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Fremdgehen von verheirateten in korea
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Pol (Guest) #1
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Subject: Fremdgehen von verheirateten in korea
hi,,

ist es gesetzlich verboten in korea fremd zu gehen wenn man verheiratet ist? bzw. kommt in korea in knast wenn man es raus kommt?
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orosee #2
User title: Ernst ist anders.
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Also vor 1-2 Jahren gab es dieses Gesetz noch, da war es ein Ereignis in der Presse, dass mal eine Frau vor Gericht gezogen ist. Ich glaube, dass es ueblicher war, dass der Ehemann das macht (ist halt ein Gesetz von Maennern, fuer Maenner gemacht).

Ein Link zum Gesetzestext (oder praezise Uebersetzung) wuerde helfen... ich habe darueber in Foren fuer Englischlehrer gelesen, die offenbar im "Privatunterricht" auch andere Angebote bekommen und sich natuerlich durch dieses Gesetz einem gewissen Risiko ausgesetzt fuehlen... ich werd's mal suchen, wenn ich Zeit habe.

Das sind dann Frauen 35+ mit Maennern unter 25  :rolleyes:
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Yush (Former member) #3
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In reply to post #1
Das Gesetz wurde letztens 2008 als mit der Verfassung vereinbar vom hoechsten koreanischen Gericht bestaetigt.

Ich habe zwar vor einigen Monaten gelesen, dass es im kor. Justizministerium Ueberlegungen gibt, dieses Gesetz zu streichen, aber seitdem habe ich nichts mehr gehoert.

Ich wuerde daher davon ausgehen, dass das Gesetz noch Gueltigkeit besitzt und auch praktiziert wird.

D.h., wenn Du dich mit einer verheirateten Frau einlaesst und erwischt wirst, besitzt der betrogene Ehemann das Recht sowohl straf- als auch zivilrechtlich gegen Dich und seine untreue Ehefrau vorzugehen. Strafrechtlich kann man zu 1-2 Jahre Gefaengnis verurteilt werden.

Ich habe mal gelesen, dass Privat-Detekteien in Korea florieren, da viele Ehemaenner und -frauen offenbar sehr misstrauisch sind bzgl. der Ehetreue des Partners.
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iGEL (Administrator) #4
User title: 이글
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Moin!

Das ist natürlich ein für uns krasses Gesetz, ich glaube, man kann mit 2 Jahren Gefängnis bestraft werden. Auch wer wissentlich mit jemand Verheiratetem schläft, kann dafür belangt werden. Allerdings muss der betrogene Ehepartner auch Anzeige erstatten, ich glaube, wenn die Polizei zufällig davon erfährt, wird kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. In sofern spielt es wahrscheinlich vor allem in Scheidungsprozessen eine Rolle (insbesondere als Drohung, um viel Entschädigung herauszupressen).

Ich glaube, der Prozess, den orosee meint, ging um was anderes (würde mich wundern, wenn Frauen das so selten anzeigen würden). Vielmehr hat ein untreuer koreanischer Mann geklagt, weil er meinte, dass seine nicht koreanische Frau (ich glaube, sie war Kanadierin) ihn nicht aufgrund dieses Gesetzes verklagen könne, da es nur für Koreaner gelten würde. Soweit ich mich erinnere, hat er den Prozess verloren.

Gruß, Johannes
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Yush (Former member) #5
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Quote by iGEL:
In sofern spielt es wahrscheinlich vor allem in Scheidungsprozessen eine Rolle (insbesondere als Drohung, um viel Entschädigung herauszupressen).


Meines Wissens kann der Ehepartner auf Basis dieses Ehebruch-Gesetzes Anzeige erstatten, nur in Verbindung mit einer Scheidungsklage. Wenn dann im Ehebruch-Gerichtsverfahren eine Verurteilung erfolgt, sind die Ehepartner automatisch geschieden. 

