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Mit dem Fahrrad von Seoul nach Pusan?
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sosa #1
Member since Jun 2010 · 1 post
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Subject: Mit dem Fahrrad von Seoul nach Pusan?
Hallo! Das ist mein erster Post und ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt!

Ich plane im September für 3-4 Wochen nach Korea zu fliegen. Dabei kam ich auf die Idee mit dem Fahrrad das Land zu erkunden. Hat das schonmal jemand von euch hier gemacht? Muss ich mir aufgrund der vielen Berge Sorgen machen?;D

Ich würde mich über Antworten sehr freuen,

Mfg Andre
nuku.de (Guest) #2
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Hi, ich selbst hab das zwar nicht gemacht, aber mal jemanden kennengelernt, der so eine Tour hinter sich hat.

Schau mal hier:

http://www.fietspad.de/berichte/koreaguam2005/

Dort findest Du sicher auch Kontaktmoeglichkeiten...

Gruss
Florian
Gummibein #3
Member since Feb 2008 · 881 posts
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Es ist immer das Tempo, das einen "umbringt", nie die Länge oder der Profil.

Die Berge können schon anstrengend sein aber je nach sportlicher Ehrgeiz und Übersetzung sehe ich keine unüberwindliche Hürden. Ich höre noch Stories von älteren Kollegen die erzählen wie sie in ihrer Jugend die Alpen mit einem einzigen Gang auf Stahlrädern samt Gepäck überwunden haben. Ok, waren wohl elende Schiebepassagen dabei aber machbar war es wohl. Verglichen mit den Alpen sind die Bergpässe in Korea eher "Hügelchen" um 1000m, keiner schraubt sich über die Baumgrenze. Die Berge konzentrieren sich auch eher im Ostteil des Landes. Die Straßen an der Ostküste sind weniger wellig aber es weht oft ein fieser Wind.

Als untalentierter Flachlandradler im "besten Mannesalter" der etwa 5000 bis 8000km pro Jahr meist im berliner Stadtverkehr unterwegs ist empfand ich die Regeneration als die größte Herausforderung. War ich gewohnt nach der Arbeit ein paar Stunden herumzueiern konnte ich dank Urlaub soviel fahren wie ich wollte. Voller Begeisterung habe ich dann natürlich auch reingetreten als gäbe es kein Morgen aber merkte von Tag zu Tag wie meine Beine schwerer wurden und sich nie die anfängliche Frische einstellen wollte.

Was den Verkehr betrifft, obwohl Gruselgeschichten über koreanische motorisierte Verkehr die Runden machen war es eine wohltuende Erholung gegenüber dem täglichen Kampf in Berlin.

Andererseits, bei geschickter Wahl der Strecke kann man die Berge die wie gesagt am Ostteil des Landes versammelt sind zum größten Teil vermeiden.
This post was edited on 2010-06-19, 23:08 by Gummibein.
imnida #4
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Hier mal eine Frage:
Es wurde doch vor einiger Zeit in Korea die "Fahrradoffensive" beschlossen.
Weil fuer Fahrraeder, die selbe Wertschoepfung viel mehr Arbeitsplaetze schafft als die Autoindustrie und durch jeden Kilometer, der nicht mit dem Auto zurueckgelegt wird, die Klimaziele leichter erreicht werden koennen wurde ein umfassender Plan entwickelt. Fahrradwege durch ganz Korea, speziell in Staedten und ein Ausbau der Fahrradindustrie.
Hat sich da was getan?
Gummibein #5
Member since Feb 2008 · 881 posts
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Das muss IMHO ein ebenso hirnrissiges Me-Too Prestigeprojekt sein wie etwa der Bau eines Kanals Seoul-Busan. Viele "angesagtgte" Städte, New York, Paris, Berlin, Madrid etc. entdecken das Rad als Transportmittel wieder, also müssen wir es auch tun und womöglich noch einen draufsetzen. Dabei übersehen sie die Randbedingungen. Bei den vielen Wellen und Bergen kann man in Seoul und weiten Teilen des Landes Fahrrad als ernsthafte Alternative vergessen.

Bei dem Gedanken, dass die statusbewussten Koreaner morgens sein Fahrrad den Berg hochschieben und total verschwitzt im Büro erscheinen muss ich wirklich lachen. Noch lächerlicher wird es am Feierabend. Da sitzen vier besoffene Kerle auf einem Fahrrad, einer auf dem Lenker, einer auf dem Oberrohr, ein anderer auf dem Gepäckträger und einer der halbwegs nüchtern geblieben ist sitzt auf dem Sattel und versucht alle heil nach Hause zu bekommen.

