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Physiker in Korea?!
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Turambar #1
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Subject: Physiker in Korea?!
Hallo liebe Community,

ich bin erst ganz neu hier im Forum. Daher sende ich erst einmal Grüße an alle Mitglieder.

Nun zu meinem Anliegen:

Schon seit längerer Zeit erlerne ich die koreanische und japanische Sprache und spreche zudem fließend Englisch, da ich beruflich längere Zeit im englischsprachigen Ausland verbracht habe. Dabei habe ich auch, noch immer anhaltende, Freundschaften mit koreanischen Mitmenschen schließen können. Dadurch hat sich auch mein Interesse an der koreanischen Sprache und Kultur verstärkt. Auf Grund dieser Tatsache strebe ich für die Zukunft auch eine Anstellung in Korea an. 

Zu meiner Ausbildung:

Ich bin Diplom-Physiker, 28 Jahre alt und habe bereits etwa 3 Jahre Berufserfahrung im In-und Ausland sammeln können (speziell im optischen Bereich). Nachdem ich anfangs nur mit Forschung & Entwicklung zu tun hatte, bin ich jetzt im technischen Vertrieb tätig.

Wie stehen die Chancen für einen Physiker mit meinen Sprachkenntnissen, in Korea eine Anstellung zu finden? Damit meine ich natürlich keine Lehrertätigkeiten, da diese meiner Meinung nach oft in einer beruflichen Sackgasse enden. Vielmehr würde ich wieder in Forschung und Entwicklung tätig sein, oder auch dem Vertrieb treu bleiben. Jedoch bin ich auch an ähnlichen Bereichen interessiert, wie z.B. wo es auf analytische Fähigkeiten ankommt.

Ich hoffe auch, dass ich meine Sprachkenntnisse in absehbarer Zeit auf ein mittleres Niveau bringen kann. Jedenfalls arbeite ich hart daran. Ich denke, dass die Japanischkenntnisse auch vorteilhaft sein können.
Was denkt ihr?

Falls jemand von euch nützliche Hinweise hat, wie ich vorgehen sollte, so würde ich mich über eure Hilfe sehr freuen.

Mit besten Grüßen
Turambar
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dergio #2
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Besitzt deine Firma eine Außenstelle in Korea?
Das wäre das Naheliegendste.

Ansonsten würde ich einfach die Jobsuchmaschinen abgrasen.
Oder die Firmen-Websites die mit deiner Branche zu tun haben.
Ich habe mich jetzt nicht intensiv damit befasst, aber als Chemielaborant denke ich,
dass man als Diplomphysiker schon ganz gute Chancen hat.

Du hast einegtlich eine bequeme Ausgangslage. Deine Ausbildung ist abgeschlossen und du bist im Beruf. Du kannst also ohne Stress Stellenanzeigen durchsuchen und dich immer wieder bewerben.

Wenn du dich bei einer deutschen Firma bewirbst, am besten Lebenslauf und Anschreiben auf deutsch und englisch. Bei koreanischen Firmen hat man als Ausländer wohl kaum Chancen.

Viel Erfolg!
Turambar #3
Member since Nov 2009 · 4 posts
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Hallo Dergio,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Was die Suchmaschinen angeht, so bin ich schon länger am abgrasen. Leider ist es mittlerweile äußerst schwer als Expat einer deutschen Firma ins Ausland geschickt zu werden. Normalerweise braucht man dazu deutlich mehr Arbeitserfahrung, damit man dort dann auch eine Führungsrolle übernehmen kann. Ich hatte eigentlich schon an einer der großen koreanischen Technologiefirmen gedacht (Samsung, LG, etc.). Oftmals sind die deutschen Niederlassungen dieser Firmen eigenständige Gesellschaften, so dass es mitunter schwierig ist, über z.B. Samsung Deutschland nach Korea zu kommen.

Meine Firma ist japanischen Ursprungs und leider ist es nicht mal möglich, über diese nach Japan zu kommen. Die Frage ist halt, ob man schon direkt vor Ort, also in Korea sein sollte, wenn man mit der Jobsuche anfängt. Deine Aussage, dass koreanische Firmen nur selten Ausländer einstellen, stimmt mich natürlich nachdenklich. Die Anschreiben habe ich in beiden Sprachen vorliegen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit ein 6-12 monatiges Sprachstudium an einer der renomierten Unis in Korea zu absolvieren und dadurch seine Chancen zu vergrößern. Dort kann man sicher auch die nötigen Kontakte knüpfen. (Vitamin B hilft ja bekanntlich weiter :) )

Wie gesagt, ich habe mehr Erfahrungen mit Japan sammeln können, aber was Korea angeht bin ich noch etwas unbeholfen.