So ein Gesetz ist in unserer heutigen Zeit in meinen Augen geradezu eine Einladung, mithilfe eines strafrechtlichen Verfahrens, moeglichst viel Entschaedigung aus einem parallelen zivilrechtlichen Verfahren (= Scheidungsklage) herauszu-erpressen.

Vor 4-5 Jahren habe ich einen Artikel in der Donga-Ilbo gelesen, dass mehr als 70% der Maenner und ~14% der Frauen untreu seien (wobei ich glaube, dass der Frauen-Anteil heute viel hoeher liegen duerfte). Ich bin immer skeptisch bei solch extrapolierten Zahlen, aber von meinem Gefuehl her wuerde ich schon sagen, dass die "Untreue"-Rate in Korea recht hoch ist - bei beiden Geschlechtern.

Glaube daher nicht, dass dieses Gesetz in unserer Zeit die Wirkung hat, Ehebruch zu verhindern.
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딸기 티안 #6
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mhm lustig wenn man daran denkt, das es Ehefrauen gibts die Ihren Maenner Geld und die Erlaubnis fuer das hochizontale Gewerbe geben nur damit sie ja nicht Fremdgehen.


edit: schreibfehler Behoben
This post was edited 2 times, last on 2010-08-02, 12:49 by 딸기 티안.
damm #7
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In reply to post #2
Quote by orosee on 2010-07-29, 02:53:
Also vor 1-2 Jahren gab es dieses Gesetz noch, da war es ein Ereignis in der Presse, dass mal eine Frau vor Gericht gezogen ist. Ich glaube, dass es ueblicher war, dass der Ehemann das macht (ist halt ein Gesetz von Maennern, fuer Maenner gemacht).

das ist komplett falsch. es gilt auch für Männer, nicht nur für Frauen.
im Jahre 2008 wurde es vor Gericht gebracht von einer Schauspielerin, aber wurde als gesetzmäßig beurteilt. zwar es gibt immer Streit darüber, aber bleibt immer noch so.
dadurch könnte man bis zum 2 Jahren(max.) im Gefängnis sitzen, wobei man dafür aber das unbedingt beweisen muss, dass sein Partner mit Fremden Sex gehabt hat. nur mit Küssen usw. kann man leider nicht schaffen, seinen Partner ins Gefängnis zu schicken ;) (klingt komisch! :-p )
This post was edited on 2010-08-01, 04:41 by damm.
imnida #8
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Die koreanische Sexindustrie ist gigantisch. Habe mal einen Artikel gelesen (kann ich leider nicht mehr finden), in dem sie 2stellige Prozentzahlen am Anteil des koreanischen Bruttosozialprodukts genannt haben. Aber jeder kann die unzaehligen Motels und Freudenhaeuser in den Staedten sehen
Alleine schon deshalb ist dieses Gesetz lachhaft und verlogen.


Habe aber auch mal ein Gerichtsurteil aus Korea gesehen, bei dem die Frau Recht bekam sich scheiden zu lassen, weil sie seit mehreren Jahren keinen Sex mehr mit ihrem Mann hatte.

Allerdings war in Deutschland auch noch vor wenigen Jahren Homosexualitaet strafbar.

Zeiten aendern sich, vielleicht auch eines Tages das extrem patriarchalische System in Korea.
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orosee #9
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Quote by imnida:
Die koreanische Sexindustrie ist gigantisch. Habe mal einen Artikel gelesen (kann ich leider nicht mehr finden), in dem sie 2stellige Prozentzahlen am Anteil des koreanischen Bruttosozialprodukts genannt haben. Aber jeder kann die unzaehligen Motels und Freudenhaeuser in den Staedten sehen
Alleine schon deshalb ist dieses Gesetz lachhaft und verlogen.


Habe aber auch mal ein Gerichtsurteil aus Korea gesehen, bei dem die Frau Recht bekam sich scheiden zu lassen, weil sie seit mehreren Jahren keinen Sex mehr mit ihrem Mann hatte.

