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Arbeit in Korea
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chris2046 (Guest) #1
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Subject: Arbeit in Korea
Hallo zusammen!

Ich wollte mal fragen was ich für Jobchancen in Korea habe
und wie ich meine Chancen durch zusätzliche Qualifikationen verbessern könnte.
Anders als die meisten hier habe ich leider bisher kein Studium gemacht sondern nur einen
Realschulabschluss. Das liegt zum einen daran, dass ich damals noch nicht wusste was ich in
der Zukunft vorhabe und zum anderen bin ich in einer ländlichen gegen aufgewachsen ohne
Studiums möglichkeiten. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker
und habe 6 Monate als Facharbeiter gearbeitet. Vor kurzem habe ich die Stelle jedoch verloren
aufgrund der schlechten Wirtschaftssituation. Ich habe mir Koreanisch selbst beigebracht
da ich schon lange Interesse and dem Land habe und meine Freundin Koreanerin ist.
Ich war bisher zweimal in Korea, für insgesamt 5 Wochen.
Was mein koreanisch angeht, bin ich ganz gut in Grundkonversationen, kann aber noch nicht
fließend sprechen, das wird wohl noch eine Weile dauern xD
Ich habe gedacht vielleich könnte ich als Deutsch Lehrer arbeiten.
Weiß vielleicht jemand was dafür vorrausgesetzt wird und welche Qualifikationen ich mir noch aneignen
müsste? Da meine Freundin in Korea lebt möchte ich natürlich so schnell wie möglich nach Korea ziehen ^^
Ansonsten müsste ich vielleicht etwas wie Industriemechaniker machen, habe aber gehört das die
Arbeitsbedingungen in einer Koreanischen Fabrik nicht sehr Human sind, da währe Lehrer vielleicht
schon besser. Würde mich über ein paar Antworten oder Ratschläge freuen ^^
micnaumann #2
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Ich habe als Deutschlehrer in Korea gearbeitet. Was du brauchst ist ein Hochschuldiplom. Egal in welchen Fach. Hauptsache Uni!
Dann kannst du versuchen an einer der privaten deutschen Schulen unterzukommen. Beim Goetheinstitut brauchst du es gar nicht erst versuchen, da sie nur echte Lehrer einstellen.

Viel Glück
Skim #3
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Hallo micnaumann,

ich bin per Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich suche nämlich schon seit längerem eine Person, die in Korea als Deutschlehrer gearbeitet hat.
Ich bin selber Koreaner, bin aber in Deutschland aufgewachsen und würde gerne nach meinem Studium, welches noch 1,5 Jahre dauern wird, als Deutschlehrer in Korea arbeiten.
Dazu habe ich ein paar Fragen:
Welche Schulen gibt es außer dem Goethe Institut noch?
Wo hast Du gearbeitet?
Kann man mit dem Geld, was man verdient, in Korea klarkommen?
Wie sieht es mit günstigen Wohnungsmöglichkeiten aus?
Wird die Beherrschung der koreanischen Sprache verlangt? (meins ist ein wenig eingerostet, wenn ich es einmal vorsichtig formulieren darf)
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Viele Gruesse
Sang-Min
crocos (Guest) #4
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Ich gehe mal davon aus, dass "micnaumann" die deutsche Staatsbürgerschaft hat und daher als Muttersprachler an einer (oder mehrerer) privaten Oberschule angestellt war. So ist es zumindest in meinem und den meisten anderen Fällen.

Da du jedoch Koreanerin bist und somit die korean. Staatsbürgerschaft hast, hast du nur sehr geringe Chancen als Muttersprachler(in) eingestellt zu werden. Wir unterrichten Konversation und die Koreaner gehen davon aus, dass diesen Job nur Muttersprachler machen können.

Es gibt, um dich nicht völlig zu entmutigen, allerdings einige wenige Ausnahmen. Wenn die Schulen niemanden finden oder sie sehr abrupt jemanden einstellen müssen, weil jemand plötzlich gekündigt hat oder die Stelle abgesagt hat, was durchaus vorkommen kann, dann könnte sich der verantwortliche Lehrer, der für die ausländischen Lehrer zuständig ist, auch dazu hinreißen lassen, als Alternative einen Koreaner einzustellen. Doch das ist schwierig. Was sagt man den Schülern? Die erwarten für den Konversationsunterricht einen Muttersprachler und daher einen Deutschen, eine Langnase. Wenn du die dt. Staatsbürgerschaft hättest, könntest du Chancen haben. Koreanische Deutsche (z.B. 2. Generation) werden durchaus eingestellt, wenn auch nicht bevorzugt.

