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Schülerdrill in Südkorea
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bnz #1
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Subject: Schülerdrill in Südkorea
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,733533,0…
KoreaEnte #2
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Ist ja nichts neues. Das "lustige" an der Sache ist, dass wenn man es erstmal auf eine der besten Unis geschafft hat, es fast egal ist, was man dort studiert und welche Noten man hat, man bekommt quasi automatisch einen Job. Andersherum wie bei uns wäre es wohl sinnvoller, das wissen aber auch die Koreaner selber und denen gefällt ihr eigenes System auch nicht wirklich, aber sehr schnell ändern wird man es wohl auch nicht können.
bnz #3
Member since Apr 2010 · 168 posts · Location: Darmstadt
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Ja, war nur der Pisa-Anlass, dass es mal wieder einen Artikel gab. Trotzdem finde ich es interessant, dass der Drill offensichtlich auch Ergebnisse bringt. Man könnte ja auch denken, dass das ganze kontraproduktiv sein könnte. Ich muss ehrlich sagen, dass mir beide Systeme nicht gefallen, weder das in Deutschland noch das in Korea. In Deutschland wird Bildung nicht genug geschätzt. In Korea ist es übertrieben, was man den Kindern zumutet.
KoreaEnte #4
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Es bringt aber nur was bei diesen Tests, nicht bei einem Alltagstest. Koreaner sprechen zum Beispiel schlechter Englisch als vergleichbare deutsche Schüler, weil sie im Englischunterricht auch nur auswendig lernen und nie frei englische Sätze sprechen müssen oder auf englisch diskutieren usw. (so war es auf jeden Fall vor ein paar Jahren noch).
Das deutsche System gefällt mir auch nicht unbedingt, wobei ich das Unisystem in Deutschland bis zur Bachelor/Master-Umstellung eigentlich sehr gut fand.
Goodfriend #5
User title: ~굿프렌드
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In reply to post #2
Quote by KoreaEnte:
[snip]Das "lustige" an der Sache ist, dass wenn man es erstmal auf eine der besten Unis geschafft hat, es fast egal ist, was man dort studiert und welche Noten man hat, man bekommt quasi automatisch einen Job.[snip]
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich bin auch SKY-Uni-Absolvent (nicht in einem der
internationalen Studiengänge, sondern im regulären Sudiengang) und sowohl meine
KomilitonInnen als auch meine NachfolgerInnen (=후배) mussten sehr  um einen
Arbeitsplatz kämpfen. Ähnlich habe ich gerade gestern von einer S-Uni-Absolventin
erfahren und ihr Verdienst wird wohl erst einmal bei ca. 1,2 Mio Won liegen.

Also bitte hier nicht verallgemeinern.   ;)
KoreaEnte #6
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Mhhhh...was hast du denn studiert? Macht die Note denn einen Unterschied? Wobei, hat einer mit denen du zusammen den Abschluss gemacht hast eine schlechtere Endnote als 2,0?
Goodfriend #7
User title: ~굿프렌드
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Quote by KoreaEnte:
Mhhhh...was hast du denn studiert?[snip]
Ich habe ein Fach studiert in dem die Wettbewerbsquote derzeit in Seoul bei
den Top-50 Seoul-Unis bei 1:5 bis 1:50 liegt. An der Duksung Uni z.B. etwa 1:20.
Und meine Leistungen bis zum Sophomore (was gleich dem Abi-Äquivalent ist) wurden
mir von der deutschen Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen als Gesamt-Abi-
Note mit 1,3 bewertet.

Und ja... wir hatten noch sehr viel Varianten im Zeugnis, wobei ich hinzufügen
muss, dass mein Abschluss vor A.D. 2000 war.

Aber es geht ja hier nicht um mich, sondern die allgemeine koreanische Mehrheit.
Und da ist das Bild m.E. gleich geblieben.
Goodfriend #8
User title: ~굿프렌드
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Subject: Zusatz
Da ich dem koreanischen Senioritätsgebot folgen muste
und einem älteren Komilitonen gegen die Uni-Regeln geholfen
hatte, wäre ich fast von der Uni geflogen -- aber er flehte, bettelte
und bezeugte mir, dass er mit dem Abschluss seinen Job sicher hätte.

Das liest sich jetzt ziemlich abstrakt, aber gegen die Gruppenkohäsion
und konfuzianistische Regeln kann man/frau kaum etwas entgegenhalten.


Und wie oben oben geschrieben -- es war eine SKY-Uni!

