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Aktuelle Lage in Nordkorea?
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Raining (Former member) #16
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In reply to post ID 18104
Quote by henchan:
@Jillia,
das System in Nord-Korea funktioniert noch ?

also nordkorea als kommunistisch zu betrachten ist auch eher fragwürdig: laut wikipedia: Kommunismus (vom lateinischen communis = „gemeinsam“) bezeichnet das politische Ziel einer klassenlosen Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, das heißt, allen Menschen gleichermaßen zugänglich ist.

hmmm, das ist in nordkorea wohl nicht der fall... ich glaube aber nordkorea trotzdem als sehr gefährlich einzustufen.. weil im worst-case wird nordkorea doch ein militärschlag gegen südkorea machen..
Jillia86 #17
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In reply to post ID 18106
Quote by henchan:
Quote by Jillia86:
Quote by henchan:
@Jillia,
das System in Nord-Korea funktioniert noch ?

Funktionieren ist in diesem Fall eher kritisch anzusehen. Wir wissen ja immerhin nicht, WAS genau überhaupt nicht bzw. noch funktioniert. Dass das System in sich "falsch" ist, ist ja dann eher eine Meinung, die ich durchaus teile. Aber ich werde mir nicht das Recht herausnehmen zu wissen, was in Nord-Korea passiert bzw. was nicht.

Wenn du mehr weißt dann kläre mich auf.^^ Aber du weißt sicher genauso viel wie ich.

Das werd ich gerne tuen. Leider ist N-Korea ein so offenes Land, dass man wirklich problemlos dort als Backpacker reisen kann. Diskussionen (auf welchem Nieveau auch immer) führen kann.
Klar gönne ich dir das Recht, nicht zu wissen, was genau in Nord-Korea abläuft. Nur weiss ich das leider auch nicht. Und ich bitte dich auch, mich zu verstehen, dass ich wissen kann, was in Süd-Korea abläuft, aber nicht in Nord-Korea.

Das habe ich auch nicht bezweifelt.
henchan (Former member) #18
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In reply to post #16
@Joon
Äh..............seit wann stimmen Anspruch und Realität zusammen ?
This post was edited on 2009-05-27, 22:10 by Unknown user.
Raining (Former member) #19
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Quote by henchan:
@Joon
Äh..............seit wann stimmen Anspruch und Realität zusammen ?

äh jetzt hast du mich lyrisch ausgespielt... ^^
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iGEL (Administrator) #20
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Moin!

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass das Regime in Nordkorea nur ein Ziel hat: Das Regime muss erhalten bleiben. Alle anderen Dinge müssen sich diesem Ziel unterordnen, da ist es egal, ob es der Wirtschaft schadet, dem Ansehen in der Welt oder ob die Menschen hungern. Und leider fühlt sich das Regime offenbar sehr bedroht (Woran Bush meiner Meinung nach einen großen Anteil hat), wahrscheinlich mehr als es wirklich ist.

Allerdings vermuten ja viele, dass Nordkorea einen Führungswechsel vorbereitet. Das bedeutet immer potentielle Schwierigkeiten, daher wollen sie ihren Stand vorher wohl so gut es geht festigen. Ich vermute, dass trotz aller Rhetorik, keine Seite einen Krieg riskieren will. Nordkorea kann es nicht gewinnen, und auch Amerika und Südkorea können zu viel verlieren, zumal letztere sowieso an Stabilität interessiert sind. Roh Moo-hyun hat ja beispielsweise gesagt, er könne eher mit einem atomar bewaffneten Norden leben als mit einem kollabierendem.

Gruß, Johannes
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Uhu #21
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Ihr redet über eine Wiedervereinigung, wäre natürlich schön zu sehen, aber.... Wer hätte denn Interesse an einer Wiedervereinigung? Nordkorea? Mit der derzeitigen Regierung, die wohl weniger Kommunistisch, als Diktatorisch ist, wohl eher nicht, weil es sich von seiner Ideologie verabschieden müsste und einigen ziemlich hohen Kameraden in NK wohl auch die Luft ausgehen würde. Russland? Wohl eher kaum, die dürften nämlich ähnlich wie China und Südkorea mit einigen vielen Flüchtlingen aus dem Norden rechnen. China? Hat so gute Handelsbeziehungen mit Südkorea, dass denen der Einbruch der Wirtschaft in SK wohl auch nicht so wirklich passen würde, eben auch die Flüchtlinge. Die Südkoreaner? Gut, einige wollen noch eine Wiedervereinigung, aber viele junge, fragen sich weshalb... Ebenso würde die Wirtschaft der Südkoreaner total zusammenbrechen, der KRW Won würde wohl ins Bodenlose stürzen und die Exportwirtschaft der Koreaner wohl fürn "Arsch" sein. Die Amis? Die müssten sich ja dann von der koreanischen Halbinsel verabschieden und hätten einen strategischen Punkt weniger nahe ihren "liebsten" China und vor allem Russland.

