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Arbeitsmöglichkeiten für Controller und Projektmanager?
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lAutlosnahFair #1
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Subject: Arbeitsmöglichkeiten für Controller und Projektmanager?
Hallo zusammen,

meine Frau und ich sind hin- und hergerissen zwischen D und Korea. Zum einen denke ich, dass ich als Deutscher in Korea weniger unter meinem Anderssein leiden muss als meine Frau hier darunter leidet, in erster Linie (und bestenfalls) als Koreanerin gesehen zu werden - selbst in einer Multi-Kulti-Stadt wie der, in der wir leben.

Dazu kommt, dass wir früher oder später gehen MÜSSEN, um uns um meine Schwiegermutter zu kümmern.

mein Problem: ich bin mir nicht klar darüber, was für Dienste ich überhaupt anbieten kann. Was für Jobs kann man denn als Nicht-Techniker erwarten? Was macht Ihr so? Ich bin ja schon einmal erleichtert, dass nach Euren Aussagen eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse keine große Herausforderung ist, wenn man mit einer Koreanerin verheiratet ist.

Habt Ihr Erfahrungen mit Headhunter- und Recruiteragenturen gemacht und könntet einem Projektmanager und Controller für Inhouse-Post- und Telefondienste empfehlen?
lAutlosnahFair #2
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Ich meine - ich habe keine Ahnung, wie ich dort nützlicher sein könnte als in Deutschland.
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딸기 티안 #3
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Hallo,

tja das ist naetuerlich eine schwierige sache, ich komme aus einem technischen Beruf und habe in Korea nichts technisches gemacht bis jetzt ...

Hast du mal geschaut ob es fuer deinen Beruf deutsche Firmen gibt die in Korea ansaessig sind oder es wollen um ueber diese Schiene nach Korea zu kommen ? Wie weit ist dein Koreanisch ? Ich selber habe keine Headhunterargenturen genutzt sondern einfach mal per Internet geschaut oder mal eine Initativ Bewerbung rausgeschickt. Aber ich sag dir gleich im moment ist es echt hart im Moment was zu finden.

Mit dem Visa ist kein Problem, vergesst bitte nicht eure Unterlagen Heiratsurkunden evt. Namensaenderungsbescheide etc. wollen die alles haben.
lAutlosnahFair #4
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Hi,

Danke für Deine  schnelle Antwort.
Mein Koreanisch ist eher Küchenkoreanisch mit leichtem Jeollado-Einschlag...
"Geht so" wäre also noch geprahlt. Ich würde sagen: besser als mein Altgriechisch, das ich jetzt seit 7 Jahren nicht mehr "angewendet" habe.  <_<
 Aber ich lasse mich unterrichten.

Danke für Deinen Hinweis mit den Unterlagen. Wir werden dran denken.

Unser kleiner Laden ist auch in Korea vertreten. Mit mehreren Tochtergesellschaften.
Ich baggere auch hart in dieser Richtung.
Habe aber auch schon von meiner Lieblingsvertretung in K den Hinweis auf Erfolge in der Minimierung der Overheadkosten bekommen.
Wenn die Konkurrenz unter den Inlands-Bewerbern schon so groß ist, müsste ich da als Raketenwissenschaftler auftauchen, damit auf diesem Weg was zu reißen ist. (Und das bin ich leider nicht - auch kein Gentechniker, kein Arzt, kein Feuerwehrmann, kein Schweisser, kein Bauer. Ach, ach, da denkt man, man macht Karriere und muss erkennen, wie nischenmäßig man unterwegs ist.)

Ironischerweise habe ich alles getan, um globale Funktionen zugewiesen zu bekommen und muss nun feststellen, dass mich das von Korea nur weiter weggebracht hat (globale Funktionen sind natürlich nicht in einem eher kleinen Ländchen untergebracht, sondern in der Zentrale).

Was ich im Moment noch überlege, ist ob ich meine disziplinarische Linie und meine Fachkollegen dazu überreden kann, mir "Homeoffice" von Korea aus zu gestatten  :nuts:
Das wäre die bequemste Variante, bei der sich alle weiteren Fragen erübrigen.

Aber realistisch ist nichts davon.

Darum, noch einmal meine Frage:

Was für Tätigkeiten werden denn typischerweise von Ausländern besetzt (außer Sprachlehrern und Gentechnikern)?
So, von uns Softcore-Qualifizierten, Verwaltern, Aufsehern, Zahenjongleuren, Rechtsverdrehern und Gehirnakrobaten?

Gibt's da was?
Deluk #5
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Was macht eigentlich ein "Controller für Inhouse-Post- und Telefondienste" genau?
Macht der die firmeninterne Post auf und überprüft, dass auch ja niemand Schmuddelkram per Hauspost verschickt und hört nebenbei Telefone ab; bzw überprüft, ob auch niemand privat telefoniert?