Trotzdem war sein zukünftiger Arbeitsplatz nicht gesichert...
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orosee #9
User title: Ernst ist anders.
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Erfolg = Uni + Abschlussnote + Eltern + Freunde + Netzwerk + Patronage + Beziehungen + Faehigkeiten + Anpassungsvermoegen + Geduld + Jahrgangsgroesse:Industrienachfrage + Glueck/Zufall + X

Je mehr, desto besser. Hier und anderswo und ueberall  :-D

Folgendes ist auch nicht ganz wahr, erklaert aber besser die Aengste der Schueler und Studenten:

"SKY Abschluss garantiert keine Karriere - KEIN SKY Abschluss garantiert KEINE Karriere"

Wer das glaubt, kann nachts nicht mehr schlafen (dafuer natuerlich besser studieren)  :-/
(\_ _/)
(='.'=)
('')_('')
imnida #10
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Also ich frage mich schon laenger was diese Abschluesse wert sind...
Habe mit Master und Phd Studenten aus Korea englisch gesprochen und sie haben kaum zwei zusammenhaengende Saetze rausgebracht. Eine Freundin hatte das grosse koreanische Schwimmabzeichen, aber in einem Fluss ist sie fast ertrunken, weil sie bisher nur in Schwimmbaedern mit 150 cm Wassertiefe geschwommen ist.
Wenn ich nachts um 2 Uhr die Busse mit 10jaehrigen von Nachhilfeschulen abfahren sehe, denke ich auch, ist das sinnvoll?
Wer hat die meisten Patente weltweit und wie sieht deren Pisa-Quote aus...---schlecht...
komisch....
Diese Studien sind doch alle von Theoretikern entworfen.

Genauso wurde Korea bei Umweltschutz-Studien extrem gut eingeschaetzt.
Wenn man in koreanischen Waeldern die Muellberge sieht, das persoehnliche Verhalten der Menschen betrachtet  und die Isolation der Haeuser anschaut ist das fuer mich nicht nachvollziehbar...
koreamild #11
Member since Apr 2007 · 159 posts · Location: Korea,Kim-hae
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In reply to post #4
Quote by KoreaEnte on 2010-12-09, 12:14:
Koreaner sprechen zum Beispiel schlechter Englisch als vergleichbare deutsche Schüler, weil sie im Englischunterricht auch nur auswendig lernen und nie frei englische Sätze sprechen müssen oder auf englisch diskutieren usw. (so war es auf jeden Fall vor ein paar Jahren noch).


Naja.. Ich habe hier etwas andere Meinung. Ich glaube,Koreaner sprechen zum Beispiel schlechter Englisch

als vergleichbare deutsche Schüler, weil Deutsch und Englisch relativ aehnlich sind , also sich gleich auf Latein beruehen.

Ich bin ganz sicher, Koreaner sprechen bessere Japanisch als vergleichbare deutsche Schüler, wenn sie gleich in der Schule lernen wuerden.

Heir meine ich nicht, dass koreanisches Schulesystem besser als das in Deutschland.

Ich tendiere lieber zum Diplomsystem in Deutschland.
Gast (Guest) #12
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Hm, soweit ich weiß beruhen Deutsch und Englisch nicht auf Latein, sind also keine romanischen Sprachen wie z.B. Französisch, Italienisch, Spanisch oder auch Rumänisch. Deutsch und Englisch sind sich aber insofern ähnlich, als dass sie zu den westgermanischen Sprachen gehören. Nur unserer Schrift beruht auf der Lateinischen, unsere Deutsche Sprache - und auch die Englische Sprache jedoch nicht.

Die Frage, ob Koreaner besser Japanisch lernen können als Deutsche Schüler in vergleichbarer Situation würde mich auch interessieren. Japanisch ist ja eine ganz andere Sprache und mit dem Koreanischen (und dem Deutschen ^^) nicht verwandt, gleichwohl gibt es Gemeinsamkeiten (Satzstruktur usw.) mit dem Koreanischen. Was denkt ihr darüber?

Oder anderes Beispiel:

Ist es für einen Koreaner ähnlich "leicht" Chinesisch zu lernen wie es für einen Deutschen leicht ist, Englisch zu lernen? Lernt ein deutsches Schulkind in vergleichbarer Situation schlechter Chinesisch als ein koreanisches Kind? Oder liegt das einzig und allein am Schulsystem, dass viele Koreaner so schlecht in Englisch sind? "Schlecht" bezieht sich hier auf die freien Redefertigkeiten in englischer Sprache, nicht auf Leseverstehen oder sowas...

