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Frisch verheiratet möchten wir nach Deutschland...
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kaeguri #1
Member since Jun 2009 · 4 posts · Location: Frankfurt
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Subject: Frisch verheiratet möchten wir nach Deutschland...
Hallo liebe Forumsmitglieder,

Ich habe mich schon kreuz und quer durch das Internetuniversum geschlagen und das eine oder andere Telefonat mit garstigen Ausländerbehördemitarbeiterinnen geführt, aber bin entweder zu blöd oder schon zu verwirrt um zu verstehen was für Optionen uns bleiben...

Mein koreanischer Freund und ich haben uns bei seinem Aufenthalt in Deutschland kennengelernt. Er war zum Deutsch lernen und dann arbeiten dort, ich habe im Nebenfach Koreastudien studiert. Als er dann schließlich eine richtig gute Arbeit fand wurde sein Arbeitsvisum nicht genehmigt und er musste nach Korea zurück, was direkt zusammenfiel mit meinem zuvor geplanten Studentenaustausch in Seoul.

Nun haben wir vor circa drei Wochen hier in Seoul standesamtlich geheiratet und haben uns darum bemüht, jede Apostille und jede Kopie zu machen, damit die Ehe auch in Deutschland anerkannt wird. (Haben uns dabei an die Anleitungen der deutschen Botschaft hier gehalten.)

Wir möchten jedoch nach Beendigung meines Austausches im Herbst/Winter diesen Jahres gemeinsam wieder zurück nach Deutschland ziehen. Dazu forsche ich also seit einer Woche wie seine Aufenthaltsgenehmigung und damit am Besten auch gleich Arbeitserlaubnis zu beantragen ist, bzw. was von den vielen Optionen die richtige ist.

Hat jemand hier schon Erfahrungen damit gemacht oder weiß genaueres zu den Papieren und zur eventuellen Vorarbeit, die wir hier in Seoul schon mal leisten könnten, Bescheid?

Es würde mich auch freuen ein bisschen darüber zu hören, was für Erfolgschancen bei der Arbeitserlaubnis bestehen (da, soweit ich weiß, die Aufenthaltsgenehmigung nicht verweigbar ist)... es war schon eine sehr große Enttäuschung, wie unlogisch und unfreundlich die Ausländerbehörde in Frankfurt gehandelt hat als es um die letzte Erlaubnis ging.

Vielen Dank schon mal für alle lieben Antworten!

kaeguri
Channel (Guest) #2
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Subject: Arbeitserlaubnis
Hallo Kaeguri,

Hmm......du musst uns die Situation nochmal etwas näher erläutern.

Ich weiß, dass es merkwürdigerweise bei einigen Ausländerbehörden einfacher ist die Arbeitserlaubnis zu erlangen als in anderen Städten !! Manche sind sehr restriktiv und unfreundlich....andere hingegen sehr kulant.

habe dazu einige Fragen.

1. Was haben denn die Ausländerbehörden als Grund genannt?

Ich weiß, dass die manchmal Stress machen. Ich weiß, dass .... als mein Vater damals vor 20 Jahren an der Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter eingestellt wurde .... die Ausländerbehörde dies nicht genehmigen wollte. Dann hat der Professor da angerufen und denen gesagt, dass er aber genau ihn haben möchte. Dann haben sie ihm wohl die Genehmigung gegeben.

Falls er BWL oder Ingenieurwissenschaften studiert hat....
ist es vielleicht ganz geschickt es erstmal bei einer koreanischen Firma zu versuchen.
Da könnte man einfach argumentieren, dass man eine Fachkraft sucht, die ebenfalls Koreanisch spricht. und diese ist ja des Öfteren von Deutschen nicht leicht zu besetzen. =)
Wie gesagt......oder falls er gut Englisch kann.....Könnte man argumentieren.....die Firma suche jemanden mit Deutsch-, Englisch- und Koreanischkenntnissen.

Also im Grunde genommen MÜSSEN sie ihm eine Aufenthaltsgenehmigung sowie Arbeitsgenehmigung bei einer Heirat erteilen.

