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Korea-frust
tut mir leid, aber ich glaube ich mag Korea wirklich nicht ..
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lia #16
Member since Dec 2010 · 3 posts · Location: seoul
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In reply to post ID 33140
Hallo wieder an alle,

ich freue mich über eure Antworten, und sie haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.
Ja also ich bin nun etwas über ein halbes Jahr hier um das aufzuklären.

Ich habe damals völlig unterschätzt wie schwierig es ist, einen neuen Anfang in einem völlig anderen Land zu machen, und der Sprache nicht mächtig zu sein.

Als ich nur zu Besuch hier war, war das Urlaub, alles war neu und aufregend und somit auch viel leichter und schon gings wieder zurück.

Es ist nicht, dass ich die Koreaner nicht mag, aber ich glaube dadurch dass es so schwer ist sich zu sozialisieren (und nicht nur mit Ausländern zusammen zu sein) habe ich dann manchmal nur noch das negative wahrgenommen.

Das es umgekehrt genauso schwer sein kann, also als Ausländer in Deutschland kam mir noch gar nicht im Sinn.

Es tröstet zu sehen, dass das kein seltenes Problem zu sein scheint, wenn man "auswandert".
Ich habe mich schon gefragt, liegt das an mir? Und das ging dann doch ans Selbstbewusstsein.

Wahrscheinlich ist es bei jedem verschieden, wie schnell er Anschluss in einem neuen Land findet, aber ich kenne einige hier, die als sie hier neu waren, auch sehr einsam waren und eine schwere Zeit hatten/ haben und auch aufgegeben haben.

Ich selbst dachte, na wird mir schon nicht passieren, ich finde eigentlich überall schnell Freunde.. es kam anders und es war schon hart, man geht abends aus, überall vergnügen sich Gruppen von Koreanern, nur du, so kommt es dir vor, bist alleine.

Ja es braucht einen sehr langen Atem und Kraft, bis man die Sprache kann und dann auch in der Lage ist, gute Freundschaften mit Koreanern zu haben..

Leute kennenlernen ist eine Sache, aber gute Freundschaften, das ist etwas anderes. Und auch die richtigen Leute kennenzulernen, es gibt dann ja doch viele Leute, von denen man sich lieber freiwillig distanziert.
Und nicht zu vergessen, dass die Koreaner sehr sehr beschäftigt sind und nicht so viel Zeit haben.

Und stimmt schon, doofe Leute gibt es genauso in Deutschland :D

Das schwierigste ist wirklich, mit dem viel alleine sein zurechtzukommen. Und dann immer von selbst auch die Initiative zu greifen sein Leben in die Hand zu nehmen.. wenn ich mir nicht selbst helfe tut das niemand hier.
Also, wenn ich keine Aktivitäten starte, Koreaner kennenzulernen, dann lerne ich auch keine kennen.
Und das strengt mich manchmal sehr an, da möchte ich dann doch wieder ins geborgene Heim, wo alles viel einfacher zu sein scheint. Kopf in den Sand stecken sozusagen. Wie gesagt, es ist schon hart.

Die Sprache scheint der Schlüssel zu sein.

@Gummibein: was meinst du mit Seilschaftenkulturen?

Danke für die Aufmunterungen :-)


lg Lia
henchan (Former member) #17
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Quote by lia:
.....
Leute kennenlernen ist eine Sache, aber gute Freundschaften, das ist etwas anderes. Und auch die richtigen Leute kennenzulernen, es gibt dann ja doch viele Leute, von denen man sich lieber freiwillig distanziert.
Und nicht zu vergessen, dass die Koreaner sehr sehr beschäftigt sind und nicht so viel Zeit haben.

....


Stimmt. Freundschaften kann man nicht organisieren und planen.
Dann trällere ich jetzt mal ein Lied für dich.

When you walk through a storm, hold your head up high
And don't be afraid of the dark.
At the end of a storm is a golden sky
and the sweet silver song of a lark.
Walk on through the wind, Walk on through the rain,
though your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart
And you'll never walk alone,
you'll never, ever walk alone.
Walk on, walk on with hope in your heart
And you'll never walk alone,
You'll never, ever walk alone.
micnaumann #18
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In reply to post #16
Hast du das schon mal probiert?

