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nach dem Studium für längere Zeit nach Korea
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magellan (Guest) #1
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Subject: nach dem Studium für längere Zeit nach Korea
Ich würde gerne nach dem Studium für eine gewisse Zeit ins Ausland, gerne nach Süd Korea. Frage ist, was sich mir als Ingenieur beruflich für Möglichkeiten bieten. Problem ist, dass ich weder Koreanisch spreche, noch sonderlich Berufserfahrung vorweisen kann (nur 6-monatiges Industriepraktikum), was aber nicht heisst, dass ich von meinem Fachgebiet keine Ahnung habe. Ich war bereits während des Studiums 1 Jahr in Japan und würde nun gerne Korea erleben. Zum Urlaub war ich bereits ein mal da, und es hat mir ganz gut gefallen.
Wäre es besser sich bei Firmen in Deutschland zu bewerben mit dem Wunsch direkt nach Korea entsendet zu werden, oder sollte ich es lieber vor Ort (bei ausländischen Firmen) versuchen?

Btw. ich studiere Elektrotechnik und Informationstechnik an einer großen TUs in Deutschland und schreibe gerade an meiner Diplomarbeit. Noten sind ganz gut, in Regelstudienzeit bin ich auch. Habe ausserdem noch ein Vordiplom in Technischer Informatik (parallel studiert). An den fachlichen Qualifikationen sollte es daher nicht scheitern.
Flo-ohne-h (Moderator) #2
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Zu Firmen kann ich Dir recht wenig sagen, aber hast Du eine Dissertation in K in Erwägung gezogen? Falls ja: Die Bewerbungsfrist läuft jeweils im Oktober und April aus. Beginn wäre der darauffolgende September bzw. März


Deutsche Ingenieure haben einen hervorragenden Ruf und es sollte recht leicht sein einen Doktorvater zu bekommen, der Dir eine ordentliche Doktorandenstelle mit Stipendium anbietet.
bnz #3
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Wie sieht es eigentlich mit Postdocs in Korea aus? Ausschreibungen sind in meinem Bereich insgesamt recht dünn und meistens nur dann zu finden, wenn jemand gerade ein Projekt genehmigt bekommen hat. Ansonsten sind meines Wissens meist kaum Gelder für teure Postdocs vorhanden und man sollte sich besser zunächst grundsätzlich um eine Eigenfinanzierung (DFG Erstantrag o.ä.) kümmern. Lohnt es sich da Deiner Meinung nach initiativ nachzufragen? Ist zwar nicht so, dass ich aktiv nach etwas in Korea suche, aber die Option wäre sicherlich interessant...
Flo-ohne-h (Moderator) #4
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Quote by bnz:
Postdocs in Korea

Meine Informationen, wie man an eine Postdoc-Stelle in Korea kommt, sind folgende (Chonbuk National University).

1. Man kann bei der Universität eine PostDoc-Stelle beantragen, für die dann 2 Mio. monatlich gegeben werden. Als Professor muß man selbst nochmal mindestens 500,000 Won monatlich drauflegen.

2. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit bei NRF eine Postdoc-Stelle in die Personalmittel mit hineinzunehmen. Allerdings kann man sich vorstellen, daß es finanziell schwierig ist bei einem Fördervolumen von 60 Mio. Won (abzüglich Overhead -> 53 Mio. Won) jährlich für den Standardantrag eine Stelle mit 30 Mio. Won unterzubringen.

3. Daneben gibt es noch Sonderprogramme wie BK 21, da sind die verfügbaren Stellen aber heiß umkämpft.

Bei 1. und 3. gibt es grundsätzlich das Problem, daß man die Stelle für einen bestimmten Bewerber beantragen muß und daß das Zeitfenster mit 2*1 Woche pro Jahr recht klein ist. Das heißt, man muß einen geeigneten Bewerber zur richtigen Zeit zur Hand haben um die Stelle evtl. zu bekommen.

Ich würde also rechtzeitig bei einem Professor in Korea nachfragen und mich dann kundig machen, wann ein solches Programm ausgeschrieben werden wird (das ist recht gut vorhersagbar). DFG ist natürlich eine Alternative. Die haben meines Wissens auch eine Menge an "Koreageldern" auch übrig, weil sich die DFG mit der NRF auf eine Zusammenarbeit geeinigt hat, allerdings kaum etwas von koreanischer Seite seitdem passiert ist, sprich die Mittel sind da, können aber nicht vernünftig abgerufen werden.

Das grundsätzliche Problem mit der Wissenschaftsförderung in Korea ist, daß alles unflexibel und bürokratisch ist (das ist die Mehrheitsmeinung meiner koreanischen Kollegen). Man muß die Mittel für ein Jahr im Vorraus genau festlegen (bis zur Zahl der geplanten Reisen oder wie oft man seine Studenten zum Essen einladen will). Die Antragsfrist ist jeweils nur eine Woche oder weniger und das Einreichen ist immer eine Geduldsprobe, weil das Onlinesystem von der NRF regelmäßig spinnt (und bei nichtkoreanischen PCs sowieso nicht funktioniert. Man braucht ein koreanisches Windows XP mit Internet Explorer version 6 oder 7 aber nicht 8). Zum Beispiel werden Anträge von der NRF-Webseite nicht akzeptiert, weil eine Leerzeile zuviel im Antragsdokument ist oder der Name aus 4 statt 3 Hangeul besteht.
bnz #5
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Na das sind ja jede Menge Infos, wo man mal drauf aufbauen und nachlesen kann. Besten Dank!!
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