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Koreaner in Filmen
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Larsihasi #1
Member since Aug 2008 · 67 posts · Location: Seoul
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Subject: Koreaner in Filmen
Hi ich hab auch mal wieder hier vorbei geschaut da ich eine Frage habe.^^

Also ich habe gestern einen Film gesehen (Starsky & Hutch) und dort kam eine kleine Szene mit einem Koreaner vor, der einen Kleinkriminellen spielte, der irgendwo Drogen gekauft hat. Der Koreaner hat nur leider sehr schlechtes Koreanisch gesprochen, also es war zwar alles richtig, aber nur mit einem sehr schlechten Akzent.
Und das erinnerte mich dann an etwas, was mir meine koreanische Austauschschülerin mal gesagt hat.
Damals hatten wir auch einen Film geguckt (Crank), wo auch Koreaner vorkamen, die schlechtes Koreanisch gesprochen haben. In diesem Fall waren es einmal Prostituierte und einmal ein Mann in einer Fabrik, der andere rumkommandiert hat, dass sie besser arbeiten sollten usw.. Sie meinte dann, dass die Amerikaner, wenn sie Filme drehen, wo als (sehr) kleine Nebenrollen "böse" Asiaten vorkommen, immer Koreaner nehmen um Korea schlechtzumachen. Das würde auch die schlechten Akzente erklären, da man echt das Gefühl hatte, die hätten da einfach einen Amreikaner zum synchronisieren hingesetzt, der dann Koreanisch redet.

Jetzt wollte ich einmal fragen, ob da etwas dran ist, bzw. ihr schon einmal was davon gehört habt.
imnida #2
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Ich sehe sehr gerne und viel Filme und achte dabei seit Jahren auf alles koreanische.
Deshalb denke ich, dass das eine Pauschalisierung ist, die so nicht wirklich stimmt. Aber sie passt zu meinen Erfahrungen mit dem Asterix-Denken vieler Koreaner.
Erstens, weiss ich nicht, welcher Grund auf amerikanischer Seite dahinter stecken sollte und zweitens sind wohl eher die Chinesen die Pruegelknaben.
Und wenn es um Idioten oder Boesewichte mit groesseren Rollen geht, sind auch die Deutschen sehr gut vertreten. Von James Bond bis Malcolm in the Middle (wo leider in der deutschen Uebersetzung die dummen Deutschen gegen dumme Daenen ausgetauscht wurden ;-)). Und ohne Nazis waeren die Hollywood Drehbuchschreiber eine typische Besetzungsliste los. Die werden wohl noch in hundert Jahren verwurstet.
Dass in Hollywoodfilmen wenig Wert auf korrekte Fremdsprachennutzung gelegt wird, kann Dir auch jeder Franzose sagen. Uebrigens, noch eine Gruppe die sehr oft schlecht wegkommt...
Gummibein #3
Member since Feb 2008 · 881 posts
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In reply to post #1
Quote by Larsihasi:
...

 Sie meinte dann, dass die Amerikaner, wenn sie Filme drehen, wo als (sehr) kleine Nebenrollen "böse" Asiaten vorkommen, immer Koreaner nehmen um Korea schlechtzumachen. Das würde auch die schlechten Akzente erklären, da man echt das Gefühl hatte, die hätten da einfach einen Amreikaner zum synchronisieren hingesetzt, der dann Koreanisch redet.

Jetzt wollte ich einmal fragen, ob da etwas dran ist, bzw. ihr schon einmal was davon gehört habt.

Warum fällt mir bei dieser Geschichte das Wort "Megalomanie" ein, ein Wort welches ich nur als passiven Wortschatz mit mir herumtrage aber aktiv nie benutzt habe?

Wenn ein Elefant durch die Savanne tapst, war es natürlich ein persönlicher Angriff auf diese eine spezielle Ameise die er zertrampelt.

Ich finde es auch Schade, dass man sich oft wenig Mühe zu geben scheint aber in dem Kontext der Filmindustrie, wo nur der Schein zählt auch nur konsequent.
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iGEL (Administrator) #4
User title: 이글
Member since Jan 2005 · 3493 posts · Location: Berlin
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In reply to post #2
Moin!

