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Säbelrasseln in Korea
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Raining (Former member) #16
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In reply to post ID 32247
@soju ja so in der art. grundsätzlich ist jedes land in konkurrenz mit allen anderen ländern... zum glück ist ein krieg in korea auch für die länder drumherum nicht fördern.

aber grundsätzlich vertrete ich die meinung das eine machtverschiebung, egal in welche richtung von korea, auch die länder drumherum (china/usa) beeinflussen wird. die wiedervereinigung wäre für die supermächte (wirtschaftlich gesehen) nicht gut, aber auch krieg wäre für sie nicht gut (wegen den flüchtlingsströme)

der sogenannte Status Quo ist wohl für die supermächte am angenehmsten, was aber nicht für korea selbst der fall ist. ich tendiere für die wiedervereinigung das, dass korea "heilen" wird.
Christof #17
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In reply to post ID 32233
Quote by Soju:
Einfach mal lesen und darüber nachdenken:

http://www.antikrieg.com/aktuell/2010_11_24_diekoreanische…

www.antikrieg.com


Abgesehen von dem was iGEL schon geschrieben hat und was auch mein allererster Gedanke war noch ein paar Gedanken:

Da liegt eine einfachere Erklärung viel näher: die militärischen Übungen unter dem Decknamen „Hoguk“, an denen alle vier Teilbereiche der südkoreanischen Streitkräfte mit etwa 70.000 Soldaten teilnahmen, simulierten einen Angriff auf Nordkorea mit der Absicht, die Nordkoreaner zu provozieren, die dann auch so reagierten, wie erwartet werden konnte.

Also ich weiß ja nicht was der Autor für ein allgemeines Verständnis von Verhältnismäßigkeiten hat, wenn er einen Angriff auf Zivilisten als selbstverständliche und logische Folge einer militärischen Übung darstellt... egal wie "provokativ" diese sein mag. (Ich persönlich halte Nukleartests garniert mit ständig wiederholten konkreten Angriffsdrohungen für eine größere Provokation, auf die ich im übrigens auch mit militärischen Übungen reagieren würde.)

Und dass Südkorea das Ziel hatte, mit Durchführung der Übungen eine gewaltsame Reaktion hervorzurufen, halte ich diplomatisch ausgedrückt für sehr unrealistisch. Südkorea ist so noch viel stärker in die Zwickmühle gekommen, eine "angemessene" Reaktion auf die Angriffe auf seine Staatsbürger zu finden. Keine bzw. eine schwache Reaktion erweckt den Eindruck, dass man sich nicht wehren will, was zu stärkerer Agression gegen das eigene Land führt. Und eine zu starke Reaktion könnte möglicherweise einen Krieg auslösen. In diese Position wird sich wohl kein Politiker gezielt begeben.

Der Artikel würde insgesamt deutlich an Qualität gewinnen, wenn er nicht so einseitig für Nordkorea Stellung beziehen würde. Einige der genannten Punkte sind durchaus nachdenkenswert, das Gesamtwerk ist in dieser Form leider nicht ernst zu nehmen, auch da die Argumentation teilweise sich teilweise selbst widerspricht (ist wohl hin und wieder auch "nur" dem Versuch geschuldet, in jedem zweiten Satz antiamerikanische Stimmungsmache unterzubringen).
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Soju #18
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Hi Christof,

Dann erkläre mir doch mal ganz einfach warum eine Millitärübung in solch einen Ausmass gerade vor der Nase von Nordkorea geführt wird, ganz besonders vor so einer Historischen Insel !?
Nebenbei ist das schon das X-te Mannöver nach dem Cheonan Unglück mit dem Ziel Stärke zu zeigen...laut SK Regierung....warum dann nicht im Ostmeer Krieg spielen?
Ist da nicht vieleicht doch ein wenig Absicht dahinter, vielleicht den anderen aus der Reserve zu locken !?
In NK hat man leider jemand gefunden der sehr dumm und falsch reagiert hat:-(
Was denkst Du welch Reaktion Russland, China oder die USA zeigen würde, falls ein Mannöver in diesem Ausmass vor Ihre Küste stattfinden würde?...ich erinnere da gerne mal an die Kuba Krise in den 60ern...

