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Südkorea - Neue Einreisebestimmungen ab August...
Fingerabrdruck und Fotos...
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iGEL (Administrator) #16
User title: 이글
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In reply to post ID 24882
Moin!

Quote by 딸기 티안:
Ich habe nichts zu verbergen...

Naja, hier ein Fingerabdruck, dort meine Essgewohnheiten und Religion, dann meine Telefonkontakte und überwachte Überweisungen und zum Schluss noch ein bisschen Naktscannen. Alles nur kleine Schritte, aber in der Summe wird da praktisch die Privatsphäre aufgehoben.

Dann ergibt das ganze am Ende ein Profil, weswegen mir die Einreise verweigert wird. Zudem wird der Nutzen solcher Überwachungsmaßnahmen meiner Meinung nach deutlich überschätzt und ist nur für die "gefühlte Sicherheit" gut. Wer durch die Sicherheitskontrollen will, findet immer einen Weg, wie auch der Schuhbomber von LA oder hier bewiesen wurde: http://www.youtube.com/watch?v=nrKvweNugnQ

Inzwischen muss man beim Weiterflug in Europa ja nochmal durch die Sicherheitskontrolle, weil man den in Korea durchgeschmuggelten Sprengstoff natürlich viel sinnvoller zum Sprengen einer kleinen Innenlandsmaschine verwenden kann statt wesentlich effektiver bei einer großen Maschine. Sicherheitsgewinn = 0, Ärger für alle Nicht-Terroristen: 100.

Auch lagen bei den Anschlägen bisher nie zu wenig Informationen vor, sondern sie waren nur nicht an der richtigen Stelle. Was soll man dazu sagen, wenn der Vater vor dem eigenen Sohn warnt und dieser trotz weiterer Auffälligkeiten problemlos boarden kann?

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
This post was edited on 2010-04-22, 17:43 by iGEL.
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Soju #17
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@Flo-ohne-h
Frei gewählt, aber die Rechte der Menschen mehr und mehr einschränken ....
werden ja hoffentlich auch wieder schnell frei weggewählt werden ;-)

@딸기 티안
Die Einstellung von Leuten wie Dir ist das Problem, das solch Gesetze durchgehen  :'(

@Igel
Super Beitrag, da bin ich zu 100% gleicher Meinung ;-)

@Henchan
Such Dir doch ein anderes Land für den Urlaub ;-)
Empfehle Dir mal Taiwan zu besuchen, Berge, Gutes Essen und alle sprechen Englisch ...na ja bis auf die Taxi Fahrer ;-)

Schönen Abend allerseits :-)
Gummibein #18
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In reply to post ID 24881
Quote by Flo-ohne-h:
Irgendwie scheinen die Amerikaner zwei Stufen arroganter und unfreundlicher zu werden, sobald sie eine Uniform der Regierung tragen. Das habe ich bei keinem anderen Land bisher so feststellen können, allerdings war ich nie in Kontakt mit den Ostblockbehörden.

Wenn man in Deutschland erlebt hat wie Ausländer behandelt werden, wird nie wieder über schlechte Behandlung im Ausland klagen. Ich erinnere mich noch an die berüchtigte Ausländerpolizeiamt in der Kochstraße / Berlin. Morgens um 5 Uhr gab es schon eine ewige Schlange vor der geschlossene Tür um überhaupt eine Wartenummer abzubekommen. War man früh genug dran und hat eine Wartenummer erwischt, konnte man am späten Nachmittag wieder nach Hause gehen. Zuerst dachte ich dort würde man quasi "Ausländer zweiter Klasse" so behandeln weil ich mir nicht vorstellen konnte mit Menschen so umzugehen. Aber als ein amerikanischer Austauschlehrer von seinem Schock erzählte wußte ich zumindest, Deutschland ist keine Klassengesellschaft.