Grüße aus Seoul
crocos (Guest) #5
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Einen  Zusatz noch: Du könntest u.U. als herkömmliche koreanische Deutschlehrerin arbeiten. Aber ich weiß nicht, ob das möglich ist, wenn du in Deutschland studiert hast, obwohl du wahrscheinlich besser geeinget wärest als diejenigen, die lediglich in Korea studiert haben.

Studierst du denn Deutsch auf Lehramt? Aber selbst ein Staatsexamina nach dt. Muster könnte Probleme bereiten, schon rein rechtliche vermute ich, weil es diesen Abschluß in Korea nicht gibt...

In jedem Fall könntest du in einem Hagwon (Institut, Art private Volkshochschule) arbeiten oder mach einen Doktor und geh an die Uni als Germanistikprofessor. Korea braucht m.E. Professoren, welche die dt. Sprache auf hohem und damit auch akademischem Niveau beherrschen und auch Seminare in dt. Sprache anbieten können. Das wäre dein Vorteil.

An einer Uni könntest du übrigens auch mit einem herkömmlichen M.A. arbeiten. Was für Ausländer möglich ist, sollte für Koreaner nicht unmöglich sein.

Nochmals nächtliche Grüße aus den glühend heißen Seoul
sonbi #6
Member since May 2007 · 172 posts
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Ich glaube eher nicht, dass in Korea Germanistik, bzw. Deutsch sehr gefragt ist, ich habe neulich in Seoul mit einer kor. Germanistikstudentin gesprochen, sie sagte, die Zahl der Studenten und Schüler, die Deutsch lernen sei stark rückläufig, die Leute konzentrieren sich mehr auf Englisch und Chinesisch. Ausserdem seien die Jobchancen nach einem Germanistikstudium schlecht. In ihrer Gemanistikabteilung studiert nur noch eine geringe Zahl Studenten, und die deutschen Lehrkräfte haben lediglich auf ein oder zwei Jahre befristete Verträge, was die ganze Sache für potentielle Dozenten nicht sonderlich attraktiv macht.
This post was edited on 2009-08-24, 08:38 by sonbi.
Skim #7
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Hallo zusammen,

irgendwie klappt das hier gerade nicht im Forum. Vielleicht werdet ihr die selbe Antwort in zwei verschiedenen Variationen lesen.

Jedenfalls danke ich Euch für die hilfreichen Informationen. Bei mir ist der Fall ein wenig anders, da ich Deutsch als Muttersprache spreche, aber immer noch eine koreanische Staatsbürgerschaft besitze. Aus Deinem(Crocos) Text höre ich heraus, dass mir mein Stückchen Papier Probleme bereiten könnte, obwohl dort natürlich auch mein Geburtsort(Hamburg) verzeichnet ist.
Ansonsten werde ich wohl die besten Chancen an Hagwons haben, obwohl mir schon einige Leute davon abgeraten haben, weil die Arbeitsbedingungen unmöglich seien. (Allerdings sind das Informationen aus zweiter Hand. Weiß jemand mehr darüber?)
Mein Abschluss wird in 1,5 Jahren ein Magisterm sein, wobei ich mir noch Deutsch-Didaktik-Kurse anrechnen bzw. bescheinigen lassen werde.
Kennt jemand noch andere Möglichkeiten für Deutschmuttersprachler in Korea zu arbeiten? Tourismusbranche? Kannte nämlich jemanden, der in Kwangju wohnte und in Korea als Touristenführer arbeitete. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu dieser Person.
Für weitere Informationen oder ratschläge wäre ich euch sehr dankbar.
Viele Gruesse aus dem ebenfalls glühend heißen Leipzig
Uhu #8
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Glaube in Seoul glühts derzeit mehr als hier  ;-)