- Schließ dich einer Gemeinde an. Da kann man schnell Kontakt finden.
- koreanischer Tandempartner
- Fitnessstudio
- Nebenjob oder Praktikum
- Mach einen Englischkurs

Vielleicht wissen die anderen noch was!
Flo-ohne-h (Moderator) #19
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In reply to post ID 33140
Quote by 딸기 티안:
Kopf hoch, du wirst schon was finden :)
Schlage dir aber den Vergleich jetzt aus den Kopf, Deutschland liegt ueber 8000km weit in der Ferne.
Hier ticken die Uhren anders ;)

Ich kann Tian nur unterstützen. Ich war vor 14 Monaten in der selben Situation - vielleicht sogar noch extremer. Ich war an der Uni und sollte ohne mehr als 3 Worte Koreanisch innerhalb von 2 Tagen (mit Jetlag) und ohne Freunde (aber mit netten Kollegen) mich als Professor mit einer Vorlesung etablieren. Das war ziemlich happig, aber es ging.

Nach zwei Monaten war ich wieder in D (zu Weihnachten) und bekam prompt Heimweh nach D und K als ich für zwei Wochen in Belgien war (doppeltes Heimweh ist übrigens ein sehr komisches Gefühl). Mittlerweile habe ich eine Menge gute Bekannte und Freunde und muß mich ziemlich zusammenreißen, wenn ich nicht sämtliche koreanischen Verhaltensweisen (vom Einschenken bis zur Fahrweise) in Deutschland auch ausüben möchte.

zum Thema Entfernung: ich rechne nicht 8000 km sondern 23 h (von Haustür zu Haustür) bzw. 7-8 Zeitzonen. Letzteres ist wesentlich lästiger.

Gegen Heimweh kann ich folgende Maßnahmen empfehlen:
1. Eine Heimwehnotration verkonsumieren (irgendetwas, was typisch zuhause ist, essen/trinken)
2. Anrufen
3. Ausgehen mit Freunden

Koreaner sind nicht abweisend. Meiner Erfahrung nach sind es überwiegend extrem herzliche Leute. Das merkt man aber erst sobald man zu ihnen durchgedrungen ist. Dazu muß man aber erst in ihre Gruppe aufgenommen werden. Am einfachsten geht das über Freizeitaktivitäten - Sport, Kirche, Sprachlerngruppe.
damm #20
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wie wär's, wie micnaumann schrieb, einen Englischkurs zu besuchen? Nicht am Frühmorgen, da es dann viele busy-businessmen gibt, aber am Nachmittag dieser Zeit (Uniferien) gibt es bestimmt viele Studenten etwa in deinem Alter die dann relativ viel Zeit haben als anderen :D kein TOEIC- oder TOEFL-Kurs, in dem man sich nur mit Bücher beschäftigen, sondern ein Free-Talking-Kurs(회화반) kann dir helfen, in dem man sowieso auf Englisch sprechen sollte. Aber so etwas kann auch keine große Hilfe sein. Besser wär ein fester Status (Job, Schule, Uni -in der kor. Uni gibt`s zu viel Gruppenaktivitäten).
This post was edited on 2010-12-30, 08:58 by damm.
sonamoo101 #21
Member since Sep 2008 · 10 posts
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In reply to post #16
na ja, als ich in der stadtmitte von Seoul war, wollte ich mit ein paar deutsche einreisende reden,
aber die wollten nicht mit mir reden^^;;
also ich denke viele haben angst vor neue kulturen. wie andere leute hier geschrieben haben, solltest du mal warten bis nette leute du finden kannst, und sport oder sprachkurs machen ;)

ps : du kannst auch mir hier message schreiben~
bnz #22
Member since Apr 2010 · 168 posts · Location: Darmstadt
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Lol, Angst vor Abzocke vielleicht? Ich bin auch etwas paranoid, wenn ich von Unbekannten angesprochen werde und ich klar als "Fremder" identifizierbar bin. Dafür habe ich schon zu viele Touristenfallen mit eigenen Augen gesehen. Ich weiss zwar, dass das Problem in Korea und Japan nicht sehr gross ist, dafür aber in fast allen anderen Astiatischen Ländern umso mehr.
motchinchin.blogspot.com (Guest) #23
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@micnaumann
meinst du eine Kirchengemeinde? Das waere ja wohl nur was fuer Christen und je nach Kirche auch nur was fuer Fundamentalisten.
Die anderen Ideen sind eigentlich sehr gut.

