Forum: Overview Arbeit/Studium in Deu. & Korea - 독일과 한국에서의 일과 공부 RSS
Koreanistik-Studium in Hamburg - Ausslandsemester? Das Leben nach dem Studium?
Page:  1  2  3  4  next  
This ad is presented to unregistered guests only.
Ich_mag_Korea #1
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Subject: Koreanistik-Studium in Hamburg - Ausslandsemester? Das Leben nach dem Studium?
Hi alle zusammen,

ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken Koreanistik mit Nebenfach VWL in Hamburg zu studieren. Natürlich möchte ich mich vorher umfassend darüber informieren.

Was mich besonders interessiert ist das Auslandssemster, welches an der Uni Hamburg im Studium Pfichtprogramm ist. Jetzt hab ich im Internet ein Dokument gefunden ("Zusatzbedingungen"), wo einige wichtige Informationen, in Bezug auf das Auslandssemester in Japan, aufgeführt waren. Dort stand unter anderem, dass man für den Aufenhalt in Japan als Voraussetzung einen Kontoauszug mit min. 8.000€ vorweisen muss. 8000€!? Als ich das gelesen habe, da hab ich schon einen kleinen Schock bekommen. Gibt es für den Aufenhalt in Korea auch solche "Auflagen"? Da ich leider nicht aus einer wohlhabenden, eher im Gegenteil aus einer sehr einkommensschwachen Familie komme, habe ich da so meine Bedenken, ob ich in einem solchen Fall dieses Studium mit Aufenhalt finanzieren kann.

1. Wie sieht es sonst mit den Kosten eines solchen Aufenhaltes aus? Reichen Bafög + Auslandsbafög um die dortigen Lebenshaltungskosten zu decken? Natürlich ist das immer eine sehr personen bezogene Frage, jeder ist ja einen anderen Standard gewohnt. Zu meiner Person, ich bin es von klein an gewohnt sehr bescheidend und damit auch sparsam zu leben. Ich würde während meines Aufenhalts dort also nicht durch die Straßen ziehen und mit Geld um mich werfen.

2. Was kostet ein Flug in Richtung Korea? Gibt es da vom Bafögamt ect. Zuschläge, die man beantragen kann? Kriegt man als Student einen Rabatt?

3. Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Benötigt man eine Zusatzversicherung für das Ausland? Weiß jemand wie teuer sowas ist?

4. Muss man mit sonst irgendwelchen Kosten rechnen außer Flug, Lebenshaltung und Versicherungen?


Jetzt zu einem etwas anderem Thema, das mich beschäftigt, dreht sich leider auch indirekt um Geld. Ich bekomme bei meiner möglichen Studienwahl leider ziemlich viel Gegenwind :( Jeder versucht mir davon abzuraten: "Was willst du damit? Damit kriegst du doch keine Arbeit. Studiere doch lieber etwas Anständiges." Das macht mir echt schon zu schaffen. Vielleicht kann mir hier jemand aus eigener Erfahrung etwas berichten, sieht es für Koreanistik Studenten wirklich so schlecht aus? Kann man mit einem Koreanistik+VWL Studium etwas anfangen? Vielleicht in der koreanischen Wirtschaft Fuss fassen? Und wie sehen die Arbeitsmarktsituationen in Deutschland aus? Gerade in Hamburg ("Unser Tor zur Welt") sollte man doch einige beruflichen Perspektiven haben. Ich bin da komplett jedem Berufszweig offen.

Ich bin nicht darauf aus übermäßig Karriere zu machen, ich möchte viel lieber eine Tätigkeit haben in der ich aufgehen kann. Das Abenteuer steht da für mich im Vordergrund, Geld ist da nur zweitranging, jedoch sollte dieses Geld schon dafür reichen, dass ich einigermaßen "bequem" leben kann und vielleicht, dass noch etwas überig bleibt, womit ich meine Eltern unterstützen kann.

