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Südkorea verbietet Einreise wegen Sexualstraftat
von US-Amerikanern
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딸기 티안 #1
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Subject: Südkorea verbietet Einreise wegen Sexualstraftat
Südkorea hat drei US-Amerikanern wegen einer zuvor begangenen Sexualstraftat die Einreise verboten.

Das teilte das Justizministerium am Donnerstag mit.

Die US-Bürger hätten ein Aufenthaltsvisum beantragt, um hierzulande als Sprachlehrer tätig zu sein. Dabei sei bekannt worden, dass sie in den USA Sexualdelikte begangen hätten, hieß es.

Das Ressort schiebt seit Februar ausländische Sexualstraftäter aus dem Land ab und lässt sie nicht mehr einreisen. Bisher wurden zwölf Ausländer aus diesem Grund des Landes verwiesen.

Quelle KBS World~


finde ich persoenlich eine gute Massnahme~
imnida #2
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Bevor ich mir hier eine Meinung bilde muesste ich mehr wissen...
Wie ist hier eine Sexualstraftat definiert?
Woher kommen die Informationen der koreanischen Stellen?
Gilt die Einreisesperre lebenslang?
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Seoulman #3
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Gilt die Einreisesperre lebenslang?

Hoffentlich! Finde diese Entscheidung der koreanischen Regierung sehr gut.
deutschland (Guest) #4
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Halte das eigentlich für selbstverständlich. Kein Land braucht Sexualstraftäter aus dem Ausland, man hat schließlich seine eigenen. Ich brauche nicht mehr Infos, um das gutzuheißen.
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iGEL (Administrator) #5
User title: 이글
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Moin!

Ich sehe das wie Imnida. Für ein paar Jahre kann das eine sehr sinnvolle Maßnahme sein. Aber je nach schwere der Straftat (und abhängig davon, ob derjenige rückfällig geworden ist), sollte nach einigen Jahren auch gut sein. Nicht nur, dass jedes irdische Gericht fehlbar ist, man sollte auch anerkennen, dass sich Menschen ändern können. Wie gesagt, je nach schwere der Straftat, denn auch bei Sexualstraftaten kann ich mir eine große Bandbreite vorstellen.

Als Lehrer oder einem anderen Beruf, bei denen man mit Kindern umgeht, sollte jemand, der einmal pädophil aufgefallen ist, natürlich nie wieder arbeiten dürfen.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Yush (Former member) #6
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Quote by imnida on 2010-04-17, 06:34:
Bevor ich mir hier eine Meinung bilde muesste ich mehr wissen...
Wie ist hier eine Sexualstraftat definiert?
Woher kommen die Informationen der koreanischen Stellen?
Gilt die Einreisesperre lebenslang?

Jeder der ein Visum beantragt, wird einem background check unterworfen, zu dem auch das Vorstrafenregister zählt. In der Regel muss man daher jedem Visum-Antrag ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis beilegen. Zusätzlich kann das Konsulat/Botschaft einen Auszug aus dem Bundeszentralregister verlangen, da Vorstrafen dort einer längeren Speicherzeit unterliegen (z.B. bei Jugendstrafen).

Ich gehe davon aus, dass eine Sexualstraftat definiert ist, wenn man rechtskräftig verurteilt wurde - unabhängig davon wo und wie diese Tat begangen wurde - so lange im betreffenden Land eine nach deren Rechstsystem eine Sexualstraftat vorliegt und verurteilt wurde.

Die Einreisesperre gilt meines Wissens lebenslang.
This post was edited on 2010-04-19, 20:59 by Unknown user.
Yush (Former member) #7
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In reply to post #5
Quote by iGEL on 2010-04-17, 23:15:
Für ein paar Jahre kann das eine sehr sinnvolle Maßnahme sein. Aber je nach schwere der Straftat (und abhängig davon, ob derjenige rückfällig geworden ist), sollte nach einigen Jahren auch gut sein. Nicht nur, dass jedes irdische Gericht fehlbar ist, man sollte auch anerkennen, dass sich Menschen ändern können. Wie gesagt, je nach schwere der Straftat, denn auch bei Sexualstraftaten kann ich mir eine große Bandbreite vorstellen.

