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Benötige Hilfe
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tim789 #1
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Subject: Benötige Hilfe
Hallo,

ich bin sehr verzweifelt, kurz zu meiner Geschichte, ich war 4 Jahre mit einer Koreanerin zusammen,
wir hatte uns über eine Brieffreundschaft kennen gelernt und uns schließlich besucht. Wir hatten uns
in einander verliebt und man glaubt es kaum über 5 Jahre eine Fernbeziehung geführt. Wir blieben
uns treu und unser Ziel war es irgendwann einmal zusammen zu leben um uns richtig kennen zu lernen.

Durch unsere gegenseitigen Besuche, lernten wir von einander und  von der Kultur, doch unsere sprachlichen
Probleme waren sehr groß. Vieles aus Ihrem Land habe ich nie verstanden, und kann sie mir bis heute
nicht richtig erklären. ich denke das halt viele Dinge bei uns schief gelaufen sind, dabei wollten wir sicherlich
beide das beste. Vor einem halben Jahr wurde ich mir unsicher ob wir zusammen passen würden, ich begann
zum ersten mal zu zweifeln, dabei hatte ich mir immer gewünscht das wir ein glückliches paar werden
könnten. Nachdem einige dramatische Fälle sich ereignet hatten, die Sie mir erst kürzlich erzählte war mein
vertrauen zu Ihr zerbrochen, ich taumelte in meinen Gedanken und suchte nach Erklärungen, kultureller art
und in Ihrer Psyche. Ich kann hier nicht die Ereignisse schildern, da ich das erste mal ein Forum benutzte
und ich finde das es erstmal zu Privat ist. Auf jeden fall schwindete meine Liebe zu Ihr und mein Verstand warnte
mich vor Ihr aus den Gründen die ich hier nicht Preis geben möchte.

Ich machte schweren Herzens Schluss, da wir doch so lange an uns geglaubt hatten, aber ich kann mich
nicht gegen mein Gefühl stellen. Wir hatten vor das Sie nach Deutschland kommt um Deutsch zu lernen,
mein Problem ist das Sie jetzt da ist und in meiner Stadt wohnt. Sie ist von zu hause geflüchtet, hat mit
Ihrer Familie gebrochen und Ihren Job aufgegeben... sie hat so viel investiert und verfolgt weiter Ihren
Plan... Ich hatte Ihr im Vorfeld immer geschrieben, das sie auf eigene Verantwortung kommen müsste, ich
sprach mit Ihrer Cousine, das sie Sie dazu bewegen müsste in Korea zu bleiben, denn es sei der
komplette Wahnsinn in ein fremdes Land zu ziehen, indem sie die Sprache nicht kann und niemand für sie
da ist.

Sie ist jetzt seit anderthalb Wochen in meiner Stadt, sie ist sehr traurig und wohnt bei einer Gastfamilie.
Wir haben schon so viel durch unsere Reisen zusammen erlebt, doch haben uns nie richtig kennen gelernt,
es ist schon sehr verrückt was ich hier erzähle aber es ist so. Wahrscheinlich müsste ich diese Geschichte
viel ausdrücklicher erzählen damit man die Dramatik dahinter verstehen kann, doch ich glaube das Sie sehr
gefährdet vor sich selber ist.

Ich schreibe das hier nicht, weil meine Verantwortung so fern ich sie noch haben sollte als Exfreund, dennoch
in mir fühle nicht gerecht kommen will. Aber Sie hat sich nun selbstständig auf nach Deutschland gemacht und
alles, Familie, Job und Freunde hinter sich gelassen. Ich weiss das sicher das sie gefährdet ist, und würde Ihr
gerne von ganzem Herzen helfen damit sie hier klar kommt. Doch ich kann Sie leider gar nicht mehr einschätzen.

Ich denke das Sie in Ihrer Situation Hilfe benötigt, die nicht direkt von mir kommen kann sondern indirekt, da ich nur noch Ihr Freund sein kann und nicht mehr. Sie liebt mich noch und ist verzweifelt, und ich weiss nicht zu was Sie im Stande ist zu tun, da Sie schon Dinge gemacht hat mit den ich nie gerechnet hätte, Dinge die ich erst
nach Jahren erfahren habe und die ich hier nicht wie schon gesagt erzählen möchte.