Herrlich fand ich auch ein Interview eines Beamten dort. Als er gefragt wurde wie es um seine Fremdsprachenkenntnisse bestellt ist antwortete er "Deutsch ist Amtssprache in Deutschland." Wer will es bezweifeln aber offenbar scheint es eine Überraschung zu sein, dass im Ausländerpolizeiamt meist Ausländer!!! vorsprechen.
henchan (Former member) #19
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@Gummibein,
ist das auch nach der Landung am Flughafen so ?
imnida #20
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Zu iGELs guter Antwort:Was bei dieser Nacktscannergeschichte bisher ganz unterging ist die Diskriminierung von "behinderten" Menschen. Es sind extreme Eingriffe in die Intimsphaere wenn man im Nacktscanner einen kuenstlichen Darmausgang, Windeln oder sonstige koerperliche Hemmnisse rechtfertigen muss...

Zu Gummibein:
Ich habe fast 8 Jahre in Berlin gewohnt und bin 2 mal heulend aus einer Behoerde gekommen. Ich bin aeusserlich typisch deutsch und wurde einfach scheisse behandelt wie alle anderen auch! Im Auslaenderamt an der Muellerstrasse im Wedding sass ich mal fast 5 Stunden in einem dreckigen haesslichen Saal, als ich dann endlich drankam, wurde ich erstmal so angeschissen, dass ich vor Schreck meine Beschwerde vergessen habe (was wohl auch das Ziel war...). Sicher gibt es in Deutschland Diskriminierung gegen Auslaender, das ist wohl in jedem Land so! Man sollte Einzelfaelle aber nicht hochstilisieren. Von gewissen Ostdeutschen Gebieten abgesehen...

Vor kurzem musste ich in der deutschen Botschaft in Bern einen neuen Pass beantragen. Da musste ich auch durch eine Sicherheitsschleuse und wurde peinlich genau durchsucht. Das hat mich sehr befremdet.

Vor 6 Jahren bin ich mit einer amerikanischen Fluggesellschaft von Korea nach Japan geflogen. Ich wurde auf dem Weg zum Flugzeug 3 (!) mal durchsucht und gescannt. Als ich in Japan das Gastgeschenk eines Freundes ueberreicht habe war ich selbst total schockiert, dass ich ohne es zu wissen, ein Messer (!) im Handgepaeck transportiert hatte. Es war in Geschenkpapier verpackt und niemand hat reingesehen oder es im Scanner identifiziert.

Diese ganze Getue mit den erhoehten Sicherheitsmassnahmen schuert nur die Angst und schickaniert Millionen. Wer wirklich etwas boeses will findet immer einen Weg. Irgendwann wird man nackt in Vollnarkose transportiert. Vor 3 Monaten habe ich auch im Flugzeug nach London ein Paeckchen Streichhoelzer in der Tasche gefunden. Dies auch nach 2 Durchsuchungen. Dass man im Transitbereich problemlos brennbare Fluessigkeiten in Duty Free Flaschen fuellen kann, die man dann problemlos ins Flugzeug bekommt hat vor kurzem auch jemand gezeigt.
Yush (Former member) #21
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Quote by imnida:
Zu iGELs guter Antwort:Was bei dieser Nacktscannergeschichte bisher ganz unterging ist die Diskriminierung von "behinderten" Menschen. Es sind extreme Eingriffe in die Intimsphaere wenn man im Nacktscanner einen kuenstlichen Darmausgang, Windeln oder sonstige koerperliche Hemmnisse rechtfertigen muss...

Terroristen nutzen Kinder und Frauen für Attentate - die kennen keinerlei moralischen Grenzen. Wenn man für Behinderte Ausnahmen in der Sicherheitsüberprüfung machen würde, würden Terroristen dies doch sofort ausnutzen. Wenn alle durch den Nacktscanner müssen, sehe ich darin keine Benachteiligung für behinderte Menschen - eher das Fehlen einer bevorzugten Behandlung.

Ich teile die überwiegende Kritik und dem Unwohlsein über die staatliche Datensammelwut und die zunehmende Auflösung der Privatsphäre.

