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Korea will doppelte Staatsbürgerschaft zulassen
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iGEL (Administrator) #1
User title: 이글
Member since Jan 2005 · 3493 posts · Location: Berlin
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Subject: Korea will doppelte Staatsbürgerschaft zulassen
Moin!

Ich habe gerade das hier gelesen:

The government plans to permit dual citizenship to Koreans who have acquired another nationality, as well as foreigners who have married a Korean or lived here for five years, a senior Justice Ministry official said.
(...)
The bill would allow people who meet a certain criteria to have dual nationality, upon the submission of a document pledging loyalty to Korea and vowing not to exercise rights as a foreign national while staying here.
(...)
They will be required to have assets or skills sufficient enough to make a living here, and pass a test on basic Korean communication skills and knowledge of its customs and culture.
Quelle: http://koreatimes.co.kr/www/news/nation/2009/10/116_54583.…

Was haltet ihr davon? Die Hürden scheinen ja ziemlich niedrig.

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Holgi #2
User title: Lost in" sparkling" Korea
Member since Jan 2009 · 112 posts · Location: Seoul
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Hallo,

Dieses Land muss ja wirklich sehr verzweifelt sein, das es schon zu solchen Massnahmen greifen muss. :-D
Da haben die wohl noch nicht genug dumme bzw. faehige Leute gefunden, die nix besseres zutun haben, als Hansik aka Korean Food global zu promoten?
Doppelte Staatsbuergerschaft sollte/ist  heute eigentlich nix besonderes mehr , aber im Zuge der "Global Society", zu der sich Korea ja sogerne zaehlen wuerde, ist dieser Schritt wahrschenlich etwas ganz besonderes.
Also Korea, willkommen im 21sten Jahrhundert..
Sollte sich aber tatsaechlich jemand fuer die doppelte Staatsbuergerschaft entscheiden wollen, dann waere es aber auch nur fair, das diese Person in vollstem Umfang alle Rechte und Vorteile, die mit dieser Staatsbuergerschaft kommt, in vollstem Umfang  in Anspruch nehmen kann.
Wenn ich hier lese"The bill would allow people who meet a certain criteria to have dual nationality, upon the submission of a document pledging loyalty to Korea and vowing not to exercise rights as a foreign national while staying here., dann ist diese ganze Geschichte ja nix halbes und nix ganzes, wird wieder irgendwo zum scheitern verurteilt sein und der Schuss wird, wie sovieles hier, ganz sicherlich nach hinten losgehen:-))

Oder steckt da vielleicht doch noch etwas ganz anderes dahinter??
Mann weiss et nit, man weiss et nit....
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orosee #3
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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Meh... erstmal nachschauen, ob man mit der doppelten Staatsbuergerschaft nicht auch zum Wehrdienst verpflichtet wird. Die Bedingung seine heimatlichen Rechte nicht auszunutzen, wuerde doch wohl auch das Wahlrecht in der Heimat ausschliessen? Was noch?
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retozimmermann #4
Member since Aug 2008 · 36 posts · Location: Zürich, Schweiz
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Quote by orosee on 2009-11-01, 08:21:
Die Bedingung seine heimatlichen Rechte nicht auszunutzen, wuerde doch wohl auch das Wahlrecht in der Heimat ausschliessen? Was noch?

Wurde Zeit, dass die doppelte Staatsbürgerschaft nun erlaubt ist. Die oben genannte Einschränkung stösst mir allerdings sehr sauer auf. Ich halte diese für sehr fraglich und wage sogar zu bezweifeln, dass man als Staat solche Einschränkungen überhaupt machen darf.

Abgesehen von der Legalität der Einschränkung, scheint der koreanische Gesetzgeber aber auch einen ganz wesentlichen Punkt zu vergessen: Die Ausübung von gewissen Bürgerrechten ist kein blosses Recht, sondern eine Pflicht - zum Beispiel das Bezahlen von Steuern. Wo also will Korea da die Grenze ziehen? Wenn man gar keine Bürgerrechte wahrnehmen dürfte, viele ja auch die Visumsfreie Einreise darunter, was sicherlich nicht gemeint ist. Geht es um das bezahlen von Steuern? Geht es um das Teilhaben am demokratischen System in aktiver und passiver Wahl? Geht es um die Wehrpflicht?

Mich würden die Details hierzu sehr interessieren. Kennt sie jemand von euch? Was haltet ihr von der Sache?

Schöne Grüsse
Reto
imnida #5
Member since Mar 2007 · 237 posts · Location: Basel
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Gute Fragen!!!
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Yung Ho #6
Member since Nov 2008 · 45 posts · Location: Heidelberg
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Natuerlich kann der Koreanische Staat Bedingungen an den Erwerb der Koreanischen Staatsbuergerschaft durch Auslaender machen. Der Staat ist nicht Verpflichtet, dem Auslaender die Koreanische Staatsbuergerschaft zu geben, ebensowenig hat der Auslaender eine Anspruch darauf bzw. muss sie ja nicht annehmen.

Auch der Deutsche Staat stellt "Regeln" fuer die Doppelte Staatsbuergerschaft auf. Z.B. kann ein Deutsch-Ami (lebt in Deutschland) sich nicht vor der Bundeswehr "druecken", weil er "Ami" (dort gibt es keine Wehrpflicht) ist. Er wir notfalls vor die Wahl gestellt: Bundeswehr bzw. Ersatzdienst oder Verzicht bzw. Wegnahme der Deutschen Staatsburgerschaft. Dies ist moeglich, weil der Deutsch-Ami nicht staatenlos wird (ist nur noch Ami).

Es geht hier um Rechtssicherheit in Korea, dass sich ein Doppel-Staatsbuerger nicht auf seine andere Staatsbuergerschaft verweisen kann, wenn es Schwierigkeiten gibt.
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