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Uhu #16
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Bei mir ging bislang einmal eins verloren, welches mir meine Mum geschickt hatte, als ich für mein Praktikum in Korea war :/
achso (Guest) #17
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vielen dank fuer eure muehe.

in dem packet war ne flasche rotwein mit .75l und ein bisschen schockolade mit max. 300g. das war niemals mehr als 2kg.
also dieser service war sehr schlecht. hauptsache abkassieren

am besten is, ick mach das wie mit kambodscha. hinfliegen mit 5kg privat und dann denn rest mit geschenken. hat man mehr von...
Yush (Former member) #18
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Subject: Hinweise zum Versand nach Korea
Eines vorweg: Wenn es darum geht Sendungen nach Korea zu verschicken, ist die Deutsche Post (DP) vom Preis her der guenstigste Versender.

Eine Sendung zu versenden ist schoen einfach. Adresse drauf und zur Post.
Der dahinterliegende Logistikprozess hingegen ist komplex und es kann während dieses
Prozesses so einiges schiefgehen. Man kann selbst allerdings viel tun, einige typische Stolpersteine im Logistikprozess zu umgehen.

Folgende Faktoren sind fuer einen verzögerungsfreien und relativ sicheren Versandablauf nach Korea essentiell:

1. Maschinenlesbare und korrekte Adressierung
2. "Sichere" Adressierung
3. Korrekte Versandhinweise
4. Korrekte Inhaltsdeklarierung
5. Versandverpackung

Zu.

1. Die DP und mittlerweile auch die Kor.Post arbeiten mit automatisiert maschineller Sortierung. Jede Sendung die nicht maschinenlesbar ist, wird nachträglich per Hand sortiert - und das verzoegert den Versandprozess sowohl in D als auch in Korea. Daher sollte man sowohl Absender- als auch Empfängeranschrift nicht per Hand schreiben, sondern vom Computer ausdrucken lassen - somit ist die Maschinenlesbarkeit gewährleistet. Damit die maschinelle Sortierung in K möglichst zielgenau erfolgt, sollte man auch das relativ neue (und genauere) Postleitzahlen-System in K berücksichtigen, die nun 6-stellig ist: 123-456 (ähnlich der Umstellung in D auf 5-stellige PLZ, die u.a. zu einer signifikanten Effizienzsteigerung der innerdeutschen Logistikleistungen der DP geführt haben).

Da die Kor.Post sowohl mit lateinischen als auch koreanischen Lettern zu tun hat, und es zudem verschiedene (lateinische) Schreibweisen von koreanischen Woertern/Adressen gibt, stellt die korrekte Adressierung einen weiteren Verzoegerungsfaktor dar.
Es bringt ja nichts, wenn die Adresse nur maschinenlesbar ist. Die (Sortier-)Maschine muss die Adresse ja auch "verstehen" können. Soll heissen, die Adresse muss mit den in der Adressdatenbank gespeicherten Adressen und deren verschiedenen Schreibweisen übereinstimmen. Andernfalls wird aussortiert und muss per Hand nachsortiert werden.
Daher:
Die offizielle(n) Schreibweise(n) koreanischer Adressen (lat.+kor.) inkl. der dazugehörigen 6-stelligen PLZ der Koreanischen Post findet man hier: http://www.koreapost.go.kr/servlet/kpp.eng.PostInfoEng

Maschinenlesbarkeit, 6-stellige PLZ, offizielle Schreibweise der Anschrift gemäß Kor.Post:
Damit ist eine automatisierte und verzögerungsfreie Bearbeitung und Sortierung gewährleistet.

