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Doppelsteuerabkommen
Steuern Deutschland - Korea
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rockford1259 (Guest) #1
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Subject: Doppelsteuerabkommen
Hallo zusammen,

ich hoffe es is jemand unter euch der mir etwas Klarheit in dieser Angelegenheit verschaffen kann.

Die Situation ist folgende:

Ich arbeite für einen Deutschen Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland und werde von diesem für ziemlich genau 1 Jahr in Südkorea arbeiten (Ingenieurstätigkeit). Ich habe vor meine jetzige Wohnung in Deutschland aufzulösen und mich beim Bürgeramt abzumelden mit dem Hinweis auf Verzug ins Ausland.
Ich habe jetzt schon viel gelesen und noch mehr Paragraphen geblättert aber eine EINDEUTIGE Aussage zum Thema Einkommenssteuer habe ich noch nicht gefunden.

Zwischen Deutschland und Südkorea besteht ja ein Doppelsteuerabkommen; soweit so gut. Es gibt aber Aussagen die berichten, dass man als Ingenieur, der länger als 185 Tage in Korea beschäftigt ist dort von der Steuer befreit ist und ebenso in Deutschland, da man seine Tätigkeit länger als diese 185 Tage im Ausland vollbracht hat.

Mein Ziel ist natürlich in KEINEM dieser Länder Steuern zu bezahlen :) Ich weiss aber nicht wie man das in Deutschland macht (per Formular oder Steuererklärung nachwirkend etc.) und ebenso wenig ob ich dann meinen temporären Wohnsitz in Korea anmelden muss oder ob immer das Land der Staatsangehörigkeit zuständig ist....

Wie ihr seht bin ich mir da alles in allem sehr unsicher. Wäre super dankbar wenn Ihr mir weiter helfen könnt.

Schönen Tag
und viele Grüße...:)
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orosee #2
User title: Ernst ist anders.
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Also genau kann ich dir das auch nicht sagen, weil ich seit '95 nicht mehr in Deutschland lebe und mich die Behoerden seitdem in Ruhe gelassen haben. 1 Jahr ist ziemlich knapp, wenn es danach wieder nach Deutschland zurueck geht. Ich kann mir vorstellen, dass man zumindest versuchen wird, Geld von Dir zu bekommen. Bei mehr als einem Jahr wirst Du Glueck haben: ich bin z.B. als Ingenieur mit E-7 Visum 5 Jahre steuerbefreit, wonei die Steuern in Korea auch nicht so wild sind.

Wenn Du Dich in D abmeldest, denke auch daran, dass deine Abgaben dort ja nicht nur Steuern sind (tatsaechlich fand ich den Steueranteil immer noch am einfachsten zu verkraften): Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung (falls es das noch gibt), Pflegeversicherung... werden die ausgesetzt, kommst Du spaeter wieder problemlos rein...?

RV und KV wird auch in Korea abgezogen; als Deutscher kannst du dir die RV Beitraege plus AG-Anteil auszahlen lassen, wenn du Korea verlaesst.

In Korea ist es einfach. Dort interessiert nicht, was du in D machst, wenn du das richtige Visum hast. Der Antrag auf Steuerbefreiung muss aber vom AG in Korea (oder von Dir) gestellt werden, das geht nicht automatisch (eigene Erfahrung, Leidwesen usw.).

Wieso kann Dein Arbeitgeber Dir nicht helfen? Machen die das zum ersten Mal?

Frag doch mal bei der Handelskammer hier an (KGTCC, sind im Internet).
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Deluk #3
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Ich bin als Ingenieur von meiner Firma nach Korea entsandt, aber kein Steuerberater, deshalb ist einiges was ich hier schreibe Halbwissen. Grundsätzlich sollte Deine Firma die Dich nach Korea schickt diese Punkte abklären.

Zunächst mal vermischt Du hier ein paar Themen:

"Doppelsteuerabkommen" heisst, dass Du nicht 2x Lohnsteuer bezahlen musst. Einmal in Deutschland UND einmal in Korea. Das heißt nicht, dass Du keine Lohnsteuer zahlen musst. Irgendwo bist Du Lohnsteuerpflichtig. Als Basis gilt Dein "Weltjahreseinkommen".

In welchem Land bist Du Lohnsteuerpflichtig?
In dem Land wo Du deinen Lebensmittelpunkt hast. Das heißt wo Du wohnst, arbeitest und Deine Familie lebt.
Wenn Du ein ganzes Kalenderjahr in Korea lebst, bist Du dort Lohnsteuerpflichtig. Wenn Du im Laufe des Kalenderjahres wechselst zahlst Du anteilig von Deinem Weltjahreseinkommen in D und Korea.

Wenn Du in Korea arbeitest und auf ein Koreanisches Konto Geld bekommst, interessiert sich das Deutsche Finanzamt nicht für Dich. Wie auch?

Wenn Du nach Deutschland zurückkommst und Geld gespart hast oder in Deutschland Dein Gehalt bekommst, musst Du dem Deutschen Finanzamt nachweisen, dass dieses Geld in Korea versteuert wurde. (Das Finanzamt hat Lese-Zugriff auf Deutsche Girokonten. Das merken sie also schnell.)
Diesen Nachweis führst Du ganz normal durch einen Lohnsteuerjahresausgleich, wo Du Dein Gehalt in Korea angibst.
Wenn Du keine Adresse in Deutschland mehr hast, kannst Du auch keine Angeben.

