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Deutschtest für Heiratsvisum
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Enno #1
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Subject: Deutschtest für Heiratsvisum
Hallo und guten Abend

Ich und meine Freundin (Koreanerin) wollen dieses Jahr in Deutschland heiraten. Leider spricht sie nur Japanisch, Koreanisch und Englisch. Sie lebt seit über 10 Jahren in Japan, hat aber nur einen koreanischen Pass. Bevor sie nächstes Jahr endgültig nach Deutschland kommt, besucht sie noch einen 6-monatigen Aufbaukurs Englisch in London.

Die Hürden für eine Heirat sind ja ohnehin schon hoch, wie ich gelesen habe. Jetzt habe ich gehört, dass eventuell auch der Nachweis von Deutschkenntnissen gefordert ist. Kann das jemand bestätigen?

Gibt es noch andere Hürden, die es zu nehmen gilt?

Danke
Enno
micnaumann #2
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Um zu Heiraten braucht sie noch keine Deutschkenntnisse nachweisen. Wenn ihr aber in Deutschland leben wollt und somit eine Aufenthaltserlaubnis für sie beantragt muss sie einen Deutschkurs und noch einen anderen Kurs absolvieren.
Enno #3
Member since Oct 2008 · 10 posts
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Hallo

Quote by micnaumann:
Um zu Heiraten braucht sie noch keine Deutschkenntnisse nachweisen. Wenn ihr aber in Deutschland leben wollt und somit eine Aufenthaltserlaubnis für sie beantragt muss sie einen Deutschkurs und noch einen anderen Kurs absolvieren.

Heiraten werden wir auf jeden Fall. Und die Aufenthaltsgenehmigung brauchen wir definitiv, weil wir hier in Deutschland leben werden. Ich war gar nicht auf diese Schwierigkeiten eingestellt, weil wir keine Sozialleistungen beantragen wollen. Die Frage ist nun, ob wir das zeitlich alles so hinbekommen, ohne zwischenzeitlich getrennt zu leben. Sie löst gerade ihre Firma in Japan auf und hängt dann irgendwie zwischen den Kontinenten in der Luft.

Das normale Visum gilt fuer 90 Tage. Falls ich sie bei einer Sprachschule anmelde, muesste es doch möglich sein, diese Zeit zu verlängern, oder? Deutsch gilt ja nicht unbedingt als leicht. Und Englisch ist ihr im Moment wichtiger. Oder ist man da im Zweifel der Ausländerbehörde ausgeliefert?

Langsam mache ich mir Sorgen

Danke für die Auskunft

Enno
Phoonzang #4
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In reply to post #2
Quote by micnaumann:
Um zu Heiraten braucht sie noch keine Deutschkenntnisse nachweisen. Wenn ihr aber in Deutschland leben wollt und somit eine Aufenthaltserlaubnis für sie beantragt muss sie einen Deutschkurs und noch einen anderen Kurs absolvieren.

Vielleicht erinnere ich mich da falsch, aber wenn die zwei verheiratet sind, und er deutscher Staatsbürger ist, braucht sie doch keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. Ich weiss auf jeden fall von ähnlichen Fällen, wo eine Heirat jegliche Visums- und Aufenthaltsfragen obsolet gemacht hat.
micnaumann #5
Member since Jun 2007 · 278 posts · Location: Bremen
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Vielleicht erinnere ich mich da falsch, aber wenn die zwei verheiratet sind, und er deutscher Staatsbürger ist, braucht sie doch keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. Ich weiss auf jeden fall von ähnlichen Fällen, wo eine Heirat jegliche Visums- und Aufenthaltsfragen obsolet gemacht hat.
@Enno Du musst dir keinen Stress machen. Zuerst heiratet ihr ja und dann geht ihr zum Ausländeramt und beantragt die Aufenthaltsgenehmigung für deine Frau. Da ihr verheiratet seid, bekommt ihr die ohne Probleme. Das Ausländeramt wird deiner Frau aber zur Auflage machen, einen Deutschkurs und diesen Integrationskurs (keine Ahnung ob der so heißt) zu machen. Dann hat sie ein Jahr Zeit die beiden Kurse zu machen.