Also Wiedervereinigung schön und gut, aber meines Erachtens für viele Seiten nicht wirklich realisierbar.

Meine Meinung jedoch, habe ich auch heute schonmal in irgend einem News Forum so ähnlich gelesen... Wenn mein Nachbar zu mir sagt... Hey Marcel, ich bring dich um, er sich ne Waffe besorgt und mit dieser regelmäßig vor meinem Gesicht rumfummelt... dann ziehe ich entweder aus, oder handle wie meine Vorfahren, wenns um deren "Gemächt" ging. Entweder er oder ich ~~Meines Erachtens unsere Natur~~

Ah, die Situation in Korea kann man meines Erachtens wohl keineswegs mit der Situation im geteilten Deutschland vergleichen. Dennoch... NK ist aus meiner Sicht unberechenbar. Was ich jedoch noch verstehe, dass sich ein Volk von über 20 Millionen Menschen, einem so kleinen Sauhaufen, sogenannt Regierung in NK, so ohne weiters unterstellt... Insbesondere die Koreaner, welche ja sehr oft sehr heißblütig sind... Das es da noch keine Revolutionen o.ä. gegeben hat. Aber vielleicht hab ich mich diesbezüglich noch nicht gut genug mit NK auseinandergesetzt.
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Nomou #22
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Quote by Uhu:
Was ich jedoch noch verstehe, dass sich ein Volk von über 20 Millionen Menschen, einem so kleinen Sauhaufen, sogenannt Regierung in NK, so ohne weiters unterstellt... Insbesondere die Koreaner, welche ja sehr oft sehr heißblütig sind... Das es da noch keine Revolutionen o.ä. gegeben hat. Aber vielleicht hab ich mich diesbezüglich noch nicht gut genug mit NK auseinandergesetzt.

Das geht mir genauso!
Meiner Meinung nach können die USA, UNO und wer sonst noch machen was sie wollen, sie haben
keine adäquaten Mittel, mit Nordkorea umzugehen.
Wenn Nordkorea Sanktionen angehängt bekommt, trifft das nicht die Regierung, sondern die arme Landbevölkerung.
Von außen kann man m.E. also so gut wie nichts ausrichten.
Vielleicht ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, eine innere Revolution voranzutreiben.
Die nordkoreanische Regierung könnte sich nicht gegen ihr gesamtes eigenes Volk stellen, wenn es geschlossen eine Revolution startet.
Natürlich fängt ein Volk nicht einfach so eine Revolution an..
Zuerst müsste Nordkorea sich zumindest so weit öffnen, dass die Nordkoreaner bemerken, dass sie von der Regierung ausgenutzt werden und dass der Kapitalismus - ohne diesen zu positiv darstellen zu wollen, jedes System hat seine Probleme - und Demokratie sich bewährt haben und die Chance auf Wohlstand bergen.
Dann müsste durch irgendeinen Initialzünder eine Revolution ausgelöst werden, die nur bei großflächiger Teilnahme und rascher Entwicklung erfolgreich sein kann; denn sonst wird diese vom Militär blutig unterdrückt werden, bevor sie überhaupt richtig ins Rollen kommt.
Aber das ist eben noch nicht passiert, was mich auch wundert. In Russland ist es ja genau so abgelaufen, die Voraussetzungen waren sehr ähnlich (der allmächtige Zar und seine Armee, verarmte Bevölkerung etc., sogar die Kommunikationsmöglichkeiten sind vergleichbar).
Vielleicht sollte die UNO mal in diese Richtung lenken und die nordkoreanische Bevölkerung - auf welche Wege auch immer - aufklären und wachrütteln.
Denn dass würde Kim JongIl und dem Regime wirklich schaden, im günstigsten Fall es sogar zerbrechen.
Danach könnte man in Nordkorea eine Republik aufbauen, diplomatische und wirtschaftliche beziehungen aufbauen etc.
Die Wiedervereinigung wäre dann der nächste Schritt.
Ich kenne mich nicht besonders mit Politik aus aber m.E. macht es vielleicht Sinn, über einige Jahre (Jahrzehnte) nach dem theoretischen Zusammenbruch des Regimes keine Wiedervereinigung anzustreben, sondern zunächst die Wirtschaft, Bildung und Einbindung Nordkoreas in der Welt so weit an Südkorea anzugleichen, dass für beide Staaten eine Wiedervereinigung lohnenswert wäre.
blubbi (Guest) #23
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Das wichtigste ist wohl, dass die Nordkoreanische Bevölkerung ihre tatsächliche Lage und gleichzeitig ihre Macht erkennt. Vielleicht sollte man auf privater Seite diese Flugblattaktionen extrem ausweiten, sodass vielleicht an einem Tag von allen Himmelsrichtungen Millionen von Flugblättern in Nordkorea landen. Ich denke, dass im Falle einer Revolution der Großteil des Militärs auf Seiten des Volkes kämpft, die meisten Soldaten leben ja auch unter mißerablen Verhältnissen.
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iGEL (Administrator) #24
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In reply to post #22
Moin!

