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Neues Korea-Buch "Schlaflos in Seoul"
Buchempfehlung
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Seoulman #46
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In reply to post ID 19603
Also ich habe das Buch auch gelesen und fand es super! Habe viele Sachen genauso erlebt. Beim Lesen musste ich oft lachen und konnte mir einige Dinge bildlich exakt vorstellen. Wie schon mehrfach hier im Forum geschrieben betrachte auch ich das Buch für Leute die noch nicht in Korea waren nur als bedingt empfehlenswert. Viele Leute würden das Buch als negative Kritik verstehen und ich glaube gerade das soll das Buch nicht sein da Vera Hohleiter ja freiwillig in Korea lebt und das auch gerne!
Habe mir gerade den Artikel in der Korea Times durchgelesen...
Korean girls are obsessed with keeping up with the popular trend of time and therefore they predominantly wear mini-skirts. But then, when they walk up the stairways in the subway station, they make every possible pretentious effort to hide their exposed bodies. I don’t understand why they even wear mini-skirts from the start.”
...das ist doch auch genauso, also warum sollte es schlimm sein so etwas in einem Buch zu erwähnen!?! Ich fand das auch immer ganz amusant, wie sich die Frauen ihre Tasche beim Treppen laufen so hinhalten, dass man nicht zu viel sehen kann (was natürlich auch verständlich ist).

Ohne der koreanischen Studentin in Deutschland zu nahe treten zu wollen, mich würde sehr interessieren wie gut ihr deutsch ist und ob sie einige Dinge in diesem Buch vielleicht nicht falsch verstanden hat. Wenn man das Buch einigermassen Verstanden hat und schon Koreaerfahrung hat, dann sollte einem Auffallen, dass das Buch auf keinen Fall negativ gemeint ist!  ;-)

Gruß Seoulman
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Chung-Chi #47
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In reply to post ID 19601
 :-D

Ich muss zugeben, ich habe wohl etwas zu sehr meinem Beduerfnis nach Klatsch und Tratsch nach gegeben.  :blush: Deswegen hatte ich ja auch dazu geschrieben, dass es ein Bericht in der Klatsch-Presse ist.  ;-)

Und auch deshalb: Ich wuerde die ganze Sache nicht zu ernst nehmen!

(Mein (koreanischer) Mann fand uebrigens gar nicht schlimm, was Vera da so in ihrem Block geschrieben hat und wie es auf der von dir verlinkten Seite auf koreanisch uebersetzt praesentier wurde (von wegen saufende Koreaner, haessliche Gebaeude in Seoul etc.) auch die Minirocksache, von der er nur vom Hoerensagen wusste, hat ihn kein bisschen aufgeregt. Und etwas aehnliches haben ja auch einige andere Koreaner auf der gleichen Seite geschrieben.)

Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass der ganze Spuk bald vorbei sein wird und in ein paar Wochen kein Mensch mehr davon spricht.
Deluk #48
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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Ich hab das Buch jetzt auch gelesen und auch wenn es kein Meilenstein der Literaturgeschichte ist: Mir hat es gefallen.
Mich hat das Buch eher an: "38mal Korea" ISBN 3-492-15125-6 erinnert.(Übrigens sehr empfehlenswert und meiner Meinung nach besser geschrieben als "Schlaflos in Seoul"!)

Der Inhalt von Schlaflos in Seoul: Vera lebt in Seoul und schildert in einigen Kurzgeschichten Ihre Erlebnisse in Korea. Ich zweifle nicht daran, dass sie sich so zugetragen haben.
Das Meiste ist die Art von Geschichten, wie sie sich Ausländer in Korea Samstag Abends mit einem Hite oder Cass in der Hand auch gegenseitig erzählen. ("Ich hatte da Kakerlaken in der Küche, ich sags Euch..."). Ich hab mir beim lesen auch oft gedacht: "Yup, genau so ist es!". Allerdings finde ich auch, dass ihr Schreibstil "Schnippisch/Arrogant" wirkt und ich mich schon gefragt hab, wie man z.B. in ein Party-Viertel ziehen kann und sich dann über den Krach beschweren.