Mit Ausnahme des Landes (immer lat. Buchstaben!!!) ist es egal, ob die Empfängeradresse in lateinischen Buchstaben oder in Hangul ist. Ich empfehle aber eindringlich, sowohl die Stadt als auch das Land immer unbedingt in lateinischen Buchstaben zu schreiben (sowohl Absender- als auch Empfängeranschrift)! Wer dies nicht tut und die Sendung sich auf Grund eines Sortierfehlers innerhalb Deutschlands oder in ein anderes nicht-koreanisches Land verirrt... dann ist eine Nachversendung so nicht mehr moeglich - es sei denn der zustaendige Postmitarbeiter kann zufaellig koreanisch lesen. ;-)


2.
Was nützt die beste Adressierung, wenn der Adressaufkleber unterwegs unleserlich wird?
Der Transportweg von D nach K ist lang, ruppig, von grossen Temperaturschwankungen und wechselnden Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Die Sendung durchläuft nicht nur mehrere Klimazonen, sondern auch mehrere Transit-Stationen. Da kann es schon mal passieren, dass Feuchtigkeit bzw. Kondensation oder auch ein paar Regentropfen aufs Adressfeld die Anschrift unleserlich machen. Oder das Adressfeld wird durch andere schwere Kartons bzw. Transportgüter zerkratzt oder anderweitig beschädigt. Klassische Fälle sind zerbrochene Flaschen, deren Flüssigkeit auslaufen und die ungeschützten Adressfelder anderer Pakete unleserlich machen und sowohl eine Zustellung als auch Retournierung unmöglich machen. In solchen Fällen heisst es in der Regel: Game Over.
Daher empfehle ich dringend die Adressen zusätzlich zu versiegeln. Ich überklebe z.B. alle Anschriften mit transparentem Pack-Klebeband - sowohl bei Briefen als auch bei Paketen. Damit sind die Adressbereiche vor Wasser, Feuchtigkeit, Kratzern und andere Schäden gut geschützt und weiterhin (maschinen-)lesbar.

Das ist meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb Postkarten nach Korea eine so hohe Verlustrate aufweisen: Sie sind einfach zu anfällig für die o.g. Schadensrisiken.
Wer dennoch Postkarten nach K verschicken will, sollte diese in einen Briefumschlag tun und als Briefsendung verschicken.


3.
Die DP transportiert Standard-Sendungen nach Asien schon seit einiger Zeit nicht mehr auf dem Landweg/Seeweg. Alles via Luftfracht. Es gibt zwar noch Postmitarbeiter, die anderes behaupten, aber na ja....
Dennoch ist der blaue Luftpost-/Par Avion-Aufkleber wichtig. Egal ob Brief, Paeckchen oder Paket: Dieser Aufkleber muss drauf. Andernfalls kann es passieren, dass die Sendung in einer Transit-Station oder im Empfänger-Land nachrangig behandelt wird.

4.
Wer Waren nach K versendet, muss diese für den korean. Zoll deklarieren. Dabei ist es unerheblich, ob man es in einem Paket, Paeckchen oder Brief versendet. Wer privat versendet, benoetigt die sog. CN22 Zollinhaltserklärung. Auf den vorgefertigten internationalen Adressaufklebern der DP für Pakete und Päckchen sind diese bereits im Formular integriert. Für Briefsendungen erhält man die CN22 seperat in allen Postfilialen. Diese wird ausgefüllt (sehr einfach), unterschrieben und AUSSEN auf die Sendung angebracht. Wer dies nicht macht, dann ist die Gefahr gross, dass die Sendung vom korean. Zoll zur Nachuntersuchung aussortiert wird - und das führt i.d.R. zu einer Liefer-Verzoegerung oder im schlimmsten Falle zur Beschlagnahmung.

Apropos Paeckchen: Paeckchen nach K lohnen sich erst ab 1001g (bis 2000g). Wer bis zu 500g (nur 6 EUR!) bzw. bis zu 1000g etwas nach Korea versenden will, sollte dies grundsätzlich als Briefsendung verschicken. Der Versand erfolgt i.d.R. nicht nur schneller, sondern ist auch guenstiger als das Paeckchen. Warum schneller? Paeckchen werden grundsätzlich als Letztes verladen, und nur weiterversandt wenn noch freier Platz im Flugzeug und im Sendungs-Container ist - andernfalls muss es auf den nächsten freien Flieger bzw. nächsten freien Sendungs-Container warten. Das kommt häufiger vor als man denkt. Bei Briefsendungen hingegen gibt es diese Beschränkungen nicht.
Btw., es ist ein weitverbreitetes Missverstaendnis, dass Briefsendungen in einem Briefumschlag versendet werden müssen. Es kann auch ein stabiler Karton verwendet werden, sofern die zulässigen Maße nicht überschritten werden (siehe hierzu http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=link1015319_900424)


