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Soziale Gerechtigkeit in Korea
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Deluk #1
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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Subject: Soziale Gerechtigkeit in Korea
Ich hab vor einigen Tagen einen interessanten Bericht im Radio gehört.
z.Z. findet (ähnlich wie auch in Deutschland) in Korea eine lebhafte Debatte über soziale Gerechtigkeit statt.
Es fallen die gleichen Stichworte wie sie auch in Deutschland diskutiert werden: Working-Poor, Arbeitslosengeld, Steuerklassen-/höhe,...

Ich finde, dass diese Diskussion in Korea längst überfällig ist. Ich bin immer wieder erstaunt über die Müllaufsammler mit umgebauten Moppeds, Einwinker in 50°C heißen Parkhäusern, und kaugummiverkaufende Rentner in U-Bahnen. (Die List lässt sich beliebig fortsetzen) Auf der anderen Seite tragen die die Haben ihren Wohlstand sehr offen/protzig zur schau. Sei es Schmuck, Markenklamotten, Autos, usw...
Von mir gefühlt ist die Arm-Reich Schere in Korea wesentlich aufgeprägter als in Deutschland, die Leute sind aber trotzdem (gefühlt) trotzdem wesentlich zufriedener als in Deutschland.
Wie seht ihr das?
imnida #2
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Da Korea eine extreme Selbstmordrate hat, glaube ich nicht, dass die Menschen dort zufriedener sind.
Ich war oft schockiert ueber den Umgang mit Hilfspersonal.
In Europa wird wenigstens versucht alle Menschen einigermassen mit Anstand zu behandeln.
In Korea habe ich Situationen erlebt, da ist es mir eiskalt den Ruecken runtergelaufen.
Wer Geld hat, ist der Koenig, wer "dient" ist nichts wert.
Geld bestimmt ueber den Status und die Wertigkeit einer Person.
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orosee #3
User title: Ernst ist anders.
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Soziale Gerechtigkeit ist sicherlich ein erstrebenswertes, wenn auch nicht erreichbares Ziel. Allerdings waere ich nicht mehr bereit, dies ueber Steuern oder andere Abgaben wesentlich mitzufinanzieren. Auch in Korea gibt es reichlich Menschen, die im sozialen Mittelfeld leben; lediglich die Reichen sind deutlich reicher als in D und schaemen sich nicht, es zu zeigen. Vor der Seoul Station findet sich auch immer eine Handvoll "Penner", aber doch deutlich weniger als z.B. um den Koelner Hbf herum. Hier muessen die Armen eben arbeiten, statt von Hartz IV zu leben und auf Spiegel Online wuetende Kommentare gegen den Staat, Migranten usw. zu schreiben.

Gerechtigkeit ist, allen eine Chance (natuerlich nicht dieselbe Chance, aber ein gewisses Minimum) zum Start zu geben: Ausbildung vom Staat subventioniert wie in D, staatliche Universitaeten, zinslose Darlehen zu Ausbildungszwecken. Fuer die, die am Ende durchs Raster fallen, gibt es hier doch die Kirche  :rolleyes:

@Deluk: ob die Leute hier zufriedener sind mit ihrem Los, wer weiss. Es ist aber doch bekannt, dass der Deutsche nicht zufrieden ist, wenn er sich nicht beschweren kann. Vielleicht meckern Koreaner einfach nur weniger.
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Flo-ohne-h (Moderator) #4
Member since Jul 2009 · 2050 posts · Location: 深圳
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Quote by orosee:
Soziale Gerechtigkeit ist sicherlich ein erstrebenswertes, wenn auch nicht erreichbares Ziel. Allerdings waere ich nicht mehr bereit, dies ueber Steuern oder andere Abgaben wesentlich mitzufinanzieren. Auch in Korea gibt es reichlich Menschen, die im sozialen Mittelfeld leben; lediglich die Reichen sind deutlich reicher als in D und schaemen sich nicht, es zu zeigen.

Ich stimme zu, daß es in Korea als angemessen gilt den Reichtum zu zeigen. ich glaube aber nicht, daß es mehr Reiche gibt.

Quote by orosee:
@Deluk: ob die Leute hier zufriedener sind mit ihrem Los, wer weiss. Es ist aber doch bekannt, dass der Deutsche nicht zufrieden ist, wenn er sich nicht beschweren kann. Vielleicht meckern Koreaner einfach nur weniger.