Eure Kritik, dass sie alles nur Negatives darstellt oder "Korea schlecht wegkommt" kann ich aber nur zum Teil nachvollziehen.
Es stimmt zwar, dass sie meist skurrile/negative Erlebnisse schildert, aber mal ganz ehrlich; Jeder würde sich zu Tode langweilen, wenn sie z.B. einen erfolgreichen Supermarktbesuch beschreiben würde, oder einen netten Abend mit Freunden nach dem sie für 5.000 KRW mit einem Taxi nach Hause gefahren ist. Auch vermeidet sie meist direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Kulturen, insofern kommt niemand gut oder schlecht weg. Sie schildert einfach nur Ihre Eindrücke, in denen übrigens auch Ausländer ihr Fett wegkriegen. Zum Schluss kommt sogar ein wenig Selbstkritik auf.

Vegetarier in Korea:
Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass Vegetarier in Korea ein echtes Problem haben. Es ist fast unmöglich außerhalb von sehr wenigen "Spezial-Restaurants" Koreanisches Essen zu finden, das nicht kleine Mengen Fisch/Fleisch enthält oder zumindest damit gewürzt ist. (wie z.B. auch Kimtschi). Mir wurde das auch erst bewusst, seit ich hier Indische Kollegen habe die Vegetarier sind. Ihr glaubt gar nicht, wo die überall Fisch raus-schmecken, wenn sie noch nie im Leben welchen gegessen haben.
Trotzdem finde ich Veras "Ich bin Vegetarier, warum habt Ihr eure Gastronomie nicht darauf eingestellt" Einstellung total daneben. Das ist so, wie wenn ein Alkoholiker nach Saudi-Arabien zieht und sich dann über die Kneipen beschwert.

Was mich wirklich Interessieren würde:
Sie ist ja schon einige Jahre in Korea. Inzwischen hätte ihr auffallen müssen, dass viele Koreaner ein Problem damit haben mit Kritik umzugehen. Wenn sich jemand gar erlaubt öffentlich an "Land und Leuten" Kritik zu üben (Selbst wenn diese wie hier nur angedeutet ist), sehen viele Rot. Sie schreibt selbst mehrfach über einen "Koreanischen Nationalismus".
Glaubt Ihr:
- Sie ist überrascht von den derzeitigen Reaktionen,
- Sie hat sie in kauf genommen,
- Oder hat sie diese sogar provozieren wollen?
Wie sie selbst geschrieben hat, hat sie verstanden wie die Medienlandschaft funktioniert...
Uhu #49
Member since Jun 2008 · 401 posts
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Also meines Erachtens ist sie überrascht von den derzeitigen Reaktionen, wobei ich noch nicht 100% den Einblick habe, ob der Großteil der Koreaner nun "rot" sieht, oder nicht. Ebenso bekomme ich die Sendungen derzeit nicht mit, kann also auch nicht sonderlich groß mitreden. Nachdem ich jedoch den Artikel in der Korea Times gelesen habe, könnte ich mir vorstellen, dass sie nicht mehr sonderlich populär ist bei vielen Koreanern und weiss nicht, zweifle ein wenig daran, dass sie dann noch so oft bei der angesprochenen TV Show gebucht wird, wenn überhaupt. Ob sie die Medienlandschaft wirklich verstanden hat, wage ich auch ein wenig zu bezweifeln... Nach 1 oder 2 Jahren "Showbiz", weiss net~~
Silberdrache #50
Member since Aug 2009 · 210 posts
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Als Ergänzung hier ein weiterer Bericht auf koreanisch zum Buch:

http://news.chosun.com/site/data/html_dir/2009/08/21/20090…

Meine Buchempfehlung (sofern erlaubt), wäre zB.:

http://www.amazon.de/E-Mail-aus-Korea-Ilona-M%C3…?ie=UTF…

Auch hier sind nicht alle Erfahrungen positiv, aber eben auch nicht negativ. Allerdings auch nicht so gut
recherchiert wie im anderen Buch (was allerdings an den mangelnden Sprachkenntnissen der Authorin liegt).

Wie jemand das Buch von Vera als tendenziell nicht negativ empfinden kann, ist mir schleierhaft !
Die Reaktion darauf in Korea war doch absolut absehbar. Ihre Aussagen in der Öffentlichkeit - in der Show -
und in Ihrem Buch weichen ja deutlich ab.
Uhu #51
Member since Jun 2008 · 401 posts
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Ihre Aussagen in der Öffentlichkeit - in der Show -und in Ihrem Buch weichen ja deutlich ab.

