,

dann kann ich die Frau sogar verstehen. Wieso das allerdings als "chinesisch" oder "asiatisch" verkauft wird, weiss ich nicht. So eine Erziehung gab es in Europa auch schon, in Deutschland sicher bis in die 50er Jahre. Dann kamen irgendwann die 68er und damit war der Weg in den qualitativen Mittelstand gelegt  :-D

Ein Nachteil aus meiner Sicht ist natuerlich, dass viele Asiaten durch diese Form der Erziehung selbst in ihren 20ern emotional noch Teens sind (eventuell auch bis zum ersten Kind?).
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henchan (Former member) #11
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Ich find schon, dass die Frau krank ist. Eine Therapie dürfte hoffentlich helfen.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-vergeigte-erziehung/…

Ehrgeiz in Ehren, aber wer aus Kindern Roboter machen will, ist krank.
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iGEL (Administrator) #12
User title: 이글
Member since Jan 2005 · 3493 posts · Location: Berlin
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Moin!

Hier noch ein Artikel von jemandem, der die Frau nicht so schlimm fand: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35404

Ich finde übrigens, dass man von Kindern durchaus etwas fordern kann. Ich denke beispielsweise, dass mir etwas mehr anerzogener Durchhaltewillen gut getan hätte, und in dem Punkt, dass die meisten Dinge nur Spaß machen, wenn man darin gut ist, steckt sicherlich auch Wahrheit. Essensentzug, angedrohte Kuscheltierverbrennung, Notenwahn usw. sind aber natürlich völlig übertrieben.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Flo-ohne-h (Moderator) #13
Member since Jul 2009 · 2023 posts · Location: 深圳
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Habe das Buch nicht gelesen, dafür die Artikel, die hier gepostet wurden.

Meine Meinung ist aber, daß man mit antiautoritärer Erziehung langfristig den eigenen Kindern keinen Gefallen tut. Mit Drill wirds aber auch nicht besser.

Bei antiautoritärer Erziehung kommen selbstverliebte, spaßliebene Leute heraus, die sich nicht die Finger dreckig machen wollen. Beim Drill kommen schwache Persönlichkeiten ohne Kreativität raus. Meiner Meinung ist beides nicht wirklich das geeignete Modell. Man muß wie immer die goldene Mitte finden.

Das alles ist natürlich zeitintensiv und viele Eltern wollen/können dies bei doppeltem Job nicht mehr ohne weiteres stemmen. Andererseits sind bekanntermaßen die Freunde selten die geeigneten Vorbilder.

Ich werde meine Kinder deshalb sicher nicht antiautoritär erziehen, sondern werde strikt auf den richtigen Kurs achten.
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