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Nationalismus in Südkorea
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딸기 티안 #46
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In reply to post ID 26856
Quote by Flo-ohne-h:
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Quote by Raining:
Patriotismus und Nationalismus trennen, kann sein...

Für mich gibt's da eine ganz klare Trennung:
Patriotismus: Liebe zum Vaterland
Nationalismus: Patriotismus+irrationales Denken, daß das eigene Vaterland besser ist als alle anderen.

Patriotismus und Nationalismus MUSS man ganz klar trennen. Denn beim Nationalismus soll ganz klar die Nation im Vordergrund stehen und das Handeln und Denken bestimmen. Ausserdem verachtet er andere Laender.

Das wenn man Nationalismus mit Faschismus gleich mit dem 3.Reich in Verbindung bringt, ist in meinen Augen eher eine Wissensluecke als eine Tatsache. Aber wahrscheinlich bringen es die Schulen so rueber keine Ahnung.

Faschismus ist doch ganz klar die Folge von Nationalismus. Man bekämpft diejenigen, diejenigen die man aus nationalistischen Motiven verachtet.

Für mich gibt es eine ganz wichtige Schlußfolgerung aus den beiden Weltkriegen. Nationalismus ist schlimm (-> 1. WK), Rache für diesen zu nehmen ist noch schlimmer (-> Versailler Vertrag), weil es den Boden für schlimmeres bereitet (-> 2. Wk). Deshalb ist für mich gegen einen gesunden Patriotismus nichts einzuwenden, aber Nationalismus ist gefährlich, weil es den Boden für Faschismus und ähnliches bereitet.

Faschismus ist keine Folge.
Wir wissen ja das der Faschismus seinen Ursprung in Italien hat da war er eine politisch autoritäre Bewegung und die Bezeichnung der Partei von Mussolini. 1920 wurde der Begriff allerdings auch auf andere rechtsradikale, autoritäre und nationalistische Regime, Diktaturen und politische Gruppen ausgeweitet und besonders auf den deutschen Nationalsozialismus.

Faschismus selber gabs in ganz Europa in Amerika und im Islam.
Nationalsozialismus gibts heute noch, und hat sich mit anderen Staatformen gemischt. Ich hatte mal irgendwo gelesen das es in Palestina auch eine art von Natinalsozialismus gibt da man sich sehr von Isreal bedrängt und bedroht fühlt.

Also es gibt auch Nationalsozialismus ohne Faschist zu sein. :)
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goom #47
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also ist meine aussage gar nicht so falsch nur ich hab schon weiter gedacht.
Gast (Guest) #48
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In reply to post ID 26849
Subject: Diskussion
 Sehr geehrter Orosee,

ich halte deine Kommentare für unangebracht und subjektiv und ich als Nicht-Koreaner halte auch deinen Kommentar für beleidigend. Es ist schwer darüber zu sprechen was Nationalismus oder Nationalstolz ist, wenn man die Begriffe unterschiedlich definiert. Außerdem sollte man auch den Kontext betrachten in den Nationalismus geprägt und genährt wird. Deshalb sind alle Paralellen die man zieht zwischen Deutschland 39 - 45 und Korea heute für unangebracht, dumm und nicht relevant.
Korea ist ein Land mit langer Kultur, wesentlich länger als die Deutschen. In dieser langen Geschichte versuchte dieses Land seine Identität zwischen Ländern wie Japan und CHina zu finden.
Diese Länder versuchten eben diese Korea immer wieder zu rauben. Japanische Annexion etc. Natürlich entwickelt sich in so einer Defensive ein starker Zusammenhalt zwischen denen die immer wieder unterdrückt wurden und gedemütigt. Diese Nationalstolz ist erwachsen aus dem Wissen der Geschichte und durchaus nachvollziehbar. Deshalb sollte man dafür auch Verständnis zeigen. Und solche Sätze wie:" Und sag einfach mal, das Dokdo zu Japan gehoert, weil es im Japanischen Meer liegt " sind unangebracht. Weil dieses thema sehr heikel für Koreaner sind. Es ist außerdem nicht das japanische Meer sondern das Ostmeer. Für dich mag das kleinlich erscheinen, aber ein Name hat stark etwas mit Identität zu tun, die wiederum Japan so versucht hat zu nehmen. Alles in allem bist du ziemlich dumm wie du deine Meinung äußerst und worauf du diese Meinung stützt.
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orosee #49
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Au weia...

orosee schrieb:

Und sag einfach mal, das Dokdo zu Japan gehoert, weil es im Japanischen Meer liegt  :-p

und "Nicht-Koreaner" :rolleyes: antwortete:

Und solche Sätze wie:" Und sag einfach mal, das Dokdo zu Japan gehoert, weil es im Japanischen Meer liegt " sind unangebracht. Weil dieses thema sehr heikel für Koreaner sind. Es ist außerdem nicht das japanische Meer sondern das Ostmeer.

