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Sitten in Korea
Wie sage ich NEIN?
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sonbi #16
Member since May 2007 · 172 posts
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In reply to post ID 20455
Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wie der Islam in Korea gesehen wird, ob es z.B. Ressentiments gegenüber Kopftüchern gibt, oder in welcher Form Muslime ihren Glauben leben, oder ob es Probleme gibt mit radikal christlichen Gruppen. Offiziell herrscht ja in Korea  Religionsfreiheit.
Deluk #17
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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In reply to post ID 20441
Hi Manni,
ja ich arbeite als Deutscher seit einigen Jahren in Korea. Wir sind hier aber einige Deutsche in der Firma. Deshalb sind die Koreanischen Kollegen unsere Westliche Arbeitsweise gewöhnt und akzeptieren sie (zähneknirschend).
Ich hab jetzt noch nicht selbst längere Zeit in Japan gearbeitet, aber was ich von meinen Japan Besuchen mitbekommen habe, wird das Weggehen in Korea nicht so extrem betrieben wie in Japan.
Bei uns ist max. 1 Mal im Monat so ein "Event". Wobei man ja nicht alles bis zum Schluss mitmachen muss. Nach dem gemeinsamen Essen kann man sich problemlos verabschieden, die Kollegen ziehen dann weiter in die Kneipen.

Wenn Du im Oberen Management bist, ist es sicherlich einfacher abzusagen. Wobei, wie ich schon geschrieben hab, am Anfang mehrere solche Kennenlerntermine anstehen. Die solltest Du wirklich mitmachen, nach einigen Wochen sollte sich das Interesse an der neuen Langnase gelegt haben und kannst einschätzen wo Du absagen kannst.

Eine sehr gute Ausrede ist auch die schlechte Wirtschaftliche Lage die Gelage auf Firmenkosten einfach nicht mehr zulässt.
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orosee #18
User title: Ernst ist anders.
Member since Oct 2009 · 1429 posts · Location: Itaewon-dong, Seoul
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In reply to post #16
Na, in Itaewon gibt es ja eine grosse islamische Gemeinde oben auf dem Huegel... da ist auch eine Moschee, die man von ueberallher gut sehen kann, dazu viele Geschaefte und Restaurants mit entsprechendem Essen. Und quer durch Itaewon haben ja eine Menge Kebab Laeden aufgemacht - das ist allerdings teurer, kleiner und eigentlich auch ganz anders, als man es aus Deutschland kennt. Dafuer aber inzwischen sehr beliebt. Einfach den Hooker Hill rauflaufen und man erkennt es sofort. In anderen Teilen Seouls oder anderen Staedten ist mir das aber nicht aufgefallen, wahrscheinlich ist Itaewon einfach der Magnet fuer die meisten Auslaendergruppen.

Ich glaube schon, dass man relativ problemlos nicht trinken kann. Wahrscheinlich wird man erst einmal regelmaessig aufgefordert, doch mal "nur einen winzigen Schluck" zu probieren, der Alkohol in Form von Soju und Bier ist Teil des sozialen Rituals. Irgendwann kriegt man dann das Etikett "seltsam" und dann gibt sich das auch. Vielleicht wird man weniger eingeladen danach, vielleicht auch nicht. Wer keine Karriere in Korea plant, kann sich auch ohne viele Freunde von der Arbeit ein angenehmes Leben machen. Man hat ja auch VIEL mehr Zeit zur Verfuegung, wenn man nicht 1-2 mal in der Woche ins Noraebang geht, um 2 Uhr total besoffen nach Hause faehrt/gefahren wird um dann um 6 Uhr wieder aufzustehen und ins Buero zu gehen.

Bei mir ist es so, dass ich das koreanische Kantinenessen nach zwei Monaten nicht mehr ausstehen konnte! Also habe ich mich danach jedesmal zur Mittagszeit entschuldigt (das Buero geht immer geschlossen zum Essen, und alle kommen gemeinsam zurueck), das war am Anfang nicht einfach aber inzwischen esse ich einfach sehr viel zum Fruehstueck, mache um 12 die Voller-Bauch Geste, und dann gehts auch. Wenn wir mal in ein Restaurant gehen, komme ich aber meistens mit.