Quote by Nomou:
Ich kenne mich nicht besonders mit Politik aus aber m.E. macht es vielleicht Sinn, über einige Jahre (Jahrzehnte) nach dem theoretischen Zusammenbruch des Regimes keine Wiedervereinigung anzustreben, sondern zunächst die Wirtschaft, Bildung und Einbindung Nordkoreas in der Welt so weit an Südkorea anzugleichen, dass für beide Staaten eine Wiedervereinigung lohnenswert wäre.

Das denke ich auch. Und der einzige Weg dahin ist meiner Meinung nach, über gemeinsame Projekte, wie sie die beiden vorherigen südkoreanischen Präsidenten betrieben haben, das Land langsam wirtschaftlich aufzupäppeln und zu öffnen. Ich denke, Demokratie wäre zwar wünschenswert, ist aber auf absehbare Zeit nicht realistisch. Lieber sollte man versuchen, das Nordkorea dem chinesischen Weg folgt. In 10 Jahren oder mehr kann man dann sehen, ob sich in Sachen Demokratie und Wiedervereinigung was machen lässt.

Wie aber die nächsten Schritte aussehen können, weiß ich nicht. Die Atombomben kann man ja auch nicht einfach so hinnehmen - Das würde viele andere Staaten in Versuchung führen, sich atomar zu bewaffnen und Kim Jong-il darin bestärken, dass er nur ordentlich auf den Putz hauen muss, um seine Ziele zu erreichen...

Gruß, Johannes
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Soju #25
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In reply to post #23
Quote by blubbi:
Das wichtigste ist wohl, dass die Nordkoreanische Bevölkerung ihre tatsächliche Lage und gleichzeitig ihre Macht erkennt. Vielleicht sollte man auf privater Seite diese Flugblattaktionen extrem ausweiten, sodass vielleicht an einem Tag von allen Himmelsrichtungen Millionen von Flugblättern in Nordkorea landen. Ich denke, dass im Falle einer Revolution der Großteil des Militärs auf Seiten des Volkes kämpft, die meisten Soldaten leben ja auch unter mißerablen Verhältnissen.

Solche Flugblattaktionen getrieben von "Christlichen Fanatischen Gruppen" sind meiner Meinung das falsche!
Ein Bruch Nkoreas durch eine Revolution würde im moment keinen der Nachbarländern schmecken...am wenigsten den Südkoreanern!
Wie auch "Igel" schreibt, ist der beste Weg erstmal eine bessere Beziehungen beider Ländern herzustellen!
Die von so vielen Leuten als Sonnenscheinpolitik bezeichnete Politik "Roh's" und seines Vorgängers "Kim Dae-jung" war vieleicht doch nicht so schlecht...
http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenscheinpolitik

Die jetzige Politik beider Länder lassen nichts gutes Verheissen...