5.
Wie ich bereits erwähnte, ist es für eine Sendung ein beschwerlicher Weg bis nach K. Dementsprechend sollte auch die Verpackung stabil sein. Die einwelligen Pack-Kartons der DP, die man in den Postfilialen kaufen kann, sind streng genommen ungeeignet fuer den Versand nach K. - das ist meine persönliche Einschätzung. Wenn man sieht, wie ruppig teilweise mit den Sendungen umgegangen wird.... Wie dem auch sei, ich habe selbst einige Male einwellige Sendungen nach K versendet und es kam immer heil an - zumindest der Inhalt. Äusserlich wiesen die Kartons mehr oder weniger grosse Schäden aus. Grundsätzlich sollte man den Inhalt also sehr gut polstern.
Wer grosse Pakete, wertvolle oder empfindliche Sendungen verschicken will, sollte allerdings ernsthaft erwägen zweiwellige Kartonagen für den Versand zu verwenden. Diese sind deutlich robuster und stabiler als die Einwelligen. Unabhängig vom Karton: Die gute Polsterung des Inhalts ist immer absolute Pflicht.


Die o.g. Hinweise duerften dazu beitragen, dass eine Sendung ohne Verzoegerung und relativ sicher beim Empfänger ankommt. In den letzten 6 Jahren ist mir keine einzige Sendung nach Korea verloren gegangen und der Sendungsinhalt immer unbeschädigt angekommen. Zudem hat sich Versanddauer deutlich verkürzt.

Ok, viel geschrieben über etwas, worüber sich "normale" Leute nicht den Kopf zerbrechen. Na ja, habe u.a. Logistik studiert und einige Zeit fuer Deutsche Post World Net im Logistik-R&D gearbeitet.

Ich hoffe, meine Versand-Hinweise werden für euch hilfreich sein.

MfG
Daewoo
This post was edited on 2010-04-22, 16:27 by Unknown user.
Yush (Former member) #19
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In reply to post #17
Quote by achso on 2010-02-08, 23:35:
vielen dank fuer eure muehe.

in dem packet war ne flasche rotwein mit .75l und ein bisschen schockolade mit max. 300g. das war niemals mehr als 2kg.
also dieser service war sehr schlecht. hauptsache abkassieren

am besten is, ick mach das wie mit kambodscha. hinfliegen mit 5kg privat und dann denn rest mit geschenken. hat man mehr von...

Eine gefüllte 0.75l Flasche mit 2 Tafeln Schokolade plus stabiler Kartonverpackung und entsprechend guter Innen-Polsterung. Da kommt man locker über 2kg.
Ausserdem wird das Paket vorher gewogen. Da die Gewichtswaage (die übrigens geeicht ist) mit dem elektronischen Kassensystem verbunden ist, kann die Postmitarbeiterin nur auf "Enter" drücken und der Computer druckt die entsprechende Paketmarke aus. Wenn die Waage sagt, "2,1 kg" hat sie keine technische Möglichkeit das zu aendern (ganz zu schweigen davon, dass sie das nicht darf).

Ich kann verstehen, dass man bei Paketen ungehalten über die hohen Versandpreise nach K ist - denn subjektiv sind diese hoch. Man muss allerdings bedenken, dass alles per Flugzeug transportiert wird. Ein Flugzeug hat nur begrenzten Frachtraum, verbraucht eine Unmenge von Kerosin (bei hohen und staendig steigenden Kerosinpreisen) und benötigt regelmässige Wartung. Will sagen, die Kosten sind hoch und da zählt wirklich jedes einzelne Kilo. Zudem sind Pakete versichert und die Schadensquote bei aussereuropäischen Sendungen vergleichsweise hoch.