Bin gespannt, eure Meinung dazu zu hören!
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딸기 티안 #13
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In reply to post #10
Quote by imnida on 2010-12-10, 22:06:
Also ich frage mich schon laenger was diese Abschluesse wert sind...
Habe mit Master und Phd Studenten aus Korea englisch gesprochen und sie haben kaum zwei zusammenhaengende Saetze rausgebracht. Eine Freundin hatte das grosse koreanische Schwimmabzeichen, aber in einem Fluss ist sie fast ertrunken, weil sie bisher nur in Schwimmbaedern mit 150 cm Wassertiefe geschwommen ist.
Wenn ich nachts um 2 Uhr die Busse mit 10jaehrigen von Nachhilfeschulen abfahren sehe, denke ich auch, ist das sinnvoll?
Wer hat die meisten Patente weltweit und wie sieht deren Pisa-Quote aus...---schlecht...
komisch....
Diese Studien sind doch alle von Theoretikern entworfen.

Genauso wurde Korea bei Umweltschutz-Studien extrem gut eingeschaetzt.
Wenn man in koreanischen Waeldern die Muellberge sieht, das persoehnliche Verhalten der Menschen betrachtet  und die Isolation der Haeuser anschaut ist das fuer mich nicht nachvollziehbar...

word!


schlecht Englisch ? naja nicht jeder aber wenn man in der Schule halt kaum spricht kann man auch keine ganzen Saetze ueber die Lippen bringen.
Mork vom Ork (Guest) #14
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In reply to post #12
Quote by Gast:
Japanisch ist ja eine ganz andere Sprache und mit dem Koreanischen (und dem Deutschen ^^) nicht verwandt, gleichwohl gibt es Gemeinsamkeiten (Satzstruktur usw.) mit dem Koreanischen.

Das stimmt so nicht ganz, Koreanisch und Japanisch gehören zur ural-altaischen Sprachfamilie, und sind sehr wohl verwandt.

Ist es für einen Koreaner ähnlich "leicht" Chinesisch zu lernen wie es für einen Deutschen leicht ist, Englisch zu lernen? Lernt ein deutsches Schulkind in vergleichbarer Situation schlechter Chinesisch als ein koreanisches Kind? Oder liegt das einzig und allein am Schulsystem, dass viele Koreaner so schlecht in Englisch sind? "Schlecht" bezieht sich hier auf die freien Redefertigkeiten in englischer Sprache, nicht auf Leseverstehen oder sowas...

Ich denke, deutsche und koreanische Schüler werden in Bezug auf die Grammatik in etwa die gleichen Schwierigkeiten haben Chinesisch zu lernen, da Chinesisch auf grammatikalischer Ebene mit Koreanisch überhaupt keine Gemeinsamkeiten hat. Die chin. Grammatik ist sehr einfach, und im Vergleich zur koreanischen ein Witz. Koreanisch verwendet zwar auch chin. Zeichen, aber hauptsächlich sehr alte Schreibvarianten, die das moderne Chinesisch (Putonghua) nicht mehr kennt. In Bezug auf das Lernen von Zeichen liegt deswegen natürlich ein Vorteil bei den kor. Schülern.
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딸기 티안 #15
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Quote by Mork vom Ork:
Quote by Gast:
Japanisch ist ja eine ganz andere Sprache und mit dem Koreanischen (und dem Deutschen ^^) nicht verwandt, gleichwohl gibt es Gemeinsamkeiten (Satzstruktur usw.) mit dem Koreanischen.

Das stimmt so nicht ganz, Koreanisch und Japanisch gehören zur ural-altaischen Sprachfamilie, und sind sehr wohl verwandt.

Das stimmt aber auch nicht so ganz ;)

Durch den Sprachenaufbau weist japanisch Parallelen zu den altaischen Sprachen auf aber Eingeordnet hat man sie bis heute nicht soweit ich weiss. Beim koreansich ist es das selbe wird von der einen Gruppe in altaischen Sprachfamilien gesteckt und gilt als separate Abspaltung der makro-altaischen Gruppe und die anderen sagen das es sich um eine isolierte Sprache handle. Beide haben sprachtypologische Ähnlichkeiten aber sind dennoch nicht verwandt.

Die Beweise fuer die genetische Verwandtschaft fehlen. :)
Auch Chinesisch kann man ausschliessen.
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