Es passt nur halbwegs zum Thema, aber bei Kentucky Fried Movie (von 1977, eine Parodie auf Medien und Filme damals ala Monty Python) in dem Sketch "A Fistful of Yen" ist der Bösewicht Dr. Klahn, der auch von einem Koreaner gespielt wird. In einer Szene (wo man nicht auf das Gesprochene achten soll) spricht er auch Koreanisch zu seinen Gefolgsleuten. Er sagt in etwa: "Der Regisseur hat gesagt, ich soll jetzt Koreanisch sprechen. Ich weiß aber gar nicht worüber ich sprechen soll. ..." Fand ich sehr amüsant, auch wenn das sicher Absicht war, da der ganze Film so ist.

Zurück zum Thema: Ich denke nicht, dass Ammies absichtlich versuchen, Koreaner schlecht zu machen. Ich meine aber, in Los Angeles (Hollywood gehört zu LA) wohnen mehr Koreaner als Japaner und Chinesen, daher, wenn sie mal wieder einen asiatischen Kleinkriminellen in einem Film brauchen, ist die Chance, dass sie einen Koreanischstämmigen nehmen, höher als für Japaner oder Chinesen. Zudem wird die Koreatown von LA von vielen als Kriminalitätsschwerpunkt wahrgenommen (laut Wikipedia), obwohl das offenbar nicht den Tatsachen entspricht.

Viele der zweiten Generation können sicher nicht perfekt Koreanisch. Bei B-Movies nehmen die es vielleicht nicht so genau damit.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Larsihasi #5
Member since Aug 2008 · 67 posts · Location: Seoul
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Achsa na dann ist ja alles in Ordnung^^
Habe mich nur gewundert, dass die so einen schlechten Akzent haben und mir gedacht ich kann ja mal fragen.
Aber danke für die Antworten~
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Chung-Chi #6
Member since Jul 2005 · 658 posts · Location: 서울
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Den Filmemachern kommt es meistens auch mehr auf das Aussehen an. Da sie davon ausgehen, dass die meisten Leute eh kein Koreanischsprechen, ist ihnen egal, ob der "Koreaner" in dem Film nur radebrechen kann oder fliessend spricht.

In der Fernsehserie "Gilmore Girls" z.B. ist einer der wichtigsten Nebencharaktere, Lane, eine Koreanerin. Ihre Mutter kommt auch viel in der Serie vor. Lane ist die beste Freundin einer der beiden Hauptcharaktere, also ein sehr positiver Charakter. Dem Namen nach zu urteilen, werden aber sowohl sie als auch ihre Mutter von Japanerinnen bzw. japansich staemmigen Japanerinnen gespielt. In der Serie muessen sie nicht viel Koreanisch sprechen, aber wenn, haben sie natuerlich immer einen sehr starken Akzent.

Wenn man viele Filme im Original schaut, stoesst man immer wieder auf so etwas. In "Die Hard" ist der Oberboesi z.B. angeblich ein Deutscher, der aber von einem britischen Schauspieler gespielt wird, mit der besten biritschen Aussprache. Trotztdem wird in dem Film in einem Dialog behauptet, dass es ja bei diesem Akzent offensichtlich waere, dass er Deutscher sei. Seine "deutschen" Helfershelfer sagen ab und zu auch mal was auf Deutsch, aber mit sehr starkem Akzent.

Aus Kostengruenden ist Filmemachern einfach oft egal, wie gut die Aussprache ist, Hauptsache die Optik stimmt. Dafuer sind es ja Filme.
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orosee #7
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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Aber das hier:
Sie meinte dann, dass die Amerikaner, wenn sie Filme drehen, wo als (sehr) kleine Nebenrollen "böse" Asiaten vorkommen, immer Koreaner nehmen um Korea schlechtzumachen.
ist schon keine ungewoehnliche Reaktion in Korea, man ist schon sehr empfindlich gegenueber allem, was als Kritik verstanden oder gedeutet werden kann, zu Recht oder auch nicht. Deswegen habe ich mich auch gewundert, wieso keine Kritik an Vera Hohleiters Buch aufkam bezueglich ihrer Verwendung von "Sea of Japan" (in Korea: East Sea), was ja ein sehr sensibles Thema hier ist (gleich nach Dokdo).