So fertig. Ich freue mich über jede noch so kleine Antwort :)
Flo-ohne-h (Moderator) #2
Member since Jul 2009 · 2053 posts · Location: 深圳
Group memberships: Benutzer, Globale Moderatoren
Show profile · Link to this post
Quote by Ich_mag_Korea:
8.000€

An meiner Uni (Chonbuk National U) muß ein Student einen Sponsor (Ehepartner, Eltern, naher Verwandter) vorweisen, die 10,000,000 KRW auf dem Konto mindestens haben

Quote by Ich_mag_Korea:
1. Wie sieht es sonst mit den Kosten eines solchen Aufenhaltes aus? Reichen Bafög + Auslandsbafög um die dortigen Lebenshaltungskosten zu decken? Natürlich ist das immer eine sehr personen bezogene Frage, jeder ist ja einen anderen Standard gewohnt. Zu meiner Person, ich bin es von klein an gewohnt sehr bescheidend und damit auch sparsam zu leben. Ich würde während meines Aufenhalts dort also nicht durch die Straßen ziehen und mit Geld um mich werfen.

Realistisch kommt man mit ca. 300€ pro Monat plus Studiengebühren aus, in Seoul sinds sicherlich mehr.

Quote by Ich_mag_Korea:
2. Was kostet ein Flug in Richtung Korea? Gibt es da vom Bafögamt ect. Zuschläge, die man beantragen kann? Kriegt man als Student einen Rabatt?

günstigstenfalls ca. 400€ (Air China, Turkish Airlines, Finnair). Zuschläge weiß ich nicht. Studentenrabatt gibts bei so billigen Angeboten nicht, nur bei teureren, lohnt sich also nicht.

Quote by Ich_mag_Korea:
3. Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Benötigt man eine Zusatzversicherung für das Ausland? Weiß jemand wie teuer sowas ist?

hab für 3.5 Monate 130€ bezahlt (2006).

Quote by Ich_mag_Korea:
4. Muss man mit sonst irgendwelchen Kosten rechnen außer Flug, Lebenshaltung und Versicherungen?

Studiengebühren (bei uns 2.500.000 KRW pro Semester, bei guten Noten sinds nur 600.000 KRW, bei sehr guten ist es kostenlos).

Quote by Ich_mag_Korea:
Jetzt zu einem etwas anderem Thema, das mich beschäftigt, dreht sich leider auch indirekt um Geld. Ich bekomme bei meiner möglichen Studienwahl leider ziemlich viel Gegenwind :( Jeder versucht mir davon abzuraten: "Was willst du damit? Damit kriegst du doch keine Arbeit. Studiere doch lieber etwas Anständiges." Das macht mir echt schon zu schaffen. Vielleicht kann mir hier jemand aus eigener Erfahrung etwas berichten, sieht es für Koreanistik Studenten wirklich so schlecht aus? Kann man mit einem Koreanistik+VWL Studium etwas anfangen? Vielleicht in der koreanischen Wirtschaft Fuss fassen? Und wie sehen die Arbeitsmarktsituationen in Deutschland aus? Gerade in Hamburg ("Unser Tor zur Welt") sollte man doch einige beruflichen Perspektiven haben. Ich bin da komplett jedem Berufszweig offen.

Als Geisteswissenschaftler muß Dir bewußt sein, daß der primäre Arbeitsmarkt verschwindend gering ist. D.h. die Chancen sind klein, daß Du irgendwann als Koreanist arbeitest. Ich würde VWL mit Nebenfach Koreanistik für erfolgversprechender halten. Da kannst Du relativ sicher sein etwas zu bekommen, wenn auch nicht unbedingt mit Koreabezug.


