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Südkoreanisches Kriegsschiff gesunken
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KoreaEnte #1
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Subject: Südkoreanisches Kriegsschiff gesunken
Bin gespannt, was passiert ist, tippe aber eher auf eigenes Verschulden oder einen Unfall und keinen "Angriff" von Nordkorea.
http://www.tagesschau.de/ausland/suedkorea146.html
imnida #2
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Subject: Suedkoreanisches Kriegsschiff nach Explosion gesunken
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,685895,00.html

Weiss jemand mehr?
This post was edited on 2010-03-26, 22:58 by iGEL.
Edit reason: Zusammengefuehrt
Sondey (Former member) #3
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In reply to post #1
Oh mein Gott.

Bin selber bei der Marine und bin deshalb etwas betroffen. Einer der schrecklichsten Tode, die man sich vorstellen kann.
 
Havarien sind durchaus nicht selten und kommen auch den professionelle(re)n Marinen der NATO relativ häufig vor... Wenn ein Schiff auf Grund läuft, ist das natürlich nicht schön und führt neben großem materiellen manchmal auch zu Personenschaden.

Aber... der Totalverlust eines Schiffes ist extrem selten und extrem unwahrscheinlich. Ihr müsst wissen, dass das Gefecht bzw. die Treffereinwirkung an Bord sehr oft simuliert wird und Schadens-, Brand- und Leckabwehr drillmäßig durchgeführt wird.
Generell wird quasi sofort Alarm ausgelöst (wenn nicht sogar im voraus!), die Besatzung geht auf Gefechtsstation, die Schotten werden geschlossen, Vollzähligkeit wird durchgeführt, Lagebild wird erstellt, gleichzeitig werden Präventions- und Abwehrmaßnahmen durchgeführt.

Beim GAU... sagen wir... das Schiff läuft mit AK (alle Kraft) voraus auf Grund... selbst dann ist der Totalverlust eines Schiffes nahezu unmöglich, besonders bei Kriegsschiffen.

Ich kenne mich mit der koreanischen Marine nicht sonderlich gut aus, weiß aber, dass sie sehr gut ausgebildet, ausgerüstet, motiviert und professionell sind (haben im Indischen Ozean ne Übung mit ihnen gefahren). Zudem ist der große bis überwiegende Teil ihrer Marine topmodern bzw. sehr gut in Schuss.

Ich kann mir den Totalverlust eines Kriegsschiffes beim besten Willen nicht erklären (U-Boote ausgenommen), besonders weil die Cheonan nicht sonderlich klein ist/war.

Für mich kommt da nur ein Torpedovolltreffer oder das Laufen auf eine größere Mine in Betracht.

€: Unfall/eigenes Verschulden schließe ich daher mal aus, da

a) es um kein U-Boot handelt,
b) es sich um kein nuklear angetriebenes Schiff handelt
c) das Schiff über Heck gesunken ist (am Heck sind die Maschinen [AnDiMot Antriebsdieselmotoren, Rudermaschinen, Frischwassererzeuger, Wellen, Schrauben], die den größten Lärm erzeugen --> Hier zünden "ältere" Torpedos sich Normalfall selbst) und
d) offensichtlich keine neuen Waffen etc. getestet wurden.

:O Ich kann nur hoffen, dass es doch n doofer Unfall war... n Verkettung unglücklicher Umstände...
This post was edited on 2010-03-26, 20:38 by Unknown user.
imnida #4
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Es heisst, das Heck sei explodiert.
Geht das bei einer Miene?
Ich habe keine Ahnung...
Sondey (Former member) #5
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Hm... Ist nicht soo wahrscheinlich, aber das geht, ja.

Magnetminen oder Minen, die mit Akustiksensoren ausgerüstet sind, zünden im Normalfall relativ weit hinten (Maschinen achtern erzeugen den Lärm, bes. die Schrauben [Kavitation]). Bei gewöhnlichen Ankertauminen mit Berührungssensor bzw. Bewegungszünder müsste das Schiff schon ne enge Kurve gefahren sein, um mit dem Heck drauf zu donnern.
Flo-ohne-h (Moderator) #6
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In reply to post #3
Quote by Sondey:
Für mich kommt da nur ein Torpedovolltreffer oder das Laufen auf eine größere Mine in Betracht.