Wie auch immer, ich geh mal davon aus, dass "Softcore-Qualifizierten, Verwaltern, Aufsehern, Zahenjongleuren, Rechtsverdrehern und Gehirnakrobaten" unter "kaufmännischer/juristischer Bereich fällt".
Die meisten Ausländer aus kaufmännischen Bereichen in Korea die ich kenne sind in Leitungspositionen oder als "Aufpasser" der Mutterkonzerne nach Korea entsand um darauf zu achten, dass die Koreanischen Tochtergesellschaften bei der Buchführung nicht allzu kreativ werden.
lAutlosnahFair #6
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"Was macht eigentlich ein "Controller für Inhouse-Post- und Telefondienste" genau?
Macht der die firmeninterne Post auf und überprüft, dass auch ja niemand Schmuddelkram per Hauspost verschickt und hört nebenbei Telefone ab; bzw überprüft, ob auch niemand privat telefoniert?"
--- Geil! Genau das!
Nein, wir sind eine Konzerntochter, die sich Poststellen großer Firmen vornimmt und die Effizienz bis zur kalten Vergasung hochtreibt und die Kosten auf Bruchteile senkt. Dazu gehört aber neben dem Mailroom auch die Digitalisierung und Archivierung - in vielen Fällen auch die Telefonzentralen.

Und einer meiner Jobs ist es, mir die Prozesse anzuschauen und da Optimierungen vorzunehmen.
Ein anderer ist es, für einen anderen Kunden die verschiedenen Töchter, die in HK, in Japan, China, US, D verschiedene Dienste anbieten, zu koordinieren und zuzusehen, dass Geld fließt.


Hm, dein zweiter Absatz macht mir dann doch Hoffnung.
Aber bei uns wird man dafür leider nicht entsandt.
Da gibt's leider ohne Ende Instrumente der Ferndiagnose.
Dann eher schon als Leiter.
Aber das eben auch nur 3 Mann in 20 Jahren oder so.

Was machst Du denn drüben?
Deluk #7
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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Ich bin als Expat nach Korea geschickt worden, um unserer Koreanischen Tochtergesellschaft die deutschen Entwicklungsprozesse beizubringen und aufzupassen, dass die Leute hier nicht allzu viel unseres Know-How an Kunden weitergeben. Weil nämlich unsere lieben Koreanischen Kunden unser Wissen mit der Frage: "Könnt Ihr das nicht billiger?" sofort begeistert an unsere direkte Konkurrenz weitergeben.
lAutlosnahFair #8
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Au Backe. Das ist bitter.

Das Problem haben wir nicht - nicht in der Form. Wir sitzen üblicherweise direkt beim Kunden und nehmen erst einmal seine Prozesse auf, um die dann ggf. in enger Kooperation zu verbessern und geben Einsparungen unter festen Bedingungen an den Kunden weiter. Durch diese enge Kooperation sind wir meist eh komplett transparent, wenn der Kunde das will.
Wir haben halt oft eine USP dadurch, dass wir Fulfillment komplett aus einer Hand anbieten können (von internationaler Logistik bis zum Archiv). (Und NUR komplett anbieten - also:alles oder nichts)
Und hier müssen wir uns selbst laufend am Konkurrenten messen, ob unsere Preise gerechtfertigt und unsere Prozesse und Technologien die besten sind. Und das muss dann dem Kunden regelmäßig plausibel gemacht werden.

Wenn also der Kunde zum Konkurrenten geht, liefern wir dem gern auch noch eine Leistungsliste dazu und sagen "Viel Glück, viel Erfolg und viel Vergnügen" - wir hatten das auch, dass ein Konkurrent kam, sich einen Service wegen überlegener Technologie unter den Nagel reißen konnte - den dann aber nach einem halben Jahr wieder verloren hat, weil er die Rahmenprozesse nicht gereglet bekommen hat, wodurch seine Kernkompetenz nicht zum tragen kommen konnte und wir den Service wiederbekommen haben - zusammen mit dem technologischen Know-How.

Aber in Korea ist so ein Gang zum Konkurrenten wahrscheinlich eine Angelegenheit, bei der nicht nur rationale Beweggründe eine Rolle spielen, oder?
jomiro #9
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im generellen laeuft es hier so: head hunter sprechen dich an. nicht du die head hunter (ausser, du wirst head huntern von jemandem vorgestellt).

projectmanager/ controller.. ich denke, es ist moeglich. ich weiss allerdings nicht, wie die gesetzlichen bedingungen sind. ich gehe davon aus, dass du von buchhaltungscontronlling sprichst. wenn du die entsprechenden beruflichen qualifikationen hast (sprich, uni abschluss, zeugnisse, weiterbildungen, kurse, etc), dann ist eine huerde schon mal genommen.
allerdings solltest du nicht die sprachliche huerde unterschaetzen. in den berufen, die du angegeben hast, wird, so denk ich mir, zumindest ein konversationales koreanisch verlangt. immerhin arbeitest du taeglich mit koreanern zusammen und diese sprechen nicht immer englisch. du musst auch die fachtherminologie kennen. ohne das, wird es schwer.

der einzig andere weg ist, wenn du dich von deinem jetztigen arbeitgeber nach korea versetzen laesst. dann fallen die sprachbedingungen weg und du hast freien weg.
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