Das Noraebang auch immer mit lockeren (und teuren!) Frauen zu tun hat, ist auch nicht mehr immer so. Mir ist es hier noch nie passiert (im Zusammenhang mit Arbeit), bei zwei verschiedenen koreanischen Arbeitgebern. Beim ersten sind fast alle puenktlich um 6 nach Hause gegangen, oder zumindest alleine weggegangen. Beim zweiten geht auch wieder fast das ganze Buero, da sind aber auch Frauen dabei und daher bleibt das in der Regel anstaendig. Die beiden Frauen haben bisher jeden Mann unter den Tisch getrunken und gehen zusammen noch 2 Mal extra in der Woche trinken. Respekt!

Ich habe auch schon einmal "Nein Danke" gesagt, als ich mit einem Freund in einem Noraebang++ gewesen bin, weil ich einfach zu muede war, um nachher noch was zu machen. Musste der Dame aber glaubhaft machen, dass es nicht an ihr lag. Gut fuer den Freund: 2 mal 700,000 Won gespart, da er ja nicht alleine mit seiner Dame loskonnte. Also, es geht alles (und wir sind immer noch Freunde).

Alelrdings sollte man sich auch ueberlegen, wie flexibel man ist, sich in Korea etwas anzupassen. Eventuell sollte man ein anderes Land waehlen. Wer soziale Kontake braucht, um beruflich erfolgreich zu sein oder auch privat, der muss sich in Korea anpassen. Integration ist in Korea so wichtig wie Individualitaet in Deutschland, d.h. mit dem Strom schwimmen, (nur) dann geht es voran und bergauf. Die jungen Koreaner in meinem Buero moegen das nicht alle, aber die Wahl haben sie nicht.

Ich denke auch, dass man als Auslaender und Top Manager eventuell sogar den Anstoss fuer so einen Trinkabend geben muss. Wenn man da von vornherein sagt, "das mache ich nicht", wird sich das Buero schnell um einen herum organisieren. Dass das am Ende nicht gut ist, sollte man beruecksichtigen.

Andererseits wird von keinem Auslaender erwartet, dass er alle oder grosse Teile des koreanischen Kultur- und Sozialsystems mitlebt. Nur wer von vornherein alles ablehnt, wird sich keine Freunde machen. Also zumindest beim Essen und Trinken mal zeigen, dass man es kann - das bereitet den Koreanern grosse Freude. Ein Glas Soju, ein Schaelchen Gimchi, roher Fisch, was scharfes und was stinkiges... Sieger! Danach halt nur noch Bibimbap und Bier, und am Wochenende was nicht-koreanisches, egal was und wie teuer.

Witzig: "Pflicht" gibt es nur beim Trinken, aber nicht beim Rauchen!

Korea ist nicht "Asien fuer Anfaenger". Vor Korea habe ich 13 Jahre lang in Asien gelebt und gearbeitet, darunter auch viele Geschaeftsbesuche in Korea selbst. Trotzdem hatte ich in den ersten 3 Monaten hier einen schlimmeren Kulturschock als ich ihn beim ersten mal Asien hatte. Habe mich aber auch am Ende arrangiert, wohl auch weil ich weder etwas gegen Alkohol noch das andere habe.

Nochmal zurueck zum Islam: Wie schon gesagt, ist man in Korea am besten aufgehoben, wenn man so aussieht und sich verhaelt wie alle anderen. Das heisst, dass selbst Kyopos Probleme haben koennen, weil die sich durchaus anders verhalten. Danach ist jeder Faktor, um den man anders ist, in der Regel negativ zu sehen: Kopftuch, Hautfarbe, Sprache, Kleidung, Haarschnitt. Religion ist das kleinste Problem.

Immerhin: Die Faktoren oben koennen einem genausogut in Deutschland und anderswo Probleme bereiten.

Und es geht auch andersrum: Ich hoere gerade, dass ein Bekannter von mir der nach vielen Jahren Korea nach Japan versetzt worden ist, nach nur zwei Monaten wegen eines Nervenzusammenbruchs im Kururlaub ist. Seine Familie, die mit ihm in Korea war, ist nach nur einem Monat wieder nach Deutschland zurueckgekehrt.

<ist was lang geworden, aber ich habe eh gleich Mittagspause>
(\_ _/)
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Flo-ohne-h (Moderator) #19
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In reply to post ID 20450
Wenn Du als Moslem ein Problem mit Alkohol hast, dann sag, daß Du Alkohol nicht verträgst (stimmt so halbwegs, auch wenn das nicht gesundheitlich bedingt ist).