Ich hab jetzt auch eine Frage an Dich: Warum bist Du an Korea interessiert? Ich wills Dir nicht ausreden, aber das ist eine große Entscheidung. Wenn Du Dir nur vorstellst, daß die Straße in Korea mit Gold gepflastert ist, hast Du Dich kräftig geschnitten. Korea ist ein gutes Land, allerdings ist das Leben härter als in D.
Ich_mag_Korea #3
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Das ist eine gute Frage. Warum interessiere ich mich für Korea? In meinem Fall ist das so eine Sache. Ich bin die Sorte Mensch, die sich echt für fast überhaupt nichts begeistern kann. Ich wundere mich heute noch, wie ich diese 13 Jahre Schule überstehen konnte. Ein Fach langweiliger als das andere. Die Abizeit hab ich eigentlich nur durchhalten können, weil uns damals gesagt worden ist, "Nach dem Abitur steht euch die Welt offen, ihr könnt dann lernen, was ihr wollt" Dann hatte ich mein Abi und hab mich gefragt, was will ich lernen? "Du warst doch auf einem Wirtschaftsgymnasium, mach doch was mit BWL" meinte mein Vater "da kann man sicher gut Geld mit verdienen." Mit dieser Aussicht bin ich mehr oder weniger freiwillig bei der Wirtschaftsinformatik gelandet -> aktueller Stand nach 1,5 Semestern aufgehört und seitdem arbeitslos. Mit einigen der wirtschaftsbezogenen Fächern (unteranderem auch Module der VWL) konnte ich noch einigermaßen Leben, der Rest war jedoch stinklangweilig und total unbefriedigend.

Asien hingegend hat mich schon immer interessiert. Es war noch nie diese "Ich liebe Korea über alles"-Liebe, welche man, wenn man einigen Forenbeiträgen außerhalb dieses Forums glauben kann, unbedingt haben muss um da in die Richtung studieren zu können. Da frage ich mich nur immer, wie können Leute diese Liebe haben, wenn sie noch nie dort gewesen sind?

Ich habe ein gewisses Interesse, welches meiner Meinung durchaus ausreicht um in dieser Richtung zu arbeiten bzw. um dort auch mal zu Leben. Warum ich jetzt explizit Korea ausgewählt habe? Bei dem was ich alles über Asien gelesen habe, hat mir Korea einfach am Besten gefallen. Ich kann da leider nicht viel genaues zu sagen, ich war noch nie dort, aber auch gerade deshalb hab ich einen Wissensdurst, den ich mit einem solchen Studium stillen könnte. Die Entdeckung dieses Landes über das Studium mit Höhepunkt des Aufenhalts, reizt mich sehr. Ein Lehrer meinte früher zu uns: "Im Leben läuft man an vielen kleinen und großen Päckchen vorbei, nur die wenigstens sind es wirklich Wert aufgemacht zu werden." Dieses Studium ist für mich eines dieser Päckchen, oder anders gesagt, kein anderes Päckchen motiviert und interessiert mich auch nur ansatzweise, wie dieses.

Ich glaube nicht das dort alles aus Gold ist oder, dass wenn ich dort hinkomme, alle Probleme der Welt vergessen sind und ich in einem Paradies, wo Milch und Honig fließen, in aller Ruhe alt werden kann. Das ist mir schon klar und trotzdem reizt es mich, so beschwerlich es auch sein mag :)

Ich hoffe du verstehst, was ich meine. Ist zwar einiges zu lesen, aber ich denke besonders meine kleine "Vorgeschichte" war nötig um genau zu verstehen, was ich meine.

Jetzt hätte ich noch die eine oder andere Frage an dich. Kann ich davon ausgehen, dass du auch Koreanistik in Hamburg studiert hast? Wenn ja, bist du damit schon fertig? Was machst du beruflich? Ich habe woanders gelesen (Link habe ich leider nicht mehr), dass man für so einen Aufenhalt auch z.B. vorlegen kann, dass man so und so viel Bafög bekommt und damit diese "du brauchst so und so viel Geld"-Klausel übergehen kann, weißt du ob das stimmt? Eine Rückflügmöglichkeit müsste man dann zwar immernoch bescheinigen, jedoch hätte man nicht mehr das Problem damit, so eine Unsumme nachweisen zu müssen.
Avatar
goom #4
Member since Mar 2010 · 352 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Bei dem was ich alles über Asien gelesen habe, hat mir Korea einfach am Besten gefallen.

