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Für die (Süd)Koreanische Freundin dauerhaft nach Korea - Visumsfragen
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Martin81 #1
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Subject: Für die (Süd)Koreanische Freundin dauerhaft nach Korea - Visumsfragen
Hallo!

Ich habe ein etwas komisches "Problem" (kein Fake!, bitte ganz lesen).

Und zwar bin ich Deutscher, Ende 20, und habe seit 3 Jahren eine Koreanische Freundin. Jetzt muss sie leider aus Deutschland raus, da sie ihr Studium hier in Deutschland abgeschlossen hat (Visum läuft im Juni aus).

Ich selbst würde dann gern mit ihr nach Korea gehen, erstmal so für 1,5-2 Jahre und gucken ob das mit der Beziehung so klappt, mit ihr klappt es zwar prächtig, allerdings weiß ich nicht ob ich mich in dem Land auf Dauer so wohl fühle. Sie will nicht in Deutschland leben (und ich bin ein Reisefreak, immer recht flippig und immer am rumtouren in der Welt; Ich mag Deutschland auch nicht besonders, bes. das Wetter und die hohen Steuern regen mich auf).

Und jetzt wirds kurios: Ich bin so eine Art "Frührenter", also ich habe durch einige Erbschaften in meiner Familie und meine Firma die ich vor 2 Jahren verkauft habe genug Geld angespart um problemlos von meinen Zinsen zu leben (kein großer Luxus, aber ein gutes Leben ohne den Zwang notwendigerweise mallochen gehen zu müssen). Heißt: Ich habe kein Interesse an irgendeiner Art von "Anstellung"/Berufsausübung in Korea. Offiziell bin ich in Deutschland "Selbstständiger".

Heiraten will ich meine Freundin aber nun auch nicht, eben auch weil seehr viel Geld im Spiel ist und ich mich zu jung fühle zum Heiraten... (soll jetzt nicht egoistisch rüberkommen, aber denkt euch mal in meine Lage bitte!)

Also was tun? Mit einem 3 Monatigen Aufenthaltsvisum komme ich ja nun nicht weit. Wie kann ich länger in Korea bleiben ohne Arbeitsstelle und ohne Heirat ? Ich meine, ich gebe ja eh nur Geld in dem Land aus... Und ein Einkommen durch diverse Geldanlagen ist ja da...

Ich bitte um Ratschläge, das Thema ist wirklich dringend (!) für mich, und aufgrund meiner Besonderen Situation ("Frührentnerdasein") finde ich auch keine brauchbaren Hinweise im Internet. Ich glaube an so Leute wie mich
hat keine Gesetzgeber gedacht :-(

Danke für eure Hilfe! Martin
JayCup #2
Member since Feb 2009 · 35 posts · Location: Berlin
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working holiday anmelden - da kannst du 1 jahr bleiben und erstmal schaun wie es läuft. wenn es dann passt dann auf D-8 visum umschalten, also kleine firma in korea gründen (ca. 30.000 eur investition) und gelegentlich 2-3 rechnungen pro halbjahr dem koreanischen finanzamt vorlegen damit da kein verdacht geschöpft wird. oder mit D-2 visum studieren, da könntest du aus spaß nen 4-jährigen koreanischen bachelor anfangen (auf englisch auch möglich falls dein koreanisch nicht aureicht). viel erfolg!
KoreaEnte #3
Member since Jan 2007 · 642 posts · Location: Seoul/Düsseldorf
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Eine kleine Anmerkung zum Heiraten und deiner Aussage mit dem vielen Geld. Deine Frau hat auch nach der Scheidung keinen Anspruch auf dein Vermögen, sondern nur auf die erwirtschafteten Zinsen innerhalb der Ehe.

Also mal ein ganz einfaches Beispiel:
Du hast 500.000 Euro und bekommst dadurch jeden Monat 2000 Euro an Zinsen, deine Frau verdient durch ihren Job ebenfalls 2000 Euro pro Monat, dann hat sie nach der Ehe keinen Anspruch auf auch nur einen Euro deiner 500.000 Euro die du schon vor der Ehe hattest.


Und dann noch eine Frage die mich sehr interessiert, was machst du den ganzen Tag, wenn du nie arbeiten gehst, hast du so ein erfüllendes und zeitraubendes Hobby?
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iGEL (Administrator) #4
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Moin!

Eine alternative wäre halt, alle drei Monate einen Visa run nach Japan oder China zu machen. Das ist meines Wissens immer noch möglich und in deinem Fall ja sogar völlig legal, da du ja nicht arbeitest (Viele Praktikanten und English-Lehrer tun das offenbar).

http://wiki.galbijim.com/Visa_run

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
Martin81 #5
Member since Apr 2009 · 2 posts
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Subject: Danke!
1000 Dank für die schnelle und vielversprechende Antwort.

http://wiki.galbijim.com/Visa_run: You are a student or tourist and plan to stay in Korea for awhile. You need to leave Korea to renew your tourist visa, every 3-6 months, depending on the visa reciprocity arrangement that Korean Immgration has with Immigration of your home country. (note: tourist visas do not need to be obtained at an embassy or consulate. You can literally leave the country, turn around and come back on the next boat and pass through Korean Immgration to get your tourist visa re-issued. However, if you are a US citizen, you'll only be granted a 30 day visa, this way. To secure a 90 visa day, US citizens will need to go to the Korean embassy or consulate, first.)