Genau darüber hatte ich mich auch gewundert. Also verstehe ja nicht wirklich vieles was sie in der Show erzählt, aber als ich darüber gelesen hatte, dass sie sich doch überwiegend positiv über Korea in der Show äußert und im Buch dann schon m.E. Kritik kommt -die man ruhig üben kann, weil sie ja weitgehend der Wirklichkeit entspricht- . Das sie da so unterschiedlich auftritt~~ Deshalb denke ich, dass sie womöglich nicht damit gerechnet hat, dass das Buch viele Koreaner in die Finger bekommen~
winona_forever (Guest) #52
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Ich habe gerade ein Interview mit der Autorin auf brigitte.de gefunden:

http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/k…

Vielleicht interessiert das ja jemanden.

Ihr Blog quillt geradezu über von hasserfüllten Kommentaren. Es gibt aber auch viele Leute, die sie verteidigen und ihr Mut machen. Ich finde, in dem Interview klingt es so, als sei sie sich der Konsequenzen bewusst gewesen und wollte eben einfach ein Buch schreiben.
 
Ich finde das Buch sehr gut und von der ersten bis zur letzten Seite witzig.  Und ich finde ihren Ton auch nicht herablassend oder arrogant.

Diese Fernsehsendung habe ich mehrmals gesehen und ich kann mich nicht erinneren, dass sie sich extrem positiv über Korea geäußert hätte. Sie hat schon Dinge gesagt, wie "Ich esse gerne Bibimbap." oder "Jeju ist wunderschön", aber ich erinnere mich auch daran, dass sie die koreanische Boulevardpresse, die Internetnutzer, das koreanische Bildungssystem etc. kritisiert hat. Die Kritik war im koreanischen Fernsehen vielleicht nicht so scharf wie in dem Buch, aber das liegt ja wohl auch daran, dass Koreanisch nicht ihre Muttersprache ist und sie sich auf deutsch besser ausdrücken kann und dass die Fernsehsendung geschnitten wird, d.h. das bestimmte Kommentare in einen anderen Zusammenhang gesetzt werden können und dann ganz anders klingen.

Sicher das Buch ist stellenweise kritisch, aber dass es in Korea so eine Hetzkampagne auslöst, liegt nicht an dem Inhalt des Buches, sondern an der Tatsache, dass bestimmte gesellschaftliche Gruppen in Korea keinerlei Kritik vertragen. Dadurch dass sie die Boulevardpresse im Fernsehen kritisiert hat, könnte ich mir auch vorstellen, dass bestimmte Leute nur auf eine Gelegenheit gewartet haben, sie fertig zu machen. Es hat sich ja auch herausgestellt, dass die Studentin, die den Internetskandal ausgelöst hat, das Buch nicht einmal selbst gelesen hat! Im Internet kursieren jetzt auch noch Übersetzungen, die mit dem Originaltext nur sehr wenig zu tun haben und die Autorin in einem schlechten Licht darstellen.

Wenn ich mir jetzt die Kommentare auf ihrem Blog ansehe - selbst wenn sie das irgendwie provoziert hat - so was wünsche ich nicht mal meinem schlimmsten Feind!
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Soju #53
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hallo Leute,
Eine Sauerei was da nun gegenüber Sie abgeht ...
Sorry, jeder hat seine Meinung und nur weil man einige Sachen in Korea kritisiert, wird man runtergebuttert...
Mit Kritik können leider einige Koreaner nicht umgehen :-(
Gibt doch in Korea bestimmt solch ein Buch von einem Koreaner geschrieben, der sich über Europa auslässt ...na und !
Von mir aus schreibt ein Koreaner(in) ein Buch über Deutschland und kritisiert schön ..O.K deswegen würde ich solch eine Person nicht persönlich angehen ...
Puhhh  :nuts:

Sorry, auch wenn ich den Vergleich zu Japan hasse, es gibt so ein ähnliches Buch auch über Japan und niemand in Japan hat sich gross darüber aufgeregt!