Von Japan und China weiß ich, daß Frauen fast nie Alkohol trinken. Aus Erfahrung weiß ich, daß es auch besser so ist, weil sie aufgrund des geringen Gewichts und mangelndem Trainings schon bei geringen Mengen (2 Schnapsgläser Wein oder so) deutlich angeheitert sind. Meine Freundin (Chinesin) hat mir gesagt, daß Frauen, die Alkohol in China trinken schief angeschaut werden.

Ich hätte da an Deiner Stelle keine Befürchtungen, daß es Probleme wegen mangelnder Akzeptanz gibt.

Florian
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Soju #20
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Quote by Flo-ohne-h:
Von Japan und China weiß ich, daß Frauen fast nie Alkohol trinken. Florian

LOL :-)
In China na ja ...warst wohl noch nie beim KTV oder was?
aber Du hast recht in China/Taiwan ist das nicht so gern gesehen wenn junge Mädels sich die Kanne geben ;-)
Aber für Japan muss ich Dich revedieren :-)
Geh mal in Tokyo am Freitag Abend nach Shibuya oder Shinjuku, besonders vor den Bahnhöfen gibt es da einige Zombies ;-) und viele davon sind weiblich ...

Was ich in Korea komisch finde ist für mich das "Tabu"für Damen in der Öffentlichkeit zu Rauchen ...anders wie in Japan z.b....kann mir das vieleicht jemand genauer erklären ? wobei Saufen für die Damen in der Öffentlichkeit kein Probelm dastellt!
Flo-ohne-h (Moderator) #21
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Von Japan und China weiß ich, daß Frauen fast nie Alkohol trinken. Florian

LOL :-)
In China na ja ...warst wohl noch nie beim KTV oder was?
aber Du hast recht in China/Taiwan ist das nicht so gern gesehen wenn junge Mädels sich die Kanne geben ;-)
Aber für Japan muss ich Dich revedieren :-)
Geh mal in Tokyo am Freitag Abend nach Shibuya oder Shinjuku, besonders vor den Bahnhöfen gibt es da einige Zombies ;-) und viele davon sind weiblich ...

Also ich war ne Weile in Japan und die Mädels saßen daneben und haben fleißig nachgeschenkt und bedient (die aus meiner Gruppe), aber selbst Sake haben sie nur auf ausdrückliche Aufforderung der stark angeheiterten Jungs getrunken.

Vielleicht ist das aber der regionale Unterschied. Ich war in Yonezawa, das ist vielleicht etwas konservativer.
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Soju #22
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Hallo Flo,
Yonezwawa in Yamagata Prefecture ?
Wie kommt man den da hin, habt Ihr da eine Fabrik oder was ?
Natürlich gibt es riesen Unterschiede zwischen Grossstadt und Provinz, in Seoul gehts auch wesentlich anders zu wie z.b in Daegu, wo es sehr konservativ zugeht, da ist da Mann noch Macho wobei in Seoul doch einige Männer ziemlich luschig sind und eher nach Boyband Verschnitt aussehen ;-)
was sich aber im alter ziemlich ändern kann den die Koreanischen "Ajumas" sind letzendlich immer der Boss im Haus :-)
Gummibein #23
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In reply to post #19
Quote by Flo-ohne-h:
Von Japan und China weiß ich, daß Frauen fast nie Alkohol trinken. Aus Erfahrung weiß ich, daß es auch besser so ist, weil sie aufgrund des geringen Gewichts und mangelndem Trainings schon bei geringen Mengen (2 Schnapsgläser Wein oder so) deutlich angeheitert sind. Meine Freundin (Chinesin) hat mir gesagt, daß Frauen, die Alkohol in China trinken schief angeschaut werden.


Ich fand es süß wie einige junge Frauen sich unbedingt ein Bier bestellten. Ich und kein Alkohol? Bin doch keine Langweilerin. :)
Flo-ohne-h (Moderator) #24
Member since Jul 2009 · 2023 posts · Location: 深圳
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In reply to post #22
Hallo Soju,

Yonezawa, weil da die TechFak der Yamagata University ist und ich da als Gastwissenschaftler war.

Das ist aber ein etwas verschlafenes Nest mit 100000 Einwohnern
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Soju #25
Member since Jan 2007 · 2277 posts · Location: München
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Hallo Flo,

Cool :) in Japan gearbeitet, ne Chinesische Freundin und Interesse an Korea, so muss des sein ;-)
bist mir Symphatisch :-)

Sorry, wegen Offtopic ;-)
This post was edited on 2009-10-14, 17:37 by Soju.
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