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probleme aufgrund unterschiedlicher kulturen in der partnerschaft
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stella v. (Guest) #1
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Subject: probleme aufgrund unterschiedlicher kulturen in der partnerschaft
hallo erstmal,
möchte mich kurz vorstellen. ich bin stella, bin 31 jahre alt und wohne in niedersachsen.
ich habe einen freund, dessen eltern aus südkorea stammen. mein freund ist in deutschland geboren und hat selbst kaum einen bezug zu korea (er war 1x dort).seine eltern leben auch in deutschland, vermissen ihre heimat soweit ich weiss aber sehr.
ich selbst betrachte ihn als europäer. er hat europäische ansichten und selbst wie er sagt, fühlt er sich als deutscher. mittlerweile sind wir fast 3 jahre zusammen und ich DARF seine eltern nicht kennenlernen. der grund  dafür ist, das ich eine uneheliche tochter von einem anderen mann habe (ich bin alleinerziehende mutter). anfangs dachte ich, dass es zeit braucht. so kannte ich es von meiner familie. ich stamme aus osteuropa und da gab es auch viel ärger von den ältesten in unserer familie. aber sie haben alle akzeptiert.
mit seinen eltern sieht es sehr schlecht aus. sie meinen einfach, dass sie mich und mein kind nicht in die familie aufnehmen werden und sind sogar sehr wütend auf ihren sohn weil er mit mir zusammen lebt.
es geht ihnen nicht um meine nationalität und kultur, sondern einfach um die tatsache, das ich ein kind habe, welches nicht von ihrem sohn ist, er sich da aber drum kümmert, wie um ein eigenes kind. mein freund appeliert ständig an mich geduld zu haben, aber mittlerweile  wird es immer schwieriger für uns. er versuchte mir das leben mit seinen eltern zu erklären, dass man in korea sehr viel respekt vor seinen eltern hat und er mich nur heiraten möchte, wenn seine eltern dem zustimmen. ihr seht, viele schwierigkeiten. für mich kaum noch auszuhalten. es trifft mich sehr so abgestossen zu werden obwohl sie mich nicht einmal gesehen haben. meine familie ist da auch sehr traurig drüber.
hat jemand von euch ähnliche erfahrungen? ist es generell so schwierig mit asiatisch-europäischen partnerschaften was die eltern betrifft? gibt es vielelicht ein buch mit ähnlichem hintergrund? so langsam geht mir die kraft aus. aber mein freund steht dazu das er sein okay von seinen eltern unbedingt braucht. es wäre respektlos mich denen vorzustellen ohne das sie ihn darum gebeten haben.
freundliche grüsse, stella
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iGEL (Administrator) #2
User title: 이글
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Moin!

Ja, solche Situationen gibt es immer wieder. Die Eltern spielen eine andere Rolle als in deutschen Familien, insbesondere bei der Partnerwahl. Zwar ist es oft kein wirkliches Problem, aber oft stellen sich die Eltern eben auch quer; ich denke, dass viele Koreaner, die vor 30 oder 40 Jahren nach Deutschland gekommen sind, viel konservativer sind als die Koreaner in Korea.

Ist er der älteste Sohn? Das würde die Sache noch komplizierter machen, da er damit der Stammhalter wäre und früher die Eltern bei sich wohnen lassen musste.

Wirkliche Tipps kann ich dir nicht geben. Du könntest dich vielleicht mit der koreanischen Kultur auseinander setzen, um deinen guten Willen zu zeigen. Vielleicht reist ihr gemeinsam mal nach Korea oder du lernst, etwas koreanisch zu kochen. Rede mal mit deinem Freund darüber, vielleicht hat er ja Ideen, wie du bei den Eltern Pluspunkte sammeln kannst. Ansonsten hilft wirklich nur Durchhalten, bis die Eltern irgendwann nachgeben.