Allerdings war in Deutschland auch noch vor wenigen Jahren Homosexualitaet strafbar.

Zeiten aendern sich, vielleicht auch eines Tages das extrem patriarchalische System in Korea.

Wilde Zahlen kursieren, irgendwo stand mal, dass mehr als die Haelfte der koreanischen Frauen zumindest zeitweilig in der "Unterhaltungsindustrie" beschaeftigt sind - egal ob verheiratet oder nicht. Die Zahl kam mir sehr hoch vor, so dass wenn jemand mal "nur" 30% nennen wuerde, ich das schon fuer plausibel halten kann. Da wo ich wohne, leben auch die ganzen Maedels, die nur von 1 Uhr nachts bis 7 Uhr morgens arbeiten... wenn ich denen dann auf dem Weg zur Arbeit begegne, weiss ich schon bescheid (ist aber kein uebler Anblick).  :blush:

Ist auch lustig, was in den Visaregeln ueber "Unterhaltungsbranche" steht, da wird es naemlich schon ganz klar, was der koreanische Gesetzgeber wirklich davon haelt  ;-)

Wir wissen ja, was man ueber Statistiken sagt, aber es wird schon der Eindruck erweckt, Korea ist unmoralischer als Thailand (Thailand ist auf jeden Fall konservativer)... Thailands Ruf kommt wohl eher daher, das es dort so erschwinglich ist, was wiederum Frauen im Westen aergert  :cool:  :-p

Aber das ist halt Asien - es kommt auf den Schein an, nicht auf den Kern. Und wenn man schon mal beide Augen zudruecken muss.

Und was fuer Gelder aus Koreanischen Geldbeuteln in die philippinische Haushaltskasse fliessen... da kommt die Entwicklungshilfe bei weitem nicht mit. Korea hat genau die Luecke geschlossen, die die USA nach Schliessung von Clarke AFB (Angeles City) gelassen hat. Macht auch Sinn: Eine wilde Nacht in Korea finanziert locker ein ganze Wochenende auf den Flips, Flug und ein Dutzend Maedels inbegriffen. Offiziell aber geht man dahin, um Golf zu spielen  :rolleyes:

Wenn die Ehefrauen zuhause dann am selben Wochenende im Norae... ein bisserl Geld dazuverdienen, ist das wohl schon gerecht. Frage mich aber, was die Kinder daraus fuer Lehren ziehen.

Scheidung ist wohl immer noch ein Tabuthema in Korea... lieber getrennt leben (aber der Mann schon mit der neuen), bis die Kinder durch Schule und Ausbildung durch sind (Stigma Scheidungskind - kann an einer koreanischen Schule nicht gut sein). Passiert wohl vielen Frauen hier ab Mitte 30  :-/  :'(
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This post was edited on 2010-08-02, 11:33 by orosee.
Gummibein #10
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Wenn ich mir die Statistiken ansehe bin ich mir gar nicht so sicher ob die koreanische Sexindustrie wirklich so viel Größer ist als anderswo. Es könnte einfach nur präsenter sein weil die meist männderdominierte Arbeitswelt quasi institutionell offen zu den Damen bekennen während hier solche Dinge hinter einer Mauer des Schweigens passiert wie z.B. die Chefetage von VW um Herren Hartz belegen.

Andererseits halte ich gerade die Statistiken über diesen Bereich für nicht belastbar weil es meinen persönlichen Erfahrungen zu sehr widerspricht.

So geistern Zahlen von 400.000 berufsmäßige Prostituierte plus eine unbekannte Zahl von Gelegenheitsprostituierten für Deutschland durch die Gegend ebenso wie 1,2 Mio Männer die jeden Tag ihre Dienste in Anspruch nehmen sollen.

