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Studium für Graduierte in Korea - allerlei Fragen
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Nikurasu83 #1
Mitglied seit 03/2009 · 1 Beitrag
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Betreff: Studium für Graduierte in Korea - allerlei Fragen
Hi,

ich studiere derzeit eine Kombination aus Wirtschaft- und Ostasienwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf China, bin bald mit dem Studium fertig und ich denke derzeit darüber nach, eventuell nach meinem Abschluss über ein ostasienbezogenes Thema zu promovieren. Würde auch gerne das in dem Raum selbst vor Ort machen (was den Vorteil der Forschung vor Ort hätte) und würde mich besonders stark für ein solches PhD-studium in Korea interessieren. Koreanische Vorkenntnisse, wenn auch nur geringe Grundkenntnisse, habe ich und würde diese natürlich auch gerne während dieses Zeitraums ausbauen.

Nun ist meine Frage, wer mit den Programmen der Graduate Study Programes der SKY-Universitäten (persönliche) Erfahrung hat und mir eventuell etwas zu Finanzierung (Stipendien/ Arbeitsmöglichkeiten/ Teaching Jobs an der Uni etc.), Lebenshaltungskosten, Bewerbungsprozedere und die qualifikationstechnischen Anforderungen etwas erzählen kann, lasse mich da gerne umfassend beraten und mit Tips versorgen.
Crocos (Gast) #2
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Hi,

es ist durchaus sinnvoll in Korea ein Aufbaustudium zu belegen. Aus eigener Erfahrung empfehle ich Dir, wie Du selbst schon richtig suggerierst, ein Studium an einer der SKY Unis. Die müssen in deinem Fach nicht zwangsläufig besser sein, wenngleich die Wahrscheinlichkeit hoch ist, doch ist mit ihnen sehr viel Prestige verbunden, was Dir später sehr helfen könnte. Forschen kannst Du vor Ort, da hast Du ganz Recht, natürlich besser als in Deutschland, insofern Du die koreanische Sprache beherrscht. Und da sind wir schon beim nächsten Thema. Ich gehe davon aus, dass Du dich für ein Studium an den sog. GSIS (Graduate School of Int'l. Studies) interessierst. Dort werden jedoch alle Lehrveranstaltungen in Englisch gehalten. Du musst also parallel (oder/und in den Ferien) Koreanischkurse belegen, was sehr stressig wird, aber wenn man es wirklich will und bereit ist viel Zeit zu investieren, kann man auf ein gewisses Niveau kommen. Ob es reicht in Koreanisch zu forschen, ist eine andere Frage.

Um ehrlich zu sein, würde ich Dir das Studium an der GSIS der Yonsei Uni empfehlen. Dieses Programm hat einen guten Ruf, z.T. sehr renommierte Professoren und vielseitig interessierte Studenten, die auch der englischen Sprache mächtig sind, was in einem internationalen Programm nicht ganz unwichtig ist (auch für dich!). Schau Dir mal das Koreanistik Programm auf der Homepage an, das ist nicht so schlecht, verglichen mit z.B. mit dt. Unis.

Finanzierung: Bewirb dich für ein Stipendium oder bring genügend Geld mit, denn Studieren ist nicht ganz billig hier. Mehr als 5 Mio. KRW Studiengebühren, Tendenz steigend. Auch die Koreanischkurse kosten, obgleich Du an deiner Uni Rabatt bekommen kannst. Die Korea Foundatrion ist eine Möglichkeit (Graduate Studies Fellowship) oder die koreanische Regierung eine andere Möglichkeit ein Stipendium zu bekommen. Auch einige korean. Unternehmen bieten Stipendien an. Ansonsten bieten die Unis auch selbst kleinere Stipendien (Financial Aids) an, die einen Teil der Studiengebühren übernehmen. Du kannst natürlich auch arbeiten - legal bis zu 20 Stunden pro Woche, doch fehlt Dir dann u.U. Zeit zum Studieren. Ich mache das jetzt (unterrichte Deutsch an einer privaten High-School), weil ich "nur" noch meine MA-Arbeit schreibe. Da kann man das arrangieren, ansonsten eher nicht.

Lebenshaltungskosten: Sind nicht höher als in Deutschland, wenn Du einen halbwegs (!) moderaten Lebensstil pflegst, beim Wohnkomfort gewisse Abstriche machst und Dich nicht von den Versuchungen Seouls leiten lässt. Komfortabel Wohnen ist in Seoul teuer. Wenn Du eine komfortable Wohnung mieten willst (und sei es nur ein Zimmer), musst Du mit 10 Mio. Kaution rechnen oder einer hohen Monatsmiete. Billiger sind Wohnheim oder Hasuks (Boarding House). Im letzteren bekommst Du ein oft kleines Zimmer (allerdings ohne Bad) und wirst von der Hausdame (ajuma) mit koreanischem Essen verpflegt (Frühstück und Abendessen).

Bewerbungsprozedere und die qualifikationstechnischen Anforderungen: sh. Webseiten. Das ist kein Problem. Die nehmen Deutsche mit Kußhand, wenn Du die formellen, d.h. bürokratischen (!) Voraussetzungen erfüllst.

Beste Grüße und viel Glück
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