Wenn ich die Zufriedenheitsstatistiken als Funktion des Reichtums anschaue, fällt immer auf, daß Deutsch gegenüber anderen Völkern mit vergleichbarem Lebensstandard unzufriedener sind. Das liegt meiner Ansicht u.a. daran, daß es lange Zeit verpönt war, Patriot zu sein, weil es mit Nationalisten gleichgesetzt wurde. Wer sein Vaterland liebt meckert einfach weniger drüber.

Koreaner haben zusätzlich noch ein enormes Gemeinschaftsgefühl und das ist ein weiterer Meckerverringerungsfaktor (ich liebe lange Worte).
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orosee #5
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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Meckerverringerungsfaktorberechnungsmethodenvereinbarungskommitteevorstandsgehaltsvereinbarungsrichtlinie

Kann beliebig fortgesetzt werden  :-D
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karingel #6
Member since Feb 2010 · 2048 posts
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@orosee
stimmt "dafür" gibt es "hier" die Kirche, die diejenigen auffängt mit Essensspenden
(genau wie auch 'Die Tafel') und mit Kleiderkammern, die als Rentner mit der "Grundsicherung"
nicht auskommen. Oder als Alleinerziehende/r mit kleinem Kind oder als die schon mit 35 Jahren für
den deutschen Arbeitsmarkt zu alt Befundenen, deren zu gering bemessener Regelsatz eben nicht
ausreicht für den ganzen Monat.
Die übrigens mit voller Absicht zu gering bemessenen Regelsätze. So spart der Staat Geld und die
Kirche springt an seiner Stelle ein.
(In Berlin leben >170.000 Kinder von AlgII, in Deutschland sind 1,8 Mio. Kinder unter 15 Jahren arm.)
Schon vor der Änderung der Sozialgesetzgebung und auch jetzt ist jeder Arbeitslose gesetzlich
verpflichtet eine angebotene Arbeitsstelle anzunehmen oder einen "Ein-Eurojob" (MAE).
Abgesehen davon das die Betroffenen sehr wohl arbeitswillig sind. Aber das Aufhetzen der abhängig
Beschäftigten gegen die "Hartz IVler" hat ja gut geklappt!
---
Back to topic- in Deutschland ist es bei diesem Thema der "inszenierte Neid". Wessen Neid/Frust
über den zu gering bezahlten Vollzeitjob auf den "faulen Hartz4ler" der ja fast so viel fürs "Nichtstun"
bekommt gelenkt wird, der denkt ja auch nicht nach warum das so ist.

In Deutschland war es schon immer etwas unfein seinen Reichtum protzig öffentlich zur Schau zu stellen.
(Das macht man unter seinesgleichen.)
Die Schere geht auch in Deutschland immer weiter auseinander, aber vieles ist davon nicht öffentlich sichtbar.
Wer wenig Geld hat ist nicht so mobil- wer viel hat, hält sich in Bereichen auf die nicht öffentlich sind.
So ist nur das Mittelfeld als solches in einer Mehrheit wahrnehmbar. Und das erweckt den Eindruck es wäre
noch nicht so schlimm bei uns.
...Vielleicht ist es auch eine Sichtweise eines Zustandes, für uns ist das Glas immer halb leer,
für die KoreanerInnen ist es halb voll.
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Soju #7
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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Soziale Gerechtigkeit ist sicherlich ein erstrebenswertes, wenn auch nicht erreichbares Ziel. Allerdings waere ich nicht mehr bereit, dies ueber Steuern oder andere Abgaben wesentlich mitzufinanzieren.
Hier muessen die Armen eben arbeiten, statt von Hartz IV zu leben und auf Spiegel Online wuetende Kommentare gegen den Staat, Migranten usw. zu schreiben.