Darf man fragen, wie alt dein Freund ist? In Korea sollte ein Mann so spätestens mit 30 bis 32 verheiratet sein, da steigt auch der Druck auf die Eltern, ihre Kinder unter die Haube zu bringen. Irgendwann werden sie also bestimmt nachgeben, falls ihr solange durchhaltet.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
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orosee #3
User title: Ernst ist anders.
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Leider muss ich iGel hier teilweise widersprechen. Stella, Deine Situation ist schon deutlich extremer als die ueblichen Beziehungen, von denen ich hier gelesen habe. Ohne im Detail auf die Motivation der Eltern einzugehen, sehe ich keine Notwendigkeit eines spaeteren Happy Endings, nur weil Zeit vergeht und harte Fronten daher aufweichen koennen, sollen, muessen.

Ganz im Gegenteil, ich wuerde davon ausgehen, dass mit zunehmendem Alter des Sohnes die Eltern die ueblichen Schritte einleiten werden, um den Sohn "gut" unter die Haube zu bringen, d.h. etwa das Vorstellen von "akzeptablen" Frauen, wohl Koreanerinnen, auch unter Mithilfe einer Heiratsmaklerin. Eventuell auch zunehmender, psychologischer Druck; arrangierte "Zufallstreffen" usw. Zwar kenne ich Beziehungen, wo z.B. Eltern spaeter, nach Geburt des Enkelkindes, den Partner akzeptiert haben (zumindest oberflaechlich), das liegt aber doch eher daran, dass ein Enkelkind 50% "eigenes Blut" ist (ein gerade bei aelteren Koreanern noch sehr wichtiges Kriterium). In Deinem Fall ist die Lage ja eher umgekehrt.

Wer hier die Entscheidung treffen muss, ist Dein Freund. Und zwar mit Dir zusammen. Lange warten wuerde ich nicht. Kann er sich nicht festlegen, sollte Dir das dann Deine eigene Entscheidung erleichtern. Es ist DEIN Leben UND das Deiner Tochter.

Folgendes ist lediglich meine eigene Auslegung, kein Ratschlag! Ihr seid 3 Jahre zusammen, seine Eltern wissen von Dir (!!!) aber Du darfst sie nicht kennenlernen (???), es ist doch klar, fuer wen er sich entschieden hat!

Das ist kein Problem, das man mit koreanischen Koch- oder Sprachkursen aus dem Weg schafft. Und nach 3 Jahren kann man doch auch sagen, dass stetes Wasser den Stein nicht immer hoehlt.
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딸기 티안 #4
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... was mich immer wundert. Wenn einem die Eltern des Freundes/Ehemannes nicht so richtig akzeptieren, dann wuerde ich dennen auch keine besondere Beachtung mehr schenken. Da muss natuerlich der Freund/Ehemann eine besondere Rolle einnehmen. Es ist ja schliesslich euer leben und nicht dies der Eltern.
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orosee #5
User title: Ernst ist anders.
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Probleme mit den Schwiegereltern sind ja auch im Westen nichts Neues, aber mich beunruhigt es schon, wenn Stella schreibt, dass sie die Eltern nicht sehen DARF. Ist doch etwas anderes als wenn die Eltern sie nicht sehen wollen. Stammt dieses Verbot denn vom Freund oder den Eltern?

Wenn der Stress wirklich nur von den Eltern ausgeht, wuerde ich es mit 딸기 티안 halten.

Es waere interessant zu wissen, wie alt die Eltern und der Sohn sind, und wie lange die Eltern denn schon in Deutschland leben. "Wieso" wundert mich auch, wenn sie Korea so vermissen.
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Gummibein #6
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Ich würde Deine Situation nicht auf die Herkunft schieben. Ich kenne jemanden der aus genau demselben Grund sich mit seinen Eltern verkracht hat obwohl er nichts mit Ausland zu tun hat.