Viele Grüsse ins Schwabenland ;-)
This post was edited on 2010-11-26, 21:34 by Soju.
Christof #19
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Klar sind Manöver immer eine gewisse Provokation bzw. ne Art von Schwanzvergleich mit dem Ziel der Abschreckung, war im kalten Krieg ja auch schon so... Zum Glück waren da auf beiden Seiten aber Leute unterwegs, die den Finger nicht so leicht am Abzug hatten (u.a. auch Kuba Krise). Dient ja neben dem Übungseffekt auch immer dazu, Stärke zu zeigen (Abschreckung), wie u.a. auch die im Norden ja gerne abgehaltene Militärparaden.
Wenn Südkorea mit einem Angriff rechnen kann/muss (siehe meine Einschätzung zu Provokation im letzten Post), kann ich schon verstehen, dass Manöver in grenznahen bzw. vom Gegner beanspruchten aber selbst kontrollierten Gebieten abgehalten werden. Der Lerneffekt ist größer, falls man dort wirklich zum Einsatz kommen sollte.. und Vertrautes Terrain ist ein riesiger taktischer Vorteil.
Welche "friedlichen" Möglichkeiten / Alternativen hat Südkorea neben Manövern, um Stärke zu zeigen? Zur Abschreckung auch ne Atombombe bauen? Da sind mir Manöver lieber.

Wie gesagt, warum sollte Südkorea Nordkorea aus der Reserve locken WOLLEN? Welchen Nutzen hat Südkorea denn von der jetzigen Situation? Klar, die Amis lösen wie zu erwarten war ihr Schutzversprechen ein Daran bestand aber wohl kein großer Zweifel, sehe ich also nicht als daraus gewonnenen Vorteil für Südkorea.

An einer solchen Situation sind am Ende immer zwei schuld, einer der provoziert und einer der sich provozieren lässt und ich will Südkorea nicht von aller Schuld freisprechen. Trotzdem hat Nordkorea deutlich überreagiert. Statt die südkoreanischen Streitkräfte zu warnen und "den Schuss vor den Bug" zu setzen lieber mit Artillerie auf Zivilisten zu schießen überspringt mindestens 4-5 dazwischenliegende mögliche und  Eskalationsstufen, die man hätte einsetzen können. Und bei der Anzahl an abgefeuerten Geschossen kann man wohl auch annehmen, dass das eine Operation mit "Rückendeckung" war. Ich sehe die größere Provokation auch hier von Nordkorea ausgehend, nicht von Südkorea.

Die Frage ist vielleicht eine ganz andere: War die Ursache wirklich das Manöver von Südkorea, wie Nordkorea behauptet oder ist die eigentliche Ursache in der nordkoreanischen Innenpolitik zu suchen? Die Unverhältnismäßigkeit deutet meiner Meinung nach zumindest darauf hin, dass das südkoreanische Manöver als vorgeschobener Grund herhalten muss und ein anderes Ziel verfolgt wurde.

Was ich hauptsächlich kritisieren wollte, ist der extrem einseitige Stil des Artikels. Ich halte das wenn ich ehrlich bin für ziemlich billige Propaganda, die zudem in Teilen unlogisch argumentiert. Wie ich ja schon sagte, sind einige der Punkte durchaus interessant. (Übertroffen wird der Artikel allerdings noch von der offiziellen nordkoreanischen Propaganda, die eigentlich nur noch zum Lachen wäre, wenn das Thema nur nicht so ernst wäre.)

Edit: Hier noch ein Link, den ich ganz interessant finde: http://www.stratfor.com/analysis/20101124_dispat…?utm_so…
This post was edited on 2010-11-26, 23:28 by Christof.
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iGEL (Administrator) #20
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In reply to post #18
Moin!
Quote by Soju:
Ist da nicht vieleicht doch ein wenig Absicht dahinter, vielleicht den anderen aus der Reserve zu locken !?
In NK hat man leider jemand gefunden der sehr dumm und falsch reagiert hat:-(
Also steht deine Meinung schon fest: Südkorea hat provoziert und "irgendjemand" in Nordkorea hat "sehr dumm" reagiert? Wie hätte dann Südkorea bzw. Japan reagieren sollen, als Nordkorea Atomwaffen und Raketen getestet hat?