Ein schweizer Kollege der hier in Berlin mit dem Rad unterwegs ist erzählte mir in der Schweiz wäre er nie mit dem Rad zur Arbeit gefahren weil die Frage immer im Hinterkopf spukte, schaffe ich heute das steile Stück mit dem Rad?

Wenn ich zurückdenke gab es in Korea selbst in Prä-Automobilära nie eine ausgeprägte Fahrradkultur wie z.B. in China. Es gab vereinzelt Fahrräder aber meist nutzte man Züge, Busse und LKWs. Individualverkehr begann erst mit Motorrädern die die Amerikaner im Zuge von Entwicklungshilfe verteilt haben und bald als Witwenmacher verschrieen waren.
Peter #6
Member since Jul 2007 · 279 posts · Location: Korschenbroich
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Hier noch einige weitere Korea-Links zum Thema Fahrrad:

http://user.chollian.net/~boonstra/korea/cycle.htm
http://www.mtbk-adventure.com/index.php
http://www.angelfire.com/ga/achamtb/overview.html

Einige Bergstraßen sind steil und eng, aber man muß ja nicht unbedingt kreuz und quer durchs Land fahren. An der Küste entlang ist es meist angenehm.
peter
seoulinfo.de
Wolfram #7
Member since Jan 2010 · 267 posts · Location: Frankfurt
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In reply to post #1
Zwecks Übernachtungsmöglichkeiten gibt’s da noch http://www.warmshowers.org. Bei diesem Onlineübernachtungsverzeichnis können Radfahrer bei Radfahrern auf Gegenseitigkeitsbasis übernachten. Dort bei der Suche auf “Map“ gehen. Die Mitgliederzahl ist in Korea zwar noch sehr übersichtlich, aber es werden ständig mehr. Die meisten Mitglieder sind im Großraum Seoul zu finden, u.a. mein Freund Kim Seungtaek, der dort ein guesthouse http://house.jinbo.net (Cookies zulassen) betreibt.
Gruß Wolfram
MiKa #8
Member since Feb 2011 · 4 posts
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In reply to post #1
Hallo Sosa,

 hast Du Deine Radtouren mit Foto und Text zusammengefaßt und evtl. sogar im Web zugänglich gemacht?
Wir machen im Frühjahr eine Radtour quer durch Korea und wären entsprechend interessiert an Erfahrungen.

Gtx,
MiKa
http://www.HanBlog.net
Francois #9
Member since Jan 2007 · 45 posts · Location: Daegu
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Ich bewundere den Mut jener die Fahrradtouren in Korea vorhaben.
Korea kann sehr steil sein und Koreaner fahren Auto wie Sued-Italiener : es ist extrem gefaehrlich fuer Fahrradfahrer.
Es ist doch moeglich : ich habe mal zwei Schweizer getroffen die von Busan nach Incheon mit Fahrrad gefahren sind. Die sind aber quasi-Profis und sind auch durch Himalaya klar gekommen :
http://www.balladavelo.net/index.php?page=2&langid=2
Was Fahrradpendeln angeht, hat meine Firma es nach 2 unfaellen den lokalen Franzosen verboten : eindeutig zu gefaehrlich.
Verglichen mit meiner frueheren Aufenthalt im schoenen Oberfranken, ist es eine eindeutig Verschlechterung meiner Lebensqualitaet.
Na ja. Das Fahrrad wird in Seoul bestimmt nicht so oft geklaut wie in Paris, dafuer ist die Lebenserwartung eines Radfahrrers etwas kuerzer.
Flo-ohne-h (Moderator) #10
Member since Jul 2009 · 2057 posts · Location: 深圳
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Quote by Francois:
Was Fahrradpendeln angeht, hat meine Firma es nach 2 unfaellen den lokalen Franzosen verboten : eindeutig zu gefaehrlich.

Ich habe am Anfang auch gedacht, daß ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Ein paar Gründe haben mich dann davon abgehalten:
1. Selbst gut ausgebaute Fahrradwege haben Buckel, bei denen gewisse Weichteile und das Fahrrad überproportional leiden
2. Auf selbigen sind bei mir in der Uni Bäume gepflanzt, die so niedrige Äste haben, daß man höllisch aufpassen muß nicht einen Fußgänger zu übersehen oder einen Ast ins Gesicht zu bekommen
3. Koreanische Fußgänger denken überhaupt nicht daran auf anrollende Lichter, klingeln, ... zu reagieren (das läßt sich mir einer Ballonhupe akustisch lösen).
4. Motorradfahrer fahren wie Verrückte über Radwege
5. es gibt jede Menge an fiesen Hindernissen - Poller (um Autos vom Parken abzuhalten), Pfützen und Sandlachen an Kreuzungen, die einen ein gutes Notbremsmanöver unmöglich machen und parkende Autos.
6. An Kreuzungen passen Autofahrer nicht auf, ob sie einem Radfahrer den Weg abschneiden.