Vorher war das auch so - bei einem Schwerverbrechen wurde man deportiert; konnte aber nach 5 Jahren wieder legal einreisen.

Grundsätzlich ist zwar ein Einreiseverbot für Schwerverbrecher zu begrüssen. Aber auch ich finde, dass ein pauschales Einreiseverbot auf Lebenszeit, nun, zu pauschal ist. Aus juristischer Sicht problematisch finde ich zudem die Tatsache, dass auch Straftaten, die vor der Gestzesänderung begangen wurden zu nachträglicher Deportation geführt haben.

Wenn man bedenkt, wie sensitiv das Thema "Sexualität" in Korea ist, sehe ich wenig Chancen, dass auf Seiten koreanischer Stellen die Bereitschaft vorhanden ist, eine tiefergehende und differenzierte Betrachtung solcher Fälle vorzunehmen.

Traurig, aber weniger überraschend ist meiner Ansicht nach die Diskrepanz, dass in Korea selbst gegen Sexualstraftaten recht lax vorgegangen wird - wenn man bzw. Frau sich überhaupt traut eine solche Anzeige bei der Polizei zu erstatten; aber gegen Ausländer umso rigoroser vorgeht, wie jetzt mit diesem pauschalen Einreiseverbot auf Lebenszeit.

Bei Sexualstraftaten gegen Kinder wird mittlerweile allerdings hart durchgegriffen, da sich diese meines Wissens - wie in den USA - in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Internet-Datenbank mit Namen, Foto, Straftaten, aktueller Adresse etc. registriert sind. Es sollte auch einen Service geben, der die Bewohner per SMS warnen soll, wenn ein verurteilter Paedophiler in der näheren Umgebung lebt.
This post was edited 3 times, last on 2010-04-19, 23:01 by Unknown user.
henchan (Former member) #8
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Quote by Yush:
Traurig, aber weniger überraschend ist meiner Ansicht nach die Diskrepanz, dass in Korea selbst gegen Sexualstraftaten recht lax vorgegangen wird - wenn man bzw. Frau sich überhaupt traut eine solche Anzeige bei der Polizei zu erstatten; aber gegen Ausländer umso rigoroser vorgeht, wie jetzt mit diesem pauschalen Einreiseverbot auf Lebenszeit.

Wenn das so wirklich ist, wie es Yush schildert, wäre dies eine ziemleich Heuchelei.
Bisher hab ich hier aber auch noch nicht gelesen, weswegen genau diese Personen
verurteilt wurden.
Igel hat diesbezüglich ja schon einen guten Beitrag geschrieben.
Yush (Former member) #9
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Quote by henchan:
Bisher hab ich hier aber auch noch nicht gelesen, weswegen genau diese Personen
verurteilt wurden.

Einer der drei Amerikaner, denen die Einreise verwehrt wurde, soll verurteilt worden sein wg. "sexual harassment over the phone".

Es sieht daher so aus, als ob für die Einreiseverweigerung/Deportation allein die rechtskräftige Verurteilung als Sexualstraftäter entscheidend ist. Eine weitergehende Differenzierung von sexuellen Straftaten erfolgt offenbar nicht.
naja #10
User title: naja
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In reply to post #8
ich sehe und spreche nur gutes
This post was edited on 2010-04-21, 01:01 by naja.
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orosee #11
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In reply to post #9
Das liegt aber an der amerikanischen Sichtweise, wo ja selbst 3-jaehrige im Kindergarten wegen "Sexualdelikten" nach Hause geschickt werden. Auf koreanischer Seite sieht man ja nur den EIntrag ohne weitere Erlaeuterung, und damit kommt dann das Aus.