;-)

Es ist schon fast peinlich dass man meinen koennte, ich wuerde hier anonym meine eigenen Beitraege validieren.

Und wieder zurueck zum Thema:

Zum Nationalismus: Es gibt hier (wohl da es sich um ein deutsches Forum handelt) einen Kniereflex, sobald das Wort "National..." benutzt wird, weil der deutsche Kopf das Wort automoatisch mit "...sozialismus" ergaenzt. Tatsache ist aber, dass der ueberwiegende Anteil der Definitionen des Wortes "Nationalismus" sowohl in deutschen wir auch englischen Quellen positiv ist. Insbesondere ist die Selbstdefinition des koreanischen Volkes (wie nahezu ueberall) nahezu identisch mit der allgemeinen Bedeutung des Begriffes "Nationalismus". Aussagen wie "seit 4,000 Jahren", "ein Land mit langer Kultur", "Identitaet als Volk finden" usw. bestaetigen dies.

Nehmen wir mal die Stanford Encyclopedia, deren Eintrag repraesentativ ist:

The term “nationalism” is generally used to describe two phenomena: (1) the attitude that the members of a nation have when they care about their national identity, and (2) the actions that the members of a nation take when seeking to achieve (or sustain) self-determination. [...]

Und noch besser in Dictionary.com, wo man 6 von 7 Definitionen positiv oder neutral sehen kann:

1. national spirit or aspirations.
2. devotion and loyalty to one's own nation; patriotism.
3. excessive patriotism; chauvinism.
4. the desire for national advancement or independence.
5. the policy or doctrine of asserting the interests of one's own nation, viewed as separate from the interests of other nations or the common interests of all nations.
6. an idiom or trait peculiar to a nation.
7. a movement, as in the arts, based upon the folk idioms, history, aspirations, etc., of a nation.

Die negativen Extreme werden heute eher als "Ultranationalismus" bezeichnet. Dem gegenueber stehen z.B. kommunistische Weltanschauungen wie Internationalismus.

Daher habe ich bereits erwaehnt, dass die Diskussion hier ohne eine konkrete Definition des Begriffes "Nationalismus" im Kreis laufen wird.
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talgi ohne login (Guest) #50
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dabei hatte ich doch schon versucht, das Wort von Deutschland zu trennen ^^

orosee deine smilies sind zu klein und werden gerne uebersehen ^^

gz zum forenboesewicht :D
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orosee #51
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Vielleicht sollte ich es mal mit Farbe versuchen, alles was vom Ernsten abdriftet in grau oder gelb vielleicht? Faellt dann nicht so auf. Oder rot und fett (wie mein Kopf), als Warnung.

Schade schon, dass Smilies keine Vektorgrafiken sind - ein Grinser oder Augenroller in 72pt wird bestimmt nicht uebersehen!  :-D <- "ich bin zu klein!"

Das Thema halte ich allerdings immer noch fuer sehr interessant.

 :'( Forenboesewicht  :blush:
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orosee #52
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Haha, ich mach mal den Test mit meiner ersten Meldung. Das grau koennte gerne noch etwas heller sein!

Ich wuerde aber sagen, genau das Gegenteil! Koreaner sind eine der selbstverliebtesten Gesellschaften, die es ueberhaupt gibt! Die kommen sogar in Massen nachts zum Fussballschauen, obwohl hier niemand wirklich Fussball mag oder spielt (Baseball ist der Nationalsport). Sobald SK aus dem Spiel raus ist, wird es auf den Strassen wieder ruhig  

Allerdings aendert sich das langsam, dank mit Reisefreiheit und Internet (und wachsenden Englischkenntnissen) viele Koreaner merken, dass der Globus nicht zu 80% aus Koreanischer Halbinsel besteht.

Und sag einfach mal, das Dokdo zu Japan gehoert, weil es im Japanischen Meer liegt.

