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Arbeitsverhaeltnisse in koreanischen Firmen in Deutschland
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Soju #16
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In reply to post ID 20813
Oh Oh ~ "Macht, Geld,...."
Ich dachte immer bei den Japanern wäre das so schlimm :-( ich arbeite in einen grossen Japanischen Unternehmen hier in Deutschland:-)
Im Grunde kann ich das was Du da schreibst ziemlich gut vergleichen, ist ja bis auf ein paar Dinger fast wie bei uns :-)
z.b sitzt vor mir ( ca. 5m ) mein Japanischer Kollege und schläft gerade ... verdient aber 3 mal soviel, plus plus plus....da kann eine schon die Galle hochgehen  :nuts:
Muss aber sagen das ich 2 Deutsche in Seoul kenne bei denen das mit dem Luxus leben für wenig Leistung auch ähnlich ist....nur nicht so extrem , daher wird jemand wie "Orosee" diese Problematik nicht kennen und sogar eher die Vorteile geniessen ;-)
Nur eins kann ich bei uns ausschliessen, zwingen tut mich hier keiner und wenn's mir nicht mehr hier gefällt suche ich mir halt einen neuen Job :-)
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Seoulman #17
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In reply to post ID 20813
Hat jemand Erfahrungen wie es ist wenn man für die koreanische Regierung in Korea arbeitet?
Kimchi_ohne_Login (Guest) #18
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@Seoulman:

Ja habe ich. Aus drei verschiedenen Positionen. Aber darueber werde ich hier bestimmt nicht schreiben. kannst mich privat kontaktieren unter a.drachenfels(at)gmx.de.

@Deluk: Danke fuer den differenzierten, ausgleichenden und aus meiner Sicht die Realitaet am ehesten wiedergebenden Beitrag.


Kleiner Tipp noch im Allgemeinen: Vielleicht einfach Mal nach Unternehmen unterscheiden ode zumindest nach Branche, Groesse etc. 80% dessen, was hier geschrieben wurde, kenne ich aus Erfahrung und Erzaehlung von Freunden auch aus deutschen Firmen....Prostitution...muss ich noch den Namen VW erwaehnen?
imnida #19
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@Kimchi_ohne_Login

Da spricht wohl der kommende FDP-Politiker

Deine Banalisierung kann ich nicht nachvollziehen.
80%? Erfahrung und Erzählung?

Bei VW gab es einen grossen Skandal mit Medienaufmerkamkeit.

Meine Informationen beziehen sich auf mehrere Unternehmen von der Grösse einer 3-Personen Handelsfirma bis zu Weltkonzernen mit Milliardenumsatz. Wo soll die Unterscheidung denn so einfach liegen?

Hier noch ein link zu einem Artikel des Harvard Business Manager zu Frauen in der Wirtschaft:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,537950,00.html
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Soju #20
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Servus Kimchi,
Sorry komme wieder mal zu Motzen :-)
Was willst Du den hier mitreden, hast Du ausser Deinen Übersetzungen schon mal was richtiges gearbeitet ?
Ich arbeite schon mehr als 15 Jahre in einen Japanischen Konzern und was ich hier rauslesen kann deckt sich doch sehr mit den Behauptungen hier :-(
Sei froh das Du in Korea studierst bzw, arbeitest ( wenn man das so nennen kann ) und die Zuschüsse etc geniesst ... Schönes Leben Ole ~

P.S Appropos FDP ..die haben nun nach einer Woche schon 3% in den Umfragen eingebüsst, tippe mal nächstes Jahr liegen die Umfrageergebnisse bei unter 10%, ist halt doch einfach Sprüche zu klopfen aber was anderes dann wirklich umszusetzen ;-)

@imnida
Danke für den Artikel :-)
Bis auf Korea & Japan sind die Frauen wirklich auf den Vormarsch in Asien, und das zurecht :-)
Falls die beiden Länder mal Ihre Politik gegenüber den Weiblichen Koleginnen ändern würden, sehe es genauso aus wie in den Liberaleren Ländern ( im Bezug Gleichberechtigung am Arbeitsplatz )!
Die fähigsten Leute bei uns im Headofffice in Tokyo sind alles Frauen, haben aber keinerlei Chancen in der Hirachie aufzusteigen, was mich Nervt, da ich mich dann mit den unfähigen mänlichen Kollegen rumärgern muss :-(
This post was edited on 2009-11-06, 10:38 by Soju.
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orosee #21
User title: Ernst ist anders.
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Ist ja auch besser, dass in Deutschland und generell dem Westen 50% der CEOs und Manager Frauen sind, und dass die auch genauso bezahlt werden wie wir Maenner. Und in Ostdeutschland ist es sogar noch besser, weil wir da ja neu anfangen konnten... oder Moment mal! Sind die Unterschiede vielleicht gar nicht so gross?