Wenn man die Preise anderer Versender in Relation zur DP setzt, dann wird ersichtlich, dass dies nichts mit Abkassieren zu tun hat.
Flo-ohne-h (Moderator) #20
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Quote by Yush:
Wenn man die Preise anderer Versender in Relation zur DP setzt, dann wird ersichtlich, dass dies nichts mit Abkassieren zu tun hat.

ich finde Deine Antwort sehr hilfreich, habe mir gleich ein pdf davon gemacht, was ich meinen Daheimgebliebenen schicken werde.

ich verstehe das Kostenargument. ich stelle jetzt aber mal eine ganz blöde Rechnung auf.

Ein durchschnittlicher Passagier wiegt 70 kg, hat 20 kg Gepäck und 10 kg Kleidung und Handgepäck, also zusammen 100 kg.

Wenn man 100 kg bei der Post nach Korea verschickt, also 5*20 kg, kostet das 5*85 €=425€. Mein letzter Flug hat 240€ (einfach) gekostet. ich weiß, daß das sehr günstig ist, aber trotzdem. Dann muß ich ja noch rechnen, daß ein Passagier nicht im Frachtraum sitzt; der Sitz wiegt sicher nochmal 50 kg. Insofern ist das Argument, daß die Kosten doch recht niedrig sind nicht mehr so ganz stichhaltig.
Yush (Former member) #21
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Quote by Flo-ohne-h:
Quote by Yush:
Wenn man die Preise anderer Versender in Relation zur DP setzt, dann wird ersichtlich, dass dies nichts mit Abkassieren zu tun hat.

ich finde Deine Antwort sehr hilfreich, habe mir gleich ein pdf davon gemacht, was ich meinen Daheimgebliebenen schicken werde.

ich verstehe das Kostenargument. ich stelle jetzt aber mal eine ganz blöde Rechnung auf.

Ein durchschnittlicher Passagier wiegt 70 kg, hat 20 kg Gepäck und 10 kg Kleidung und Handgepäck, also zusammen 100 kg.

Wenn man 100 kg bei der Post nach Korea verschickt, also 5*20 kg, kostet das 5*85 €=425€. Mein letzter Flug hat 240€ (einfach) gekostet. ich weiß, daß das sehr günstig ist, aber trotzdem. Dann muß ich ja noch rechnen, daß ein Passagier nicht im Frachtraum sitzt; der Sitz wiegt sicher nochmal 50 kg. Insofern ist das Argument, daß die Kosten doch recht niedrig sind nicht mehr so ganz stichhaltig.

Ich habe nicht behauptet, dass die Kosten (Du meintest sicher die Versandpreise) niedrig sind. ;-) Meine Aussage war, dass es sich nicht um Fantasie-Preise=Abkassieren handelt. Wie gesagt, die Preise fuer Pakete sind subjektiv hoch - keine Frage. Aber Preise, ob niedrig oder hoch, sollte man immer auch im Gesamtzusammenhang sehen, sprich die Preise der Konkurrenz - dann relativieren sich Aussagen wie "Abkassieren" wie in einem Posting geschehen. Man sollte fair bleiben - das war meine Aussage.

Dass die DP nichts zu verschenken hat und als börsennotiertes Unternehmen zu hohen Profiten verdammt ist, findet sich natürlich ebenfalls in der Preisgestaltung wieder. Gewinn und Abkassieren sind dennoch zwei unterschiedliche Kategorien für mich.

Zu Deiner Rechnung:
Zunächst einmal sind die meisten Frachtflugzeuge der DP weitaus kleiner als die fuer Langstrecken konzipierten Passagiermaschinen. Langstrecken-Flugzeuge haben eine deutlich höhere Gewichtskapazität und eine wesentlich bessere Kerosin pro Kopf-Quote. Müssen diese ja auch, da sie meist mehr als 11 Std. in der Luft sind. Bei Frachtflugzeugen spielt in der Regel der Turnaround-Faktor eine gewichtigere Rolle als die Gewichtskapazität. Ein Frachtflugzeug, das 6 Stunden und mehr an eine einzelne Point-to-Point Verbindung gebunden waere, wuerde das Logistiknetz, das auf schnelle Verfügbarkeit und extreme Flexibilität ausgelegt ist, nur behindern.
Während man als Passagier non-stop oder nur 1x umsteigen muss bis nach K, sind das bei Frachtflügen nach Asien mehr. Ich kenne nur das Express-System der DP nach Korea und da sind es 3 Transits (jedenfalls damals als ich noch bei DP war). Bei Nicht-Express Sendungen sind es mit Sicherheit mehr. Es sind also mehrere Flugzeuge beim Transport involviert, was sich auf die Kosten niederschlägt.
Ein Langstrecken-Frachtflugzeug extra für Korea wuerde sich uebrigens absolut nicht fuer DP oder andere rechnen - bzw. nur mit astronomisch hohen Preisen - die keiner zu bezahlen bereit waere.