Naja, ist halt Selbstzensur :-/  Dafuer hat man das Internet ja nicht gemacht.
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goom #53
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Die kommen sogar in Massen nachts zum Fussballschauen, obwohl hier niemand wirklich Fussball mag oder spielt ,

das nehmen sie ja nur als vorwand um ihre alkoholsucht zu befridigen.  :-D
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orosee #54
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Dafuer braucht man (hier) doch keinen Vorwand!
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Soju #55
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Die "Chosun" warnt vor kriminellen Ausländern, interessanter Artikel:

http://english.chosun.com/site/data/html_dir/2011/05/19/20…
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딸기 티안 #56
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Naja nicht umsonst wurde ein 1st class Gefaengniss fuer nur Auslaender in Korea gebaut. ;)
Auch die zusammenarbeit mit der EU bei der Strafverfolgung haben gezeigt das die Zahl zuzunehmen scheint.
sonbi #57
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Jetzt scheint man sich der Schattenseite des zunehmenden Ausländeranteils bewusst zu werden, und das, während sich Korea andererseits krampfhaft anstrengt, das Land zu "internationalisieren", oder besser gesagt zu "amerikanisieren".
This post was edited on 2011-05-22, 11:54 by sonbi.
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orosee #58
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"Amerikanisieren", weiss ich nicht. Doch wohl eher "Verdeutschen", denn in dem Artikel handelt es sich doch eher um die Aequivalente zu Deutschlands Tuerken, Griechen, Italienern und Osteuropaeern ("Migranten" in Neuundeutsch). Wie jedes Land im Norden, hat auch Korea einerseits Angst vor den Menschen im Sueden und Osten (von Korea aus der Westen, also China), andererseits benoetigt man die biligen Arbeitskraefte und die Moeglichkeit, Arbeiter relativ unproblematisch wieder aus dem Land entfernen zu koennen.

Die Einwanderung von Billigarbeitskraeften aus wirtschaftsschwachen Regionen ist keine "Internationalisierung" und wird auch nicht zum Zweck der kulturellen Bereicherung oder des internationalen Gedankenaustausches gemacht. Hier stehen rein wirtschaftliche Gruende im Hintergrund, und es sollte niemanden ueberraschen, wenn sich in diesem Umfeld der Mindestlohnarbeiter ein kriminelles Umfeld, ebenfalls aus rein wirtschaftlichen Gruenden, entsteht. Indofern kann man diese Situation wohl doch mit dem Amerika des 19. und fruehen 20. Jahrhunderts vergleichen.

Korea betreibt teilweise recht erfolgreich Internationalisierung, diese Massnahmen haben aber nichts mit der "Auslaenderschwemme" zu tun.
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orosee #59
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ZUm Thema "Nationalismus", wer einen starken Magen hat und eventuell schon mal das Geschreibsel von alten und neuen Nazis un Deutschland oder USA gelesen hat, kann sich ja diese Adresse mal antun: http://forum.koreansentry.com/index.php. Da schreiben Koreaner, die nicht in Korea leben oder noch nie in Korea waren, (auf Englisch) wie sie sich ein starkes, rassenreines und selbstbewusstes Korea vorstellen. Eigene Sektionen ueber Japan, China und Weisse. Im Grunde wird hier ein Koreabild aus den 50ern vergeistigt, man mekrt aber schnell, dass es im wesentlichen darum geht, dass koreanische Maedchen (in USA) diese koreanischen Jungs (in USA) auf High School und College links liegen gelassen haben. Der Grund dafuer ergibt sich aus den geistigen Erguessen in den Unterforen. Natuerlich handelt es sich nicht um Nationalismus hier, sondern um Rassismus und ein patriarchalisches, antiquiertes Weltbild, geboren aus fehlendem Selbstbewusstsein und sexueller Frustration. Interessant zu lesen, aber nach einiger Zeit setzt halt Uebelkeit ein, dann muss man Pause machen.

Im echten Korea koennten diese Jungs nicht mehr leben, dafuer sind sie wohl doch eine oder zwei Generationen zu spaet. Lesen zeigt also auch, wie weit Korea in vielen Dingen schon gekommen ist.

PS: Viele Nationen haben Probleme mit Exilanten, die fern der Heimat aufgewachsen sind und dabei "den Zug verpasst haben." Deutschland, Israel, Vietnam... die Diaspora haelt oft an Traditionen fest, die im Mutterland schon lange aus der Mode gekommen sind.
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orosee #60
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Ah, anscheinend ist Nationalismus (die haessliche Variante, nicht die historische) heute ein Thema im Internet:

http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2011/05/117_86…
http://cafe.daum.net/mna5319?t——nil—cafemy=item
http://cafe.daum.net/pncsfw
http://cafe.daum.net/antifworker
http://www.njustice.org/

Nicht vergessen: Das ist das Internet!

Zum Aufheitern: http://english.chosun.com/site/data/html_dir/2009/09/04/20…
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