Aus jeden Fall werde ich meine Suche etwas ausdehnen. Für deutsche Firmen kommen dann sowieso meistens nur Initiativbewerbungen in Frage, wenn man ins Ausland möchte.

Trotzdem vielen Dank für deine Hilfe. Vielleicht kennst du ja ein paar gute koreanische Jobbörsen?

Grüße
Turambar
Deluk #4
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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In reply to post #1
Hallo Turambar,

willkommen im Forum.

Ich versteh zwar nicht, warum jemand unbedingt in Korea arbeiten will (Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Vergütung, Lebenshaltungskosten,...) aber Du bist alt genug und hast Dir darüber sicherlich Gedanken gemacht.

"Leider ist es mittlerweile äußerst schwer als Expat einer deutschen Firma ins Ausland geschickt zu werden. Normalerweise braucht man dazu deutlich mehr Arbeitserfahrung, damit man dort dann auch eine Führungsrolle übernehmen kann."
Ich bin selber als Expat in Korea und das stimmt nur zum Teil. Es werden immer noch sehr viele Expats (auf Führungs- und Fachaufgaben) ins Ausland geschickt. In vielen Firmen mehr als jemals zuvor. Es ist nur so, dass man etwas können muss, das gerade jetzt, genau in diesem Land gebraucht wird. Eine lange Nase, Berufserfahrung in "irgendwas" und die Bereitschaft nach Korea zu gehen reichen schon lange nicht mehr. Ich hab erst gelesen, dass in Entwicklungsabteilungen 80% bereit wären als Expat ins Ausland zu gehen.
Das macht es natürlich für Leute von "außen" sehr, sehr schwer. Meiner Erfahrung nach ist auch eine längere Firmenzugehörigkeit bei der entsendenden Firma wichtig. Ich kenne niemand, der nicht schon Jahrelang bei der Firma gearbeitet hat, die ihn als Expat ins Ausland geschickt hat. Warum sollte eine Firma jemand einstellen, ihn einarbeiten und dann ins Ausland schicken, wenn es einen riesen Pool von Erfahrenen/Eingearbeiteten Mitarbeitern gibt, die auch gehen wollen?

Ich denke, Deine koreanischen Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zu einer direkten Anstellung in Korea. Damit die sehen, dass Du wirklich ein wenig koreanisch kannst solltest Du Dich unbedingt zweisprachig bewerben.
Wenn Dein Koreanisch so gut ist, dass Du zumindest das Vorstellungsgespräch teilweise auf Koreanisch hinbekommst, hast Du gute Chancen; Wenn nicht wird es IMHO schwierig, dann ist ein länger Sprachkurs vor Ort sicherlich eine Gute Idee.
Flo-ohne-h (Moderator) #5
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In reply to post #1
Hallo,

wie wäre es als Forscher an der Uni für ein paar Jahre? Da will man eher den Ausländeranteil erhöhen, schon allein um international konkurrenzfähiger zu werden. Allerdings muß man sich darauf einstellen, daß das Gehalt eher mager ist.
Turambar #6
Member since Nov 2009 · 4 posts
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Hallo,

vielen dank für die Antworten

Ich versteh zwar nicht, warum jemand unbedingt in Korea arbeiten will (Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Vergütung, Lebenshaltungskosten,...) aber Du bist alt genug und hast Dir darüber sicherlich Gedanken gemacht.

Da ich schon einige Zeit in Japan tätig war und es von den Arbeitsbedingungen mit Korea zu vergleichen ist, bin ich mir definitiv darüber im Klaren, welche Schwierigkeiten auf mich zukommen. Ich habe kein Problem damit lange bzw. hart zu arbeiten und vielleicht dafür schlechter entlohnt zu werden, solange ich dabei meine Träume verwirklichen kann. Die Frage ist doch, was man dabei gewinnt. Ich denke man sollte sich nicht immer Gedanken darüber machen, was man verliert, sondern eben auch mal die positiven Seiten sehen. (Ein nettes Zitat dazu: Wer keine neuen Erfahrungen mehr macht, stagniert. Wer Erfahrungen aus zweiter Hand übernimmt, konsumiert.)