Ein weiterer Grund ist noch, daß die normale Radelgeschwindigkeit von meiner Frau und mir um Faktor 2 auseinanderliegt. Ergo ist sie total außer Atem, während ich mich nicht mal anstrengen muß. Weiterhin sind Juli und August viel zu heiß und schwül zum Radeln.

Radeln ist also ein ziemlich zweifelhaftes Vergnügen in kor. Städten.
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딸기 티안 #11
Member since Jan 2010 · 1175 posts · Location: Seoul - Jungrang-gu
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Also ich wuerde ganz gern mal eine lange Rad Tour in Korea machen.
Leider habe ich hier gutes Rad da ich meines damals in Deutschland gelassen habe, und zweiteres kann ich meine Frau dafuer nicht begeistern.

Ich stelle mir so ein Ausflug bei einem warem Fruehlingslueftchen ziemlich toll vor. Ausserdem wuerde es meinen Koerper mal wieder Fit fuer den Sommer machen :D

e: das ich hier nicht von einer Radtour in Seoul spreche sollte naheliegend sein.
This post was edited on 2011-03-07, 06:20 by 딸기 티안.
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orosee #12
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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Kommt drauf an, wo "in Seoul" ist! Ich schaue immer sehnsuechtig auf die Wege am Han Fluss, allerdings ist dort am Wochenende oft so ein Wanderer- und Radlerverkehr, dass man nicht einmal umfallen kann, wenn man stehen bleibt. Auch in Bundang gibt es inzwischen Fahrradwege. Mir fehlt leider das Auto, um mit dem Rad aus dem unsicheren Teil der Stadt (99%) zu den sicheren Bereichen zu kommen. Ach so, und ein Fahhrad fehlt mir auch.

Koreaner fahren aber schon gerne Rad, auch in den Bergen und auch in der Stadt. Sie sehen dabei aber so aus wie Space Aliens, oder Al Qaida Mitglieder.

Muss ich halt wieder warten, bis ich im Sommer im Erftkreis bin (alles flach da!)
(\_ _/)
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딸기 티안 #13
Member since Jan 2010 · 1175 posts · Location: Seoul - Jungrang-gu
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Quote by orosee:
Mir fehlt leider das Auto, um mit dem Rad aus dem unsicheren Teil der Stadt (99%) zu den sicheren Bereichen zu kommen.

Einige Bahn Linien also die zum Teil Ueberirdisch fahren erlauben auch das mitfuehren von Raedern ;)
Ansonsten falls du wirklich ein gesteigertes Interesse hast, dann besorge die Raeder ich habe das Auto ;)
MiKa #14
Member since Feb 2011 · 4 posts
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Als innerstädtisches Verkehrsmittel abseits der deklarierten Radwege scheint das Radfahren in Korea kaum großen Zuspruch zu finden. Wir werden in der Nähe der Landesgrenze im Norden starten und vorwiegend außerhalb urbaner Ballungszentren bis nach Busan fahren. Dabei finden sich Forststraßen ebenso wie Schnellstraßen auf unserer Route - im Vordegrund steht das langsame Reisen mit der Nähe zu den Menschen und der Kultur.
Interessant wären da noch Informationen ob es Erfahrung mit Reperaturservices gibt (zB. Linksammlung mit Fahrradgeschäften verteilt im ganzen Land), ob es grob abweichende gesetzliche Richtlinien gibt (dass man etwa drei unabhängige Bremsen haben muß ;-), ob es eine Landkarte von Korea oder einzelnen Bezirken außerhalb Seouls mit den Radwegen gibt, ...
Flo-ohne-h (Moderator) #15
Member since Jul 2009 · 2057 posts · Location: 深圳
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Quote by MiKa:
Interessant wären da noch Informationen ob es Erfahrung mit Reperaturservices gibt (zB. Linksammlung mit Fahrradgeschäften verteilt im ganzen Land), ob es grob abweichende gesetzliche Richtlinien gibt (dass man etwa drei unabhängige Bremsen haben muß ;-), ob es eine Landkarte von Korea oder einzelnen Bezirken außerhalb Seouls mit den Radwegen gibt, ...

Zu den Fahrrädern, die ich hier regelmäßig sehe, kann ich nur sagen, daß sie deutlich unter deutschem Standard ausgestattet sind. 2 Bremsen ja (allerdings nicht immer funktionstüchtig), Licht nein (meistens), Schutzbleche selten, Helm so gut wie nie (auch bei Motorrädern eher selten).

Was ich empfehlen kann ist eine Hupe mit Gummiballon. Die wird beachtet, Klingeln alleine hilft meistens nicht um alles blockierende Ajummas auf sich aufmerksam zu machen.
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