Wenn man also annimmt, dass berufsmäßige Prostitution zum Größten Teil von Frauen zwischen 18 und 40 ausgeübt wird ergibt sich so die Zahlen stimmen eine Merkwürdige Situation. Wenn man von 80 Mio Einwohner in Deutschland ausgeht, davon die Hälfte weiblich (40 Mio) und davon ein viertel in der obengenannten Altersgruppe (10 Mio) dann heisst es jede 25. Frau zwischen 18 und 40 ist eine berufsmäßige Prostituierte, was meinen Erfahrungen absolut widerspricht.

Noch unsinniger erscheint mir die Zahl der Männer. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mann (40 Mio) zwischen 16 und 70 (30 Mio) ein potenzieller Kunde ist geht JEDER Mann alle drei bis vier Wochen zu einer Prostituierten.

Trotzdem, könnte es sein, dass man die Sexindustrie in Korea als riesig empfindet weil diese Dinge sich nicht wie hier mehr oder weniger am Rande der Gesellschaft stattfindet sondern als ein Teil der Unterhaltungsindustrie?
damm ohne login (Guest) #11
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Auf Wunsch des Benutzers gelöscht.
This post was edited on 2010-12-12, 13:21 by iGEL.
imnida #12
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Hab jetzt nochmal nachgeforscht:

Laut Wikipedia gibt es in Deutschland ca 400.000 und in Korea ca. 269.000 Prostituierte.
Der Anteil zum korean. BSP liegt bei ca. 1,6%.

Irgendwie fand ich das alles viel auffaelliger in Korea. Vielleicht liegt es daran, dass es in Korea konzentrierter ist und in Deutschland mehr in Wohnungen stattfindet?
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iGEL (Administrator) #13
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In reply to post #11
Moin!

@Gummibein: Ein Fehler in deiner Statistik ist, dass du davon ausgehst, dass alle Prostituierten in Deutschland Deutsche sind. Laut Wikipedia sind aber vermutlich 50% der Prostituierten Ausländerinnen. Danach wäre es also nach deiner Auslegung ca. jede 50. deutsche Frau in der entsprechenden Altersgruppe. Zudem kommt es ja auch noch auf die wirtschaftliche Situation an. Wer seine Kontakte vor allem in der Mittelschicht hat, wird vermutlich wesentlich seltener auf eine Prostituierte treffen als jemand, der vor allem Geringverdiener kennt. Zudem wohl kaum eine Prostituierte gleich jedem von ihrem Job erzählt... ;-) Ich will nicht behaupten, dass die Zahlen stimmen, aber vorstellen kann ich mir das.

Ich finde Prostitution im Gegensatz zu Fremdgehen übrigens grundsätzlich in Ordnung. Es darf natürlich kein Zwang sein, und es ist auch kein Traumjob, aber ich kann es mir angenehmer vorstellen als etwa Reinigungskraft. Und manch eine bezeichnen das ja als "den besten Job, den ich je hatte", wie z.B. die Autorin von Fucking Berlin.