Bei einem Passagierflugzeug nach K gibt es zudem die First- und die Business-Class, die Cash-Cow der Fluggesellschaften. Damit werden günstige Preisangebote der Economy-Class regelmässig quer-subventioniert, um zu verhindern Marktanteile an Konkurrenten zu verlieren. Ich kann mir gut vorstellen bzw. bin mir ziemlich sicher, dass die Fluggesellschaft keinen Gewinn mit Dir gemacht hat, wahrscheinlich sogar einen kleinen Verlust ;-)
Express-Sendungen der DP analog zur First- und Business-Class zu vergleichen, funktioniert hier nicht. Der Express hat innerhalb der DP eine eigene Logistik und wird teilweise mit eigenen Flugzeugen transportiert.

Und wie gesagt, Pakete sind ausserdem versichert und die Schadensquote speziell für Asien relativ hoch - und beeinflusst daher nicht unwesentlich den Versandpreis mit.

Das sind nur einige wenige Beispiele für die Unterschiede zwischen Langstrecken-Passage und Langstrecken-Fracht - also ganz unterschiedliche Kostenstrukturen.

Sendungen nach K sind teuer - keine Frage. Und die DP macht damit Gewinne - keine Frage.
Aber ich wuerde nicht so weit gehen zu sagen, dass DP überteuert waere. Wenn es möglich wäre, kostengünstiger und profitabler nach K zu versenden, haetten das die Konkurrenten sicherlich schon angeboten.

Apropos teuer: Die Gewinnmarge beim Briefporto ist höher als bei einem Paketversand nach K. ;-)
Flo-ohne-h (Moderator) #22
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Hallo Yush/Daewoo,

ich verstehe Deine Argumentation. Es wundert mich aber, daß DHL nicht z.B. einen Großflieger nach Ostasien (z.B. Hongkong) schickt, das Aufkommen müßte doch groß genug sein.

Daß die Preise bei diesen Billigtickets (400 € für Hin- und Rückflug K<->D) ziemlich günstig sind läßt sich ja einfach ausrechnen.

Ein Langstreckenflieger für 300 P. kostet 150 Mio €. Man kann ihn 20 Jahre gut nutzen. D.h. ein Sitzplatz kostet 500000€ für 20 Jahre. Wenn ich rechne, daß die Maschine 330 Tage/Jahr fliegt, gibt es pro Tag und Sitz 75€ Abschreibung. Wartungskosten, Personalkosten, Sicherheitskosten, Abfertigungsgebühren ... lasse ich außen vor.

Nach Korea sinds 9000 km, also 18000km für beide Flüge. Wenn man 400 € zahlt, 75€ Abschreibung abziehen muß und einen Verbrauch von 3.5 l/100 km und Passagier annimmt, verbläst jeder 630l Kerosin und bei 325€, die der Airline von den 400 € bleiben sind das 50 c/l Kerosin.

Da alle Kosten für Personal, ... außen vor bleiben, ist das eindeutig ein Dumpingpreis. Benzin und Diesel kosten ohne Steuern ja etwa 65 c/l. Auch wenn man davon ausgeht, daß Kerosin etwas billiger ist und Fluggesellschaften als Großabnehmer günstigere Tarife kriegen ist, reicht der Ticketpreis gerademal/nichtmal um Abschreibung und Kerosin zu zahlen.
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딸기 티안 #23
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die Argumentation Adresse nicht lesebar, lasse ich nicht gelten ... aufm Paket schein steht ja extra in Druckbuchstaben, wer da seine Adresse hinkliert und das nicht beachtet ist selber schuld.

der Koreanische Zoll ist genauso "genau" wie der Deutsche naemlich von Provinz von Provinz total verschieden. Seoul ist genau weil die Stadt Geld brauch in Taejon sieht die sache ganz anders aus.