Ich kenne einen Bekannten (Palestinänser), der hat mit seiner Freundin ein Kind bekommen als die beiden noch studiert haben. Der hat dann direkt als das Kind da war Arbeitserlaubnis (nicht nur 90 Tage, sondern ganz normal) und Aufenthalt für 3 Jahre bekommen. Davor musste der jedes Jahr zum Ausländeramt rennen. 


Die beiden haben nach dem sTudium geheiratet ... allerdings in Dänemark.
Die Hochzeit soll vollkommen anerkannt werden ...wäre aber viel weniger Papierkram als eine Hochzeit in Deutschland oder sonst in einem anderen nicht-EU Ausland.
Das wäre sonst zu viel Papierkram.

Aber im Grunde genommen brauchst du dir da keine Sorgen zu machen.
Sie MÜSSEN die Arbeitserlaubnis erteilen.
Sonst ....du bist doch noch Studentin. Geh doch mal zur ASTA. Die haben doch da immer ne Rechtsberatung.
Oder hol dir ne Rechtsschutzversicherung für 80 Euro im Jahr. Ich hab zwar keine, aber ne Freundin von mir hat das und lässt sich immer bei diversen Sachen dort dann beraten.

Weiß nicht wie ich dir sonst helfen kann .....=(
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딸기 티안 #3
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Hallo Kaeguri,


du hast schon wie bereits geschrieben dich um alle Urkunden bemueht. Hast du auch schon die wichtigen Sachen ins deutsche Uebersetzen lassen ? Tag der Eheschliessung mit Ort und Datum mit Beglaubigung. Denn musst deine Ehe in Deutschland noch anerkennen lassen. Dies macht das Standesamt deiner Stadt.

Wenn Ihr nach Deutschland kommt, dann braucht Ihr beide einen Wohnsitz. Das beste ist immer, falls Ihr euch eine Wohnung nehmt das er mit als Mieter im Vertrag steht. Das erweckt dann immer noch einen besseren Eindruck auf die Auslaenderbehoerde. Die ja in jeder Stadt und Bundesland sehr unterschiedlich Aggiert.

Wenn Ihr eure Ehe in Deutschland anerkannt lassen habt dann steht dem Visum eigentlich nichts mehr im Wege.
Er wuerde erstmals ein 3Jahres Familienvisa bekommen ohne Arbeitsbeschraenkung.

Es koennte jetzt aber passieren, dass durch die Neuregelung 2006 er zu einem Integrationskurs muss. Das koennte man aber abkuertzen indem er eine Arbeit hat oder sein deutsch Nachweisen kann :)

Da du Studentin bist und er ja erstmal ohne Visa Einreisen wird, denke bitte daran das Ihr hoechstwarscheinlich einen Buergen braucht der euch auf dem "Papier" Finanziel den Ruecken staerkt. Am besten die Eltern, dass Vermoegen muss ja nicht Nachgewiesen werden.
This post was edited on 2010-07-13, 08:01 by 딸기 티안.
Flo (Guest) #4
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Dein koreanischer Ehemann kann Visumsfrei nach Deutschland einreisen und dann bei der zustaendigen Auslaenderbehoerde die Aufenthaltserlaubnis beantragen. Diese umfasst meiner Kenntniss nach auch eine Arbeitserlaubnis bzw. dieser duerfte nichts entgegen stehen. Nach einigen Jahren kann er dann eine Niederlassungserlaubnis beantragen, die, anders als die Aufenthaltserlaubnis, nicht zeitlich begrenzt ist.
Ob er ein Sprachzertifikat nachweisen muss, haengt auch von der Behoerde ab. Da er vermutlich schon sehr gut Deutsch spricht, koennte ggf. eine persoenliche Vorsprache ausreichen oder er hat sogar schon ein entsprechendes Sprachzeugnis. Mir wurde sogar gesagt, dass statt Sprachnachweis auch ein Hochschulabschluss ausreicht ("geringer Integrationsbedarf"). An Dokumenten wurde mir genannt: original koreansiche Hochschulurkunde und Ehezeugnis sowie englische oder deutsche Uebersetzung. Aber dies ist wohl auch gewissermassen Ermessungssache der Aemter. Da Du selbst noch Studentin bist, koennte es jedoch besondere Regelungen bzw. finanziellem Nachweis geben. Ich glaube das einfachste ist, wenn Du dich direkt an die Auslaenderbehoerde an Deinem Wohnsitz wendest und Eure Situation schilderst.