Jedoch fehlen mir in den Kommentaren die Gegenvorschläge und Alternativen zu den hier kritisierten Sicherheits-Massnahmen. Denn es steht doch ausser Frage, dass der Staat die Verpflichtung hat, die Sicherheit seiner Bürger vor terroristischen Anschlägen zu verbessern.
Dass die Terroristen clever und sehr findig sind Sicherheitslücken auszunutzen, haben diese in der Vergangenheit ja mehrmals unter Beweis gestellt. Auch die neuen Sicherheitsmassnahmen werden nicht perfekt sein; aber sie werden einen Sicherheitsgewinn bedeuten. Und auch wenn es vielleicht nur 10% Sicherheitsgewinn sind, kann das doch darüber entscheiden, ob ein Terrorist durchkommt oder nicht.

Die Frage ist doch, wieviel Sicherheitsgewinn rechtfertigt wieviel Privatssphären-Verlust?

Und dazu gibt es meiner Meinung keine gute Antwort.
 
In den USA - the shining light of freedom and liberty - wäre der PATRIOT-Act und andere Sicherheits-Gesetze undenkbar und ein Skandal gewesen - bis 9/11. Bush wurde ja vor allem deswegen wiedergewählt, weil die grosse Mehrheit der Amerikaner glaubte, er könne sie besser vor Terroristen schützen. Und die überwältigende Mehrzahl dieser Sicherheitsgesetze inkl. PATRIOT-Act sind auch unter Obama noch gültig.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Terroranschlag dieser Grössen-Ordnung auch in Deutschland das Meinungsgefüge deutlich zu mehr Sicherheit verschieben würde - und gleichzeitig auch die Bereitschaft dafür auf Privatssphäre zu verzichten.

Ich denke, solange man sich relativ sicher fühlt, wird man der persönlichen Privatssphäre einen hohen Wert beimessen (können). Wenn dieses Sicherheitsgefühl dann durch einen Terroranschlag zerstört wird, geht auch der persönlich empfundene Wert der Privatssphäre verloren. Und ich denke, genau das ist die Kern-Bedrohung die von Terroristen ausgeht. Der Staat wird gezwungen immer effektivere Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen, die Bevölkerung wird spätestens bei einem verheerenden Terroranschlag die Bereitschaft haben Privatssphäre, Grundrechte und Freiheiten Stück für Stück der Sicherheit zu opfern und das geht so weiter - ein Teufelskreis.

Wie gesagt, es gibt meiner Meinung keine gute Antwort.
This post was edited on 2010-04-23, 00:49 by Unknown user.
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Seoulman #22
Member since Sep 2008 · 443 posts · Location: Seoul
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Ich schliesse mich der Meinung von 딸기 티안 an.
Ich sehe mich dadurch auch nicht in meiner Privatssphäre verletzt. Mein Fingerabdruck befindet sich schon auf meinem Reisepass. Ich dachte bisher, dass dieser dann weltweit bei einer Einreise abgerufen werden kann. Das dies nur für Europa gilt, war mir neu. Ob ich den Fingerabdruck dann einfach nochmal abgeben muss, ist mir ziemlich egal. Wenn dies dazu beiträgt die Kriminalität zu verringern, gerne!
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딸기 티안 #23
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In reply to post #17
Quote by Soju:
@딸기 티안
Die Einstellung von Leuten wie Dir ist das Problem, das solch Gesetze durchgehen  :'(

Schönen Abend allerseits :-)


Wie bitte ?
Also ich finde das manche Gedankengaenge eindeutig uebertrieben sind.

Ist das gleiche wie bei Nacktscannern, Korea hat Nacktscanner eingefuehrt ... es muessen aber nur Verdaechtige Personen rein und nicht jeder. Meinste es Interessiert einen wo welcher Speckguertel sitzt ? Meine Aufgabe waere nicht ueber deinen Koerper zu Urteilen sondern nach versteckten Waffen zu schauen.

Ja evt. hat der Scanner eine USB Schnittstelle und laed deine Bilder ins Internet ;)
Yush (Former member) #24
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In reply to post #22
Quote by Seoulman:
Ich schliesse mich der Meinung von 딸기 티안 an.
Ich sehe mich dadurch auch nicht in meiner Privatssphäre verletzt. Mein Fingerabdruck befindet sich schon auf meinem Reisepass. Ich dachte bisher, dass dieser dann weltweit bei einer Einreise abgerufen werden kann. Das dies nur für Europa gilt, war mir neu. Ob ich den Fingerabdruck dann einfach nochmal abgeben muss, ist mir ziemlich egal. Wenn dies dazu beiträgt die Kriminalität zu verringern, gerne!