Nun ist es tatsächlich so, dass SK bei Ausländern für bestimmte Tätigkeiten (z.B. Investoren, Wissenschaftler) auf die Lohnsteuer verzichtet.
Den Antrag darauf muss Dein Arbeitgeber in SK stellen. Das hat aber nichts mit der Dauer des Aufenthalts oder dem "Doppelsteuerabkommen" zu tun.
rockford1259 (Guest) #4
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Hallo,

danke für Eure Antworten, haben mich zumindest ein bischen weitergebracht oder Dinge aufgeworfen an die ich wohl nicht gedacht hätte ! Mit der Rentenkasse etc. ist natürlixch ein wichtiger punkt... wenn man die Einkommenssteuersätze etc. mit Deutschland vergleicht wieviel höher bzw. niedriger sind die in SK ?

Noch nebenbei: Lohnt es sich mit Einkäufen von Elektronik Artikeln (I-Phone, Kamera und sonstiges) bis vor Ort zu warten oder sind die Preise dort relativ identisch ?

Schönen Tag !

LG
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orosee #5
User title: Ernst ist anders.
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Generell sind Elektronikartikel in Korea NICHT guenstiger! Es lohnt sich also nicht, hier etwas zu kaufen, das man auch zuhause bekommen kann. Allerdings gibt es hier ein paar Sachen, die man zuhause nicht findet. Seltsamerweise sind die gleichen Artikel in Korea (z.B. Fernseher, Telefone) teilweise schlechter als die entsprechenden Exportartikel. Als das ist logisch wenn man bedenkt, dass die koreanischen Hersteller ja lange durch hohe Einfuhrschranken ihre Konsumenten quasi in Isolationshaft halten konnten. Das aendert sich aber nun, und der Erfolg des iPhones ist ein exzellentes Beispiel dafuer. Das koreanische Pendant Omnia II fiel nach Ankunft des iPhones preislich um60% und mehr  :-D

Computer wuerde ich auch lieber zuhause kaufen, notfalls kannst Du hier ein koreanisches USB Keyboard kaufen. Kamera, etc. desgleichen. Die besten Produkte sind ja oft japanisch, und damit haben die Koreaner natuerlich auch Probleme.  :rolleyes:

Telefone sind allerdings kritisch: Wenn Du ein iPhone (3Gs) haben willst, musst Du es mehr oder weniger hier kaufen. Dann hast Du auch direkt die passende SIM dazu, ansonsten blechst Du die Roaminggebuehren auf Deinen deutschen Vertrag. Zulassung eines auslaendischen iPhones fuer den koreanischen Markt dauert sehr lange (Wochen, Monate) und kostet wohl so um die 200 Dollar.

Tip: Warte mit dem iPhone Kauf auf das 4G und hol Dir hier zum Vergleich ein Telefon mit Android (z.B. von Motorola, glaube ich).

Jetzt werde ich muede... 4 Glas Soju zu Mittag  :huh: ich schick ein paar Links und schau spaeter nochmal rein.

http://www.nps.or.kr/jsppage/english/main.jsp Rentenversicherung in Korea - das Geld nimmst Du am Ende wieder mit zurueck (+ AG-Anteil), wenn es vom Gehalt abgezogen wird. Oder es wird in D angerechnet.

http://www.nts.go.kr/eng/ Finanzamt auf Englisch - da sollte Info ueber die Hoehe der Steuer zu finden sein

http://english.seoul.go.kr/lh/work/eri.php Hier noch was...

Am besten erst mal fragen, ob Du nicht schon steuerbefreit bist in Korea. Wenn ja, evtl. in D beim Finanzamt beraten lassen, welche Termine und Zeiten fuer ein Steuerjahr gelten.
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딸기 티안 #6
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Ja also Elektroartikel sind im Vergleich zu Deutschland hier teurer.

Die Gruende liegen hier auch am kor. Steuersystem.
So ist die Excise tax 15-100% auf luxury items & electric goods. Was zum Teil die hoeheren Preise fuer Computer und  Fernseher ausmacht, vorallem in Kaufhaeusern.
Aber jetzt kommts, durch ein sehr ausgebautes "Payback / Membercard" system, bekommt man zum Teil recht viel Rabatt wenn man seine Punkte einloesst. Besucher koennen also daraus nicht wirklich einen nutzen ziehen.

Man koennte Versuchen als Besucher in Department Stores Steuerfrei einzukaufen, da gibts so eine Zone aber ich weiss nicht in wie weit es da Elektroartikel gibt und ob auch es dafuer gilt. Im Techno-Markt koennte man etwas "Handeln" ;) Ich Kaufe da oefter Elektro Artikel.


@orosee bei einer Sache muss ich dir zum Teil wiedersprechen.
Ich fand die Mobiltelefone in Deutschland abgespeckter als in Korea. Es fehlten zB. Spiele, Designoberflaechen, Anti-Spam, Klingeltoene etc. und das bei den gleichen Modellen. Bei TVs zum teil das selbe, fehlende LAN schnittstelle kein integrierter Browser.
This post was edited 2 times, last on 2010-05-07, 17:06 by 딸기 티안.
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goom #7
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es gibt nur wenige s.k firmen die "gute" qualität herstellen. die erfahrung habe ich gemacht.

ich mein das so, im vergleich zu DE oder USA.
This post was edited on 2010-05-07, 20:56 by goom.
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