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probleme aufgrund unterschiedlicher kulturen in der partnerschaft
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Ich Gast (Guest) #31
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In reply to post ID 33823
Hi, Stella, ich bin eine Koreanerin, die zum Studieren nach Deutschland gekommen ist. Nachdem ich die Beiträge von dir und den anderen gelesen hatte, fragte ich mich, ob es an den kulturellen Unterschiede liegt. Wie wäre es, wenn nicht du, sondern er ein uneheliches Kind hätte. Dann könnte es sein, dass seine Eltern dich guthiessen. Dann könnte es sein, dass deine Eltern deinen Freund, der eine andere Nationatität und ein uneheliches Kind von einer anderen Frau hat, nicht so warmherzig akzeptieren könnten. Oder sehe ich es falsch...Ich kenne mich nicht gut aus, wie es in so einem Fall bei Deutschen ist  :scared: .

Auf jeden Fall ist es in deiner Situation bestimmt nicht einfach, einen Ausweg zu finden. In deinem Fall ist es, nach meiner Meinung, entscheidend, welche Rolle dein Freund spielt, wie gut er die beiden Seiten vermittelt, wie weit er bereit ist, in einen Kompromiss einzugehen, usw.

Ich kann, als Frau, sehr gut nachvollziehen, wie verausgabend diese ganze Sache für dich ist und warum du wütend auf ihn bist.
Viele Mütter in Korea sagen zu ihren Töchtern, dass sie lieber keinen "guten Sohn"(wie ein gehorsamer) als Ehemann nehmen sollen. Ein guter Sohn tendiere,  beim Konflikt zwischen seinen Eltern und seiner Frau auf der Seite Elterns zu stehen, egal, warum dieser Konflikt zustande gekommen wäre.

Ich habe den Eindruck, dass er auch was Koreanisches verinnerlicht hat, z.B., er kann ein koreanisches Familienbild in seinem Unterbewusstsein haben, das er noch respektieren will. (Wenn ja, frage ich mich weiter, ob er dein Kind wie sein eigenes angenommen hat oder nicht.)

Viele koreanische Eltern sind unglaublich stur, wenn sie glauben, dass es um die Zukunft eigener Kinder oder ums Ansehen der Familie geht, leider, nach dem Motto "Ende gut, alles gut" :-/


An deiner Stelle würde ich lieber nicht viel darauf Hoffnung machen, von seinen Eltern akzeptiert zu werden, wie von deutschen Eltern, oder deinen Freund von heute auf morgen zu einem Kämpfer für euch zu verwandeln.

Ich würde lieber versuchen, innerlich mit seinen Eltern Abstand zu halten, für dich und eure Beziehung  :-) .
kev (Guest) #32
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Wie schon mehrmals erwähnt: Verschwende deine Energie nicht auf etwas, worauf du keinen Einfluss hast! Und, so schwer es auch sein mag: Nimm es nicht persönlich! Ich weiss, wie kannst du es nicht? Aber es geht nicht um dich als Person (für die Eltern), sondern deinen, hm, wie soll ich es nennen, Status? Bild? Zustand? als alleinerziehende Mutter eines unehelichen Kindes. Es ist eben dieses Konzept, das die Eltern deines Freundes nicht akzeptieren können und es geht weniger um dich als Person.

Fighting!
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iGEL (Administrator) #33
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In reply to post #31
Moin!

Quote by Ich Gast on 2011-01-21, 04:27:
Nachdem ich die Beiträge von dir und den anderen gelesen hatte, fragte ich mich, ob es an den kulturellen Unterschiede liegt. Wie wäre es, wenn nicht du, sondern er ein uneheliches Kind hätte. Dann könnte es sein, dass seine Eltern dich guthiessen. Dann könnte es sein, dass deine Eltern deinen Freund, der eine andere Nationatität und ein uneheliches Kind von einer anderen Frau hat, nicht so warmherzig akzeptieren könnten.