Wie iGel schon sagte, die Summe der Massnahmen führt zu einem bedenklichen Gesamtergebnis. Nämlich, dass die Kontrolle Deiner persönlichen Daten mehr und mehr von Dir an den Staat transferiert werden - Stichwort "Informationelle Selbstbestimmung" (IS). Denn wenn Dir die Kontrolle über Deine persönliche Daten entgleitet, dann steht zwischen Dir und dem Staat kein schützender Raum bzw. Privatssphäre mehr. Denn die IS gewährleistet, dass Deine Privatssphäre und indirekt auch Deine Freiheit und Grundrechte vor dem Zugriff der Staatsgewalt geschützt ist.

Die Abnahme von Fingerabdrücken verringert doch nicht die Kriminalität. Selbst wenn ein verurteilter Krimineller aus Deutschland ein Visum für Korea erhalten sollte, würden Fingerabdrücke nicht helfen, da die koreanische Einreisebhörde keinen Zugriff auf deutsche Verbrecher-Datenbanken haben. Und Fingerabdrücke allein werden sicherlich einen Kriminellen nicht davon abhalten eine Straftat zu begehen. Fingerabdrücke können zwar helfen weitere Straftaten von Kriminellen zu verhindern, indem diese dadurch als gerichtlicher Beweis überführt werden. Aber Fingerabdrücke verhindern nicht, dass Menschen zu Kriminellen werden.
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Yung Ho #25
Member since Nov 2008 · 45 posts · Location: Heidelberg
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Also, wenn ich nichts zu verbergen habe, dann kann ich es ja so machen, wie in einigen"In-Bars": Mir wird ein Chip mit allen notwenidgen Daten unter die Haut gespritzt. Grosser Sicherheitsgewinn...kann nicht mehr wegen meines Bargelds beklaut werden... Und warum nicht? Meine Daten sind ja schon zum groessten Teil bekannt (und Handel wird damit auch schon betrieben)! Hmm...da lauefts mit kalt den Ruecken runter...
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Chung-Chi #26
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In reply to post #24
Bei meinem ersten Koreaaufenthalt vor einigen Jahren hatte ich meine Fingerabdruecke fuer den Erhalt meiner Alien-Registration Card noch abgeben muessen. Ich war dann positiv ueberrascht, dass ich es dann ein paar Jahre spaeter nicht noch mal machen musste.  :-) Andernfalls wuerde das die Wartezeiten im immigration office in Seoul sicherlich auch nochmal erheblich verlaengern.

"Genackt-scannt" worden bin ich auch schon in London, was, wie ich glaube, die Schuld meiner Schwester war, da sie mir zum Geburtstag so eine Hippie-Jacke geschenkt hatte, die ich auch notgedrungen anzog, weil sie sonst nicht mehr in mein Gepaeck gepasst haette. Die Beamtin hat mich da auch noch gefragt: "Would you be happy to do that?" <_< Aber was soll man machen ...?

Auch bei der Einreise nach Japan sind schon mein Gesicht und meine Finger gescannt worden.

In allen Faellen hat es mich nicht gerade begeistert und ich habe mich ein bisschen wie eine Verbrecherin behandelt gefuehlt.

Es mag sein, dass es Verbrechen von Unbescholtenen nicht verhindern kann. Ich bin aber davon ueberzeugt, dass es sie wenigstens behindern und helfen kann, begangene Verbrechen schneller aufzuklaeren und den Schuldigen festzusetzen, was so gesehen dann wenigstens neue Verbrechen von dieser Person verhindern kann. Fuer voellig wirkungslos halte ich es von daher nicht.
Trotzdem waere es mir natuerlich lieber, wenn ich all diese Massnahmen nicht ueber mich ergehen lassen muesste. Aber deswegen z.B. nicht mehr in die USA oder Japan zu reisen, kann ich mir zu diesem Zeitpunkt fuer mich persoenlich wirklich nicht vorstellen.