wenn jemand Lust hat das zu vergleichen:
http://www.amazon.de/Darum-nerven-Japaner-ungeschminkte-ja…

Oder PN an mich :-)
This post was edited 3 times, last on 2009-08-26, 14:33 by Soju.
sonbi #54
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Man kann über das Buch denken wie man will, (ich persönlich finde es nicht sehr berauschend), der ganze koreanische Medienrummel - auch wenn er negativ ist, und jetzt sogar schon nach Deutschland rüberschwappt - ist auf jeden Fall eine gute Publicity für das Buch. Vielleicht nicht ganz ungewollt?
Ich glaube nicht, dass die Autorin so naiv war zu glauben, dass a) das Buch kein Koreaner liest und b) das Buch bei vielen extrem patriotisch veranlagten Koreanern keine Entrüstung auslöst.

@soju  Dein erwähntes Buch habe ich gelesen (und fand es relativ dämlich), kennst Du das Deutschland-kritische 'Gegenbuch'  "Die Deutschen schreien" von Florian Coulmas?  Meiner Meinung nach hervorragendes Buch!   (Sorry, für den kleinen Japan-Exkurs :-) )
This post was edited 7 times, last on 2009-08-26, 20:54 by sonbi.
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Soju #55
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Hi Sonbi,
Da hast Recht um so mehr Aufruhr um so mehr werden sich das Buch kaufen....
ich glaube aber eher das Sie den trubel ein wenig unterschätzt hat ;-)
Oh~magst Du das Buch über die Japaner nicht :-/
Na ja dämllich....
Ich habe mich echt gesagt sehr amüsiert..
Da denken wir beide eben anders das zeigt auch Dein Kommentar über "Schlaflos in Seoul" ...
werde mich mal informieren über das Buch von Florian Coulmas :-)
naja #56
User title: naja
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ich verändere, was von mir geschrieben ist, so: neue (alte). finde einbisschen falsch formuliert, unter dem bedürfnis weiterer Erklärung oder anlässlich antwort

1. Koreaner sind vom Nationalismus geprägt. stimmt. aber vergleich mit dem deutscher Art oder nach dem deutschen Begreifen? ein Irrsinn. finde richtig. weitere Erklärung? frage mal deine Schwägerin
2. Koreaner müssen auch unangenehme Wahrheiten annehmen und verdauen. aber das heisst nicht, dass alle unangehmen wahr oder unkritisierbar wären. banale Aussage aber stimmt
3. Die Schwierigkeiten, die ein Ausländer mit einem Sondergeschmack erfahren, folgen manchmal nicht aus der sozialen Struktur und Einstellung vom "Gastgeberlandes", sondern aus der tatsache, dass einer als ausländer irgendwo mit Sondergeschmack wohnt. (daraus, dass er ausländer ist, sondern daraus, dass er zusätzlich den Sondergeschmack hat.) etwa ein koreanischer Schwul kann in Deutschland. wo für die Homosexualität auch offiziell tolerant ist, schon deswegen nur schwierig seinen "Parner" finden, weil er auf deutsch nicht sprechen oder den Code unter "denen" nicht verstehen kann. Soll er immer einen Zettel tragen: Suche einen netten Schwul? Für Vegetarier gilt das gleich, glaube ich. 3-1. ein Araber, dem ich Ramyun gekocht habe, fragte mich, ob die Suppenbrühe Schweinefleisch enthält. ich sagte, "die Bezeichnug besagt kein schweinefleisch. aber werweiß?" er hat alles gegessen. 3-2 kennt ihr, dass jeder beim Essen, Trinken und Einatmen 30-50 Insekten pro Tag einnimmt? Gumibärchen und Kaffecreme von Hochqualität enthalten Knochen. wahrscheinlich Pudding auch. es gibt übrigens Pudding-Vegetarier. Mit 3-1,3-2 gemeint wurde, dass es skalierbar ist, Vegetarier zu sein (etwa eier, milchprodukte, meeres..., gefallene Obst), aber nicht, das verlangen von der Vegetarierseite wäre nicht akzeptierbar. man kann ein bisschen fleisch oder ein Spiegelei im bibimbab mit Löffel ausschöpfen. Wenn fischsouce im Gimchi schon zugetan wurde, ... Aber es gibt auch gimchi ohne fischsouce. man muss mit oder ohne sondergeschmack sich von und für Selbst in eigenr Weise überleben
3-3 Warum sollen wir an eurem Maß bemessen werden? Meine Mutter, die ohne gekochte Kräuter und gegorene Fisch keine Malzeit genießen kann, könnt ihr verstehen? dabei geht es nicht um Toleranz. Jedes Geschäft, etwa  Lokal, Restauran, Supermarkt oder einschliesslich kleinen Kiosks und Großunternehmen sucht Gewinnmaximierung. Wenn Vegetarier Gewinn schaffen lassen, orientiert sich das geschäft an die Fleischfeindliche Kunden. Ja sie sind nur Kunden. meine Mutter fragte in Deutschland nie, ob gegorene Fische angeboten wird, weil sie genug klug ist, zu wissen, dass sie mit dem Sondergeschmack kein Kunde sein darf. habt ihr mal gedacht, warum es in Korea Vegetarier oder Fleischfresser eher selten gibt? Es ist eigentlich, was ich erklären würde. aber... meine Erklärung scheint hier nicht viel zuverlässigkeit zu gewinnen. frage mal deine Schwägerin. Ohne Anpassungs- und Verstandbemühung gesagt wird nur, " ich habe auch Maul".
4. umgekehrte Beobachtung ist interessant. etwa "they make every possible pretentious effort to hide their exposed bodies." falsch. nicht bodies, sondern unterhose. für mich ist es in Deutschland immer entsetzlich. dass die Unterhose oder das dicke Bauch- oder Popofett über, zws. oder in dem Rock, Hemd und/oder der Hose für die Einsehen von Fremden ausgesetzt wird. Sie hat beschwerde über die Leute, die ausländer bewerten, darauf unbewußt, dass viele unter den ausländern es verstehen. In Deutschland? wird Ausländern manchmal direkt gesagt, Schingschangschong oder Schlitzaugen ja noch viele... Umgekehrt zu denken ist immer interessant. niemand ist da?