Solltet ihr Pakete jenseitz der 10kg marke verschicken lassen so wie ich und der Warenwert insgesamt mit Postversandkosten ueber 140,000WON kommen muesst ihr halt bei der Inhaltsangabe tricksen ;)
Dem Zoll interessiert es naemlich nicht bei der Inhaltsanhabe ob da 5 Baumwollschluepfer drinne sind und 6Paar Socken sonder das kann man zusammenfassen und clothings fuer hinschreiben ... fuer Haribo Gummibaeren usw. jelly halt. Dann rechne ich mir halt aus was Socken und Gummizeugs in Korea kostet ... zB. 6 Socken Markt preis 5000Won weil ich Halmoni gnadenlos runtergehandelt habe, der Zoll weiss ja nicht was ich dafuer in Deutschland bezahle. Bei Geraeten immer die Verpackung raus machen und vorallem Kassenzettel raus.

Der Transportweg von D nach K ist lang, ruppig, von grossen Temperaturschwankungen und wechselnden Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Die Sendung durchläuft nicht nur mehrere Klimazonen, sondern auch mehrere Transit-Stationen. Da kann es schon mal passieren, dass Feuchtigkeit bzw. Kondensation oder auch ein paar Regentropfen aufs Adressfeld die Anschrift unleserlich machen. Oder das Adressfeld wird zerkratzt oder anderweitig beschädigt. Dann ist's Game Over.
Daher empfehle ich dringend die Adressen zusätzlich zu versiegeln. Ich überklebe z.B. alle Anschriften mit transparentem Pack-Klebeband - sowohl bei Briefen als auch bei Paketen. Damit sind die Adressbereiche vor Wasser, Feuchtigkeit, Kratzern und andere Schäden gut geschützt und weiterhin (maschinen-)lesbar.

mehrere Klimazonen ? allerhoechstens liegt zwischen Korea und Deutschland eine andere Klimazone das ist aber total egal da es immer noch zur Gemaessigten Zone gehoert. Ausserdem isses egal in der Flugzeughoehe isses immer gleichkalt.

Wieviele Transit stationen sollen das sein ? In Deutschland ... Post => Verteilerzentrum => Flughafen ... In Korea ... Flughafen => Poststation fuer den Wohnort~

Zerkratzte Adresse oder sogar Verwaschen habe ich noch nie gesehen, nichmal Kondenzwasser oder Feuchtigkeit war bei mir.

Also was ich damit sagen will, ich lasse mir nicht nur 1-2Pakete pro Jahr zukommen sondern 15-25 und keins davon ist bis jetzt verloren gegangen oder beschaedigt. Post war immer zwischen 5-11 Tagen da.
Dogil saram #24
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Bei Briefe und Pakete, zu mir in Korea, ist die richtige Postleitzahl und die Hausnummer wichtig. ( Wir wohnen auf den Land ). Da der Briefträger meinen Namen nicht lesen kann, weis er das ist ein doggil, hat aber meine Hausnummer. Alle Briefe und Pakete sind bis jetzt angekomen. Kleine Luftpost Pakete, diese gelten als Briefe, sind vom Zoll noch nie geöffnet worden.
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Seoulman #25
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Glaube es ist teilweise einfach Glückssache. Bei dem Paket meiner Tante, welches vier Monate unterwegs war, war die Adresse mit dem Computer geschrieben. Reihenfolge der Adresse war auch eingehalten. Vielleicht lag es an der Bezeichnung. Sie hat den schönen Begriff "Konfekt" verwendet. Schokolade bzw. Chocolate wäre wohl besser gewesen. Allerdings dürfte das Öffnen und Überprüfen des Inhalts auch nicht länger als einen Tag in Anspruch nehmen.
Wie schon geschrieben. Selbst kleine Packete die unter 1 Kg waren und als Brief versendet wurden, haben bei mir schon 4 Wochen und länger gebraucht. Am schnellsten war bisher immer die Variante bis 2 kg für 24 Euro als Päckchen zu versenden.
Yush (Former member) #26
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Quote by 딸기 티안:
die Argumentation Adresse nicht lesebar, lasse ich nicht gelten ... aufm Paket schein steht ja extra in Druckbuchstaben, wer da seine Adresse hinkliert und das nicht beachtet ist selber schuld.