Davon abgesehen würde ich mir persönlich keine Hoffnung auf eine Akzeptanz seitens seiner Eltern machen weil in Korea das Konzept Blutlinie einer der zentralen Säulen ihrer Gesellschaft ist.
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딸기 티안 #7
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Quote by Gummibein:
Davon abgesehen würde ich mir persönlich keine Hoffnung auf eine Akzeptanz seitens seiner Eltern machen weil in Korea das Konzept Blutlinie einer der zentralen Säulen ihrer Gesellschaft ist.

Das ist bei alteren Menschen aber auch nicht immer gleich. Koreaner die den Zahn der Zeit erkannt haben sind da auch etwas offener.


Es ist ja bekannt das in Korea einige Maenner Muttersoehnchen sind und die Mutter gerne die Wege des Sohnes lenkt.
Nur wuerde ich mir das an stelle der Eltern ueberlegen, sie wollen schliesslich den Lebensabend versorgt beim Sohn in einem grossen Haus leben wollen.

Ich will das auch nicht Verallgemeinern und es gibt sicher auch andere Laender wo das so ist, aber ich habe manchmal das Gefuehl, dass die Soehne halt die Altersvorsorgung der Eltern sind und sie daher so gelenkt werden. Sobalt man dan nicht mehr spurt kommen dinge wie ... deine Ausbildung hat und fast runiniert, wir haben dich Aufgezogen, wir Fininanzieren dich nicht mehr blabla. Alles schon gesehen, gehoert und gelesen.

Das ist evtl. fuer die alte Gesellschaft auch normal so, weil sie es nicht anders kennen.

Im grossen und ganzen bin ich ueber meine Schwiegereltern recht ueberrascht da sie auch eher die typischen alten koreanischen Gegebenheiten pflegen, was richtig schlimm sein kann sogar fuer meine Frau. Aber bei unserer Hochzeit waren alle durchweg Begeistert. Sogar beim Bruder meiner Frau der in Thailand Arbeitet und demnaechst seine Thai Freundin heiratet gibt es keine Probleme.
Gummibein #8
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Quote by 딸기 티안:
Im grossen und ganzen bin ich ueber meine Schwiegereltern recht ueberrascht da sie auch eher die typischen alten koreanischen Gegebenheiten pflegen, was richtig schlimm sein kann sogar fuer meine Frau. Aber bei unserer Hochzeit waren alle durchweg Begeistert. Sogar beim Bruder meiner Frau der in Thailand Arbeitet und demnaechst seine Thai Freundin heiratet gibt es keine Probleme.

Mit Blutlinie meinte ich, dass es um die eigene Gene geht. Wo die andere Hälfte der Gene herkommt ist den Koreanern nicht so wichtig aber eine Hälfte MUSS aus der Familie sein.

Adoption, eine nie verstandene Idee. Sippenhaft, eine Notwendigkeit denn unnötige Grausamkeit. Chusok. Konfuzianismus. Ahnenverehrung... All das zeigt die Wichtigkeit der Blutlinie.

Manchmal erinnert es mich an eine Löwensippe. Die erste Amtshandlung eines neuen Familienoberhauptes besteht darin all die Kinder umzubringen weil sie nicht die eigene Gene tragen.

Manchmal staune ich auch über das gegenteilige Konzept. Karneval, eine Zeit den Ehepaaren Kinderwunsch zu erfüllen wenn der Mann nicht zeugungsfähig ist. In Korea würde man Kinderlosigkeit vorziehen. Oder die Notwendigkeiten von Vaterschaftstests bzw. die gesetzlichen Regelungen von solchen Tests.
mirae (Guest) #9
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In reply to post #7
Hallo Stella,