Warum nicht Japan ? (Sind zwar früher meiner Meinung nach Ars*hl*ch*r gewesen, aber die heutigen Leute scheinen o.k. zu sein. [meine erfahrung]
bnz #5
Member since Apr 2010 · 168 posts · Location: Darmstadt
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Ohje, das erinnert mich an meine Zeit als ich gerade Abi gemacht habe. Meine Eltern haben mir damals nahegelegt in die Stadt zu gehen wo mein Bruder studiert und mich 1-2 Semester zu orientieren. Ich glaube der Ratschlag war im im Nachhinein der richtigste, den sie machen konnten, um mich vor Fehlern zu bewahren. Denn man hat durch die Familie in naher Umgebung echte Vertrauenspersonen, die nicht die Eltern sind und einem in dieser Zeit bei der Umorientierung zur Selbstständigkeit helfen und zum anderen sind 2 Semester mehr oder weniger ziemlich unbedeutend, wenn man im Gegensatz dazu ein sinnloses oder spät abgebrochenes Studium sieht. Ich hatte Glück und habe gleich den richtigen Studiengang gewählt.

Was ich aber eigentlich sagen will: Deine Beweggründe für ein Koreanistikstudium hören sich wahrscheinlich für Leute, die ein paar Jahre älter sind, wirklich nicht sehr überzeugend an. Ich würde Dir dennoch raten Dir das mit Koreanistik anzusehen, aber das ganze v.a. in der Anfangsphase vom Studium eher locker zu sehen und in den ersten Semestern auch Veranstaltungen von anderen Studiengängen (nicht nur Nebenfach) zu besuchen, die auch nur entfernt in Frage kommen könnten. Leider sind die Vorstellungen von einem Studium und wie dort gearbeitet wird häufig recht falsch. Daher würde ich gerade bei einem Studiengang wie Koreanistik nicht gleich ganz auf ein Pferd setzen. Je nachdem wie schwer Deinen Eltern die Finanzierungshilfe für Dein Studium fällt, werden die eine solche Variante möglicherweise auch bevorzugen und weniger gegensteuern.

Japan ist übrigens in der Tat auch ein wirklich fantastisches Land :-)
Flo-ohne-h (Moderator) #6
Member since Jul 2009 · 2053 posts · Location: 深圳
Group memberships: Benutzer, Globale Moderatoren
Show profile · Link to this post
In reply to post #3
Quote by Ich_mag_Korea:
Jetzt hätte ich noch die eine oder andere Frage an dich. Kann ich davon ausgehen, dass du auch Koreanistik in Hamburg studiert hast? Wenn ja, bist du damit schon fertig? Was machst du beruflich?

Nein, ich habe in Erlangen studiert (was technisches). Ich bin Professor an der CBNU
Ich_mag_Korea #7
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich das bei mir nicht besonders überzeugend anhört. Das Problem ist halt wirklich bei mir, das ich mich für wenig interessiere. Na klar, ich hab auch hobbys, ich spiele gerne Computer, gehe mit Freunden weg, gucke gerne Fussball und treibe auch hin und wieder Sport. Nur da sehe ich keine wirkliche Möglichkeit in diese Richtung zu studieren.

Als Geisteswissenschaftler muß Dir bewußt sein, daß der primäre Arbeitsmarkt verschwindend gering ist. D.h. die Chancen sind klein, daß Du irgendwann als Koreanist arbeitest.
Auf der Internetpräsenz der Uni Hamburg fand ich zu dem Studiengang im Bezug auf die berufliche Perspektive folgende Sätze:
Unsere Absolventen sind tätig in so unterschiedlichen Bereichen wie Handel, Wissenschaft und Interessenverbänden. Die Berufsaussichten sind im Vergleich zu anderen Geisteswissenschaften als sehr gut zu betrachten.
Das hat mich schon leicht positiv gestimmt, jedoch werde ich das nicht überbewerten, denn mir ist auch klar, dass die Verantwortlichen sowas wie "Man kriegt nach dem Studium einfach keine Arbeit" nicht schreiben würden, sondern hier eher versuchen etwas die Werbetrommel zu drehen.