Ja Ja alle Hartz IV Empfänger sind faul  :nuts:
Was ist den das für eine Einstellung ? Bild Zeitungs Niveau hier !!!
Ich finde unseren Sozialstaat in Deutschland wesentlich gerechter als den sehr auf USA Regeln aufgestellten Staat in Südkorea, auch wenn sich derzeit leider einiges in die falsche Richtung bewegt  :#:
Auch wenn Du Orosee jetzt in Korea arbeitest solltest Du Deine Meinung ein wenig überdenken, hoffe Du verlierst Dein Job nicht so schnell und stehst plötzlich ohne Mittel da ...
Irgendwann landest Du mal wieder in D ...dann möchte ich Deine Meinung nochmals hören ;-)

@flo
Was ist toll mit Reichtum zu Protzen ?
Und was hat das mit Patriotismus zu tun?
Frage mich bei Dir immer ob Du Dich nicht zu sehr von jemanden beeinflussen lässt...

@karingel
Guter Beitrag ~
In Deutschland war es schon immer etwas unfein seinen Reichtum protzig öffentlich zur Schau zu stellen.
Was auch gut so ist, wer damit protzt hat meiner Meinung nichts anderes und ansonsten grosse Komplexe ;-)
This post was edited on 2010-09-09, 15:43 by Soju.
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딸기 티안 #8
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na na na auf ALG2 Empfänger rumzureiten ist hier nicht die feine Sache.


Gleich wird Herr Orosee kommen und wird mal erzaehlen wie es ohne Arbeit in Korea ist :D
Und Orosee kennst du den Begrif Hartz4 eigentlich ? Wer seit 15Jahre durch Asien turn verpasst schonmal tolle Namensgebungen.


Man braucht in Korea schon ein dickes Geld polster um Arbeitslosigkeit, Krankheit, Vorsorge, Ausbildung abfangen zu können. Dafür greift einem der Staat aber auch nicht so extrem in die Tasche man muss halt selber zurück legen.

Und es gibt in Korea auch staatliche Hilfe für die, die unter einem bestimmt Einkommen liegen. Nur kenne ich so gut wie keinen die das in Anspruch nehmen. Hier heisst es Gesicht waren, ein Gesellschaftliches Problem wie ich finde.
This post was edited on 2010-09-09, 18:22 by 딸기 티안.
Goodfriend #9
User title: ~굿프렌드
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In reply to post #1
Quote by Deluk on 2010-09-08, 10:08:
Von mir gefühlt ist die Arm-Reich Schere in Korea wesentlich aufgeprägter als in Deutschland, die Leute sind aber trotzdem (gefühlt) trotzdem wesentlich zufriedener als in Deutschland.
Wie seht ihr das?
Stimmt.

Allerdings ist Arm-Reich-Kluft erheblich geringer als - sagen wir - in
den 60er und 70er Jahren, als das Wort "Mittelschicht" noch fast
ein Fremdwort in Korea war.

Was die Zufriedenheit (interkulturell betrachtet) anbelangt,
so ist der generelle Trend, wie aus der Umfrageforschung bekannt,
dass sich die RespondentInnen i.d.R. zufriedener einschätzen als
im Mittelpunkt der vorgegebenen Anwortskala.

Unabhängig von tatsächlichen objektiven Verhältnissen.
Flo-ohne-h (Moderator) #10
Member since Jul 2009 · 2050 posts · Location: 深圳
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In reply to post #7
Quote by Soju:
@flo
Was ist toll mit Reichtum zu Protzen ?
Und was hat das mit Patriotismus zu tun?
Frage mich bei Dir immer ob Du Dich nicht zu sehr von jemanden beeinflussen lässt...

Lieber Soju,

du solltest vorm Anmeckern zuerst mal meinen Text lesen.

Quote by michselbst:
Ich stimme zu, daß es in Korea als angemessen gilt den Reichtum zu zeigen. ich glaube aber nicht, daß es mehr Reiche gibt.

hier steht, daß mir auffällt, daß Koreaner Reichtum eher zeigen als Deutsche. Ich sage nicht, daß ich es gutheiße.

Quote by michselbst:
Wenn ich die Zufriedenheitsstatistiken als Funktion des Reichtums anschaue, fällt immer auf, daß Deutsch gegenüber anderen Völkern mit vergleichbarem Lebensstandard unzufriedener sind. Das liegt meiner Ansicht u.a. daran, daß es lange Zeit verpönt war, Patriot zu sein, weil es mit Nationalisten gleichgesetzt wurde. Wer sein Vaterland liebt meckert einfach weniger drüber.


Koreaner haben zusätzlich noch ein enormes Gemeinschaftsgefühl ...