ich war mal vor langer langer Zeit in einer ähnlichen Situation wie dein Freund, deswegen kann ich ihn gut verstehen, allerdings war ich erst 21 Jahre alt. Weiß nicht, ob ich mit 30 Jahren immer noch so handeln würde.
Meine Eltern waren auch gegen unsere Beziehung. Wir waren beide Koreaner, er ein Yoohaksaeng (also einer, der erst zum studieren nach D gekommen ist) und ich ein Isae (in D geboren). Allerdings war mein Freund 5 Jahre älter als ich und 'erst' auf dem Studiumkolleg, während ich schon längst studierte. etc..
Da ich intuitiv schon wusste, dass meine Eltern ihn nicht gutheißen würden, habe ich ihn die ersten 2 Jahre geheim gehalten, aber irgendwann hatte ich meiner Mutter davon erzählt. blablabla... Ich sagte zu ihr, sie wüsste doch gar nicht, ob er gut ist oder nicht, wenn sie ihn nicht kennt, Ob er denn mal kommen darf. Nein, nein, nein. Brauchst deinem Vater gar nicht erst davon zu erzählen. Von da an wurde es sehr schwer mit der Beziehung: Kontrollanrufe noch und nöcher, jedes Wochenende zu den Eltern fahren (er zu der Zeit in Berlin, ich in Stuttgart) und immer wieder lügen, lügen und streiten. Mich hat das ziemlich mürbe und fertig gemacht. Klar sagt man, dass es sein eigenes Leben ist und das man ein Recht auf alles hat aber at the end of the day, kannst du dein schlechtes Gewissen den Eltern gegenüber nie ausschalten.
Ich will dir den Mut nicht nehmen und ich denke, hätte ich einen längeren Atem gehabt, hätten sie vielleicht noch zugestimmt. Ich hatte nur einfach irgendwann kein Licht mehr gesehen in der ganzen Situation. Jetzt würde ich glaube ich auch weiter kämpfen, aber jetzt bin ich auch älter und stärker. Geb deinem Freund noch Zeit. 3 Jahre mag für dich total lange erscheinen, aber für seine Eltern ist die Zeit anscheinend noch nicht lange genug gewesen, sich mit der Situation anzufreunden. Eltern können ganz schöne unflexible Sturrköpfe sein und manchmal erreicht man mehr mit leisem Widerstand als mit dem Kopf durch die Wand.
Wünsche dir (euch beiden) auf alle Fälle viel Glück und Kraft!!!
Kode (Guest) #10
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Ich kann nicht absehen, ob Ihr Chancen habt oder nicht, aber was ich sagen kann, ist dass ein uneheliches Kind ein NoGo in der koreanischen Gesellschaft ist. Das ist egal, ob für die in Deutschland lebenden Koreaner oder in Korea selbst. Dass die hier lebenden Koreaner konservativer sind als in Korea finde ich nicht unbedingt, aber natürlich gibt es immer solche und solche, egal wo. Eine Scheidung ist schon nichts Rühmliches, und die Eltern sind bestimmt nicht für geschiedene Partner, nicht unwahrscheinlich sogar dagegen, wenn Kinder dabei sind noch mehr. Es sei denn, der andere Partner ist auch geschieden oder hat sonstige "Mängel".
Gummibein #11
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Quote by Kode:
Ich kann nicht absehen, ob Ihr Chancen habt oder nicht, aber was ich sagen kann, ist dass ein uneheliches Kind ein NoGo in der koreanischen Gesellschaft ist. Das ist egal, ob für die in Deutschland lebenden Koreaner oder in Korea selbst.