Den "Criminal Background Check" kann man in USA leicht umgehen, solange mein keine Verurteilung auf Bundesebene hat. Wer z.B. in Florida einen Eintrag im Strafregister hat, kann sich ihne weiteres z.B. in Iowa einen Auszug machen lassen. Solange dort nichts vorliegt, ist man straffrei  :rolleyes:

Sexualdelikte sind allerdings glaube ich ein "Federal Crime" und daher wohl in jedem Register vorhanden.
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Highfish #12
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Ich finde das Verbot richtig, wobei man bei den Amies und ihren Gesetzen unterschiede machen sollte. Was woanders verboten ist(Schußwaffen z.B.) ist im Amieland völlig legal, ja sogar erwünscht!!!

Als kleines Beispiel: Eine offentliche Prostituierte BETTELT einen möglichen Freier auf der förmlich Straße an. Er sagt er wolle nicht und war noch nie bei eine Nutte. Daraufhin sagt sie:" Komm kleiner, ich brauch die Kohle, nur en 20er für en Quickie...komm bitte"..Irgendwann wird er weich und sagt ok...dann halten 2 Streifenwagen vom Sondereinsatzkommando, denn die Nutte war ein Cop. Sie hat IHN eigentlich angestiftet und wäre womöglich niemals zu einer Nutte gegangen. In Deutschland und in fasst allen Ländern der Welt wäre das von Seite der Nutte ganz klare Anstiftung zu einer Straftat, aber in Amerika nicht....was die Gesetze der Amies in Sachen Sex angeht, so haben die einfach nur einen an der Klatsche!!

Aber Englischlehrern sollte man bei Reisen in Asiatische Länder einen  Keuschheitsgürtel umschnallen, da die meisten eh nur hinfliegen um sich als Gigolo zu fühlen...viele Lehrer sind echt nur peinlich, zumindest war es in Japan so...
Mein letzter Remix von Oceana feat. Wu-Tang Clan: http://www.sendspace.com/file/habpc0
Flo-ohne-h (Moderator) #13
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Quote by Highfish:
Aber Englischlehrern sollte man bei Reisen in Asiatische Länder einen  Keuschheitsgürtel umschnallen, da die meisten eh nur hinfliegen um sich als Gigolo zu fühlen...viele Lehrer sind echt nur peinlich, zumindest war es in Japan so...

Das beruht aber auf Gegenseitigkeit.

Ein Beispiel: Vorgestern hat mich die Kellnerin im Local mit einem breiten Lächeln gefragt "You marry me?" [sic]. Mehr als die Bestellung in reichlich schlechten Koreanisch aufzugeben, hatte ich bisher mit ihr nicht zu tun. Die Enttäuschung, daß ich bereits vergeben bin, war ihr dann ins Gesicht geschrieben.
 
Wenn dann die mittelmäßigen Geisteswissenschaftler nach dem BA die Wahl haben bei McDonald's anzuheuern oder nach Korea als Englisch zu unterrichten, dabei nicht schlecht zu verdienen und sich nebenbei noch als Frauenschwarm zu fühlen, ist doch bei vielen die Entscheidung klar. Wenn dann viele dabei leicht durchdrehen und sich als Casanova junior reinkarnieren, braucht man sich doch nicht zu wundern.

Zu einer Beziehung braucht es immer zwei und deshalb sollte man den Englischlehrern nicht allein die Schuld in die Schuhe schieben. Auch wenn ich die Gigolos, Pseudo-Casanovas, ... nicht in Schutz nehmen will, ist doch klar, daß  wir westlichen Männer doch längst nicht so viele Chancen hätten, wenn groß, große Nase, weiße Haut und westliche Gesichtszüge nicht auf der Wunschliste der Damen hierzulande offensichtlich so hoch stünden.

Ich habe z.B. noch keine Koreanerin mit einen der vielen Inder u.ä. als Pärchen gesehen. Auch wenn das z.T. daran liegt, daß die Inder gerne mit Frau (und Kind) kommen, gibt es doch eine Menge, die alleine sind. Meine starke Vermutung ist, daß das an der Hautfarbe liegt.
Yush (Former member) #14
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Quote by Flo-ohne-h:
Das beruht aber auf Gegenseitigkeit.

Dem kann ich nur zustimmen.