Gruß, Johannes
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This post was edited on 2010-08-02, 18:37 by iGEL.
damm #14
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In reply to post #11
ich sehe hier im Forum oft die negativen, aber meiner Meinung nach unrechten Eindrücke über Korea aus Deutschen, die schon seit mehrere Jahren in Korea wohnen. bitte, machet ihr nicht nur die solchen Freunden wie Prostituierten in Itaewon oder unqualifizierte Englischlehrer aus den USA oder die koreanischen Mädel, die nur Englische lernen und dafür gerne mit Western Sex haben wollen usw. bitte bitte, lern Koreanisch wenn ihr weiter für paar Jahren in Korea bleiben wollt, und lern die ganz normalen, vernünftigen Koreaner kennen!
ich habe in Korea viele Deutschen gesehen, die schon lange in Korea sind und irgendwie die deutschen Höflichkeit verloren aber auch die koreanischen Höflichkeit nicht gelernt haben. ich habe auch einmal den Seouler Stammtisch besucht und dort die deutschen Leuten getroffen, die sogar kein Hallo zu Neulinge sagen und kaum Blick werfen wollen.
vielleicht ist es ganz allgemeine Erscheinung, dass man sich irgendwie nicht normal.. oft negativ verändert nach mehrjährigen Aufenthalt im Ausland, denn ich hier in Deutschland auch viele Koreaner sehe, die nur in ganz kleinem Kreis (meistens in der koreanischen Kirche) bleiben und auch nicht gut Deutsch sprechen können und von außen höflich aber eigentlich übereinander schimpfen, lügen usw.
Yush (Former member) #15
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Quote by damm:
ich sehe hier im Forum oft die negativen, aber meiner Meinung nach unrechten Eindrücke über Korea aus Deutschen, die schon seit mehrere Jahren in Korea wohnen. bitte, machet ihr nicht nur die solchen Freunden wie Prostituierten in Itaewon oder unqualifizierte Englischlehrer aus den USA oder die koreanischen Mädel, die nur Englische lernen und dafür gerne mit Western Sex haben wollen usw. bitte bitte, lern Koreanisch wenn ihr weiter für paar Jahren in Korea bleiben wollt, und lern die ganz normalen, vernünftigen Koreaner kennen!

Es stimmt, dass hier im Forum sehr offen ueber Korea diskutiert wird - auch ueber unangenehme Themen. Und ich kann nachvollziehen, wenn ein Koreaner manchmal den Eindruck bekommen kann, dass Korea schlecht gemacht werden soll. Diese Schlussfolgerung ist jedoch nicht korrekt.

Diese offene Diskussionskultur, die in dieser Offenheit fuer Koreaner fremd ist und daher oft missverstanden wird, ist ein Merkmal deutscher Kultur und Mentalitaet. Wenn hier ueber kontroverse Themen wie das Ehebruch-Gesetz oder Prostitution diskutiert wird, dann nicht um ein schlechtes Bild von Korea zu malen, sondern um Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Ich weiss, dass viele Koreaner ueber Tabu-Themen nicht reden und oftmals solche Diskussionen als Angriff auf die Nationalehre verstehen. Ich kann Dir aber versichern, dass dem so nicht ist. Es ist der Unterschied zwischen kor. und dt. Kultur/Mentaliaet, z.B.:

Jedes Land hat seine hellen und dunklen Seiten. In Korea wird ueber die hellen Seiten viel geredet, und ueber die dunklen Seiten meist geschwiegen. In Deutschland wird wenig ueber die hellen Seiten geredet, und ueber die dunklen Seiten viel.

Kritik jedweder Art wird in Korea oftmals als persoenlicher Angriff verstanden und entsprechend ist die (Gegen-)Reaktion. In Deutschland ist es eher Tradition sachbezogene Kritik auch als eben solche zu verstehen.

Das Ehebruch-Gesetz halte ich in der heutigen Zeit fuer ein unwirksames und ungeeignetes Gesetz, denn es verhindert keinen Ehebruch. Die Scheidungsrate in Korea ist die hoechste der Welt, einhergehend mit hohen Untreue-Raten. Die Prostitution in Korea halte ich vom Gefuehl her fuer deutlich ausgepraegter als in Deutschland. Die Sommer in Korea sind unertraeglich heiss und schwuel.

Halte ich Korea also fuer ein schlechtes Land? Ist Korea also ein schlechtes Land?

NEIN, ganz und gar nicht! Ich liebe Korea!

Korea ist ein Land mit viel Licht aber auch Schatten. Genauso wie Deutschland. Viele korea-kennende Deutsche lieben Korea. Der Unterschied ist, dass Deutsche auch offen und kritisch ueber die Schatten diskutieren.

Wenn Du hier im Forum die vielen Beitraege durchliest, dann wirst Du schnell erkennen, dass dies hier ein Forum fuer Korea-Fans und Korea-Liebhaber ist, die offen ueber Korea reden.
This post was edited 4 times, last on 2010-08-02, 23:41 by Unknown user.
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