Wenn ich meinen Text hier selber so lese, komme ich mir nicht gut vor, doch ich konnte Sie nicht davon
überzeugen in Ihrem Land zu bleiben, vielleicht hätte ich es Ihr tausend mal sagen müssen, das Schluss ist...
Vielleicht gibt es noch Dinge von Ihrer Seite die ich noch gar nicht weiss... So komisch es auch klingt, ich
muss wahrscheinlich akzeptieren das Sie in meiner Stadt wohnt, und wünsche Ihr das Sie es schafft und
ein neues Leben anfangen kann, Ihres in Korea scheint erstmal zerstört zu sein.

Sie ist am Boden und hat keine Perspektive, ich weiss wie hart meine Geschichte ist...

Worum ich Euch bitte, einmal kurz nachzudenken ob es Vereinigungen, Institute, koreanische Psychologen oder
Hilfestellungen jeglicher art in Berlin gibt. Alle Tips nehme ich gerne an, da ich Ihr gerne einige Angebote machen würde, Angebote zu einer Selbsthilfe. Am Wochenende fahre ich mit Ihr in ein buddhistische Kloster, eigentlich sollte ich sie vielleicht nicht sehen um Ihr keine Hoffnungen zu machen, doch weiss ich auch nicht weiter gerade. Ich denke das ein koreanischer Kontakt für sie das beste sei, um Ihr in dieser schwierigen Zeit
neue Perspektiven zu zeigen...

Hoffe auf Antworten und Danke

Tim789
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Nomou #2
User title: Koi
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Erstmal Kopf hoch!
Solche Dinge passieren nun mal, meistens wissen wir nicht warum und weshalb..
Im ersten Moment weiß man nicht was man machen soll, das kennt wahrscheinlich (fast) jeder.

Ich war erst vor kurzer Zeit in einer ganz ähnlichen Situation.. weshalb ich wirklich nachempfinden kann, wie es dir geht.
Also was mir geholfen hat war erstmal ein, zwei Nächte drüber zu schlafen (und weil ich Christ bin auch mal darüber zu beten).
Und schon schien alles gar nicht mehr so schlimm.
Klar ist die erste Zeit hart, aber man sollte offen für die Zukunft sein und was noch kommen soll. Das wissen wir ja nicht bis es passiert.

Und koreanische Anlaufstellen gibt es in Berlin meines Wissens zu Hauf.
Wie z.B. der Stammtisch von unserem Forum, Sprachschulen, Uni etc..
Leider komme ich nicht aus der Gegend also konkrete Tipps kann ich nicht geben.

Also nochmal, keine Sorge, nichts überstürzen, das wird sich 100% alles regeln.

LG
Bari (Guest) #3
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In reply to post #1
Hallo Tim.