Kann es nicht auch sein, dass Nordkorea eine sowieso jährlich stattfindene Übung schlicht als Vorwand benutzt hat, mal wieder auf sich aufmerksam zu machen?

Ich finde auch nicht gut, dass Südkorea direkt umstrittenen Gebieten rumschießen müssen. Auf der anderen Seite haben auch die Nordkoreaner schon dort 1999 und 2002 Konflikte provoziert, bei denen auf beiden Seiten Soldaten gestorben sind. Und insbesondere finde ich es nicht "sehr dumm", wie Nordkorea reagiert hat, sondern menschenverachtend. Wenn mich jemand provoziert, gehe ich auch nicht hin und zünde sein Haus an und lasse seine Kinder verbrennen...

Wenn man sich Videos des Angriffs ansieht, kann man ja eigentlich froh sein, dass nur vier Leute gestorben sind.

Im Ostmeer zu proben ist sicherlich kein guter Ersatz, die geographischen Eigenschaften sind sehr unterschiedlich. Das Ostmeer hat steile Küsten, ist verhältnismäßig tief und es gibt kaum Inseln, während auf an der Westküste das genaue Gegenteil gilt (Liegt daran, weil sich die koreanische Halbinsel ostwärts bewegt). Die genauen geographischen Eingeschaften des Gebietes dort kenne ich nicht, allerdings gibt es vermutlich irgendwo weiter südlich im Gelben Meer ähnliche Verhältnisse, wo die Südkoreaner hätten proben können.

Gruß, Johannes
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Flo-ohne-h (Moderator) #21
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Quote by iGEL:
Moin!
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Ist da nicht vieleicht doch ein wenig Absicht dahinter, vielleicht den anderen aus der Reserve zu locken !?
In NK hat man leider jemand gefunden der sehr dumm und falsch reagiert hat:-(
Also steht deine Meinung schon fest: Südkorea hat provoziert und "irgendjemand" in Nordkorea hat "sehr dumm" reagiert? Wie hätte dann Südkorea bzw. Japan reagieren sollen, als Nordkorea Atomwaffen und Raketen getestet hat?

Kann es nicht auch sein, dass Nordkorea eine sowieso jährlich stattfindene Übung schlicht als Vorwand benutzt hat, mal wieder auf sich aufmerksam zu machen?

Ich würde empfehlen, den sehr gut analysierten Kommentar der Tagesthemen vom 25.11.10 anzusehen. Im Prinzip wird darin gesagt, daß Kim Jong Il sich wie ein ungezogenes Kind benimmt, daß fest verspricht, sich besser zu benehmen, wenn es XXX bekommt. Dann hält es sich ein paar Tage daran und will mehr. Damit er mehr bekommt, ist er wieder ungezogen.

D.h. er tanzt der Welt auf der Nase herum. Im Prinzip kann nur China ihn zur Räson bringen. Die wollen aber erst einmal etwas mehr gebeten werden das zu tun.
Zeitghaist #22
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In reply to post ID 32238
Quote by Soju:
Denke das in der Zeit von "Kim Dae Jung" und unter "Roh Moo-Hyun" die Wiederverinigung spürbar nah war

Leider braucht man für eine Vereinigung zweier Länder mit einem komplett unterschiedlichem Wirtschaftssystem etwas mehr als sich ein paar mal an einen Tisch zu setzen und sich fotografieren zu lassen. Solange diese verrückte Familiendynastie Nordkorea leitet, wird sich in dieser Causa nichts bahnbrechendes tun. Schade!
http://goingcrazykorea.blogspot.com
henchan (Former member) #23
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Quote by Zeitghaist:
Quote by Soju:
Denke das in der Zeit von "Kim Dae Jung" und unter "Roh Moo-Hyun" die Wiederverinigung spürbar nah war

Leider braucht man für eine Vereinigung zweier Länder mit einem komplett unterschiedlichem Wirtschaftssystem etwas mehr als sich ein paar mal an einen Tisch zu setzen und sich fotografieren zu lassen. Solange diese verrückte Familiendynastie Nordkorea leitet, wird sich in dieser Causa nichts bahnbrechendes tun. Schade!

