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Geburtenrate sinkt auf 1.08...
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santoki #1
Mitglied seit 04/2006 · 64 Beiträge · Wohnort: Seoul
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Betreff: Geburtenrate sinkt auf 1.08...
Hier in Korea wird momentan wegen der sinkenden Geburtenrate sowie der rapiden Ueberalterung der koreanischen Bevoelkerung heftig diskutiert. Mit 1.08 hat die Geburtenrate einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Andere Laender verfuegen ueber eine weitaus hoehere Geburtenrate.

Die koreanische Regierung diskutiert nun, welche Schritte dagegen unternommen werden muessen und die Politik fuer die Zukunft, um eine Ueberalterung zu vermeiden.

Was denkt Ihr, koennten geeignete Massnahmen sein, um diese rapide Ueberalterung zu vermeiden?

Dass ein Umdenken notwendig ist, ist wohl kein Thema mehr, dazu sind die Fakten wohl zu gewichtig.

Bin mal gespannt auf Eure Beitraege.

Liebe Gruesse

santoki
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dergio (Moderator) #2
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Hi!
Hab auch schon tausend Berichte darueber im Fernsehen gesehen. Deutschland hat zwar auch eine niedrige Geburtenrate, aber der Grund ist offensichtlich ein anderer. Daher muss auch anders dagegen angegangen werden.
Die Koreaner sagen, dass das Leben zu hart ist und sie das ihren Kindern nicht zumuten wollen. Das ist ein ganz grundsaetzlich gesellschaftliches Problem.
Bei den Deutschen ist es eher so, dass sie Kinder als Einschraenkung ihrer Freiheiten oder ihres eigenen Lebensstandards sehen. Das, wuerde ich sagen, ist eher Einstellungssache.

Fuer Korea muesste eine Loesung gefunden werden, um die Kluft zwischen arm und reich zu verkleinern, damit der Leistungsdruck auf den Kindern und Jugendlichen nicht mehr so gross ist.

Wer es nicht auf die Uni schafft, ist hier ja nur ein Mensch zweiter Klasse. Ich denke, in dieser Richtung muesste man etwas tun.
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iGEL (Administrator) #3
Benutzertitel: 이글
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Moin!

Die Schule und Ausbildung ist in Korea meines Wissens nach auch ziemlich teurer. Zwar sind Schulen (meines Wissens nach) kostenfrei, aber um die Schüler im Wettbewerb mit anderen nicht zurückfallen zu lassen, wenden koreanische Eltern offenbar viel Geld für die Hagwon genannten Paukschulen auf. Auch gute Universitäten kosten viel Geld. Ich könnte mir schon vorstellen, dass da manche Eltern lieber nur ein Kind großziehen und mit dem Kinderkriegen lieber warten, bis sie eine entsprechende Rücklage gebildet haben, um jedem Kind eine optimale Ausbildung zu ermöglichen.

Ich weiß aber nicht, wie gut der Staat da eingreifen kann, da das ja auch ein gesellschaftliches Problem ist. Die Unternehmen achten ja stark darauf, welche Uni der Bewerber besucht hat, und die Top-Unis nehmen wiederum nur Schüler mit sehr guten Noten auf. Ergo legen die Eltern sehr viel Wert auf gute Noten. Wenn meine Analyse stimmt, dann müsste der Staat eben versuchen, den Druck von den Schülern zu nehmen und Hagwons durch kostenlose Alternativen überflüssig zu machen.

Btw: Eine Mischung zwischen Deutschland und Korea wäre vielleicht gar nicht übel. Wo wir zu lax sind, sind sie zu strikt. ^_^

Gruß, Johannes
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