Bei einer Moeglichkeit der Integration, die man in so ziemlich ganz Europa massenhaft findet, hat Korea noch massiv Nachholbedarf, naemlich die Sportvereine. Im Coex war mal ein Vergleich der Anzahl Sportvereine verschiedener Sportarten in Korea mit der Anzahl Vereine in verschiedenen Laendern Europas oder den USA und das sah ziemlich traurig aus. Das wird aber sicher noch damit zusammehaengen das einige Koreaner einfach ueberbeschaeftigt sind und wenn sie dann mal spaetabends aus der Firma rauslaufen keine Lust mehr auf Sport haben oder sich noch an einem company dinner beteiligen muessen.

@Lia
kauf dir mal Korea unmasked, da ist das mit den Seilschaften und dem ganzen anderen Krimskrams gut beschrieben.

힘내요!
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Nomou #24
User title: Koi
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Allerdings hab ich die Sporteinrichtungen in Korea ziemlich positiv in Erinnerung.
Nicht wie in Deutschland wo öffentliche Sportplätze in der Regel so vermüllt/heruntergekommen sind dann man da wirklich keinen Sport machen kann.
Außerdem gut beleuchtet so dass man auch als busy businessman Nachts noch eine Runde Tennisspielen gehen kann.

Offtopic: Das ist mir sowieso ein Rätsel. Wieso wird es in Korea im Sommer so extrem früh dunkel und andererseits sieht man in Korea nachts so viele Leute draußen (zumindest in der Stadt) während die Straßen in Deutschland, wo es im Sommer locker bis 10, 11 Uhr nachts noch hell ist, spätestens ab 8 Uhr ausgestorben ist.
Gummibein #25
Member since Feb 2008 · 881 posts
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Quote by Nomou:
Offtopic: Das ist mir sowieso ein Rätsel. Wieso wird es in Korea im Sommer so extrem früh dunkel und andererseits sieht man in Korea nachts so viele Leute draußen (zumindest in der Stadt) während die Straßen in Deutschland, wo es im Sommer locker bis 10, 11 Uhr nachts noch hell ist, spätestens ab 8 Uhr ausgestorben ist.

Das würde ich so nicht verallgemeinern. Natürlich verläuft sich hier in Deutschland viel weil man auf die extreme Verdichtung der Bevölkerung verzichtet. Zum anderen erinnere ich mich noch an lange nächtliche Spaziergänge im menschenleeren Seoul wo man nicht glaubt, dass auf den Straßen die noch vor wenigen Stunden die längste Parkplatz der Welt war nicht einmal ein Auto am Straßenrand abgestellt ist.

Ich stimme zwar zu, dass man hier oft nach 20.00 Uhr wenn die Läden schließen die Bürgersteige hochklappen könnte aber in bestimmten "In-Gegenden" brummt noch das Leben wenn ich spät Abends nach Hause fahre und zwar so sehr, dass man zum Teil Stühle auf den Straßen gestellt hat.
lia #26
Member since Dec 2010 · 3 posts · Location: seoul
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Hallo Allerseits,

mhm ja einige Ideen sind gut.. mal gucken was ich so machen werde.. (nach dem Lernstress).
ich war mal in der Kirche, ehrlich gesagt, ich saß da und hab mich zu tode gelangweilt und
kaum was verstanden, der Pastor war mir nicht so symphatisch und die Leute ziemlich alt.
Hab dann nur auf den richtigen Moment gewartet um mich wieder zu verdrücken.

@henchan
danke für das Lied ^^

lg Lia
Dreadlock (Guest) #27
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In reply to post ID 33067
ich würd mal locker bleiben....

bist net grad ne lang zeit da....

ich war 1 jahr in korea und es gibt immer noch viel zu lernen über die kultur....

verstehen wirst du es eh net, wenn du net lange dort gelebt, und tiefgehend mit koreaner zu tun hast...

leb mal die 20 jahre in korea wie in deutschland....dann wirst du immer noch nicht alles wissen...
und zurück zu den wurzeln heisst net, dass man einer von ihnen wird....das wirst du nie....

wirst immer n mischmasch sein zu 90%deutsch wie es aussieht...

deine wurzeln sind in deutschland net in korea auch wenn dein blut vielliecht halb ist.....

bin zwar kyopo aber sehe korea als teil meiner selbst aber verwurzelt ist meine geschichte da wo ich aufgewachsen bin und finde es besser wenn man diese wurzeln nicht vergisst weil significanter....
dicke dreadlock (Guest) #28
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vergleichen der kulturen würd ich lassen....

weil jede seine eigenen gründe und geschichte hat
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