Hier sage ich lediglich, daß Deutsche gegenüber anderen Nationen mit vergleichbarem Lebensstandard unzufriedener sind (laut OECD-Statistik).

Und jetzt kommt meine eigene Meinung (vorher alles nur Beobachtungen oder Literatur): Das liegt u.a. an dem geringeren Zusammengehörigkeitsgefühl verursacht durch die Ablehnung von Patriotismus über lange Jahre. Natürlich ist ständiges Meckern auch eine deutsche Spezialität.

Ich würde Dich, lieber Soju, bitten, daß Du folgendes unterscheidest ...:
- Beobachtungen, Statistiken, Fakten und Meinung
- Logische Argumentationsketten und pure Aufzählungen

und dann Dir überlegst, ob Du aus diesen Dingen überhaupt Schlußfolgerungen über mich ziehen kannst oder darfst.
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orosee #11
User title: Ernst ist anders.
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In reply to post #8
Quote by 딸기 티안:
Gleich wird Herr Orosee kommen und wird mal erzaehlen wie es ohne Arbeit in Korea ist :D

Und da isser auch schon  :-D

Klar weiss ich wie das ist... ich habe doch auch meinen alten Job in Korea verloren und es hat 9 Monate gedauert, bis ich wieder eine Stelle hier hatte. Wer hat mich dabei unterstuetzt? Niemand. Wie habe ich die Zeit finanziert? Selber. Was hat es mich gekostet? 30k+ Euro, die ich nicht wieder zurueckbekommen werde. War aber auch meine eigene Entscheidung, es so zu machen und weiterhin den gleichen Lebensstandard zu haben, Ruecklagen zu bilden usw.

Zurueck in D kann ich ja auch kostenlos im Haus meiner Eltern wohnen, ausserdem wuerde es keine 9 Monate dauern, einen Job zu finden (der ja auch nicht unbedingt in D sein muss). Mit den 30k haette ich es da lange aushalten koennen. Stand aber nicht mal ansatzweise zur Debatte.

Ich bin aber sehr skeptisch, wenn hier so schnell Zahlen rumgeworfen werden. Was heisst z.B. "Kinder <15 arm"? Heisst das, sie leben in einem armen Haushalt (also sind die Eltern arm und damit die Familie) oder sie leben alleine, oder die Eltern sind reich geben aber kein Taschengeld? Sind das 1.8 Mio. obdachlose Kinder? Oder Kinder die weniger als 100 Euro im Monat Taschengeld bekommen koennen?

Stimmt wohl aber, dass ich schon zu lange aus D weg bin, um noch sinnvoll zu einer Sozialdebatte beizutragen.  :blush:
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goom #12
Member since Mar 2010 · 352 posts
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In reply to post #1
Quote by Deluk on 2010-09-08, 10:08:
Von mir gefühlt ist die Arm-Reich Schere in Korea wesentlich aufgeprägter als in Deutschland, die Leute sind aber trotzdem (gefühlt) trotzdem wesentlich zufriedener als in Deutschland.
Wie seht ihr das?

Empfinde ich auch so...
was soll an der bild-zeitung schlecht sein ? das PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS ist unschlagbar!  :-D  :-D  :-D  :-D
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Chung-Chi #13
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Drei Beispiele aus meinem Bekanntenkreis:
Freund von mir hat einen BA Abschluss, macht aber eine Arbeit die jemand mit Highschool Diplom auch noch so grade hinkriegen wuerde. Der Chef ist ein richtiges Scheusal, mit dem es niemand aushaelt, kann meinen Freund die ganze Zeit von seinem Schreibtisch aus beobachten. Jedes Mal wenn ich diesen Freund treffe, erzaehlt er mir, wie tot ungluecklich er in seinem Job ist, er am liebsten kuendigen wuerde, sich aber nicht traut, weil er in der gegnewaertigen wirtschaftlichen Lage nichts anderes finden wuerde. Er wollte seine Freundin gerne heiraten, konnte es sich aber nicht leisten. Seine Freundin hat sogar mehr verdient als er.