Gibt es hier vielleicht Leute, die mir aus erster Hand erzählen können, wie es ihm/ihr damals nach dem Koreanistik-Studium erging?
Flo-ohne-h (Moderator) #8
Member since Jul 2009 · 2053 posts · Location: 深圳
Group memberships: Benutzer, Globale Moderatoren
Show profile · Link to this post
Quote by Ich_mag_Korea:
Als Geisteswissenschaftler muß Dir bewußt sein, daß der primäre Arbeitsmarkt verschwindend gering ist. D.h. die Chancen sind klein, daß Du irgendwann als Koreanist arbeitest.
Auf der Internetpräsenz der Uni Hamburg fand ich zu dem Studiengang im Bezug auf die berufliche Perspektive folgende Sätze:
Unsere Absolventen sind tätig in so unterschiedlichen Bereichen wie Handel, Wissenschaft und Interessenverbänden. Die Berufsaussichten sind im Vergleich zu anderen Geisteswissenschaften als sehr gut zu betrachten.
Wenn Du Dir meine Aussage und die PR-Aussage vergleichst, steht bei beiden dasselbe drinnen. Da es kaum Bedarf für Koreanisten gibt, müssen sie nach dem Studium als etwas anderes arbeiten.
bnz #9
Member since Apr 2010 · 168 posts · Location: Darmstadt
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Wenn Dir ein Kontakt zu einem Koreanistik Studenten wichtig ist, dann frage einen der Professoren Dich an einen Sprecher oder engagierten Studenten zu vermitteln, den Du ein paar Fragen stellen kannst. Wenn die Professoren da nicht vollkommen desinteressiert sind, dann werden die das sicher sehr gerne tun. Ansonsten hat Flo-ohne-h vollkommen recht, dass eine solche Formulierung von offizieller Quelle eigentlich nichts gutes heissen kann...
bnz #10
Member since Apr 2010 · 168 posts · Location: Darmstadt
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
Noch zur Studienfachwahl: Hochschulen bieten in der Regel Studienberatungen an wo man durchaus noch Anregungen hernehmen kann auf die man vielleicht von alleine nicht kommt. Wenn Du eine solche noch nicht besucht hast, würde ich Dir das dringend empfehlen bevor Du eine Entscheidung triffst. Diese Angebote werden meiner Erfahrung nach viel zu wenig genutzt.
Ich_mag_Korea #11
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post #9
Da habt ihr schon recht. Aus dem Blickwinkel habe ich es gar nicht betrachtet. Die kleine Hoffnung, dass man mit diesem Studium generell irgendetwas anfangen kann, was der Text ja auch aussagt, hat mich in der Sache wohl etwas geblendet.

@bnz Danke für die gute Idee, da werde ich mich mal die Tage dransetzen :)
Ich_mag_Korea #12
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
In reply to post #10
So eine Beratung habe ich schon gemacht, ist leider nicht viel bei herumgekommen. Naja ich muss vielleicht auch dazu sagen, ich stehe sowieso solchen Beratungen eher skeptisch gegenüber. Auf der Realschule damals hatte mir ein Berater gesagt ich solle meine Erwartungen herunterschrauben und eine Ausbildung zum Industriemeachniker machen. Er habe aus meinem Zeugnis und Interessen erkennen können, dass ich hervorragende Voraussetzungen für diesen Berufszweig habe. Viele Alternativen hat er für mich nicht gesehen. Auf welcher Basis er dieses Urteil gefällt hat, weiss ich heute immer noch nicht. Und als ich ihn dann nach Abitur gefragt habe, da hat er einfach nur geschmunzelt. Das war damals ein Schlag ins Gesicht.

Die nette Frau der Studienberatung hat mich im Grunde auch nur ausgefragt und mir nur wenige Vorschläge gemacht. Sie hatte zwar mit Kunst einen interessanten Ansatz, nur leider hab ich auf diesem Gebiet absolut gar keine Begabung. Was mich zum Lachen gebracht hat, ich aber im nachhinein durchaus gar nicht uninteressant fand, war als sie mir gesagt hat, ich könne ja vielleicht Leute beraten.
Avatar
iGEL (Administrator) #13
User title: 이글
Member since Jan 2005 · 3493 posts · Location: Berlin
Group memberships: Administratoren, Benutzer
Show profile · Link to this post
Moin!