Ich verstehe auch nicht ganz, wie man einerseits sagen kann, ich will meine Persoenlichkeitsrechte um jeden Preis geschuetzt wissen, dann aber andererseits bei facebook ist, hier in das Forum schreibt und vielleicht sogar noch einen blog betreibt. Was sind dagegen schon Fingerabdruecke?
Flo-ohne-h (Moderator) #27
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In reply to post ID 24882
Quote by 딸기 티안:
Ich habe nichts zu verbergen...

Sei bloß vorsicht mit solchen Gedanken. Mit dieser Begründung hat die Stasi alle unbescholtenen Bürger besänftigt.
Deluk #28
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Auf der einen Seite Werbung für "Visit Korea" Jahre machen und TV-Werbespots schalten, auf der anderen Seite werden Ausländer wenn dann kommen wie potenzielle Verbrecher behandelt und es werden Fingerabdrücke genommen. Na da fühlt man sich ja gleich richtig willkommen.
imnida #29
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@Yush: Ich habe kein Wort davon geschrieben Ausnahmen fuer "behinderte" Menschen zu machen. Aber ich denke, wenn alle, die im Einsatz von Nacktscannern ueberhaupt keine Probleme sehen, eine implantierte Penispumpe, einen Dauerkatheter oder auch nur eine Insulinpumpe haetten, wuerden sie vielleicht nicht denken, das sei doch alles kein Problem.

@딸기 티안 :Deine unglaubliche Unbeschwertheit im Leben bewundere ich schon laenger in verschiedenen Threads. Aber klar, wenn man Probleme nicht sieht, sind sie auch nicht da...
Und klar, nur Verdaechtige gehen in den Nacktscanner. Weil Verdaechtige sind eben Verdaechtige...
Yush (Former member) #30
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Quote by imnida:
Und klar, nur Verdaechtige gehen in den Nacktscanner. Weil Verdaechtige sind eben Verdaechtige...

Ja genau. Und vor allem wie definiert man "verdächtig"? Kommt aus einem "verdächtigen" Land, trägt "verdächtige" Kleidung, die Gesichtszüge gefallen nicht etc.
Wie unterscheidet man denn Verdächtige von Nicht-Verdächtigen ohne zu diskriminieren?

Zumindest beim Nacktscanner entscheidet der Sicherheitsbeamte doch eher willkürlich und aus dem Bauch heraus...

Ich bin vor einigen Monaten mit meinen Eltern zusammen in die USA gereist. Ich selbst bin in den letzten Jahren schon zigmal in die USA gereist ohne jemals einen Nacktscanner von innen gesehen zu haben. Ratet mal wer in den Nacktscanner musste? Mein 61-jähriger Vater... der in seinem ganzen Leben noch nicht mal einen Strafzettel für zu schnelles Fahren oder Falschparken bekommen hat. Da habe ich echt gedacht: Die spinnen, die Amis.

@Yush: Ich habe kein Wort davon geschrieben Ausnahmen fuer "behinderte" Menschen zu machen. Aber ich denke, wenn alle, die im Einsatz von Nacktscannern ueberhaupt keine Probleme sehen, eine implantierte Penispumpe, einen Dauerkatheter oder auch nur eine Insulinpumpe haetten, wuerden sie vielleicht nicht denken, das sei doch alles kein Problem.

Ich bestreite ja nicht, dass Nacktscanner die Gefühle von Behinderte stärker verletzen können. Wenn Behinderte aber deswegen nicht durch den Nacktscanner gehen müssen, dann stellt das aber eine Sicherheitslücke dar. Die Frage ist doch, was ist wichtiger in einem vollbesetzen Flugzeug: Verletzte Gefühle oder Sicherheit?
Ich selbst kann die verletzten Gefühle schon verstehen, aber kein Verständnis hätte ich, wenn ich als Nicht-Behinderter durch den Nacktscanner müsste, Behinderte aber nicht - und das auf Kosten meiner Sicherheit.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich denke, dass grundsätzlich auf Behinderte besondere Rücksicht genommen werden sollte. Sollte der Nacktscanner aber durchgesetzt werden, dann sollten alle, auch die Behinderten, durchgehen müssen - allein der Sicherheit wegen.
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