Das mit dem VisaRun ist ja äußerst praktisch, da habe ich mal wieder Glück gehabt; obwohl es vielleicht mit der Zeit etwas nervig wird alle 3 Monate das Land verlassen zu müssen, mal sehen. Aber immerhin, die Option erscheint mir machbar und praktisch zu sein. Danke für den Tip!

working holiday anmelden - da kannst du 1 jahr bleiben und erstmal schaun wie es läuft. wenn es dann passt dann auf D-8 visum umschalten

Wie funktioniert das mit dem "Working Holiday" ? Brauche ich da nicht eine einladende Firma, wo ich wieder zwangsläufig als "Zeit"angestellter arbeiten müsste? Oder ist die Anmeldung des "Working Holiday" ohne "Arbeitsplatz", bzw. Beschäftigung möglich?

also kleine firma in korea gründen (ca. 30.000 eur investition) und gelegentlich 2-3 rechnungen pro halbjahr dem koreanischen finanzamt vorlegen

Das könnte ich durchaus machen. Die Sache ist (bezugnehmend auf die andere Frage was ich den lieben langen Tag so mache), also ich bin nebenbei noch "Internetunternehmer", was mich ca 3 Std am Tag arbeitsmäßig beschäftigt. Ich habe eine Art "virtuelle Firma", also diverse Arbeitskräfte in Indien und auf den Philipinen, die für kleines Geld alle möglichen Sachen für mich machen, es geht vereinfacht gesprochen um Produktwerbung und Online-Marketing für den EU und US Markt, was mir neben den Zinseinkünften noch gute Einnahmen einbringt. Zur Zeit ist die Firma in Dubai angemeldet, Steuern zahle ich in Deutschland; Ich könnte aber natürlich auch in Korea eine Firma zu diesem Zwecke gründen. Fragt sich wie die Einnahmen dann zu versteuern sind ?!?! In Deutschland oder in Korea? Weiß das zufällig jemand? Mein Hauptwohnsitz wäre ja immer noch Deutschland, oder?


oder mit D-2 visum studieren, da könntest du aus spaß nen 4-jährigen koreanischen bachelor anfangen

Also Studiert habe ich bereits in Deutschland.


 
Und dann noch eine Frage die mich sehr interessiert, was machst du den ganzen Tag, wenn du nie arbeiten gehst, hast du so ein erfüllendes und zeitraubendes Hobby?

Also mein "Hobby" ist zZ meine 2. "Firma", also die Internetgeschäftstätigkeiten. Ansonsten lese ich viel um mich selbst weiterzubilden und bin ständig irgendwo in der Welt unterwegs. Mal sehen wie lange dieser Lebensstil noch anhält. Sichter läuft es irgendwann auf Familie und Kinder hinaus, aber bis dahin will ich noch etwas von der Welt sehen....

Gruß und Danke nochmal für eure Antworten, sehr konstruktive Lösungsansätze hier!

Martin
KoreaEnte #6
Member since Jan 2007 · 642 posts · Location: Seoul/Düsseldorf
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Ich könnte aber natürlich auch in Korea eine Firma zu diesem Zwecke gründen. Fragt sich wie die Einnahmen dann zu versteuern sind ?!?! In Deutschland oder in Korea? Weiß das zufällig jemand? Mein Hauptwohnsitz wäre ja immer noch Deutschland, oder?

Wenn du in Korea wohnen willst, wofür brauchst du dann noch einen Wohnsitz in Deutschland, das macht doch alles nur kompliziert. Wenn du deinen Wohnsitz warum auch immer in Deutschland behalten willst, bist du auf jeden Fall weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig mit deinem Welteinkommen. Da Korea natürlich auch das Besteuerungsrecht beanspruchen wird, kommt es drauf an welche Rechtsform deine koreansiche Firma haben wird und wie der Fall im Doppelbesteuerungsabkommen geregelt ist.
Also mein Tipp ist ganz klar den Wohnsitz komplett aufzugeben in Deutschland, auch schon wegen den Zinseinkünften die in Korea sehr wahrscheinlich günstiger besteuert werden.
막스Max #7
Member since May 2009 · 16 posts
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Hallo Martin,

deine Situation bzgl. Steuern, Staatsbürgerschaft, Zinsen usw. ist relativ komplex. Ich würde dir empfehlen dich von einem Steuerberater zuhause und von einem in Korea mal beraten zu lassen was für dich weniger Kosten bedeuten würde. Da lässt sich durch eine Heirat oder einen Dauerhaften Wohnsitz in Korea eventuell viel Steuergeld einsparen. Ein Fachmann bin ich auf dem Gebiet leider nicht. Wenn du einen deutschsprachigen Steuerberater oder Anwalt in Korea fragen möchtest könnte ich für dich mal nachfragen wenn du Bedarf hast.

Gruß,

Max
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