@Phoonzang Aber selbstredend braucht sie eine Aufenthaltsgenehmigung. Die bekommt sie auch ohne Probleme wenn sie verheiratet ist. Trotzdem muss sie diese bei der Ausländerbehörde beantragen. Meistens ist die Aufenthaltsgenehmigung auf ein Jahr befristet und wird dann von Jahr zu Jahr verlängert.
Enno #6
Member since Oct 2008 · 10 posts
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Hallo

Dann will ich mal hoffen, dass wir das in den 6 Monaten, die ihr Schengen Visum gültig ist erledigen können. Ich habe noch etwas im Internet gesucht, da bisher die Behörde nicht geantwortet hat. Sieht so aus, als ob man Schwierigkeiten bekommt, wenn man mit einem Touristenvisum heiraten will. Und für das Heiratsvisum braucht man vor Erteilung den Nachweis von Deutschkenntnissen.

Meine zukünftige Frau spricht drei Sprachen, ich vier. Integration ist kein Problem.

Ich will auch nicht den Umweg über Dänemark gehen. Wer weiss, was da wieder alles auf einen zukommt.

Na mal sehen, was die Behörde antwortet

ciao
Enno
This post was edited on 2009-03-29, 22:13 by iGEL.
Edit reason: Zitat von MicNaumann entfernt
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iGEL (Administrator) #7
User title: 이글
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Moin!

Achtung, Halbwissen: So wie ich das verstanden habe, ist die Aufenthaltserlaubnis nicht an einen Deutschkurs oder Integerationskurs gekoppelt. Das ist nur notwendig, falls sie die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen möchte. Ein Freund von mir hat eine Thailänderin geheiratet, die kam ohne ein Wort Deutsch zu sprechen nach Deutschland. Geheiratet haben sie zwar in Dänemark, aber danach hat sie problemlos die Aufenthaltserlaubnis ausgestellt bekommen. Und dass eine Ehefrau eines Deutschen ausgewiesen werden könnte, weil sie kein Deutsch spricht, kann ich mir nicht vorstellen, schließlich steht die Ehe unter besonderem Schutz nach dem Grundgesetz.

Davon abgesehen ist es natürlich sehr sinnvoll, Deutsch sprechen zu können, wenn man hier leben will. :)

Enno: Koreaner können ihren Aufenthaltstitel in Deutschland ändern, siehe hier: http://forum.meet-korea.de/thread/2613-Mein-Plan-eure-Anme… - Sich bei der Ausländerbehörde zu informieren, bei der ihr den Aufenthaltstitel beantragen werdet, schadet natürlich trotzdem nicht. ;)

Gruß, Johannes
Offizieller Dogil.net / Meet-Korea-Twitter-Kanal: http://twitter.com/DogilNet
micnaumann #8
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@Igel Apropos Halbwissen. Bei meiner Frau wurde ihr bei der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung zur Auflage gemacht einen Deutschkurs zu absolvieren. Dies ist vollkommen unabhängig von der Beantragung der deutschen Staatsangehörigkeit. Ob sie ihr die Aufenthaltsgenehmigung wieder aberkennen können, wenn sie den Deutschkurs nicht belegt, kann ich nicht sagen. Aber die gesetzlichen Bestimmungen haben sich seit 2007 erheblich verschärft.
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Vita500 #9
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Ditto zu micnaumann:
Bin selber gerade in diesem Prozess und die Bestimmungen haben sich erheblich verschärft. Allerdings liegt es auch zu einem nicht unerheblichen Teil am jeweiligen Ausländeramt in Deutschland.

Meine Frau und ich haben hier in Deutschland geheiratet. Leider bekommt man trotz Heirat noch lange keine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Ein Deutschtest war auch bei ihr Pflichtvoraussetzung um die sogenannte Familienzusammenführung überhaupt erst zu beantragen.
Außerdem - und jetzt kommt der Knüller - musste meine Frau diese Familienzusammenführung bei der Deutschen Botschaft in Korea (!) beantragen, d.h. sie musste aus Deutschland ausreisen. Ich habe deswegen zwei Mal beim Ausländeramt nachgefragt und beides Mal wurde mir gesagt, dass sie es dort (und nur dort) beantragen kann. Ein teurer Spaß und sehr willkürlich wie ich behaupte, da es andere wohl auch in Deutschland beantragen konnten. Hängt also wirklich vom jeweiligen Amt ab... eine Schande.
Meine Frau war übrigens vorher als Tourist eigereist. Vielleicht war es deshalb so kompliziert... sollte aber echt nicht sein.

Ich empfehle euch jedenfalls, euch frühzeitig bei eurem zuständigen Ausländeramt zu informieren. Die Regelungen sind wie gesagt nicht immer einheitlich...