Meine Freundin hatte mal in einer Hakwon gearbeitet, bis sie letzlich ihren "Traumjob" beim Staat bekommen hat. Sie sagte, man kann dort nicht schlecht verdienen.. Glaube sowas um die 2 Mio Won -meines Erachtens aber doch recht wenig als Akademiker, wobei man ja dabei auch wieder die Relationen beachten muss-... Damit kann man in Korea natürlich überleben, kommt natürlich auch darauf an, wo man wohnt. Aber ne einigermaßen günstige Wohnung dürfte man eigentlich schon finden, wenn das Traumziel nicht gerade die Wohnungen um Coex sind.
Jedoch sind die Arbeitszeiten nicht sonderlich gut. Du arbeitest wenn mich nicht alles täuscht von Abends also um 18 Uhr oder so bis 23- 24 Uhr sowas. Ebenso sollen Hakwon Lehrer recht wenig Urlaub haben... ich meine damals hatte sie was von 4-5 Tagen im Jahr erzählt, kann mich aber nur noch wage erinnern.

In was hast du denn dann deinen Magister?
Ggf. könntest du mit diesem direkt an ne Uni gehen, als Aushilfsdozent oder ähnliches. Magister ist doch gleichzusetzen mit nem Master. Ansonsten würden mir noch deutschsprachrige Unternehmen einfallen je nach Abschluss, bzw. sollte dein Koreanisch annehmlich sein, könnte da ggf. auch was gehen. Ggf. ist wie du sagst die Touribranche interessant, ich denke dafür solltest du m.E. aber schon mehrere Sprachen mitbringen und auch nen ordentliches Koreanisch sprechen. Glaube als deutschsprachriger Touriführer ist es nicht sonderlich einfach sich in Korea über Wasser zu halten, jedoch nur meine Abschätzung, kenne den Markt dafür zu wenig.

In den 1,5 Jahren könntest du also versuchen dein Koreanisch auf nen einigermaßen gutes Level zu bekommen.. Ggf. kannst du ja dann erstmal für ein Semester nach Korea gehen um einen Sprachkurs zu absolvieren o.ä. ggf. gibts Austauschmöglichkeiten von deiner Uni... Oder mach nen Praktikum... Bei Praktika bieten sich natürlich immer Möglichkeiten an Kontakte zu Knüpfen, bei so Uni sachen sicherlich auch irgendwie. Ich denke du könntest von Korea aus viel besser den Markt zu der Zeit einsehen und einschätzen und auch mal bei großen internationalen (überwiegend deutsche, schweizer, österreicher) Unternehmen/ Gesellschaften direkt anrufen, ob denn Bedarf an nem deutschsprachrigen Mitarbeiter besteht. Ggf. geht auch was über die Botschaft, oder so Institutionen wie Goethe- Institut, Deutsch- Koreanische Handelskammer (wo man übrigens toll Adressdaten von int. Firmen herbekommt), Konrad- Adenauer Stiftung etc etc.

Viel Glück ~~~
ymlee (Guest) #9
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In reply to post #3
Hi,
also ich habe ein Jahr an einer Fremdsprachenoberschule in Seoul gearbeitet. Mit 2 Mio. Won plus einer recht bescheidenen Unterkunft kam ich gut aus. Allerdings finde ich auch nach deutschen Maßstäben für einen Akademiker das Gehalt nicht besonders berauschend. Ansonsten, wenn du dich bewirbst solltest du nicht groß angeben, dass du auch Koreanisch sprichst. Es wird nicht so gerne gesehen, wenn man auch mal auf Koreanisch den Schülern etwas erklärt. Meine Wenigkeit fand aber den Unterricht mit kleinen koreanischen Erläuterungen doch einen Schritt leichter, denn die Schüler haben doch noch ein recht begrenztes deutsches Vokabular. Was Hagwons angeht kann ich auch nur vage etwas sagen. Die Bezahlung kann zwar deutlicher besser sein als an einer Oberschule, dafür sind aber auch die Arbeitsbedingungen nicht so gut (keine Unterkunft, keine "Ferien" etc.). Viel Erfolg!
Skim #10
Member since Aug 2009 · 3 posts
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Hallo ymlee,

vielen Dank erstmal für die nützlichen Infos. Das Geld ist mir nicht so wichtig, so lange ich damit einigermaßen klarkomme. Schließlich härtet das Studentenleben ziemlich ab und man beginnt seine Ansprüche nicht gerade all zu hoch zu setzen:)
Hast Du vielleicht die Adresse von der Fremdsprachenoberschule????
Viele Gruesse
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