"Was nützt die beste Adressierung, wenn der Adressaufkleber unterwegs unleserlich wird?"

Dass man Adressen leserlich schreiben soll, habe ich natuerlich vorausgesetzt. ;-)
Saubere Blockschrift ist übrigens ebenfalls maschinenlesbar - aber das entscheidet ja letzendlich die Maschine ;-)

zB. 6 Socken Markt preis 5000Won weil ich Halmoni gnadenlos runtergehandelt habe, der Zoll weiss ja nicht was ich dafuer in Deutschland bezahle. Bei Geraeten immer die Verpackung raus machen und vorallem Kassenzettel raus.

Im Zweifelsfall setzt der Zoll bei der Wertabschätzung den wahren Marktwert ein und nicht unbedingt das was auf der Rechnung bzw. Zollerklärung steht. Tricksen funktioniert zwar recht gut (mache ich auch), gerade wenn es um normale Klamotten, Suessigkeiten und andere normalpreisige Gueter geht. Bei hochwertigerer Ware und speziell bei Luxusmarken (die gerade bei Asiaten so begehrt sind) wird das allerdings riskant. Ich weiss nicht was passiert, wenn man vom kor.Zoll beim Tricksen erwischt wird, aber angenehm wird das sicherlich nicht.

Apropos Geräte. Viele denken, dass deutsche und koreanische elektronische Geräte in den Stromnetzen beider Länder kompatibel sind. Das stimmt nur bedingt. Zwar haben beide eine Stromspannung von 220-230V. Allerdings differiert die Standard-Stromfrequenz. Diese liegt in D bei 50Hz, in K bei 60Hz. Ein 50Hz Gerät lässt sich zwar "problemlos" an einem 60Hz-Stromnetz betreiben (und vice versa) - i.d.R. jedoch mit einer deutlich verkürzten Lebensdauer des Gerätes. Man sollte also darauf achten, Geräte zu kaufen die "50~60Hz" beherrschen (steht i.d.R.auf dem Typenschild). Vor allem bei Hausgeräten von Bosch/Siemens habe ich diese gesehen.

mehrere Klimazonen ? allerhoechstens liegt zwischen Korea und Deutschland eine andere Klimazone das ist aber total egal da es immer noch zur Gemaessigten Zone gehoert. Ausserdem isses egal in der Flugzeughoehe isses immer gleichkalt.
Wieviele Transit stationen sollen das sein ? In Deutschland ... Post => Verteilerzentrum => Flughafen ... In Korea ... Flughafen => Poststation fuer den Wohnort~

Ok, mit den "mehreren Klimazonen" lag ich daneben. Aber es war 2 Uhr morgens als ich das geschrieben habe. ;-)
Dennoch unterliegt eine Sendung nach K grossen Temperaturschwankungen. So kalt wie es im Flugzeug ist, so warm ist es auch am Boden. Im Hochsommer koennen sich da beträchtliche Temperaturschwankungen ergeben.

Es ist ein Irrtum zu denken, dass eine Sendung wie bei einem Passagierflug direkt nach K geflogen wird. Aber das habe ich in einem vorigen Post ja bereits erläutert.

Zerkratzte Adresse oder sogar Verwaschen habe ich noch nie gesehen, nichmal Kondenzwasser oder Feuchtigkeit war bei mir.

Also was ich damit sagen will, ich lasse mir nicht nur 1-2Pakete pro Jahr zukommen sondern 15-25 und keins davon ist bis jetzt verloren gegangen oder beschaedigt. Post war immer zwischen 5-11 Tagen da.