Andere Freundin, MA, arbeitet in einem Job, der eigentlich fuer BA Abschluss ausgeschrieben war. Lange Arbeitszeiten, Arbeit macht ihr keinen rechten Spass. Lebt mit 34 immer noch bei den Eltern, deren Lebenshaltungskosten sie mit ihrem Gehalt mitfanzieren muessen, da ihre Eltern irgendeine finanzielle Dummheit begangen haben und die Altersvorsorge irgendwie nicht bei ihnen ankommt. Damit ist ihr Montaslohn dann schon auch so ziemlich aufgebraucht. Hat ein arrangiertes Date nach dem anderen, steht mit ihren Heiratsabsichten aber dermassen unter Druck (da es ihr einiziger Ausweg zu sein scheint), dass ihr niemand so recht gefallen will. Wuerde lieber heute kuendigen als morgen, glaubt aber, dass sie in der gegenwaertigen wirtschaftlichen Lage nichts anderes finden wuerde.

Ehemalige Studienkollegin, MA, liebt ihren neuen Job im Museum, weil sie eine Menge lernen kann. Zur gleichen Zeit weiss sie aber, dass Vertraege nach zwei Jahren so gut wie nie verlaengert werden. Fuehlt die ganze Zeit das Damoklesschwert ueber sich schweben.

Zufriedenheit sieht fuer mich anders aus. Aber vielleicht ist das ja gar nicht die Gesellschaftsschicht, die Deluk im Sinn hatte.
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Soju #14
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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In reply to post #6
@Orosee
Durch Deine Tätigkeiten in Asien konntest Du Dir aber einen schönen Buffer anlegen, und in D lebst Du halt im Haus Deiner Eltern ......Schön wenn Du so ein Glück hast  ;-)
Andere Menschen haben aber nicht das Glück sich so viel auf die Kante zu legen, da die Miete und die Lebenshaltungskosten das Geld fast komplett auffrisst ....

Ich kenne auch sehr viele Koreaner, und zufrieden ist da im Grunde keiner so richtig mit dem Leben in Korea ...Chung-Chi hat das mit Ihren Beispielen sehr gut erklärt ;-)

Wir Deutschen Nörgeln halt sehr gerne, das stimmt!  :blush:  
Asiaten schlucken die Probleme aber mit Hilfe von viel Alkohol runter ...was ist da jetzt besser!?
karingel #15
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Ich bin aber sehr skeptisch, wenn hier so schnell Zahlen rumgeworfen werden. Was heisst z.B. "Kinder <15 arm"? Heisst das, sie leben in einem armen Haushalt (also sind die Eltern arm und damit die Familie) oder sie leben alleine, oder die Eltern sind reich geben aber kein Taschengeld? Sind das 1.8 Mio. obdachlose Kinder? Oder Kinder die weniger als 100 Euro im Monat Taschengeld bekommen koennen?

Polemik. (Oder Zynismus? Unbekümmertheit? Whatever.)
Arm heißt arm.

Die Zahlen entstammen dem aktuellen Armutsbericht der Bundesrepublik Deutschland. Wenn es einen interessiert findet man auch Infos/Fakten: http://tinyurl.com/3xk3wyj
Jedem seine Meinung gegönnt;
gewisse Stammtischparolen kann ich aber nicht mehr hören/lesen, da möchte ich doch intervenieren und auch eine andere Sicht hier anbieten.
(Nochmal so > es geht nicht um 100€ Taschengeld; ein Kind z.B. unter/bis 5 Jahren
hat in seinem monatlichen Gesamtregelsatz 215€, mehr nicht, Kindergeld und eventueller
Unterhalt werden abgezogen, heiß z.B. 215€-184€ =31€, es bleiben weiterhin nur 215€ von denen über Essen zu Hause, Essen Kindergarten,Gebühr Kindergarten, Kleidung, Hustensaft, Spielzeug, Bücher (nicht wahr?!),
Kinderwagen, Hygiene..usw. alles zu begleichen ist. Wie geschrieben kann man alles finden bei Fr. Google)

Sicher sind es keine Verhältnisse wie in einem vielleicht südamerikanischem oder afrikanischen Land,
hier laufen die Kinder nicht en masse in zerrissenen Hosen und T-Sirt herum. Ist auch etwas zu kalt dafür.
so nun wieder Korea>>

Wie ist das denn jetzt mit diesem "After School Programm", das Ganztagsschulenprogramm?
Müssen die Eltern auch dafür bezahlen? Es sollte ja ein Ausgleich für sozial Schwache sein,
als Entlastung für die teuren privaten Nachhilfestunden.
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Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
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