Denke ich auch. Beispiele für Wiedervereinigungen in der eher jüngeren Geschichte, aus denen man "lernen" kann,
sind ja kaum vorhanden. Zwei idiologisch, politisch und wirtschaftliche Systeme lassen sich wohl weniger bei einem
Kaffeekränzchen vereinigen. Gesellschaftliche Systeme werden ja nicht mal so aus einr Launer heraus installiert (mir fällt jetzt kein besser Begriff ein).

Wie bei Deutschland denke ich, dass eine Seite an die Wand fahren muss/wird und dann gibt es eine Chance auf eine Wiedervereinigung.

Kann mir nicht vorstellen, dass sich Vertreter zweier sehr unterschiedlicher Länder zusamensetzen und einen
Mittelweg finden. Aber wer hat in der Welt schon die deutsche Wiedervereinigung vorhersagen können.

Selbst die alliierten Stadtkommandanten von Berlin waren vom Fall der Berliner Mauer überrascht worden.

Man kann aber auch sagen, dass im Fall Berlin/Deutschland wohl auf beiden Seiten zur richtigen Zeit die
richtigen Personen gesessen haben.

Der erste oder einer der ersten Befehle des britischen Kommandanten von Berlin an die Berliner Polizei war, das sowietische Ehrenmal nahe dem Brandenburger Tor (auf W-Berliner Seite) abzusichern. Er hatte beim Fall der Berliner Mauer die Sorge, dass dort die Stimmung kippen könnte und aus einer friedlichen Feier etwas anderes sich entwickeln könnte.
Der russische Kommandant dankte ihm, schriftlich.
Es gibt noch weitere Beispiele, bei dem an "richtiger" Stelle ein realistischer und kühler Kopf entschied.

Hoffe, dass es analog auch so in Korea abläuft.
henchan (Former member) #24
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Offtopic

Ich schweife ab, aber ich bin gerade in dieser Laune.

Bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Kann es nicht vergessen, wie es damals war, als die Mauer fiel.
Im Ostblock gab es Ender der 80er täglich Veränderungen. Und eines Tages stand ich auf den Schulhof mit
meinen Klassenkammeraden. Es gab nur ein Thema. In der Nacht ist die Mauer gefallen.
Vieles war in den letzten Monaten in Europa passiert, aber dass ditt olle Ding da irgendwie porös wurde,
also nicht mehr so ne "semi permeable Membran" war, ditt hamm wa irgendwie nicht geschnallt.

Wir entschieden uns einfach mal spontan auf dem Schulhof, den Unterricht zu schwänzen und Richtung
Brandenburger Tor zu fahren.
Am Brandenburger Tor angekommen, waren wir natürlich nicht allein. Irgendwie schafften wir es auch alle,
auf diese Mauer zu klettern. Vor dem Brandenburger Tor war die Mauer anders als sonst. sie war deutlich
breiter.

Die Nationale Volksarmee hatte aber schon ein nettes Aufgebot an Soldaten auf östlicher Seite vor der Mauer
aufgestellt und irgendwie hatte keiner den Mumm, mal runter zu springen.

Dann fuhr auf westlicher Seite ein Wagen vor, aus dem eine bekannte Person ausstieg. es war Willy Brandt.
Ich hatte damals schon (wohl fast alle anderen auch) Bilder von Willy Brandt an der Berliner Mauer gesehen,
kurz nach dem sie errichtet wurde. Jetzt war die Situation aber um 180° anders, es war kein Film und man
hat es selbst miterlebt. Und alle schrien nur noch (die politische Einstellung war nur noch egal)
"Willy auf die Mauer, Willy auf die Mauer.........."

Auf die Mauer ist er nicht geklettert sondern wieder weg gefahren.