Zunächst mal: Ich war zwar nur ein paar Tage in Japan, aber es scheint deutlich teuer zu sein als Korea. In Korea ist das Preisniveau meiner Meinung nach halbwegs vergleichbar mit Deutschland. Wenn du an einer Uni studierst und Auslandssemester an einer Partneruni machst, wird dir meines Wissens die Studiengebühr meist erlassen. Aber da wird dir die Uni sicher genaueres zu sagen können.

Aber wenn du noch nicht genau weißt, was du machen willst, wieso nimmst du dir nicht erstmal etwas Zeit und schaust dir die Welt an. Viele Länder bieten Work&Holiday-Visa an (auch Korea), mit dem man sich ein Stück des Aufenthalts dort finanzieren kann. Sind wahrscheinlich nicht so tolle Jobs, aber besser als nichts. Lesen ist gut, aber Erfahrung sammeln ist besser. ;-)

Ich vermute, wenn du später in Korea arbeiten willst, ist Koreanistik keine so gute Wahl. Die Sprache kann man auch so lernen, du solltest dich lieber auf etwas konzentrieren, was dort gebraucht wird. Aktuell sind das sicher am ehesten Ingenieure, usw. Aber wer weiß, wie das aussieht, wenn du mit dem Studium fertig bist.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Ich_mag_Korea #14
Member since Jul 2010 · 11 posts
Group memberships: Benutzer
Show profile · Link to this post
@iGEL Danke für deine Antwort ;)

Mein Bruder studiert WIng. Diesen Studiengang kann ich für mich zu 100% ausschließen :D

Ich würde mir sehr gerne die Welt angucken, nur ist das wieder eine Frage des Geldes. Soweit ich weiss muss man für sowas auch schon gut 3000€ einplanen. Wenn ich alle meine Ersparnisse einsetze und noch ein paar Monate arbeite, dann könnte ich das vielleicht bezahlen. Dennoch, ich gehe mal davon aus, dass ich nicht mit mehr Geld wiederkomme, als ich hingefahren bin und dann hab ich kein Geld mehr übrig um zu studieren.

Mir fällt gerade auf, wie oft ich eigentlich von Geld spreche und wie oft Geld immer wieder ein Grund hierfür oder dafür ist... Ist schon traurig wie sehr man davon abhängig ist. Bildung ist wohl immer noch ein Privileg. Naja, ich will mal nicht vom Thema abschweifen.
Flo-ohne-h (Moderator) #15
Member since Jul 2009 · 2053 posts · Location: 深圳
Group memberships: Benutzer, Globale Moderatoren
Show profile · Link to this post
In reply to post #13
Quote by iGEL:
Zunächst mal: Ich war zwar nur ein paar Tage in Japan, aber es scheint deutlich teuer zu sein als Korea. In Korea ist das Preisniveau meiner Meinung nach halbwegs vergleichbar mit Deutschland.

Das Preisniveau in Japan ist deutlich höher als in Korea. Außer Schnaps, Fisch und Tofu sind eigentlich alle Lebensmittel teurer als in D. Ich war 3 Monate als Gastwissenschaftler in Yonezawa. Ich habe ne ganze Menge Geld ausgegeben. Man kann aber auch für 6-9€ ordentlich Essen gehen. Mensaessen gibts für 3-5€.

Ich denke, daß die koreanischen Preise ungefähr die Hälfte der japanischen sind. Weiterhin muß man wissen, daß es in Japan kaum Preisunterschiede zwischen verschiedenen Orten gibt, an denen man etwas kauft. Wenn man einen 12er Pack Dosen Cola kauft, zahlt man fast immer genau den 12-fachen Preis, den man am Getränkeautomaten vor dem Haus oder auf dem Fujisan zahlt. Es bringt also in Japan fast nichts einen günstigeren Preis zu suchen
Close Smaller – Larger + Reply to this post:
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
Special characters:
Page:  1  2  3  4  next  
Go to forum
Not logged in.
Lost password · Register
Current time: 2020-11-24, 01:23:16 (UTC +01:00)  ·  Impressum  ·  Datenschutz