Man hört ja von rapide steigenden Scheidungszahlen in Korea. Wie geht man da mit Scheidungskindern um?
stella v. (Guest) #12
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hallo und vielen dank erstmal für eure zahlreichen antworten.
irgendwie sind sie so ziemlich besorgniserregend. jetzt erst recht.
ihr müsst euch das mal so vorstellen. ich selbst komme ja aus osteuropa. ich dachte bevor ich mit meinem freund zusammen war, dass die menschen da schon totaaal konservativ sind und bin immer wieder als schwarzes schaf von meiner eigenen familie da bezeichnet worden. mittlerweile sind sie alle stolz auf mich, bis auf 2 ausnahmen (die ältesten unserer familie). ich bin in deutschland aufgewachsen. meine eltern haben mich zu einer selbsbewussten frau erzogen, grade als ich sehr jung mit einem kind aufeinmal alleine da stand. wir haben uns alle sehr sehr lieb in der famile. mein freund wurde recht schnell aufgenommen bei uns. bei geb. feiern, ostern, weihnachten, überall ist er herzlich willkommen. höhepunkt ist die hochzeit einer cousine in meinem heimatland gewesen.
ich bin sehr froh und meiner familie dankbar, dass sie den menschen den ich so liebe so willkommen heisst.wir sehen alle europäisch aus, keiner, niemand, hat einen dummen kommentar aufgrund seines asiatischen aussehens gemacht. niemand. alle haben ihn mit respekt behandelt, wie ich es erwartet habe. wir alle haben ihn akzeptiert.
betrachtet man aber seine familie, die er nicht mal anruft, wenn ich in der nähe bin, sieht es eiskalt aus. ich frage mich, wie man mir und meiner tochter so kalt begegnen kann. wir sind es nicht mal wert, das sie uns einfach mal kennen lernen wollen. mich kränkt es und es tut sehr weh. in dieser sache schäme ich mich auch fürchterlich vor meiner familie. es kommt auch immer wieder zu streitereien bei meinem freund und mir. glaubt mir, da hilft kein koreanischer kochkurs, bücher über korea oder sonstiges interesse an diesem land.alles schon versucht. und wenn wir hinfliegen würden, dürften seine eltern dass niemals erfahren, weil sie vor angst umkommen würden, bei dem gedanken dass er mich in "ihr" land nimmt.
ich weiss nicht mal ob es daran liegt, weil ich ein uneheliches kind habe, also sex vor der ehe, keinen mann oder aber weil ich keine koreanerin bin. mit meinem freund brauch ich nicht mehr drüber zu reden, da es immer im geschrei endet. er meint seine eltern sind halt alt und brauchen zeit (wieviel zeit denn noch , frage ich mich).
ich hätte niemals gedacht, dass grade auf mich in der heutigen zeit sowas treffen wird. mir ist es ein rätsel, wie menschen so eiskalt sein können, obwohl sie so an gott und an das gute in den menschen glauben.
ihr seht, ich bin echt verletzt und ratlos. es beschäftigt mich jeden tag aufs neue.
das schlimmste ist, dass ich immer mehr wut auf meinen freund verspüre, weil ich finde, dass er nicht für uns kämpft. als ich ihm das sagte, meinte er ssehr ruhig und kühl zu mir : er kämpft bereits jeden tag gegen seine familie, indem er weiterhin mit mir einen gemeinsamen weg geht. anders dürfte er  aus respekt nicht gegen seine eltern kämpfen.
ich als europäerin, die recht verständnisvoll und offen ist, kann seine einstellung nicht nachvollziehen. da trennen sich unsere herkünfte extrem.
aber vielen dank für eure antworten. ich dachte schon ich werde hier vielelicht attackiert oder ähnliches aber so hat es mich sehr gefreut. dankeschön.
stella v. (Guest) #13
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und bei solchen sätzen wie : "ein uneheliches kind ist ein no go in der koreanischen gesellschaft",
wird mir wirklich anders. ich kann sowas nicht nacvollziehen, die menschen sind da gläubig und machen so was?? das passt doch vorne und hinten nicht. als unser pfarrer damals für das taufgespräch zu mir und meinem kind nach hause kam, hat er auch mit mir geschimpft wie ich es soweit habe kommen lassen können als christin. ABER er meinte, das der gott stets das gute im menschen betrachtet und er mit sicherheit schätzt, dass ich mich dennoch dafür entschieden habe alleine für mein uneheliches kind zu sorgen.