Der CO ( den Namen möchte ich nicht nennen ) aus SKorea hat in einen Jahr alles kaputt gemacht was in Jahrelanger Arbeit an Beziehungen aufgebaut wurde...
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Soju #26
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@Henchan
Ich habe bei Nord-Korea nicht das Gefühl, dass dieser Teil auf Diealog aus ist.
Doch die kämpfen für eine Wiedevereinigung unter NKoreanischen Sinne ...Chosun ;-)

Die Meinung bezüglich der USA einiger Süd-Koreaner (wieviel auch immer) kann ich nicht nachvollziehen. Man muss die USA nicht lieben, aber amerikanische Truppen im Land........also mich würde dies als S-Koreaner beruhigen. Als gebürtiger (West) Berliner kann ich nur den USA danken, dass sie in Berlin blieben.
Mich haben die Amerikaner in (West) Berlin nie gestört. Die waren letztlich die Garantie, das Berlin (West) frei blieb.

Als Nicht Berliner haben mich die Amis in München in der "Mc Graw Kaserne" früher schon genervt!
Es gab auch sehr viel Problematik die letztendlich dazu geführt hat die Kaserne in München zu schliessen :-)
Wer glaubst Du zahlt den eigentlich den Ihr schönes Leben hier ? Bestimmt nicht die US Regierung ;-)
das gleiche ist in Korea und Japan etc. auch der Fall!

Das die Alliierten grosse Hilfe in Berlin geleistet haben sehe ich auch so ..Rosinenbomber etc...trotz dessen sollte man schon mal sehen das eine Besetzung West und Ostdeuschlands nach dem 2.Weltkrieg auch keine tolle Sache war / ist egal von welcher Seite!
Und ohne Eigenzweck werden soche Aktionen auch nicht durchgeführt...

Frage mal z.b Deine Japanischen Kumpels wie gerne sie zb. 15.000 Amis alleine auf Okinawa haben ...
This post was edited on 2009-05-28, 14:15 by Soju.
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iGEL (Administrator) #27
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Moin!

Quote by Soju:
Wer glaubst Du zahlt den eigentlich den Ihr schönes Leben hier ? Bestimmt nicht die US Regierung ;-)
das gleiche ist in Korea und Japan etc. auch der Fall!

Wer bezahlt, weiß ich nicht. Aber man sollte auch sehen, dass die jeweiligen Regierungen die US-Army haben wollen, trotz einiger Probleme. Wenn ihnen die Regierung sagt, dass sie gehen sollen, würde die US-Army das auch tun.

Ich stimme mit Henchan überein: Ohne die Westalliierten wäre mindestens Westberlin wenn nicht ganz Deutschland in die DDR eingegliedert worden. Und nur dank der USA gibt es heute die Republik Korea noch (sie war schon mal so nur geringfügig größer als Busan). Dass beide Länder getrennt wurden, ist vor allem der Sowjetseite zu verdanken.

Gruß, Johannes
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Unikorea (Guest) #28
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In reply to post #24
Zitat von Nomou:
Ich kenne mich nicht besonders mit Politik aus aber m.E. macht es vielleicht Sinn, über einige Jahre (Jahrzehnte) nach dem theoretischen Zusammenbruch des Regimes keine Wiedervereinigung anzustreben, sondern zunächst die Wirtschaft, Bildung und Einbindung Nordkoreas in der Welt so weit an Südkorea anzugleichen, dass für beide Staaten eine Wiedervereinigung lohnenswert wäre.

Den Südkoreanern wäre es freilich am liebsten, das Land erst mal aufzupäppeln. Ein Schild dran: "Wegen Renovierung geschlossen" und in Ruhe dran arbeiten.  ;-)
Ich habe da allerdings meine Zweifel, ob das so funktioniert - Wenn die Diktatur fällt wollen sich auch die Leute dort nicht länger einsperren lassen. Zumindest die jüngeren wird es dann nicht mehr halten. Die gehen dahin, wo es mehr Wohlstand gibt. Und niemand wird sie (unter demokratisierten Bedingungen) daran hindern können. Zwar sind die Koreaner beim Aufbau von Infrastruktur um einiges schneller als die Deutschen, und über geeignete finanzielle Anreize könnte man junge Nordkoreaner vielleicht sogar dazu bringen vor Ort zu bleiben - Insgesamt aber dürfte ein Kollabieren des Nordens ziemliche Wellen nach Süden schlagen und das ganze Land in Aufruhr versetzen... Verständlich, dass Viele davor Angst haben und lieber den Kopf in den Sand stecken...
Bleibt zu hoffen, dass am Ende Vernunft und innerkoreanisches Gemeinschaftsdenken der koreanischen Halbinsel  endlich zu der lange verdienten Unabhängigkeit in Einheit und Freiheit führen. Die Weltgemeinschaft, insbesondere aber Koreas Nachbarn sollten hierbei helfen und aus den Fehlern und Verbrechen der Vergangenheit lernen... Aber das ist ja schon wieder eine Illusion...!?