5. Was und wie sie geschrieben hat, daran habe ich keine Interessen.
sie ist schon den Rubikon überfahren.
Koreaner fühlen sich vor dem Schimpfwort mit Hund-blabla so, als hätten sie eine Scheisse gesehen. aber vor dem Schimpfwort mit Mäusen, Ratten oder egal desertjumpmaus - sie(wir) unterscheiden nicht -, als hätten sie sich darauf gesetzen. Kurz nach dem massaker in Kwangju 1980 hatte der Kommandor der in Korea stationierten amerikanischen Armie das koreanische Volk mit Ratten vergliechen. anti amerikanische bewegung und Gefühl in Korea sind danach deutlich geworden. ich sage über den politischen Zusammenhang nicht näher.

noch schlimmer ist der Ver(w)gleich der Mutter ihres Freundes mit der Hexe im Märchen. Die arme Frau hätte daüber schon gehört. zweifelhaft ist, dass er die Beziehung mit ihr durchhalten könnte. Beim ehepaar wäre es einer der gesetzlichen Scheidungsgründe. sie braucht den Administrator (die "polizei"), die verbietet, etwas mit etwas (dummerweise) zu vergleichen.

6. das problem würde nicht vertüscht. Kritikpunkte, warum das programm die nicht-qualifizierten Frauen braucht, die ohne Skript nichts reden können. warum nicht in dem Programm die Kritik an Korea angenommen wird. usw. Sie will wahrscheinlich nicht mehr die Hilfe von SkripterInnen annehmen. oder?  dann kann sie fliessend auf Koreanisch und zwar witzig und frei sprechen. jajaja Quatsch. das Programm an sich würde bei der Sendungfsumstrukturierung im Herbst oder spätestens Jahresende ausfallen.

7. ein Freund von mir sagte, Deutsche Frauen sind angeboren multilingual. also plattdeutsch, hochdeutsch, hinter dem Rücken und über andere. Wenn es leider über den Rücken ausfließt, abgehört wird, hat jemand Pech. Sie schrieb nicht so erwünschenwert. eine Koreanerin übersetzte nicht genau -  inhaltlich ist es nach einer angeblich genauen Übersetzung nicht viel anders. (angeblich ist eine genaue Übersetzung ist nicht viel anders). die Medien, die hassverkäufer hatten diese falsche Übersetzung ohne Überprüfung übertragen. Lärm-Marketing hätte Erfolg dank den intermediären Personen ohne Verantwortungsbewußtsein. aber ich würde das Buch nicht lesen. ich würde eher lesen "schlaf gut in Seoul".