Nach Genehmigung der Familienzusammenführung geht's übrigens noch weiter. Wir müssen jetzt offenbar noch einen offiziellen Aufenthaltstitel für Sie beantragen... es lebe die Bürokratie.  :-/

Kopf hoch, Augen zu und durch...

Gruß,
Robert
Mehr Tipps und Infos ueber Seoul und Korea: http://members.virtualtourist.com/m/8b84b/10267a/
Deluk #10
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Zunächst mal: Alles Gute zur Hochzeit!

Zum Visum/Sprachtest: Hab das ganze gerade erst selbst ähnlich mitgemacht, bzw. bin noch dabei:
Zum Heiraten brauchst Du keine Sprachkenntnisse nachweisen. Frag aber unbedingt beim Standesamt nach, was für Dokumente Deine Frau vorlegen muss. Vieles davon muss in Korea beantragt und beglaubigt werden. Das wird kompliziert, wenn man nicht in Korea ist.

Zur Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland sind hier sind einige Links die Deine Fragen beantworten sollten:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
www.bamf.de
www.integration-in-deutschland.de

Deutsche Botschaft in Seoul:
www.seoul.diplo.de

Soweit ich verstanden habe wird immer von 2 verschiedenen Deutschen Sprach-Prüfungen gesprochen:
"Sprachprüfung der Stufe A1":
Braucht man für ein "Nicht-Touristen-Visum". Wird allerdings von koranischen Staatsbürgern nicht verlangt. Ausnahmeliste siehe links.

"Zertifikat Deutsch":
Braucht man als Eintrittskarte für den Integrationskurs den man für ein unbegrenztes Visum braucht.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
Enno #11
Member since Oct 2008 · 10 posts
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Vielen Dank an alle, die hier geantwortet haben. Momentan besorgen wir alle Dokumente, ich kann also noch nichts Genaues sagen. Allerdings frage ich mich, warum ich als Deutscher auf 4 verschiedene Arten meine Herkunft und Nationalität nachweisen muss, wo wir doch diesen tollen fälschungssicheren Personalausweis haben.

Das kostet alles nur Zeit und Geld. Und dann ist so etwas wie eine Aufenthaltsbescheinigung - wie ich heute höre - nur 14 Tage gültig. Respekt.

ciao
Enno
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Vita500 #12
Member since Mar 2007 · 249 posts · Location: Stuttgart
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Yep, welcome to German bureaucracy!

Mittlerweile sind wir übrigens einen Schritt weiter gekommen und an dieser Stelle muss man wohl auch mal ne Lanze für die Neuregelung brechen, denn prinzipiell hat die Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen schon einen Sinn. Es gibt so viele Leute, die durch Scheinehen auf einfache Weise ihren Aufenthaltstitel erworben haben und viele andere, die viele Jahre hier wohnen aber kein Wort Deutsch sprechen... da ist es ja eigentlich nicht schlecht, dass man dies neuerdings voraussetzt. Außerdem greift einem der Staat dabei ja auch großzügig und helfend unter die Arme, denn die Kosten des Integrationskurses werden größtenteils von Vater Staat getragen. Ok, prinzipiell ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, aber wie sagt man doch so schön: besser spät als nie!

Die 14 Tage von denen Du sprichst sind mir bislang unbekannt. Hängt wohl wirklich vom jeweiligen Amt ab. Meine Frau ist mit ihrem Visum zur Familienzusammenführung hier eingereist. Dieses ist 90 Tage gültig, was allerdings nur heißt, dass man sich innerhalb dieser 90 Tage beim Ausländeramt melden und seinen offiziellen Aufenthaltstitel beantragen muss. Der Aufenthaltstitel ist nichts anderes als die Aufenthaltserlaubnis (ehemals Aufenthaltsgenehmigung), die anfangs für 1 Jahr ausgestellt und irgendwann dann auf unbegrenzt verlängert wird. Der Integrationskurs ist übrigens Pflicht.

Zugegeben, der Prozess ist höllisch lang und kompliziert und - wie bereits in meinem vorherigen Post erwähnt - leider auch recht willkürlich, doch wenn man sich erstmal etwas eingelesen hat, dann ergibt vieles doch noch einen tieferen Sinn. Den zu finden, ist aber wahrlich nicht leicht. Da kann man den Prozess sicherlich noch optimieren...

Viel Erfolg & lasst den Kopf nicht hängen.

Gruß,
Robert
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