Nun, so etwas ist ja auch nicht der Regelfall, sondern die Ausnahme, andernfalls wäre die DP in grossen Schwierigkeiten ;-) Gemessen an der Gesamt-Sendungsmenge ist der Anteil beschädigter od. verlorengeganger Sendungen nach Asien gering. In absoluten Zahlen aber, ist es dennoch eine beeindruckende Anzahl.

Meine Hinweise dienten lediglich dazu, zu informieren und die Risiken solcher Ausnahmefälle und weiterer Stolpersteine bewusst zu machen und weiter zu reduzieren. Denn wenn es dann doch passiert, dann ist dies meist enorm ärgerlich, da man viel Geld für ein Paket zahlen muss und die anschliessende Nachforschungs- und Versicherungsprozedur meist langwierig ist.

Auf alle Eventualitäten im Versandprozess kann man sich bzw. die Sendung eh nicht vorbereiten. Und wie Seoulman sagt, manchmal ist es einfach Glücks- bzw. Pechsache was auf dem Weg von D nach K passiert.
caro2410 #27
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Apropos Zoll:
Wie genau wart ihr denn, wenn ihr Pakete verschickt habt?
Ich habe mir die Ausfüllerklärungen mal angeschaut, weil ich die Tage mir schonmal ein paar Sachen nach Korea "vorschicken" lassen will, da komm ich doch vom 100sten ins 1000ste, wenn ich da bei jeder Sache das Gewicht angeben soll. Schicke größtenteils Klammotten..und um jedes Teil aufzuführen reicht der Platz auf dem kleinen CN22 ja auch nicht wirklich..
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딸기 티안 #28
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Moin,

@Yush
ich wollte deinen "post" nicht angreifen, ist auch schoen zu wissen aber vieles wird auch immer uebertrieben dargestellt. Wie gesagt schilder ich meinen Eindruck und meine Sachen die ich schicke sind fuer Koreaner schon hochwertig wenn sie dafuer in Korea 200.000Won mehr zahlen als in Deutschland ;)

@caro2410
Es reicht wenn du Klammotten hinschreibst ... pie mal daum das gewicht ... Wichtig ist bei einem Umzug oder laengeren Aufenhalt ... auch Umzug oder laengerer Aufenthalt mit raufzuschreiben und vorallem das die Sachen getragen sind ... used Clothings zB.  ... denke dran bei dem Warenwert nicht ueber 140.000WON mit Versand sonst musst du naemlich Zoll bezahlen wenn pech hast.
Yush (Former member) #29
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In reply to post #27
@caro2410

Bei privaten Sendungen brauchst Du nicht jeden einzelnen Gegenstand aufzuzählen. Menge, Gewicht etc. habe ich noch nie ausgefüllt - dies ist eher fuer Handelswaren relevant.  
Ich habe selbst vor 2 Jahren mehrere grosse Umzugskartons nach Korea verschickt und auf Hangul 이사 물건 (= Umzugs-Sachen) und in Klammern darunter "Clothes, Books" geschrieben. Einen Wert habe ich nicht angegeben. Ein Karton wurde vom kor. Zoll geöffnet, der Rest ging ohne weitere Prüfung durch.

Da es eine Umzugssendung sein soll, empfehle ich Dir zudem, als Empfänger ebenfalls Deinen Namen einzutragen und als c/o den Entgegennehmenden. Das sieht dann fuer den kor. Zollbeamten stimmiger aus.

Btw. der CN22 gilt fuer private Warensendungen in Form von Paeckchen und Briefsendungen. Für versicherte (private) Pakete musst Du den CN23 verwenden. CN22+CN23 sind bereits im internationalen Paeckchen-/Paketschein der DP integriert. Nur für Briefsendungen muss man sich den CN22 seperat holen.


@딸기 티안
Meine kor. Freundin hat auch ihre Augen verdreht, als ich ihr erklärte, Sie solle ihre Pakete schützender verpacken und vor allem die Adressen schützen. ;-) Aber als Logistiker weiss man halt, was auf dem Transportweg so alles schiefgehen kann, auch wenn die statistische Wahrscheinlichkeit dafür gering ist.
caro2410 #30
Member since Jun 2009 · 38 posts · Location: Frankfurt
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Danke Yush und 딸기 티안!! Bringt mich sehr weiter.
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