8. finde das Stichwort Toleranz nicht so toll. das wort setzt schon das einseitige machtverhältnis voraus, im geistigen, seelischen Interesse der in Europa ansässigen leute. ich/wir toleriere(n) Dich(euch). die katze toleriert uns mitzuleben. ich muss dann den teufelstrieb vom Innen unterducken, die lange Nase abzuschneiden. Mein stichwort, wie das von anderen Nordostasiaten, ist Respekt vor anderen, also den Unterschieden
ich höre tageslang nur: http://www.youtube.com/watch?v=tnl2PELV6hk
This post was edited 2 times, last on 2009-08-28, 12:59 by naja.
henchan (Former member) #57
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Quote by naja:
3. Die Schwierigkeiten, die ein Ausländer mit einem Sondergeschmack erfahren, folgen manchmal nicht daraus, dass er ausländer ist, sondern daraus, dass er zusätzlich den Sondergeschmack hat.


Ich habe erst angefangen, dass Buch zu lesen, aber ich hatte nicht den Eindruck, als würde Vera sich darüber beschweren, das sie als AUSLÄNDERIN mit ihrem "Sondergeschmack" in Korea ein Problem hat. Sondern, dass von einigen/vielen (wie auch immer) nicht akzeptiert wird, das Geschmack doch Privatsache ist. Sie will ja auch offensichtlich nicht ihr Esskonzept missionarisch auf andere Menschen übertragen, sondern das lediglich still und einfach keiner eine dumme Bemerkung über ihre vegetarische Einstellung gemacht wird. Wer Fleisch essen will, soll das machen.

Vielleicht erörtert naja auch noch mal Punkt 1. seiner Argumentation.
Bisher war es nur eine allgemeine Flosskel nach dem Motto "Unser Nationalismus ist anders als eurer". Worin
der Unterschied besteht, bieb er schuldig.
This post was edited on 2009-08-28, 06:45 by Unknown user.
Deluk #58
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@naja:
Meine Mutter, die ohne gekochte Kräuter und gegorene Fisch keine Malzeit genießen kann, könnt ihr verstehen?

Das ist ganz genau der Punkt. Hier geht es nämlich um Toleranz:
Ja, (als Deutscher) kann ich das Verstehen und ich akzeptiere diese Tatsache. Ich würde es auch akzeptieren wenn sie ein Buch darüber schreibt, dass man in Deutschland keine Restaurants findet die Essen mit vergorenem Fisch und gekochten Kräutern anbieten. Andersrum ist es offensichtlich nicht so...
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Chung-Chi #59
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@Deluk:

Das klingt aber jetzt schon sehr nach: Aetschibaetsch, wir (e.g. die Deutschen) sind viel viel viel toleranter als ihr (engstirnigen Koreaner).

Es stimmt, ich habe in drei Jahren in Korea wiederholt sehr grosse Intoleranz erlebt. Aber genauso habe ich auch sehr viel Toleranz erfahren, die mich mit unter wirklich beeindruckt hat.

"Deutsche sind toleranter als Koreaner."?! Von dem Hohen Ross wuerde ich ganz schnell mal wieder runter steigen.
Deluk #60
Member since Mar 2009 · 190 posts · Location: Seoul
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@Chung-Chi,

ich habe nie ein "wir" oder "ihr" verwendet. Sondern immer nur von "Du" und "ich" gesprochen.
Ich wollte nur rüberbringen: Ich, (mit einer Deutschen Kulturellen Prägung) sehe es wie von mir beschrieben, naja (warum auch immer) erklärt Vegetariern, dass sie über den Tag schon unabsichtlich so viel Insekten essen, dass es auf das bisschen Fleisch im Restaurant auch nicht mehr ankommt.

Ich wollte keine "Toleranzranglisten" erstellen und gebe Dir Recht, dass Koreaner in vielen Dingen toleranter sind als Deutsche.
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