Drei oder vier Jugendliche sind aber dann doch noch von der Mauer in Richtung Osten runter gesrprungen.
Sie wollten durchs Brandenburger Tor. Aber da standen ja die Soldaten. Sie versuchten noch, mit Zigaretten
die Soldaten zu bestechen, was komplett schief ging. Sie mussten wieder zurück auf die Mauer.
Aber immerhin waren NVA Soldaten nett genug, ihnen eine Räuberleiter zu bieten. Watt ja eigentlich "Fluchthilfe"
war.

Es war schon eine besondere Zeit.

Irgendwann hamm wa uns auch verdünnisiert.

Sind abends noch einmal zurück an die Mauer vor dem Brandenburger Tor gefahren. War aber kaum mehr
ein Durchkommen, da wohl die halbe Welt den gleichen Gedanken hatte.
Ich hörte nur noch aus Lautsprechern aus dem östlichen Sektor von Berlin
"Bürger Westberlins, sie befinden sich auf militärischen Sperrgebiet. Verlassen Sie es sofort".
(Den richtigen Text hab ich nicht mehr in Erinnerung, aber der Inhalt stimmt).
Der Soldat, der dass ins Mikro schrie, war wohl sehr verbittert. Das war wohl das letzte gefecht der NVA am Brandenburger Tor. Der andere Teil, äh, der grössere Teil der Leute,war nur noch am feiern.

Wenn man sich aber beispielsweise in Gwangju im Dokumentationszentrum eine Filmdokumentation vom 18.May Massacre ansieht, hört, dass plötzlich auf unbewaffnete Demonstranten geschossen wurde (Menschen starben),
dann überlegt man schon, ob die friedliche Revolution in Deutschland nicht auch noch einen anderen Weg gnommen
hätten können.

Geschichte verläuft wohl anders, als Politiker sie sich wünschen.

Es ist nicht leicht, heute die Gefühle und Gedanken von damals hier wiederzugeben. Es war ja eine Entwicklung die sich eingliedert in mehrern Entwicklungen einer Gesamtentwicklung. Nichts passierte unabhängig.

Und das wird wohl auch für Korea gelten.
This post was edited 2 times, last on 2010-11-28, 00:23 by Unknown user.
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iGEL (Administrator) #25
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Moin!

Ich kann mir schon vorstellen, dass es ohne einen Zusammenbruch einer Seite gehen kann. Aber dazu braucht es definitiv eine andere Führung in Nordkorea, am besten natürlich demokratisch. Wenn Nordkorea nicht mehr unter Misswirtschaft und übertriebenem Militarismus leidet, wird es wirtschaftlich sicherlich schnell aufholen (Siehe China) und dann werden sich beiden Völker (die ja eigentlich eins sind) mehrheitlich wiedereinigen wollen.

Leider gibt es für die nordkoreanische Führung nur eine einzige Priorität: Ihr eigenes Überleben und ihre Macht zu sichern.

Gruß, Johannes
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This post was edited on 2010-11-28, 11:11 by iGEL.
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iGEL (Administrator) #26
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Moin!

Laut Süddeutscher steht in den auf Wikileaks.org veröffentlichten Dokumenten u.a., dass Südkorea mit dem Zusammenbruch Nordkoreas rechnet und China in diesem Fall mit großzügigen wirtschaftlichen Abkommen ködern will.

Auf der NYTimes liest sich das ein bisschen anders:
Thinking about an eventual collapse of North Korea: American and South Korean officials have discussed the prospects for a unified Korea, should the North’s economic troubles and political transition lead the state to implode. The South Koreans even considered commercial inducements to China, according to the American ambassador to Seoul. She told Washington in February that South Korean officials believe that the right business deals would “help salve” China’s “concerns about living with a reunified Korea” that is in a “benign alliance” with the United States.
Dort wird also nur von dem Fall gesprochen, dass Nordkorea kollabiert, nicht, dass sie damit rechnen.

Ich hab gerade mal danach gegooglet, aber den Original-Report noch nicht gefunden. Hat ihn jemand anders gefunden?

Gruß, Johannes
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Raining (Former member) #27
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naja, ich denke/hoffe das nordkorea kollabiert und dann unter der zustimmung von USA/China eine Wiedervereinigung stattfindet...

-> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731873,00.html
Raining (Former member) #28
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In reply to post #26
Quote by iGEL on 2010-11-29, 13:56:
Moin!

Laut Süddeutscher steht in den auf Wikileaks.org veröffentlichten Dokumenten u.a., dass Südkorea mit dem Zusammenbruch Nordkoreas rechnet und China in diesem Fall mit großzügigen wirtschaftlichen Abkommen ködern will.

Auf der NYTimes liest sich das ein bisschen anders:
Thinking about an eventual collapse of North Korea: American and South Korean officials have discussed the prospects for a unified Korea, should the North’s economic troubles and political transition lead the state to implode. The South Koreans even considered commercial inducements to China, according to the American ambassador to Seoul. She told Washington in February that South Korean officials believe that the right business deals would “help salve” China’s “concerns about living with a reunified Korea” that is in a “benign alliance” with the United States.
Dort wird also nur von dem Fall gesprochen, dass Nordkorea kollabiert, nicht, dass sie damit rechnen.

Ich hab gerade mal danach gegooglet, aber den Original-Report noch nicht gefunden. Hat ihn jemand anders gefunden?

Gruß, Johannes

XXXXXX: Von der Redaktion geschwärzt. Wichtige Hinweise zu den Depeschen...

<<249870>>

2/22/2010 9:32 10SEOUL272 Embassy Seoul SECRET

VZCZCXYZ0000 OO RUEHWEB

DE RUEHUL #0272/01 0530932 ZNY SSSSS ZZH O 220932Z FEB 10 FM AMEMBASSY SEOUL TO RUEHC/SECSTATE WASHDC IMMEDIATE 7125 INFO RUCNKOR/KOREA COLLECTIVE PRIORITY RUEHBJ/AMEMBASSY BEIJING PRIORITY 7305 RUEHKO/AMEMBASSY TOKYO PRIORITY 7377 TAGS: PREL, PGOV, KNNP, ECON, SOCI, KS, KN, JA, CH SUBJECT: XXXXX ON SINO-NORTH KOREAN RELATIONS

      • Maschinell erstellte Kleinschreibung, nur Satzanfaenge gross. ***

S e c r e t seoul 000272

Sipdis

E.o. 12958: decl: 02/22/2034 Tags: prel, pgov, knnp, econ, soci, ks, kn, ja, ch Subject: XXXXX on sino-north korean relations

Classified By: AMB D. Kathleen Stephens. Reasons 1.4 (b/d).

Summary -------

1. (S) XXXXX told the Ambassador February 17th that China would not be able to stop North Korea's collapse following the death of Kim Jong-il (KJI). The DPRK, XXXXX said, had already collapsed economically and would collapse politically two to three years after the death of Kim Jong-il. XXXXX dismissed ROK media reports that Chinese companies had agreed to pump 10 billion USD into the North's economy. Beijing had "no will" to use its modest economic leverage to force a change in Pyongyang's policies -- and the DPRK leadership "knows it." It was "a very bad thing" that Wu Dawei -- whom XXXXX characterized as "the most incompetent official in China" -- had retained his position as chief of the PRC's 6PT delegation. Describing a generational difference in Chinese attitudes toward North Korea, XXXXX claimed XXXXX and another senior PRC official XXXXX both believed Korea should be unified under ROK control. XXXXX acknowledged the Ambassador's point that a strong ROK-Japan relationship would help Tokyo accept a reunified Korean Peninsula. End summary.

XXXXX on Sino-North Korean Relations... ------------------------------------------

2. (S) During a XXXXX hosted by Ambassador Stephens that covered other topics (septel), XXXXX predicted that China would not be able to stop North Korea's collapse following the death of Kim Jong-il (KJI). The DPRK XXXXX had already collapsed economically; following the death of KJI, North Korea would collapse politically in "two to three years." XXXXX dismissed ROK media reports that Chinese companies had agreed to pump 10 billion USD into the North's economy; there was "no substance" to the reports, he said. XXXXX also ridiculed the Chinese foreign ministry's "briefing" to the ROK embassy in Beijing on XXXXXs visit to North Korea; the unidentified briefer had "basically read a Xinhua press release," XXXXX groused, adding that the PRC interlocutor had been unwilling to answer simple questions like whether XXXX had flown to Hamhung or taken a train there to meet KJI.