In der Tat ist es in Korea noch so, dass Frauen stark unter Druck sind früh unter die Haube zu kommen - vorrangig zur wirtschaftlichen Absicherung. Daher besitzen bei der Ehemann-Auswahl wirtschaftliche Faktoren wie arm/reich, Job-Position, Höhe des Einkommens etc. die höchste Priorität. Weiche Faktoren wie Charakter-Eigenschaften oder Liebe stehen ganz unten auf der Requirement-Liste. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Einstellung bei recht vielen Frauen in Korea sehr stark ausgeprägt ist. Anfangs fand ich das toll - ich bin auch nur ein Mann - aber schon nach kurzer Zeit hat mich die Oberflächlichkeit nur noch angewidert. Man braucht tatsächlich nur die richtige Visitenkarte zu haben und schon wird einem die Telefonnummer von der Frau (oder schlimmer von deren Mutter als Kupplerin ;-) ) quasi aufgedrängt.
Bei den kor. Männern entwickelt sich diese Einstellung nach meinen Beobachtungen aber auch immer mehr.

Wer in Korea aber einen guten Job hat und gutes Geld verdient, sucht in der Regel jemand "Ebenbürtigen" oder besser. Wenn man also nicht eine ausserordentliche Schönheit ist und als Kellnerin oder ähnlichen Jobs arbeitet, dann ist die Auswahl per se sehr stark eingeschränkt. Der grosse Druck früh zu heiraten und die stark wirtschaftlich/finanziell ausgerichtete Einstellung der kor. Gesellschaft kann erklären, dass mangels Auswahl auch westliche Nicht-Koreaner als Partner akzeptiert werden.
Das Gleiche ist übrigens auch bei den kor. Männern zu sehen, die in zunehmender Zahl in andere asiatische Länder reisen, um eine Nicht-Koreanerin zu heiraten.

Ich habe z.B. noch keine Koreanerin mit einen der vielen Inder u.ä. als Pärchen gesehen. Auch wenn das z.T. daran liegt, daß die Inder gerne mit Frau (und Kind) kommen, gibt es doch eine Menge, die alleine sind. Meine starke Vermutung ist, daß das an der Hautfarbe liegt.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass Inder und andere Nationalitäten den "Nachteil" ihrer Herkunft, für koreanische gesellschaftliche Verhältnisse, nicht oder kaum mit einem guten Job oder Vermögen ausgleichen können.

Ich will damit natürlich nicht sagen, dass es in Korea keine glücklichen Ehen gibt. Die gibt es natürlich. Aber ich denke, bei Rahmenbedingungen wie die oben geschilderten, ist es kein Zufall, dass Korea seit Jahren die mit Abstand konstant höchste Scheidungsrate der Welt besitzt (soll knapp über 50% sein - glaube es stand in der Korea Times).

Um aber zum eigentlichen Thema zurückzukommen ;-)
Entscheidend für ein Einreisevebot/Deportation ist eben, ob man als Sexualstraftäter verurteilt ist. Das britsche Touristen-Paar, dass wg. öffentlichen Küssens in einem arabischen Land vom arabischen Gericht rechtskräftig als Sexualstraftäter verurteilt wurde, dürfte somit nicht nach Korea einreisen - auch wenn ein solches Verhalten im Rechtssystem Grossbritannien's bzw. Südkorea's nicht als Straftat gelten würde.
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Flo-ohne-h (Moderator) #15
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Quote by Yush:
Ich will damit natürlich nicht sagen, dass es in Korea keine glücklichen Ehen gibt. Die gibt es natürlich. Aber ich denke, bei Rahmenbedingungen wie die oben geschilderten, ist es kein Zufall, dass Korea seit Jahren die mit Abstand konstant höchste Scheidungsrate der Welt besitzt (soll knapp über 50% sein - glaube es stand in der Korea Times).

Meine Freundin hat mir gesagt, daß sie im Koreanischunterricht gelernt hat, was bei der Partnerwahl in Korea entscheidend ist (ich frage mich auch, warum man das im Anfängerkurs Koreanisch lernt!):

Männer:
- Geld
- Intelligenz
- groß

Frauen:
- hübsch
- niedlich
- Geld

Für mich ist das ein Rezept für unglückliche Beziehungen.
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