Für mich gibt es grundsätzlich 3 Möglichkeiten:
1. eigenes Verschulden (techn. Defekt, ..., auch wenn unwahrscheinlich wie Sondey sagt) -> internes Problem der Marine
2. Mine -> großes diplomatischesm Problem wenn Mine von NK
3. Torpedovolltreffer -> riesiges diplomatisches Problem bis Kriegsgrund wenn Torpedo von NK

Deshalb hoffe ich, daß 1. die Lösung ist.
Flo-ohne-h (Moderator) #7
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In reply to post #2
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/D… sagt, daß es wahrscheinlich keine NK-Verwicklung gibt.
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딸기 티안 #8
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das Schlimme ist ja nicht der Verlust des Schiffes sondern eher der grausame Tot der eingeschlossenen Soldaten die es nicht mehr rechtzeitg aufs Deck geschaft haben. Ertrinken ist fuer mich neben Verbrennen eins der grausigsten Todesarten. Habe heute schon auf KBS die vermissten Liste gesehen ...
Sondey (Former member) #9
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Boah, bin ich froh, das zu lesen... Danke für den Link!
Also wohl doch keine nordkoreanische Intervention. Puh :) Aufatmen... hatte schon wieder mal leichte Panik, wie im letzten November, als das Seegefecht stattfand.

Hm, also scheint das Schiff tatsächlich Leck geschlagen zu sein und dann mit Mann und Maus untergegangen zu sein. Kann ich mir beim besten Willen zwar nicht erklären wie sowas bei Kriegsschiffen - abgesehen von U-Booten - möglich ist, aber das wird wohl die Zukunft und die Untersuchung des Wracks zeigen. Vielleicht war es ja wirklich eine große Verkettung unglücklicher Umstände (z.B. Feuer in der Mun-Kammer etc.). Oder halt doch ne alte Mine (kann ja auch ausm Koreakrieg sein)... naja, wilde Spekulation.
Erstmal bin ich froh, dass es kein Torpedo des Nordens war.

Ja, wie 딸기 티안  dargelegt hat; der Verlust des Schiffes ist eine Sache, der Tod nahezu der Hälfte der Besatzung ist allerdings viel schrecklicher.

Als ich an Bord war, hab ich mir oft vorgestellt, was passieren könnte.
Da ist man unter Deck - liegt gegebenfalls schlafend auf Koje -, der Alarm geht los, das Schiff kriegt nen Treffer ab, alles wir zappenduster, man sieht die Hand vor Augen nicht und hört nur, wie die Schotten geschlossen werden und langsam zufahren und schließlich knackend einrasten, das eiskalte Wasser dringt ein... keine Bullaugen/Fenster/Notausgänge, aus denen man raus kann... Das Wasser steigt immer höher...
Furchtbar. Und so absolut unveränderbar... so unausweichlich. Die letzten Minuten müssen der Horror sein; von Angesicht zu Angesicht mit dem eigenen, unausweichlichen Tod.

Meine Gedanken gelten den auf See Gebliebenen und den Angehörigen der Opfer dieser Tragödie.

Hoffentlich wird alles schnell aufgeklärt.
naja #10
User title: naja
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Offiziell ist nichts klar erklärt worden. deshalb kann man noch vermuten.
Die Verantwortlichen behaupten, dass es von aussen attakiert würde. die Opositionspartei"anhänger": manipuliert würde von der Regierung. beides hat Grund, ist aber nicht so glaubwürdig. die erste klingt wie der Vorwand von verantwortlichen. die wahl kommt erst im Juni. 

etwa: http://bbs1.agora.media.daum.net/gaia/do/debate/…?bbsId=…
leider auf Koreanisch, aber geografisch kann man mehr kriegen. abgesehen vom politischen Beigeschmack, eine gute analyse.