3. (S) XXXXX commented that China had far less influence on North Korea "than most people believe." Beijing had "no will" to use its economic leverage to force a change in Pyongyang's policies and the DPRK leadership "knows it." XXXXX acknowledged that the Chinese genuinely wanted a denuclearized North Korea, but the PRC was also content with the status quo. Unless China pushed North Korea to the "brink of collapse," the DPRK would likely continue to refuse to take meaningful steps on denuclearization.

...China's "Most Incompetent" Official... -----------------------------------------

4. (S) Turning to the Six Party Talks, XXXXX said it was "a very bad thing" that Wu Dawei had retained his position as chief of the PRC's delegation. It had been the ROK's expectation that XXXXX would be taking over from Wu. XXXXX said it appeared that the DPRK "must have lobbied extremely hard" for the now-retired Wu to stay on as China's 6PT chief. XXXXX complained that Wu is the PRC's "most incompetent official," an arrogant, Marx-spouting former Red Guard who "knows nothing about North Korea, nothing about nonproliferation and is hard to communicate with because he doesn't speak English." Wu was also a hardline nationalist, loudly proclaiming -- to anyone willing to listen -- that the PRC's economic rise represented a "return to normalcy" with China as a great world power.

...China's "New Generation" of Korea-Hands... ---------------------------------------------

5. (S) Sophisticated Chinese officials like XXXXX and XXXXX stood in sharp contrast to Wu, according to XXXXX. Citing private conversations during previous sessions of the Six Party Talks, XXXXX claimed, XXXXX believed Korea should be unified under ROK control. XXXXX were ready to "face the new reality" that the DPRK now had little value to China as a buffer state -- a view that since North Korea's 2006 nuclear test had reportedly gained traction among senior PRC leaders.

...PRC Actions In A DPRK Collapse Scenario... ---------------------------------------------

6. (S) XXXXX argued that, in the event of a North Korean collapse, China would clearly "not welcome" any U.S. military presence north of the DMZ. Again citing his conversations with XXXXX, XXXXX said the PRC would be comfortable with a reunified Korea controlled by Seoul and anchored to the United States in a "benign alliance" -- as long as Korea was not hostile towards China. Tremendous trade and labor-export opportunities for Chinese companies, XXXXX said, would also help salve PRC concerns about living with a reunified Korea. XXXXX dismissed the prospect of a possible PRC military intervention in the event of a DPRK collapse, noting that China's strategic economic interests now lie with the United States, Japan, and South Korea -- not North Korea. Moreover, XXXXX argued, bare-knuckle PRC military intervention in a DPRK internal crisis could "strengthen the centrifugal forces in China's minority areas."

...and Japan ------------

7. (S) XXXXX acknowledged the Ambassador's point that a strong ROK-Japan relationship would help Tokyo accept a reunified Korean Peninsula under Seoul's control. XXXXX asserted that, even though "Japan's preference" was to keep Korea divided, Tokyo lacked the leverage to stop reunification in the event the DPRK collapses. Stephens
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Soju #29
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Die nächste Militärübung vor der Nase von Nordkorea ist erstmal auf Anfang nächste Woche verschoben:

http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2010/12/116_78…

Wer provoziert denn jetzt hier ?
Langsam nervt mich die Situation, am Ende liest man immer nur;
Nordkorea droht mit Militärschlag, warum ist aber nicht zu lesen  :'(
Robbsen #30
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Quote by Flo-ohne-h on 2010-11-26, 01:14:
Quote by henchan:
Es gibt da etwas in Korea, was man finden muss. Wenn du es entdeckt hast,
halt es fest und lass es nie mehr los.Ich habe es gefunden, weiss
aber nicht, was es ist.

Sehr schön ausgedrückt. Stimme 100% zu. Es gibt hier einfach etwas, das Freude macht hier zu sein. Ich kann es auch nicht erklären.

Jaaaa:-)
Super gesagt!!!
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