Hallo Ich Gast. Das ist ganz klar ein kultureller Unterschied. Natürlich gibt es auch in Deutschland viele Eltern, die den Partner aus diesem oder jedem Grund nicht mögen. Dieser Grund kann auch ein uneheliches Kind sein, auch wenn ich schon glaube, dass ein solches in Deutschland wesentlich leichter akzeptiert wird als in Korea.

Der Hauptunterschied ist aber, dass die Eltern in Deutschland kein Mitspracherecht bei der Partnerwahl haben, dies ist in Deutschland eine ganz persönliche Sache. Die Eltern müssen in der Regel schon ziemlich von der Schlechtheit eines Partners überzeugt sein, bevor sie überhaupt etwas sagen. Sie werden um Erlaubnis nicht gefragt, stattdessen wird in Deutschland die Entscheidung mitgeteilt.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
stella v. (Guest) #34
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ein dickes dankeschön an euch alle. vielen dank für die antworten. ich fühle mich hier mehr verstanden als von freunden und bekannten. die sind alle so ziemlich europäisch und haben recht wenig verständnis für sein verhalten. muss zugeben, hätte solch ein verhalten, wie es mein freund an den tag legt, diese verehrung der eltern, niemals auch nur annähernd verstanden, bevor ich selbst durch ihn als partner damit konfrontiert wurde.
die lage spitzt sich bei uns zu, das ende steht offen...... habe klar gestellt, dass alles scheinbar in der hand seiner eltern liegt ob es uns als paar weiter geben wird...
ich muss aber auch zugeben, dass sich meine sympathien gegenüber der koreanischen kultur dem ende neigen. ich hoffe ich tue niemandem hier weh mit dieser aussage, mag sein, das seine eltern auch einen einzelfall darstellen, aber ich bin zu europäisch und zu selbstbewusst erzogen worden um mich selbst schlecht zu fühlen weil ich alleinerziehend bin. und schämen tue ich mich für mein kind auch nicht. und ja, ich finde es ist definitiv ein kultureller unterschied. und man darf nicht vergessen, ich selbst komme auch aus dem hinterletzten osteuropäischen dörfchen, wo die alte babuschka noch das sagen hat.
vielen lieben dank euch allen. ihr habt mir sehr geholfen.
liebe grüsse stella
Flo-ohne-h (Moderator) #35
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In reply to post ID 33818
Quote by Dogil saram on 2011-01-20, 17:35:
Vor einigen Monaten waren wir meine Schwiegermutter in Seoul besuchen. Da sagte meine Schwiegermutter  zu unsere Tochter, Ihr Enkelkind, > Deine Mutter war dumm einen deutschen zu heiraten < . Dieser Satz nach
38 Ehejahre sagt alles.

Bei einer solchen Bemerkung frage ich mich, ob sie nicht ein erhebliches Alzheimer- o.ä. -Problem hat. Nach 38 Jahren sollte eigentlich klar sein, daß die Heiratsentscheidung nicht so schlecht war, ansonsten würde die Ehe ja nicht mehr bestehen.

Ich bin heilfroh, daß ich seit 10 Tagen nicht nur eine ganz liebe Frau sondern auch noch 2 neue liebe Schwestern, 2 Eltern, eine Oma und 15 Onkel und Tanten mit ca. 30 Cousinen und Cousins (muß mal genau nachzählen) habe. Das einzige Problem sind nur meine mangelhaften Chinesischkenntnisse. Außerdem fällt nicht jedem leicht zu akzeptieren, daß ich Nichtraucher bin. Meine Frau ist über ihre deutsche Familie auch sehr froh und liebt sie über alles.

Das ist zwar etwas OT, sollte aber als Trost stehen.
Desideria #36
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Hallo, Stella!
Dieser Thread ist ja nun schon sehr veraltet, aber ich habe ihn durchgelesen und mitgefühlt.
Dabei frage ich mich natürlich, wie es dir heute ergehen mag und wie es ausgegangen ist...
Konnte mich sowohl in deine als auch in die Situation deines Freundes hineinfühlen und es war unschwer zu erkennen, dass es für alle Beteiligten unangenehm war...

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Herzliche Grüße
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