Korea ist immer noch im Wandel, vielleicht etwa da, wo Deutschland in den 80er Jahren war. Die Maenner sind immer noch auf Macht versessen, die Frauen auf das Geld der Maenner. Das wird sich mit Sicherheit aendern, Globalisierung der Maerkte wird auch in Korea danach verlangen, das die Jabs an die besser qualifizierten gehen und nicht bloss nach Geschlechtern verteilt werden. Dauert halt ein bisschen.

Was die Unternehmenskultur angeht, muss sich natuerlich auch noch einiges aendern. Vor allem die veraltete konfuzianische Denkweise muss voellig ueberarbeitet oder abgeschafft werden. Die Karriereleitern in Unternehmen werden halt immer noch nach Alter und Dienstzeit bestueckt, und was von Oben kommt, ist immer richtig, auch wenn es Quatsch ist. In den Koepfen findet dieser Wechsel schon laenger statt, nur in der Wirklichkeit ist es noch nicht soweit.

Ich kenne auch reichlich Beispiele, wo die deutschen Expats sich Tag fuer Tag den Kopf vollsaufen, um 6 Uhr morgens am Dienstag nach Hause kommen, bis Mittag schlafen und dann ein paar Stunden zu Hause "arbeiten", waehrend die koreanischen Kolleginnen schon seit 8 Uhr arbeiten und die koreanischen Kollegen immerhin schon aus dem Buerokoma aufgewacht sind.

Die Sache mit dem Sex nach der Arbeit oder im Geschaeftsleben ist auch nicht mehr so, wie es mal war. Nicht jeder verfuegt mehr ueber die besondere Firmenkarte, mit der er ohne Wissen der Ehefrau im Monat 2-5 Millionen Won verbraten konnte und musste. Damit sind vielfach die alten Orgien von eher konservativen Kurz-Trinkgelagen - oft auch nur mit Schulfreunden statt mit Kollegen - abgeloest worden.

Es ist nach so vielen Jahren in Asien fuer mich aber doch schon manchmal seltsam, wie nervoes die neuen deutschen Maenner werden, wenn sie mal in Gefahr laufen, sich wie Maenner benehmen zu muessen. Ein Besuch im Museum bildet, und warum dann nicht mal einige Zeit im Museum des Chauvinismus der 60er Jahre leben?

Soju hat im Uebrigen recht: Gerade in Thailand, das ja nicht den Ruf hat, eine Bastion der Frauenrechte zu sein, habe ich mehr selbstaendige und selbstbewusste Frauen in mittleren Fuehrungspositionen kennengelernt, als in Nordasien. Allerdings dann auch nur in Bangkok und modernen Unternehmen. Ein Preis fuer die Unabhaengigkeit vom Mann ist allerdings vorhanden: Die meisten waren auch 10 Jahre nach dem ueblichen Heiratsalter (25 Jahre) immer noch Singles. Und wie Soju sagt: auch mir schienen die Frauen besser zu arbeiten als die Maenner. In unserer Firma (aus dem technischen Dienstleistungsbereich) gabe es in den ersten 5 jahren nach Gruendung ein Verhaeltnis Frauen zu Maenner von 3:1, und der Boss war auch eine Frau (sie hat dann mit 37 auch endlich heriaten koennen - einen Briten).
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Flo-ohne-h (Moderator) #22
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Also ich stimme der Kritik zum Konfuzianismus nicht ganz zu.

Natürlich legt er der Gesellschaft ein Korsett an, allerdings halte ich dieses Korsett in gesunden Grenzen durchaus für hilfreich. Zum einen hält der Konfuzianismus die traditionellen Familienbande zusammen und das ist meiner Meinung ein wichtiges Gut, das uns in Europa leider immer mehr verloren geht.

Es stärkt auch die Autorität. Ich bin zwar nicht autoritätsgläubig, bin allerdings schon der Meinung, daß einer Autoritätsperson durchaus ein gewisser Respekt entgegengebracht werden sollte. Allerdings, und da stehe ich im Widerspruch zum trad. Konfuzianismus, verdient man sich Autorität durch einen Vorbildcharakter und nicht durchs Alter.

Ich erwarte jetzt einen Aufschrei, aber ich bin der Meinung, daß man nicht den Konfuzianismus komplett abschaffen sollte, sondern nur, daß er modernisiert werden muß. Was gut ist, sollte nicht dem blinden Fortschrittseifer geopfert werden, sondern sollte der heutigen Zeit angepaßt werden.

Interessanterweise stelle ich bei mir in der Uni fest, daß die Studenten sehr viel mehr Wert auf die Autorität der Professoren legen als wir Professoren selbst.
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