Es ist noch anzumerken, da wo ich jetzt lebe, sind die Lebenshaltungskosten vergleichbar mit Seoul. Und in Osaka konnte ich auch überleben. Das sollte und muss als Vorbereitung reichen.

Meiner Erfahrung nach ist auch eine längere Firmenzugehörigkeit bei der entsendenden Firma wichtig. Ich kenne niemand, der nicht schon Jahrelang bei der Firma gearbeitet hat, die ihn als Expat ins Ausland geschickt hat. Warum sollte eine Firma jemand einstellen, ihn einarbeiten und dann ins Ausland schicken, wenn es einen riesen Pool von Erfahrenen/Eingearbeiteten Mitarbeitern gibt, die auch gehen wollen?

Da hast Du natürlich vollkommen Recht.

Wenn Dein Koreanisch so gut ist, dass Du zumindest das Vorstellungsgespräch teilweise auf Koreanisch hinbekommst, hast Du gute Chancen

Ein ganzes Vorstellungsgespräch auf Koreanisch ist noch nicht möglich, da muss ich einfach ehrlich mit mir selbst sein. Ein Resume sollte jedoch machbar sein. Schlussendlich stimme ich Dir zu und konzentriere mich erstmal auf einen Sprachkurs, der mir das nötige Wissen vermittelt. Viel wichtiger als die Spracheschulung selbst, ist die Notwendigkeit vor Ort die Kultur mit seinen Tücken und Eigenarten kennenzulernen. Ein Aufenthalt an einer Uni oder Sprachschule sollte da eine gute Möglichkeit sein, wenn man den häufigen Kontakt zu anderen ausländischen Studenten vermeidet.

Zudem sind die Koreaner wahrscheinlich noch verrückter nach Zertifikaten aller Art als die Japaner. Ich denke, auch in diese Richtung lässt sich noch einiges machen.

wie wäre es als Forscher an der Uni für ein paar Jahre? Da will man eher den Ausländeranteil erhöhen, schon allein um international konkurrenzfähiger zu werden. Allerdings muß man sich darauf einstellen, daß das Gehalt eher mager ist.

Sicher, darüber habe ich auch schon nachgedacht, denn Forschungsarbeit ist sicher nicht schlecht. Jedoch stelle ich mir die Frage, ob man überhaupt eine Chance an Unis hat, wenn man keine Promotion anstrebt. Dann müsste man ein wissenschaftlicher Mitarbeiter eingestellt werden. Wenn das funktionieren würde, dann bin ich auf jeden Fall dabei. Ich denke, bei den Universitäten mal anzufragen ist sicher keine schlechte Idee. Danke!
gianola82 #7
Member since Jun 2005 · 105 posts · Location: Zürich
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In reply to post #1
KOTRA hat eine neue Initiative gestartet um auslaendische Fachkraefte an Koreanische Unternehmen zu vermitteln. http://www.contactkorea.go.kr/index.do oben rechts hat es einen orangen Link, da kannst du deine Personalien registrieren.

Ansonste melde dich bei den chaebols. SK hat zB. eine Global Recruiting Website, wo regelmaessig Annoncen geschaltet werden: www.skcareers.com . Da du schon einige Erfahrungen im Ausland hast und auch einwenig Spracherfahrung mitbringst, hast du sicher deutlich mehr Chancen als frische Uniabsolventen.

Andrerseits wie schon empfohlen, wuerde ich mich auch an ein paar Unis melden. An der SNU treffe ich immer wieder Deutsche, die dort studieren oder als wiss. Mitarbeiter arbeiten. Versuch es auch mal bei KAIST.

gruss
swisskimchi
Turambar #8
Member since Nov 2009 · 4 posts
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@ Gianola82

Diese links sind ziemlich hilfreich. Vielen Dank dafür! Ich werde mich mal anmelden und schauen, ob sich etwas finden lässt. Meine Bewerbungsunterlagen habe ich wenigstens auf Englisch schon griffbereit.

Die Möglichkeit an einer Uni zu arbeiten verfolge ich bereits. Bei der Themenwahl muss man jedoch etwas flexibel sein, was ok für mich ist. Auch wenn ich im optischen Bereich tätig bin, so denke ich schon, dass ich genügend Wissen und Erfahrung habe, um mich auch zügig in ein neues wissenschaftliches Gebiet einzuarbeiten. Das soll das Problem nicht sein. Vielmehr ist es eine Chance, mal wieder über den "Tellerrand" zu schauen.

Nochmals vielen Dank!
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