Korea - Fighting !!!
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Soju #29
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In reply to post #27
Hallo Igel,

Ja Ja die jeweiligen Regierungen :-)
frage mal die jeweilige Bevölkerung  ;-) da schaut die Sache ganz anders aus!
Warum haben wir eigentlich immer noch Stützpunkte der US Armee in Deutschland ? Für was sollen die den nötig sein ?
Das die US Armee so einfach aus Japan oder Südkorea abziehen würde bezweifle ich mal ;-)
Der Standort nahe China ist doch viel zu verlockend....


Na ja wenn Du mit vieln Koreanern über den Koreakrieg sprichst ist da die Meinung auch gespalten!
Diesbezüglich denken viele das Korea in den 50ern nur als Marionette für den Konflikt zwischen der USA und der Sowjetunion bzw. China benutzt wurde ...
Ein Besuch im Kriegsmuseum in Seoul ist diesbezüglich vieleicht mal zu empfehlen.
This post was edited on 2009-05-28, 13:03 by Soju.
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Nomou #30
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Hallo!

Der Koreakrieg war tatsächlich ein Stellvertreterkrieg der beiden Supermächte USA und UdSSR.
Letztlich wurde das Land nur benutzt, um Muskeln spielen zu lassen. Also quasi die Ausartung des kalten Kriegs im kleinen - wenn das im großen passiert wäre würde die Welt jetzt wohl ein bisschen anders aussehen und das meiste Leben wäre auch ein bisschen tot dank mehrfachem Overkill-Potenzial.

Die Besetzung Deutschlands hatte prinzipiell andere Ursachen und andere Ziele.
Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die alliierten Mächte schonmal die Aufgabe, mit dem unterlegenen Deutschland umzugehen. Dabei haben sie es aber vergeigt.
Das war einer der wichtigsten Gründe, die später die Machtübernahme Hitlers und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begünstigten.
Man wollte nicht riskieren, dass so etwas nochmal passiert, weshalb Deutschland zunächst völlig entmündigt wurde und an der Hand zur Demokratie geführt werden sollte - was letztlich auch geklappt hat, das System konnte sich, anders als nach dem Ersten WK in der Weimarer Republik, etablieren und bewähren.

Unmittelbaren Nutzen hatten die USA dadurch zunächst weniger. Es ging in erster Linie darum, nicht die Weichen für noch ein Drittes Reich zu schaffen, und man wollte natürlich auch nicht, dass die UdSSR Deutschland eingliedert, da die Deutschen gezeigt hatten, dass sie ganz schön was drauf haben, auch wenn sie ihre Fähigkeiten leider für Kriegszwecke verschwendet haben.
So einen mächtigen Staat der UdSSR zufallen lassen? Niemals.

Die ganzen Zusammenhänge sind alle extrem kompliziert und verzwickt.. Wohl mit ein Grund, warum aktuell auch keiner weiß, wie mit Kim JongIl und überhaupt Nordkorea umzugehen ist.
Ich denke eigentlich, dass diese Flugblattaktionen ein guter Ansatz sind.
Man muss irgendwie die Nkoreaner erreichen und aufklären, und in einem Land mit Kommunikationsmöglichkeiten wie vor 100 Jahren geht das wohl am besten über Flugblätter o.ä.
Der Ansatz der Sonnenscheinpolitik ist ja gut, aber wenn sich Nordkorea so krass dagegen stellt, wird das auch nicht funktionieren, zumindest was die Öffnung Nordkoreas angeht.
Aber wie gesagt, das ist nur meine Sichtweise. :)
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