Die Grenze im Atlas ist in Hochspannung, und zwar in diesem Gebiet. Wegen des Unterschied von MarinKräfte zws S. und N. ist unvorstellbar, bis zu dem Ort nord. Torpedo irgendwie zu kommen. wie ich vorher erwähnt, ist das Gelbe Meer ehestens 20m tief. hier auch. die Strömmung läuft extrem schnell, so dass dort kein Minenfeld sei.

Auffällige:
1. am Anfang berichtet wurde, unten hintern explodiert. jetzt das Schiff sei auf einmal in minuten halbiert worden.
2. alle Offiziere sind lebendig gerettet, bis Kapitän, dessen Rollenspiel beim Gau unklar oder nichts ist.
3. Das Schiff war in Joint-maneuver mit USMarine.
4. die Berichten sind sicherlich (selbst oder fremd) kontrolliert worden.
This post was edited on 2010-03-27, 15:51 by naja.
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딸기 티안 #11
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soso ein Joint-maneuver mit USMarine ... naja vieleicht wars ja der der Yankee selber falscher Knopf oder sowas ...
Los #12
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In reply to post #10
1. unauffällig, man kann sich vorstellen.
2. auffällig
3. unauffällig, sondern Fantaise bezogend
4. falsche Kategorie, weder auffällig noch unauffällig, sondern Vermutung betreffend.
Flo-ohne-h (Moderator) #13
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In reply to post #10
Quote by naja:
Wegen des Unterschied von MarinKräfte zws S. und N. ist unvorstellbar, bis zu dem Ort nord. Torpedo irgendwie zu kommen. wie ich vorher erwähnt, ist das Gelbe Meer ehestens 20m tief. hier auch. die Strömmung läuft extrem schnell, so dass dort kein Minenfeld sei.

20 m und Strömung schließt weder Mine noch Torpedo aus. Minen kann man fixieren am Grund (wobei sie auf Satellitenbildern zu erkennen wären. Mini-U-Boote sind nur 3 m hoch und können 2 Torpedos tragen (so eines steht im dt. Museum). Vor ein paar Jahren hat SK ein solches U-Boot gefunden, das NK zum Absetzen von Agenten benutzt haben soll, gefunden.

Grundsätzlich machen es die Bedingungen schwierig aber nicht unmöglich.

Quote by naja:
Auffällige:
1. am Anfang berichtet wurde, unten hintern explodiert. jetzt das Schiff sei auf einmal in minuten halbiert worden.
2. alle Offiziere sind lebendig gerettet, bis Kapitän, dessen Rollenspiel beim Gau unklar oder nichts ist.
3. Das Schiff war in Joint-maneuver mit USMarine.
4. die Berichten sind sicherlich (selbst oder fremd) kontrolliert worden.

1. Das ist seltsam
2. Normal, die meisten Offiziere sind auf der Brücke und die ist oben, versinkt also relativ spät. Der Kapitän hat normalerweise die Aufgabe als letzter von Bord zu gehen.
3. Das könnte der Grund sein, vielleicht ist ein Torpedo versehentlich losgegangen und die Koreaner haben versucht ihn loszuwerden, in dem sie sich in flache Gewässer zu retten versucht haben (Standardtorpedos laufen auf ca. 20 m Tiefe)
4. Das erste Kriegsopfer ist immer die Wahrheit.
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딸기 티안 #14
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btw Daum-News berichtet ueber einen eingeschlossenen Soldaten der aus dem Schiff aus mit dem Handy anruft. Der Sauerstoff allerdings wird immer knapper.
This post was edited on 2010-03-28, 09:51 by 딸기 티안.
imnida #15
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Das mit dem Handy wurde inzwischen revidiert. War wohl der Wunsch Vater des Gedankens...
Aber anscheinend ist das Schiff schon mit "Schlagseite" ausgelaufen.
Die Torpedo-Theorie wird immer unwahrscheinlicher.
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