Umgekehrt werden in koreanischen Filmen Auslaender oft negativ dargestellt bis hin zur Volksverhetzung. Es gab da mal eine Fernsehserie mit schoenen koreanischen Frauen, die gleich in der ersten Folge gegen "widerliche, vergewaltigende und frauenschaendende Auslaender" (Amerikaner natuerlich, und dann meist Englischlehrer, die aber alle mit einem sonderbar starken russischen Akzent sprachen) kaempfen mussten.

Die Paranoia wird in Korea definitiv von den Medien gepflegt. Allein um die Fremdenangst zu schueren, gibt es eine eigene Zeitung (die "Korea Times") die einen Ruf darin hat, unter anderem die absonderlichsten Statistiken zu erfinden oder falsch zuinterpretieren.

Um nochmal zu den amerikanischen Filmen zurueckzukommen: diese sind oft mit nur schwachen Hintergrundwissen zu historischen und aktuellen Themen ausgestattet (was in etwa ja auch dem Kenntnisstand der meisten Amis entspricht). Das ist mir gestern abend wieder aufgefallen, als in dem Film "The Final Destination" folgender Dialog aufkam:

(alter Mann zu asiatischem Krankenpfleger): "In Korea habe ich Dutzende wie dich erschossen!"
(asiatischer Krankenpfleger): "Ich bin Chinese!"

Klar, das sollte witzig sein und darstellen, dass fuer uns alle Asiaten gleich aussehen. Dumm bloss, dass China ja grosse Mengen Truppen in Korea hatte und daher kein Widerspruch in der Aussage bestand (da hat man wohl Korea mit Vietnam verwechselt).

Wenn man sich gerne aufregt, warum nicht hierueber: In dem Film "Der Yalu fliesst" ist klar zu erkennen, dass es sich bei den Baeumen im Hintergrund von Szenen, die angeblich in Deutschland spielen, um Gingko Baueme handelt! Haben die Koreaner keinen Respekt vor echten deutschen Baeumen? War es nicht moeglich, z.B. in einem botanischen Garten eine Eiche oder zumindest Kastanie zu finden?

Oder wieder fuer unsere koreanischen Freunde: Warum werden in US Filmen fast alle Koreaner "Kim" genannt, als ob es der Vorname waere? In einer Folge CSI ging es mal um einen kleinen Jungen, der wurde immer Kim gerufen, wie komisch klaenge es, wenn im Kindergarten die Kids nur mit "Mueller!", "Schmitz!" usw. gerufen wuerden?

Also, keine boesen Absichten, nur schlampige Recherche.
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Robbsen #8
Member since Nov 2008 · 88 posts · Location: Mayschoß
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Das beste Beispiel für schlampige Recherche ist wohl der Film:"The good German" mit George Clooney...
Die haben angeblich einen gesucht der Deutsch kann um ihnen das Drehbuch zu übersetzen...Angeblich haben die auch einen gefunden...nur so grob ohne nachzuforschen...Der Typ konnte aber so gut wie kein Deutsch...Als der Film fast fertig gedreht wurde und alle Schauspieler mühsam deises "Deutsche" Drehbuch auswendig gelernt hatten, kamen ein paar Deutsche auf das fast fertige Produkt...
Die sagten anschließend nach 5 Minuten..."Hey George...Das ist kein Deutsch!Ich glaub das ist nicht mal ne Sprache!"
Naja...Also mussten die den Fil nochmal neu drehen und haben einbissel mehr Wert auf einen Deutschen Übersetzer gelegt...
Soviel zum Thema Recherche in Hollywood...

Thema Koreaner in Hollywood:
"Falling down" mit Michael Douglas...Der Koreaner hat dem im Laden ne überteuerte Cola verkauft...Da hat man im Film alle Koreaner mit bösen Ausländern gleichgestellt die den hart arbeiteten Amerikanern das Geld aus der Tasche ziehen...Uiuiui...

"Yes man" mit Jim Carrey....Sein Koreanisch...Hmmm...Er hat sich mühe gegeben:-)
Coco (Guest) #9
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In reply to post #2
Quote by imnida:
Asterix-Denken
 :-D
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