ich war nie da, aber ist das alles für die menschen da so normal? oder denken die jungen menschen und leiden die jungen menschen da auch drunter unter den alteingessenen über generationen weitergegebenen ansichten? werden die neuen generationen das so weiterleben? gibt es da keine scheidungskinder? was passiert mit den ehen die unglücklich sind? ist es tatsächlich eine andere welt da, wie mein freund immer sagt??
ich bin wahnsinnig interessiert aber zugleich auch erschrocken.
liebe grüsse
Kode (Guest) #14
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Es tut mir leid, wenn ich etwas kalt rüberkam. Ich wollte nur sagen, wie es ist. Ich wollte mich da auch nicht einmischen, aber ich sage jetzt mal meine Meinung. Wenn dein Freund sich selbst europäisch sieht, sollte er auch für euch kämpfen. Schließlich wohnt er in Deutschland und wird nicht nach Korea gehen. Seine Eltern würden vielleicht dann, wenn auch widerwillig, euch akzeptieren. Ob Du damit klar kommst, dass Du vielleicht niemals wirklich akzeptiert wirst, ist deine Entscheidung. Auch wenn's schwer fällt, solltest Du die Reaktionen der Eltern nicht persönlich nehmen. Vor 60 Jahren sah es in Deutschland auch nicht anders aus. Denke schon, dass die koreanische Gesellschaft sich langsam ändert. Es gibt viele Scheidungen in Korea, aber es immer noch etwas, womit man nicht hausieren geht. Wie gesagt, aber dein Freund sieht sich selbst als Deutscher, und dann sollte er bereit zu kämpfen, auch wenn's anstrengend ist. Meine ganz persönliche Meinung: Ultimatum setzen und dann soll er sich entscheiden.
stella v. (Guest) #15
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In reply to post #13
@koreanische schriftzeichen: es sind die eltern des mannes, den ich liebe, ich hoffe auch sehr, dass es irgendwannmal auch die grosseltern meiens kindes sein werden (wobei ich mir nicht vorstellen kann, das ich das was sie jetzt tun jemals verzeichen werden kann). ich kann sie nicht ausser acht lassen. mein freund fährt da regelmässig hin und erzählt auch hin und wieder von denen. ich werde also stets mit denen konfrontiert.ich ahbe mir immer gewünscht eine gute schwiegertochter sein zu können. in meinem herkunftsland reden wir die schwiegereltern mit mama und papa an. soweit würde es niemals bei uns kommen. wer weiss ob ich die jemals zu lebzeiten kennenlernen "darf"
@orosee. seine eltern sind beide mitt ende 70. leben seit den 60 ern in d. warum sie ihre heimat vermissen, das weiss ich nicht. ich vermute aber, sie leben nur in d. weil ihre 3 kinder hier leben. sonst wären sie bestimmt schon lange wieder in korea. und das verbot stammt von seinen eltern. sie möchten sogar nichts über mcih wissen. gar nichts.für seine eltern existiere ich nicht mal.
@gummibein: ich denke schon, das es mit der herkunft zu tun hat. zumindest sagt mein freund immer, dass korea wie eine andere welt sei. andere ansichten, respekt vor eigenen eltern, den wir in diesem ausmasse hier nicht mal kennen etc. ich weiss es nicht. ich war nie da. er ist auch der erste asiatisch stammende mensch, mit dem ich etwas zu tun habe. ich vermute nur stark, dass es doch mit der herkunft zu tun hat. ich wollte dir auch eine nachricht schreiben, aber es geht leider nicht. wie kommst du denn  dazu, das du dich so gut auskennst mit dem thema? das mit der löwensippe hat mir ja den atem geraubt. ist es in der tat so? auch das adoption in korea tabu ist?
und jemand schrieb hier noch ich könnte ja interesse zeigen durch asiatisch kochen etc., mir das land ansehen.
es ist so, ich versuche schon regelmässig asiatisch zu kochen, es klappta uch ganz gut, aber nicht um den eltern meines freundes zu imponieren, sondern einfach weils lecker ist und mein freund vom elternhaus das essen stets gegessen hat, gelesen habe ich auch schon viel, aber das sind alles so dinge, die ich ja nur für mich tue. seinen eltern wäre es wurscht, selbst wenn ich fliessend koreanisch sprechen könnte. ich bin ihren sohn nicht wert. basta. tarurig aber wahr.
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