Also, tief durchatmen ist denke ich nicht wirklich möglich, denn die Situation scheint dich sehr zu streßen.
Ersteinmal empfehle ich dir, deine Partnerhaltung wegzulegen, denn du traust dich ja scheinbar garnicht
mehr in ihre Nähe, da du keine Hoffnungen machen möchtest. Lege diesen Punkt bitte ersteinmal ab - ihr seid ja keine Kinder(ich weiß natürlich das es Streß ist, aber auch sehr ernst). Wie sieht denn dein Kontakt zu ihrer Gastfamilie aus? Wie kommt den die Gastfamilie auf den Trichter sich auf soetwas einzulassen?
Ist denn garnichts mit ihr geplant gewesen (mit der Gastfamilie; Studium, Sprachkurs, etc)? Oder ist sie jetzt einfach nur überfordert (wegen des Auslandes)- das ist oft üblich, denn Deutschland und Korea haben nicht viel gemeinsam- und wenn man dann aufwacht, dann kommt Streß; oder ist es dann doch die Trennung von dir(durch dich), oder die Vorfälle in Korea? Ich vermute fast, der Hauptgrund ist in Korea zu suchen, und vielleicht garnicht eure Trennung. Und alles, was ein Koreaner dann im Ausland sucht, ist zunächst bestimmt keinen Koreaner. Also sieh die Sache viellcht mal so. Finde heraus wo es wirklich brennt, und schiebe anderes zunächst in den Hintergrund. Ich weiß, du weißt nicht viel über die  koreanische Gesellschaft, aber wenn sie in Korea ausgestiegen ist, dann braucht sie dich mehr denn je - nicht als Mann - aber als Mensch, denn sie kann nur dir noch vertrauen. Ich denke, sie setzt alles in dich, damit meine ich nicht unbedingt eine gemeinsame Zukunft, aber das vertrauen, dass da im Leben noch einer ist. Sieh was sie gebrochen hat, und das vielleicht garnicht für dich, aber wenn sie nicht weiter wußte, dann gehe bitte auf sie zu und stelle dich im Moment auch ein bißchen vor sie -denn ihre Lage ist sehr ernst, aber nicht ausweglos. Hilf ihr ein neues Leben aufzubauen - und drängle sie nicht nach Korea zurück, denn auf sie wartet nach solch einem Schritt nicht viel Gutes, außer sie macht es sofort und gibt dort klein bei - aber wie ich lese, ist sie dazu auf keinen Fall in der Lage. Versuche auch mit der Gastfamilie Lösungen zu erarbeiten, und nicht nur Lösungen von außen einzuholen. Wenn ihr garnichts wisst, oder keinen Bezug zu asiatischen Kultur habt, dann sprecht euch alle zusammen aus- auch wenn es drei Tage dauert; und bitte keine Vorewürfe etc- erst mal alles anhören und die Person wirklich auffangen. Sollte ihr Zustand wirklich so schlimm sein, oder sich verschlimmern, dann wendet auch an die Behörden - zwecks 4 wöchiger Zwangseinweisung (das geht rechtlich, und es hilft auch oft; ist natürlich nur das ultimo ratio!!). Ich selber habe dieses Mittel auch schon anwenden müssen(nicht auf mich), aber es löst nicht das Problem - es ist nur ein Notausstieg, wenn man nicht mehr weiter kommt und sich die Situation extrem verschlimmert hat.  Aber wie gesagt, ihr müsst ersteinmal daran arbeiten, bevor ihr an ein solches  Mittel überhaupt denkt. Ich erwähnte es nur, weil ich das Gefühl habe ihr wißt nicht wirklich weiter, und dass sich die Situation zu schnell zuspitzen könnte.
Also wie Nomou: Kopf hoch!
Man wächst nur mit seinen Aufgaben!

LG
Bari
schlümpfsche #4
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Hallo Tim

Ich habe deinen Hilferuf und die Antworten darauf gelesen und wollte mal fragen, wie es jetzt einen Monat danach aussieht?

Ich kann den Meinungen/Hilfestellungen von oben eigentlich nur bei Pflichten, mit ausnahme von zwei Sachen ''Zwangseinweisung'' sicher keine gute Idee! In einem FREMDEN LAND OHNE SPRACHKENNTNISSE in eine geschlossene Klinik eingewiesen zu werden!! Stell dir das mal vor; du wärst in Korea ohne Koreanisch und man holt dich ab und sperrt dich ein. Das ist absolut traumatisch, gerade für jemanden der gerade alles verloren hat. Viel wichtiger wäre Hilfe zur Selbsthilfe wie oben ja alles schon geschrieben wurde.


''Und alles, was ein Koreaner dann im Ausland sucht, ist zunächst bestimmt keinen Koreaner.''.. auch wenn sie mit Ihrem Land gebrochen hat, so geschah das doch unter Zwang von aussen (weil man sie so nicht akzeptierte).. In einem fremden Land ist die eigenen Kultur dann oft trotzdem der grösste Halt. Schliesslich sind in den koreanischen Gemeinden im Ausland auch viele Leute die schon längere Erfahrung in dem jeweiligen Land gemacht haben und einem ''Neuling'' welcher auch noch unter traumatischen Bedingungen ins Land gekommen ist, sehr viel Halt und auch Verständniss entgegen bringen können. Es ist nach allem, dass einzige was man kennt und was ein Gefühl der Heimat aufkommen lassen kann (wenn man noch garnichts hat). Ansonsten unterstütze ich die Tipps von oben. Es wäre schön zu Erfahren was sich inzwüschen so getan hat? Wie geht es ihr und dir jetzt?
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