Wichtig natuerlich, alle Dokumente mit Apostille.


Gruss
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iGEL (Administrator) #5
User title: 이글
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Moin!

Nehmt am besten schon aus Korea Kontakt zu eurem Standesamt, der Ausländerbehörde und der deutschen Botschaft auf. Dann wird das schon klappen. Den Rest haben die Vorredner ja schon geschrieben. :)

Zur Hochzeit in Dänemark: Es mag einfach sein, aber man wird dort auch ziemlich abgefertigt. Mein Cousin hat gerade in Nordborg geheiratet, und seine Trauung hat sage und schreibe 3 Minuten gedauert, ohne Übertreibung!

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
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Chung-Chi #6
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seine Trauung hat sage und schreibe 3 Minuten gedauert, ohne Übertreibung!

Das ist, wenn man im Seoul im Standesamt heiratet auch nicht anders!  ;-) Die Beamte hat bei uns noch nicht mal "Herzlichen Glueckwunsch" gesagt.  :rolleyes:
Flo-ohne-h (Moderator) #7
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In reply to post #5
Quote by iGEL:
Zur Hochzeit in Dänemark:....seine Trauung hat sage und schreibe 3 Minuten gedauert, ohne Übertreibung!

Bei meinen Bruder in Erlangen warens auch nur 10 min und die Standesbeamtin hat etwas gestänkert, weil meine Schwägerin nicht einen Doppelnamen wollte sondern den Nachnamen meines Bruders angenommen hat. Sie wurde dabei durch ihre Eltern unterstützt, weil der Familienname etwas ähm... blöd klingt.
Yush (Former member) #8
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In reply to post #1
Vorausgesetzt, alle Dokumente zur Anerkennung der Heirat sind korrekt vorhanden, besitzt die Ausländerbehoerde keine rechtliche Grundlage die Aufenthaltserlaubnis für Deinen koreanischen Ehemann zu verweigern. Das Wichtigste ist also zunächst darauf zu achten, dass ALLE Dokumente vorhanden und korrekt sind.

Ausnahmen gelten, wenn schwer wiegende Ausweisungsgründe (z. B. schwere Straftaten) vorliegen oder vorher ein Einreise- und Aufenthaltsverbot wegen einer Abschiebung oder Ausweisung entstanden ist.

Desweiteren ist es wichtig - wie bereits von anderen erwaehnt - dass ihr Nachweise über eure finanzielle (Selbst-)Versorgung vorlegt.

Der Aufenthaltstitel ist zunächst auf 3 Jahre befristet. Danach kann Dein Ehemann einen Antrag auf Niederlassungserlaubnis stellen (= unbefristete Aufenthaltserlaubnis).

Im Aufenthaltstitel ist in der Regel die Arbeitserlaubnis bereits enthalten. D.h. sobald Dein Ehemann die befristete Aufenthaltserlaubnis erhält, erhält er gleichzeitig eine Arbeitserlaubnis im Aufenthaltstitel integriert. Inwieweit oder ob die Arbeitserlaubnis mit Einschränkungen versehen ist, sollte in der fuer Euch zuständigen Ausländerbehörde erfragt werden.
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딸기 티안 #9
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In reply to post #6
Quote by Chung-Chi:
seine Trauung hat sage und schreibe 3 Minuten gedauert, ohne Übertreibung!

Das ist, wenn man im Seoul im Standesamt heiratet auch nicht anders!  ;-) Die Beamte hat bei uns noch nicht mal "Herzlichen Glueckwunsch" gesagt.  :rolleyes:

bei mir waren es nur die Unterschriften und 2 Tage Bearbeitung. Man muss in Korea naemlich nicht vor den Altar tretten um zu Heiraten da reicht der Antrag aus. ^^ Ich hatte 1 Woche spaeter aber noch eine Traditionelle Hochzeit.
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